Frage von TheWaahHilftDir, 97

Seid ihr Organspender oder habt ihr es vor?

Ja oder Nein?

Nein mit Begründung bitte

LG

Antwort
von ManuTheMaiar, 17

Nein ich spende meine Organe nicht denn ich vertraue nicht in den Hirntod und schonmal gar nicht in die Tests um den festzustellen und außerdem hat es bei mir auch emotionale Gründe, ich habe mich Anfang des Jahres zusammen mit meinem Zwillingsbruder darüber informiert ich weiß wie grausam die Vorstellung für ihn wäre das ich aufgeschnitten würde und mir alle Organe rausgenommen würden genauso würde es mir bei ihm gehen und deswegen haben wir beide Nein gesagt und wir haben uns auch Patientenverfügungen gemacht in denen steht das wir auf jeden Fall leben wollen auch mit Maschinen und niemand die Maschinen abschalten darf naja und für den Hirntod haben wir uns einen ganz besonderen Trick ausgedacht, denn dummerweise wird jeder der nicht spende will abgeschaltet selbst wenn er auf Maschinen besteht deswegen steht in unseren Patientenverfügungen auch das Hirntoddiagnosen bei uns verboten sind und ganz besonderst der Apnoe Test, ich hoffe jetzt einfach mal das die Verfügungen auch schon mit 16 gültig sind

Fremde Organe wollen wir auch nicht haben, falls einer von uns tatsächlich mal ein Organ braucht könnten wir uns das auch so gegenseitig spenden ohne das jemand anders sterben muss das geht eigentlich bei allen Organen außer dem Herz und der große Vorteil ist da wir eineiige Zwillinge sind wären wir danach auch nicht auf Medikamente angewiesen die einem das Immunsystem kaputtmachen und ein gewaltiges Krebsrisiko als Nebenwirkung haben

Antwort
von diewoelfin0815, 49

Hallöle!

Also ich nutze schon seit ich 18 bin das komplette Programm:

1.) Eine Patientenverfügung, die bewirkt, dass keine lebensverlängernden Maßnahmen vorgenommen werden (und ja, keine Sorge: habe ich gemäß der ganz frischen Rechtsprechung überarbeitet ;-), weil ich will nicht "wiederhergestellt" werden um womöglich fortan nur darauf zu warten, dass endlich jemand über das passende Kabel stolpert, um mich endlich zu erlösen... 

2.) Des Weiteren habe ich einen Organspendeausweis, der erlaubt, aaaaalles zu nutzen, was iiiiirgendwie gebraucht werden kann (all meinen Liebsten will ich schließlich einfach wegen schönen, gemeinsamen Erlebnissen in Erinnerung bleiben, statt einem Grabstein und wenn ich dann auch noch hoffentlich möglichst vielen verzweifelt Wartenden quasi ein neues Leben schenken kann: seeeeeehr gerne!!! :-)

3.) Und der Vollständigkeit halber erwähne ich sehr gerne auch noch: so oft wie möglich spende ich sehr gerne mein Blut, weil ich finde: für uns geht es eigentlich nur um ein paar Minuten; für den Empfänger wahrscheinlich um den Rest seines Lebens!

Und zum Schluß noch eine kleine Bitte an alle, die zwar kein Problem damit hätten, selbst evtl. mal zum Organspender zu werden, aber leider noch keinen Organspendeausweis besitzen: holt Euch möglichst kurzzeitig einen!!! Den kriegt man sowohl bei sehr vielen Ärzten und Apotheken, als auch im Internet. Und die Adresse eintragen, sowie ein Kreuzchen machen geht auch ratzfatz! Schiebt es nicht all zu lange vor Euch her: wegen solchem "unbedachtem schlüren lassen" sind schon etliche Menschen unnötig gestorben, denen man das Leben eigentlich hätte retten können...

Hoffnungsvolle Grüße an alle von mir als "gnadenlose Optimistin"  :-)

wölfin

Kommentar von diewoelfin0815 ,

Hier noch zur Ergänzung ein kleiner, aber wertvoller Link, der Euch ganz easy zu potentiellen Lebensrettern machen kann....  :-)

https://www.organspende-info.de/organspendeausweis/bestellen

Kommentar von JuxSinnlos ,

Ich finde deine Einstellung sehr löblich, mit der Organspende wird es aber schwierig, wenn du "lebensverlängernde Maßnahmen" vollständing ablehnst.

Eine Organspende ist in Deutschland nur möglich, wenn eine Hirntoddiagnostik durchgeführt wurde. Ein Bestandteil davon ist, dass die eigene Atmung erloschen ist - folglich ist eine künstliche Beatmung unumgänglich.

Auch andere intensivmedizinische Maßnahmen sind in der Regel notwenig, da bis zur Organentnahme einige Zeit vergehen kann.

Eine Organspende ohne solche Maßnahmen wäre nur möglich, wenn eine so genannte "non-heart-beating donation" (Organspende bei Patienten mit Herzstillstand, bei denen keine Wiederbelebung möglich ist) zulässig ist.

Das geht in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern (z.B. GB) rechtlich nicht.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Deine Patientenverfügung macht eine Organspende unmöglich

Kommentar von diewoelfin0815 ,

Die Bundesärztekammer hat aber glücklicherweise anscheinend weniger ein Problem damit, als Du:

„…Während der Hirntoddiagnostik bis hin zur möglichen Realisierung einer eventuellen Organspende müssen beim potenziellen Spender intensivmedizinische Maßnahmen fortgeführt werden, um die Transplantationsfähigkeit der Organe zu erhalten. Wenn sich der Patient in einer Patientenverfügung gegen lebenserhaltende
Maßnahmen ausge­sprochen hat, scheint das diesen Maßnahmen zum Zwecke der Organspende zu widersprechen. 

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, sagte anlässlich der Vorstellung eines Arbeitspapiers zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspende, dass er keinen Widerspruch darin sieht, „wenn Menschen in einer Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen ausschließen und gleichzeitig ihre Organspendebereitschaft dokumentieren“.

Beide Erklärungen seien von dem Patienten verfasst worden und entscheidend für die Feststellung des Patientenwillens. Das von einem Expertenkreis aus Medizinern, Juristen und Ethikern erstellte Arbeitspapier gibt Ärzten Orientierung, wie sie mit diesen Konfliktsituationen umgehen können. So werden Fallkonstellationen diskutiert und aus rechtlicher und ethischer Sicht bewertet.

Bei einem vermuteten schon eingetretenen Hirntod halten die Experten den in der Patientenverfügung ausgedrückten Wunsch nach Therapiebegrenzung mit der Bereitschaft zur Organspende und der dafür erforderlichen kurzzeitigen Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen zur Feststellung des Hirntodes für vereinbar. Eine isolierte Betrachtung der Patientenverfügung ohne Rücksicht auf die Organspendeerklärung würde dem Willen des Patienten nicht gerecht werden. …“

(Zitat aus http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53784)

Antwort
von stowaway, 5

Nein, ich möchte nach meinem sog. Hirntod nicht ausgeschlachtet werden! - Denn der Hirntod ist nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nur ein Schritt im Sterbeprozeß, der damit schlagartig durch die Organentnahme beendet würde. Auch heute weiß man noch nicht so ganz genau, ob und was hirntote Menschen noch empfinden können. So weit mir bekannt ist, leben manche Körperzellen noch 24 Stunden nach dem festgestellten Todeszeitpunkt. Und das Gehirn z. B. zeigt (wissenschaftlich erwiesen!) auch kurze Zeit  nach dem Tod noch eine erhöhte Aktivität.

Antwort
von diemaracuja, 59

Ja ich bin Organspenderin.

Allerdings mit einer Einschränkung: Ich habe auf meinem Ausweis klar notiert, dass ich meine Organe NICHT zur Herstellung von Medikamenten hergebe. Denn die geizige und verlogene Pharma-Industrie will ich auf keinen Fall unterstützen.

ABER: Wenn ich meine Organe nicht mehr brauche, und sie einem anderen das Leben retten, dann nur zu. Und ich kann jedem raten sich zumindest zu informieren.

Antwort
von SweetSecret14, 60

Jain...

Einerseits würde ich es gerne, bin aber ein ziemlicher Angsthase, was meinen Körper angeht. Ich hasse es zum Beispiel schon, wenn ich geimpft werde.

Eigentlich finde ich Orgenspenden gut, aber mir fehlt dazu irgenwie der Mut.

Kommentar von TheWaahHilftDir ,

Ich fühle mit dir..

Kommentar von diemaracuja ,

Auch für dich: 

Vor der Spende musst du als hirntot erklärt werden und zwar von mehreren unabhängigen Ärzten. Zu dem Zeitpunkt fühlst du nichts mehr ;)

Kommentar von AmazingAmy ,

Dir ist aber schon klar dass man seine Organe eigentlich spendet wenn man hirntot ist aber die Organe noch funktionstüchtig sind, z.B. Nach einem Autounfall, oder? 

Kommentar von SweetSecret14 ,

Das ist mir schon klar, aber ich würde lieber "vollständig" beerdigt werden, so blöd das jetzt klingt...

Kommentar von Sandkorn ,

Da Du mit einem Organspendeausweis erst nach Deinem Tod (Hirntod) zum Spender wirst dürfte sich das mit dem fehlenden Mut wohl von alleine erledigen. Die Lebendspende eines Organes ist nur erlaubt, wenn der Organempfänger ein Familienangehöriger oder naher Verwandter ist.

Antwort
von BangerGmBH, 58

Organe zu spenden ist eine gute Sache und ich habe es aufjeden Fall vor !!!

Kommentar von TheWaahHilftDir ,

Ich eigentlich auch aber ich habe so ein Gedanke: Falls ich sterbe dass ich noch was fühle und wenn sie meine Organe wegnehme dass ich noch mehr leide. Danke für deine Antwort!

Kommentar von augsburgchris ,

Die werden entfernt wenn du tot bist und nicht solange du noch was fühlst. Das Leben ist nicht SAW V.

Kommentar von diemaracuja ,

Vor der Spende musst du als hirntot erklärt werden und zwar von mehreren unabhängigen Ärzten. Zu dem Zeitpunkt fühlst du nichts mehr. Deine Sorge ist also völlig unbegründet :)

Kommentar von augsburgchris ,

und warum noch nicht gemacht?

Kommentar von TheWaahHilftDir ,

Ich bin 15

Kommentar von augsburgchris ,

ok ab 16 darfst du selbst entscheiden

Kommentar von TheWaahHilftDir ,

Ich weiss.

Antwort
von anniegirl80, 30

Ich habe keinen Organspendeausweis. Das heisst, genau genommen habe ich einen, aber es ist vermerkt dass ich nicht spenden möchte.

Warum? Weil man eben noch nicht ganz tot ist, wenn man zur Organentnahme aufgeschnitten wird. Somit haben die Angehörigen nicht die
Möglichkeit beim Sterbeprozess bis zum Schluss dabei sein. Weil ich aber im Zweifelsfall möchte dass dies möglich ist, habe ich mich gegen eine Spende entschieden.

Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht wie ich darüber denken würde wenn ich auf eine Organspende angewiesen wäre. Da müsste ich mich wohl neu mit dem Thema auseinandersetzen.

Hier wurde diese Frage schon einmal ähnlich gestellt, vielleicht hilft dir das auch weiter:

https://www.gutefrage.net/frage/wieso-spenden-viele-organe-nicht-sie-brauchen-di...

Kommentar von diewoelfin0815 ,

Bitte nicht fälschlicherweise als Kritik verstehen, sondern als ehrlich gemeinte Frage aus echter Neugier:

Was würdest Du davon halten, wenn auch nur jene bei Bedarf eine Organspende erhalten würden, die selbst auch ggf. "organspendefreudig" sind; also Marke: "Wie Du mir, so ich Dir"?

(Welche, die z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht spendefähig sind, soll das natürlich nicht betreffen!)

Kommentar von anniegirl80 ,

Die Fragestellung kann ich gut verstehen - und finde sie gerechtfertigt!

Wie oben angedeutet, ich habe mich damit noch nicht so auseinandergesetzt. Grundsätzlich ist es aber so, dass ich Christ bin, und deshalb davon ausgehe dass das Leben nach dem Tod nicht zu Ende ist. Das heisst, es würde mir vielleicht / hoffentlich vergleichsweise leicht fallen, den dadurch verbundenen Tod zu akzeptieren.

Das gleiche System müsste dann aber auch für Blutspender gelten... Was ich wichtiger fände, ist dass sich jeder Bürger damit auseinander setzten sollte, und einen Ausweis mit JA / NEIN bei sich haben sollte - oder wenigstens seine Angehörigen von der entsprechenden Entscheidung in Kenntnis setzen sollte. Das würde vielen betroffenen Angehörigen die Angst vor einer falschen Entscheidung ersparen. (Also ob der Sterbende seine Organe spenden möchte oder nicht.)

Kommentar von diewoelfin0815 ,

Ich wäre Durchaus auch für die Einführung der Widerspruchslösung, wie es sie z.B. auch schon (tw. mit Bedingungen) in Belgien, Österreich oder Luxemburg gibt: 

Dort können Patient/innen, die keine schriftliche Ablehnung einer Organspende bei sich tragen, automatisch als Organspender/innen angesehen werden, wenn der Hirntod festgestellt wird! 

Natürlich sollten dann aber auch umfassend aufklärende Infostunden Bestandteil des Schulunterrichts sein.

Kommentar von anniegirl80 ,

Das sehe ich ähnlich - denn das würde zu einer vermehrten Auseinandersetzung mit diesem Thema führen. Die Bevölkerung wäre gezwungen, sich hierzu Gedanken zu machen, darüber zu reden.

Ich hoffe aber auch, dass zur Aufklärung eben auch die negativen Seiten der Organspende gehören. Dass es eben nicht nur drum geht neue Spender zu generieren. Da, denke ich, könnte es ein Problem geben...

Kommentar von diewoelfin0815 ,

Probleme kann man lösen, aber nur wenn man sich damit befasst...  ;-)

Kommentar von anniegirl80 ,

Ja genau, sofern man das tut.

Ich habe da halt eher meine Zweifel dass beide Seiten dargestellt werden.

Antwort
von augsburgchris, 57

Ja, weil es leben retten kann und ich meine Organe nach meinem tod vermutlich nicht mehr benötige.

Antwort
von Kathyli88, 44

Und warum willst du das überhaupt wissen? Warum nur bei einem "nein" eine begründung? Warum muss jemand mit einem "ja" nicht begründen. Hier soll dich nur wieder rumdiskutiert werden wie falsch es doch ist kein organspender zu sein. Einen sinn hat diese umfrage nicht. Jeder so wie er will. Wenn jemand keine teile seines körpers spenden möchte, seine sache. 

Antwort
von Meeew, 27

Ja möchte ich werden.
Wenn ich tot bin, kann mir egal sein ob ich noch alle Nieren habe oder mein Herz, ich brauche es ja nicht mehr und wenn dafür jemand anderes Leben kann ist das doch super!

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