Frage von Xh18o, 30

Seinen Wortschatz effektiv erweitern?

Hallo! :D

Also ich bin Hobbyschriftsteller und als solcher ist es ja auch recht wichtig und nützlich, viele Synonyme, Fachbegriffe und Fremdwörter zu kennen.

Allerdings tut sich bei mir das Problem auf, dass sobald ich einen neuen Begriff erlernt habe, ihn entweder komplett vergesse oder er sich noch nicht so in meinem Kopf manifestiert hat, dass ich ihn aktiv im Schreibfluss verwende. Was wahrscheinlich einfach an der Tatsache liegt, dass ich im Alltag nie in Situationen komme, wo ich sie gebrauchen könnte.

Habt ihr gute Tipps für mich ein neues Wort richtig im Gehirn verankern kann, sodass es abrufbar ist und es mir bei bestimmten Dingen wie die alltäglichen Wörter in den Sinn kommt? :)

Antwort
von rotreginak02, 22

Natürlich nutzt man in der Regel im Alltag eher Umgangssprache und dazu nur einen geringen Wortschatz.

Seinen Wortschatz kann man definiv nur durch das häufige Lesen anspruchsvoller Texte erweitern, das können ja auch wissenschaftliche Themen sein. Auch indem man selber anspruchsvolle Texte mit umfangreichem Wortschatz schreibt, lernt man den geübten Umgang. Es ist dabei durchaus normal, dass sich Wörter erst nach häufigen Lesen/ Hören/ Gebrauch verfestigen.

Es gibt Leute, die lernen Vokabeln mit Karteikarten...und schauen sich die ab und zu an, bis sie diese auswendig können. Das kann man natürlich auch bei der eigenen Sprache anwenden, indem man für ein Wort mehrere Synonyme auf die Rückseite der Karteikarte schreibt....vielleicht hilft dir das ja zusätzlich.

Ich persönlich kann dir noch das Buch:

"Bildung - alles was man wissen muss - von Dietrich Schwanitz empfehlen. Dabei erweitert sich nicht nur dein Wortschatz, sondern auch die wirkliche Allgemeinbildung. 

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.

Kommentar von Xh18o ,

Danke! :)

Kommentar von Psypilot ,

Dem Buchtip kann ich nur eingeschränkt folgen und halte mal "Die Bildungslüge" von Werner Fuld dagegen. Denn "was man wissen muss" den sog. Bildungscanon, bestimmen geronte Schulphilologen mit veralterten Ansichten und Attitüden, die z.T. nicht mehr in die Zeit passen, in einer sich rasant verändernden und von neuen Informationen berstenden Welt.

Als alternative Vorschläge bei gleicher Wissensintention seien z.B. "Bill Bryson - Eine kurze Geschichte von fast allem" oder "Rettet die Rundwelt" und " Die gelehrten der Scheibenwelt + ff." von Terry Pratchett genannt

Kommentar von rotreginak02 ,

@Psypilot: es war eine ganz persönliche Empfehlung von mir und dass auch dieses Buch nicht alles beinhaltet, was man "wissen muss" dürfte jedem halbwegs intelligenten Leser klar sein...zumal es von 1999 ist. Hast du es denn mal gelesen? 

Schwanitz hat bewusst diesen provokanten Titel gewählt, denn er gehörte zu denjenigen, die das Bildungssystem immer wieder kritisierten, obwohl (oder gerade weil) er als Hochschulprofessor Teil dessen war.

Auch deine genannten Buchvorschläge sind lesenswert, deshalb aber das von Schwanitz nicht minder......und man sollte es dem geneigten Leser überlassen, welche er liest und welche Meinung er sich anschließend darüber bildet......

Kommentar von Psypilot ,

Uff, warum so dünnhäutig? Also von MIR war das garnicht persönlich gemeint. Diskurs bringt zuweilen Erkenntnisgewinn, wenn es nicht persönlich wird und man ihn nicht scheut. Ich habe nicht nur dieses Buch vom Dietmar gelesen, sondern auch sein "Klassischen Sagen des Altertum" (übrigens brilliant runtergebrochen). Andere, wie "Die Geschichte der...XYZ" habe ich "nur" als Hörbuch genossen, da mir hier langsam der Platz ausgeht. Könnte ja jetzt provokant die Gegenfrage stellen, aber ich wollte mich hier nicht in literarischen Schwanzvergleichen ergehen, sondern lediglich kritisch darauf hinweisen, das alles was man wissen muß eine, von wem auch immer vorgenommene Auswahl von Einzelinformationen ist, wohingeben meine Vorschläge allgemeingültige , auf einander aufbauende und bedingende Fakten und Forschungsergebnisse wiedergeben, die einem (bei Pratchett u.a auf sehr witzige Weise) die Welt erklären mögen. Dabei eine Auswahl zu treffen, hieße Dinge wegzulassen, was zu gefährlichem Halbwissen mutieren kann (mal Kreationisten als Beispiel).

Denke insgesamt gehts doch um folgendes: Muß ich es wissen um zu überleben oder muß ich es wissen, weil ich mein Geld damit verdiene oder muß ich es wissen, weil es mich interessiert? Der "Filter" ist man selbst im eigenen Kontext !

Also nix für ungut !

PS: "Professor" ist kein Qualitätsmerkmal ! Hierzu empfehle ich ein wenig Lektüre zum Thema: Die Geschichte der Hochschulen im Dritten Reich. Ach so tolle Professoren etablierten seinerzeit
Fächer wie „Rassenkunde“ und  „Eugenik“ um nur 2 Beispiele für viele Schweinereien der interlektuellen Eliten zu nennen. (müssen wir nicht wirklich ausweiten das Thema, wobei hier schon wieder, kontextbezogen, "was man wissen muss" zum tragen kommt *g*)

Kommentar von rotreginak02 ,

ein letzter Kommentar dazu von mir: es hat Nichts mit "dünnhäutig" zu tun, wenn ich deinen Kommentar kritisiere... du solltest nicht nur "klugscheißen", sondern auch andere Meinungen gelten lassen.

All das, was du hier schreibst, hat so rein gar Nichts mit der Frage hier zu tun....und um die Beantwortung dieser ging es ja.

Es ist auch zum Schmunzeln, dass du Bücher von "Dietmar" gelesen hast, ich kenne nur Dietrich Schwanitz....und habe mit keinem Wort behauptet, dass "Prof" ein Qualitätsmerkmal sei, und nun mit der "Rassenkunde" zu kommen, ist erheblich an meinem Beitrag vorbei.

Dir noch einen schönen Tag.

Antwort
von noname68, 23

wenn du probleme mit dem lernen oder erweitern deines wortschatzes hast, dann ist schriftsteller so sinnvoll wie ein blinder als astronom.

man kann relativ leicht trainieren, immer über altgernative begriffe oder verben nachzudenken. z.b. was kann man alles anstelle von "sprechen" nennen?

schreien, reden, labern, flüstern usw usw. usw. wenn man das intensiv in jeder freien minute oder bei lesen eines textes übt, kommen die alternativen von alleine, wenn man gut lernen kann, ja wenn.....

Kommentar von Xh18o ,

Natürlich sind deine Beispiele auch Synonyme, allerdings (solltest du meinen Text zu Ende gelesen haben) hätte man eigentlich davon ausgehen können, dass ich Wörter wie diese auch kenne. Flüstern, labern, schreien usw. sind ja alles Begriffe, die ich persönlich auch im Alltag gebrauche und höre :) Aber wie soll ich bitte allein durch nachdenken auf ein Wort kommen, dass ich noch nie in meinem Leben einmal wahrgenommen habe..?

Antwort
von Psypilot, 10

Zur effizienten Verrichtung  der Assimilation und Akkomodation von Syntaxfragmenten im cerebralen Cortex, empfehle ich dem geneigten Leser den akustischen Kosum von humoristischen Ergüssen anderer, trivialer Wortwichser und Verbalakrobaten, denen gesuchte, kongruente Termini inhärent sind.

exemplarisch zu benennen seien Schmickler, Malmsheimer, Priol, Wischmeyer u.a.

Finde wenn et luschtich is, bleibt et bessa hengen ;-)

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