Frage von WanderIgelchen, 38

Seit meiner Ausbildung 'verloren'?

Hallo...

Ich mache seit circa 2 Monaten offiziell meine Ausbildung. Ich war immer ein lauter, glücklicher Mensch. Meine Familie hat schon manchmal die Augen verdreht, weil ich so viel geredet habe. Seit diesen Monaten hat sich alles verändert. Nach Feierabend habe ich Tränen in den Augen, ich fühle mich leer und total verloren. Meine Arbeit macht mich nicht glücklich. Ich fühle mich dort nicht wohl, nur die Schule ist erträglich für mich. Ich bin kein fauler Mensch, im Gegenteil, ich bin ehrgeizig, also daran liegt es nicht. Ich kann nicht einmal sagen, ob ich unglücklich bin, ich bin einfach gefühlslos, antworte nur mit "ok" "haha" "oha" wenn ich daheim bin und die machen sich alle schon Sorgen, versuchen, sich anzunähern, aber es kommt keiner mehr an mich ran. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich sitze hier und weine, so schlimm wie heute war es schon ewig nicht mehr. Ich habe überlegt, einen Psychologen zu besuchen, aber ich weiß nicht... bis 2 Uhr ist alles okay, aber dann werde ich depressiver, ich sitze da, fühle mich so schlimm und einfach traurig, aber ich kann ja schlecht sagen, dass ich nur bis 2 arbeite und der Psychologe kann auch nix machen, richtig?... Alles hinschmeißen? Ich würde die Klasse vermissen... aber ich fühle mich so schlimm... was würdet ihr tun?..

LG...

Antwort
von Kathyli88, 14

So ist die arbeitswelt generell. Woanders ist es nicht besser. Die umstellung ist am anfang nicht leicht. Aber du gewöhnst dich mit der zeit daran. Und ich kann dir sogar noch einen zukunftsblick geben. Sobald du kinder hast wirst du dich an deinen jetzigen arbeitsplatz wünschen. Aber, umso älter du wirst umso höher wird dein stresslevel. Dir macht vieles nichts mehr aus. Warum meinst du sind alte menschen oft verbittert? Einst waren sie genauso fröhliche, feiernde aktive jugendliche. Schmeiß die ausbildung nicht hin. Beiß dich durch. Wird alles besser und einfacher werden mit der zeit ;)

Kommentar von Kathyli88 ,

Was ich noch sagen wollte...du wirst wieder glücklich werden. Und du brauchst auch keinen psychologen. Das leben ist wie eine achterbahnfahrt. Es gibt auch mal tiefs. Das wird alles gut werden ;) die schulzeit und die arbeitswelt sind einfach völlig verschieden. In diesem neuen lebensabschnitt muss man erstmal ankommen. Ich war als jugendliche auch ein "partygirl" ich musste immer überall dabei sein, denn ohne mich, so sagten die leute sei es nicht lustig. Ich war immer der spaßmacher und entertainer. In der ausbildung fühlte ich mich genauso wie du. Für 2,5 jahre. Danach wechselte ich die arbeitsstellen. Heute bin ich geschäftsführer und mutter...und glaube mir, von der einst aufgedrehten witzigen jugendlichen existiert nichts mehr. Dafür ist kein platz mehr im leben. Die verantwortungen und verpflichtungen wachsen immer mehr. Aber es wäre doch auch lächerlich, wäre man mit 30-50 immer noch so als damals mit 16, findest du nicht auch? Und bei dir fängt es gerade an, das deprimiert anfangs. Es hat aber so einige vorteile, die wirst du bald sehen. Ich würde nicht wieder jugendlich sein wollen, wenn ich die wahl hätte. Sobald deine ausbildung vorbei ist öffnen sich dir mit der zeit neue möglichkeiten.

Antwort
von Mutci, 9

Nach so kurzer Zeit kannst du noch nicht viel sagen.Nachdem ich 5 Wochen in der Lehre war habe ich auch gesagt: da gehe ich nie wieder hin.Natürlich habe ich weitergemacht und nach drei Jahren habe ich mich gewundert wo die Zeit geblieben ist.

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