
Liebe/r india4rever,
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Stolz kann ich auf etwas sein, dass ich geleistet habe. Das trifft bei einer Religion nicht zu.
Ich verstehe den Sinn der Frage nicht. Wiso stolz? Hast Du eine eigene Religion die Du selbst entwickelt hast?

"Seid ihr ..." meinst du wohl. Ich bin unreligiös und darauf bin ich stolz ja, weil ich meinen eigenen Kopf verwende und nicht irgend einen Mist glaube.
Ob das nicht auch ein Glaube ist? Denke doch, wie uns schon die Werbung manipuliert. Ich meine, wer nicht an Gott glaubt, glaubt an Geld, oder an Menschen,... dass sie ihm Glück bringen

wie kann wer auf was stolz sein, wofür er nichts kannn ?

Ich bin dankbar, daß ich meine geistige Heimat gefunden habe.

Ist dir Karl Marx ein Begriff?
War das nicht der Papa von Winnetou?

Ich bin stolz auf die Werte, die sie vermittelt, zumindest im Rahmen einer gesunden Auseinandersetzung, also jenseits von Fundamentalismus und Fanatismus.
es heißt "Seid" nicht seit .... "seit" meint immer das zeitliche ... seit gestern, z.b. - das nur mal am Rande

Religionen wurden erdacht um Menschen lenken. Gott braucht keine Religion..

NEIN, ich bin einfach nur "dankbar", das mich Jesus Christus angenommen hat, wie ich ihn angenommen habe . . .
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STOLZ halte ich für eine Sünde, es erhöht das EGO jedes Menschen und erhebt sich daher nicht selten über Andere, was oft Hauptursache für Konflikte, Streit, Kriege, Verletzungen und Schmerzen sind.
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Ersetzt man das Wort "Stolz" mit dem Wort "Dankbar" und wird sich dem SINN von Dankbarkeit bewusst, an den jeweiligen Stellen des Lebens, dann denke ich verändert sich die eigene Sichtweise so, das Heilung und Frieden in unsere Herzen einzieht, obwohl manchmal trotzdem Unfrieden um uns herum, der Alltag ist.
JA,ich bin stolz auf meine Religion, und die jenigen die sagen dass sie an nichts glauben,das es keinen Gott gibt, das sind für mich sehr schwache Menschen. Denn im Stillen und tief im Herzen wissen die schon das es einen Gott gibt. Wenn nicht ER-Gott dann gäbe es euch doch garnicht.
PS:erst denken dann sagen
Harterkampfer am 3. Juni 2009 17:40 Die Intelligenz, die sich in der realen Welt um uns herum manifestiert, also Gestalt annimmt, ist nicht unbedingt ein Gott, dem man Weihrauch opfern und zu dem man sich mehrmals am Tag verbeugen muss. Wenn ich es recht übelege, ist es sehr, sehr unwahrscheinlich, dass eine weltumspannende Intelligenz sich mit konfessionellen Haarspaltereien beschäftigt, wie zum Beispiel: ob die Frau im Gottesdienst schweigen soll, oder Sahne ins Gulasch darf, oder der erste Beischlaf erst mit der Heiratsschließung gestattet ist.
Und was hat der Glaube oder Nichtglaube an einen Gott der althergebrachten Bauweise mit der Schwäche eines Menschen zu tun? Genauso könnte ich behaupten, Religiöse brauchen eine ideologische Krücke, weil sie zu schwach sind, um alleine aufrecht zu stehen. Solch eine Behauptung wäre aber Unfug, weil es nicht so ist und weil ich die Realität dafür verdrängen müsste. Nee, Mädchen, die Stärke von Menschen hat nichts mit Religion zu tun!
Solipsist am 3. Juni 2009 22:25 Das ist würdig in die Heiligen Hallen von FSTDT.com aufgenommen zu werden.
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Die Antwort und die denke dahinter, versagt ja an allen Ecken und Enden.
Ich will gar nicht anfangen.
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Amüsiert,
Soli

Stolz ist die Herausstellung des Eigenen durch Abwertung anderer. Diese Erscheinung war zweitweise zentraler Bestandteil von Kulturen. Insbesondere in Kulturen, die eigene Vormachtstellungen eifersüchtig bewahren wollten (Reiche - Arme, Weiße - Schwarze, Freie - Sklaven) oder die territoriale Ansprüche aufrechterhalten (Spanier - Indianer)wollten, war Stolz zeitweise ein Bestandteil des Umgangs miteinander.
Stolz ist an dem Zeitpunkt der Weltgeschichte unbrauchbar geworden, als es nicht mehr darum ging, andere Personen oder Kulturen gewaltsam niederzuwerfen oder nieder zu halten sondern mit diesen zu kooperieren oder zu verschmelzen. Daher findet sich der Stolz als Phänomen nur noch in Randgruppen und Kulturen, die sich aus der allgemeinen Entwicklung auskoppel möchten (Kriminelle, bestimmte moslemische Richtungen, evengelikale Christen).
Das Gefühl der Zufriedenheit mit erreichten Leistungen wird heute nur noch selten mit "Stolz" bezeichnet, das Wort klingt unpassend, da es Jahrhunderte lang an abwertendes Verhalten gekoppelt war.

Sei nicht stolz! Siehe nie irgend etwas an, das du dein nennst, nicht dein Vermögen, nicht deine Körperstärke und Schönheit, nicht deine Geistesschärfe und Fähigkeit, ohne zu gedenken, dass nicht du dir es verschafft hast, sondern Gott dir es geliehen hat, Er allein es ist, dem du es zu verdanken hast, ja Er noch Herr darüber ist, obgleich du es dein nennst, - denke daran, und hüte dich vor Stolz.
(Quelle: http://www.hagalil.com/judentum/samson-hirsch/chorew-12.htm)
Solipsist am 3. Juni 2009 22:28 In aller Freundschaft.
Du willst mir doch nicht erzählen das Dein Avatarbild Dich nicht mit Stolz erfüllt?
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Was für ein Gott kann das sein der mit Stolz ein Problem hat? Wie devot muss es noch werden?
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Gruß,
soli
morus am 3. Juni 2009 23:05 Ich finde den Begriff Stolz sehr gut bei Wikipedia erklärt: "Mitunter wird der Stolz in zwei Formen unterteilt: eine gesunde und eine kranke, das heißt neurotische Form (zum Beispiel propagiert von Karen Horney in ihrem Buch Neurose und menschliches Wachstum). Neurotischer Stolz ist es, wenn man stolz auf etwas ist, was man nicht selber geschaffen hat, oder eine andere neurotische Form ist natürlich auch, Leistungen erbracht zu haben, die gegen die Menschen gerichtet sind, zum Beispiel stolz zu sein, möglichst viele Leute betrogen zu haben. Gesunder Stolz liegt jedoch vor, wenn man etwas für sich (beispielsweise Ablegen einer Dissertation, Abitur) oder für die Gemeinschaft geleistet hat.
Hierbei ist jedoch zu beachten, ob dieser eben erwähnte Stolz auf gesellschaftliche Anerkennung abzielt oder ob man stolz auf sich selbst ist – sprich im Sinne einer persönlichen Eigenschaft oder das Gestilltsein des Drangs/Bedürfnis nach Zufriedenheit bzw. Anerkennung (was durchaus in Hochmut enden kann)."
In dieser Differenzierung würde ich auch den Stolz betrachten. In Bezug auf meine Religion: Wofür kann ich da stolz sein? Dank trifft da eher mein Gefühl.
Solipsist am 5. Juni 2009 10:17 Well, ich sehe keinen Unterschied zu irgendeinem anderen Themengebiet.
Man kann einen trinken und ab und an nette Abende haben, oder man kann der Flasche verfallen.
Ein gesundes Maß ist überall zu halten, warum Stolz hier eine Sonderstellung haben soll, erschließt sich mir nicht.
Ich bin Stolz auf das was ich mir erarbeitet habe. Stolz auf ein paar Talente die ich durch Anstrengung ausbauen konnte. In völlig normalem Maß. Ich bin zufrieden mit mir. Kann nicht verkehrt sein, mit sich selbst im Reinen zu sein, oder?
morus am 6. Juni 2009 15:25 Deine Beispiele, worauf Du stolz bist, beziehen sich alle auf deine eigene Leistung. Okay.
Doch inwieweit kann ich darauf stolz sein, ein Deutscher zu sein, bestimmte Grundbegabungen zu haben, als Christ aufgewachsen zu sein? Alles das bekam ich ohne mein Zutun.
Stolz könnte ich zu Recht sein, dem Ansehen der Deutschen nicht zu schaden, im christlichen Glauben gewachsen zu sein und meine Begabungen gefördert zu haben.
Und ohne dies zu schmälern, sehe ich auch, das auch dies nicht NUR mein eigener Verdienst ist, sondern ich vielen anderen Menschen und letztlich auch Gott eine Menge verdanke.
Solipsist am 6. Juni 2009 15:41 Doch inwieweit kann ich darauf stolz sein, ein Deutscher/Engländer/Tscheche/Kanadier zu sein?
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Gar nicht.
Da geb ich Dir völlig recht. Die alle paar Jahre aufflackernden Diskussionen darüber, finde ich mehr als lächerlich.
Ich bin ich.
Geprägt durch Kulturkreis, Eltern, Freunde soziales Umfeld.
Fertig. Kein Stolz nötig.
DH!