TurricaN89 am 03.07.2009 um 4:49 Uhr
Wie ist das bei euch seid ihr Rachsüchtig habt ihr das verlangen nach Vergeltung wenn euch unrecht geschieht?
Warum sind menschen Rachsüchtig sind es die Hormone die uns dazu bringen oder ist es der ich sag mal "Gerechtigkeitssinn"?
Ehrlich gesagt ich bin schon ein bisschen rachsüchtig zumindest werde ich keinem hinterher trauern der mir was schlechtes tut dem dan selber was schlechtes widerfährt. Obwohl ich weiß das man niemals solche Gedanken haben sollte hab ich manchmal schon das kleine verlangen nach Schadenfreude.
Wie seht ihr das?
kommt drauf an weiß net so genau noch nie drauf geachtet aber ich denke nicht

erst nach waffenrecht fragen und dann dies hier? Na na...
TurricaN89 am 3. Juli 2009 05:02 ehm darf ich das nich? no problems
foxiads am 3. Juli 2009 05:12 naja ... das macht schon irgendwie ein komisches bild ;-)

ich eher nicht ... natürlich gährt ab und an mal sowas wie schadenfreude in einem, aber das ist mit rachsucht doch überhaupt nicht vergleichbar ... ich denke, dass jeder der halbwegs mitfühlend ist, sogar seinem schlimmsten feind in der not helfen würde ... bsp. du kommst zu einem unfall dazu und siehst als "opfer" deinen verhassten feind ... lässt du ihn dann einfach liegen? ich denke nicht ... da gibt es ja auch so einen netten spruch ... was du nicht willst, dass man dir tu, das füge keinem anderen zu
Um die Frage zu beantworten: Nein, ich halte mich nicht für rachsüchtig.
Ich denke, das Gefühl der Rachsucht verspricht mehr als es hält. In manchen Fällen stellt sich nach der Vergeltung ein Gefühl der Befriedigung ein. Jedoch ist es meistens anders: die eigene Rache scheint zu wenig, Befriedigung weit gefehlt, der Widersacher steht immer noch aufrecht und offenbar unbeschadet. Der Rachsüchtige wird in diesem Fall anfangen, noch mehr Rache zu wollen.
Das ganz alte Konzept "Auge für Auge" soll eben der Rachsucht vorbeugen. Es zwingt den Geschädigten, eine Vergeltung hin zu nehmen, die seinem Schaden exakt entspricht. Hört sich komisch an, ist aber so.
Natürlich sind wir heute in der Rechtsprechung schon einiges weiter, aber unsere Gefühle bleiben die selben. Rachsucht ist einfach eine ganz alte Sache, die uns Menschen immer noch nachhängt und die keiner so richtig loslassen möchte. Denn, seien wir doch mal ehrlich: So ein bisschen Rache ist manchmal ganz schön süß. ;)

Ich war es - bis zum 44. Lebensjahr. Da hatte ich eine Art Erleuchtung und begriff, daß alle "schlimmen" Dinge, die man mir angetan hatte, im Grunde nützliche Dinge waren. Diese Erkenntnis hat mir - wie es Ben Hur so schön nach seiner geistigen Wandlung sagte - "im Herzen das Schwert aus der Hand genommen".

Meine Hormone sind auf jeden Fall nicht rachsüchtig.
wie sagtest du so schön: "ein sinn für Gerechtigkeit"
Nein, absolut nicht. Allerdings hat mir auch noch niemand etwas angetan, das nach Rache schreien würde.

Also ich muß ehrlich zugeben, daß ich rachsüchtig bin. Nicht, daß ich Rache will und jemanden körperlich verletze oder so. Aber z.B. hat vorletzte Woche in unserer Ortschaft ein Mann schlechtes über mich erzählt und ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich dem eins auswischen kann. Oder eine Freundin, hat mich Jahre lang nicht gegrüßt und nicht mit mir gesprochen, obwohl ich ihr nichts getan habe. Das habe ich mir jetzt mal genauer überlegt und seit diesem Jahr grüßt sie mich wieder, aber nun stelle ich mich auf stur und würdige sie keinen Blickes mehr.

Wenn mich einer auf die linke Backe schlägt - kann er heulend mit zwei geschwollenen Backen nach Hause gehen! Bildlich gesprochen (und wenn es sein muss, auch nicht)!