Biggi2000 am 09.08.2008 um 14:02 Uhr
Wie so oft in der Politik , wird auch in der Schulpolitik sehr viel diskutiert und debattiert , jedoch viel zu spät gehandelt. Seit wann gibt es in NRW drei Schulformen ? Warum tut sich die Politik so schwer , Änderungen einzuleiten ?

Hierzu kann ich eine Teilantwort geben , die hier mal als Kopie setze:
beantwortet von Mathias Münch am 3. November 2007 13:15
Ich kann mir unter keinen Umständen vorstellen, dass ein Politiker seine Kinder oder Enkel auf die Hauptschule schickt. Konservative Schulpolitik erliegt dem Irrglauben, dass man die Elite vom gemeinen Pöbel trennen muss. Eher schickt ein Politiker seine Kinder auf eine Privatschule als in die soziale Einbahnstaße. Auch wenn er aus ideologischen Gründen die frühkindliche Selektion nach sozialer Herkunft verteidigt, spürt auch ein konservativer Politiker, dass sein Kind ausgerechnet auf der niedrigsten Bildungsstufe nichts zu suchen hat.
Die Frage sollte besser lauten: warum wird in DEUTSCHLANG das Schulsystem nicht reformiert? Das ist nämlich nicht nur in NRW wackelig und marode, sondern bedarf überall einer Überholung! Besser wäre eine Gesamtschule, in der auf die Interessen und vor allem auf die Motivationen der Kinder eingegangen wird - ich tendiere zur Ganzheitlichen und Lebensnahen Ausbildung. Mathematik z.B. lässt sich im "Grundschulalter" wunderbar im Einkaufsladen um die Ecke und über die Errechnung des Fettgehalts diverser Lebensmitteln vermitteln. Später dann, im Jugendalter sollten sich Schüler spezialisieren können - in Bereichen, die Ihre Interessen decken und sie dadurch weiter gefordert werden. Wäre ich Lehrer, so hätte jeder meiner Schüler ein Sparbuch mit dem gerechnet wird. Ich würde versuchen, ein kleines Objekt zu erwerben, das mit der Bank finanziert werden muss, ohne dabei den einzelnen Schüler zukünftig zu belasten. Das ist für mich der ganzheitliche Ansatz!

In Berlin geht es ab der Klasse 7 in 4 (vier) mögliche Schulformen, dabei die Sonderschulen (geistig und körperlich behindert) und die Privatschulen nicht mitgerechnet. Wir reformieren NICHT, ist doch praktisch so, siehe oben genannte Quelle. Es ist übrigens ein Irrglaube, dass auf Privatschulen nur die "Überflieger" sind. Da ist nur eine Ansammlung von Geld und Prestige. Tja und Geld nicht gleich automatisch schlau!!!!!!!!!
doddo am 9. August 2008 14:44 DH
Das dreigliedrige Schulsystem ist das dümmste, was mir je in meinem Leben untergekommen ist. Wie kann man sich erdreisten, anderen vorzuschreiben, was sie zu lernen haben?? Mal davon abgesehen, dass ja nicht wirklich die Intelligentesten zum Gymnasium gehen, sondern die, mit den reichsten Eltern. Das Dreigliedrige Schulsystem gehört ersatzlos gestrichen und durch ein sinnvolles, förderndes System, dass alle auf einen Wissensstand bringt ersetzt. Alles andere ist kapitalistische, dummdreiste Lobbyarbeit.
Die Frage ist doch eher, ob eine Reform wirklich nötig ist. In Bayern zB ist die Volksschule / Hauptschule durchaus noch eine Institution, die leistungsschwächeren Schülern halbwegs ordentliche Bildung vermittelt - auch wenn auch der Hauptschulabschluß in Bayern natürlich stark unter dem schlechten bundesweiten Image desselben leidet.
Aber einfach jedem nen höheren Abschluß hinterher zu werfen oder die Problemkinder mit anderen Kindern zu mischen löst ja die Probleme nicht.
Biggi2000 am 29. August 2008 09:10 auch in Bayern ist die Hauptschule = Restschule.Leistungsschwächere Schüler stammen meist aus bildungsarmen Elternhäusern und es ist Aufgabe der Schulen diese Schüler zu fördern und nicht auf die Restschule abgleiten zu lassen. Es ist einfach die fehlende Chancengleichheit , die diese Entwicklung verursacht.
Hier könnte deine Frage beantwortet werden: http://www.schulministerium.nrw.de/BP/index.html
Bravo ,so isses , DH !
Quellen-Link?
http://www.gutefrage.net/frage/wer-kennt-politiker-deren-kinder-oder-enkelkinder-die-hauptschule-besuchen-oder-besucht-haben
Schöne Schei........, DH!