Die Diskussion kam mal wieder auf wegen Pro und Contra der Schuluniformen. Was denkt Ihr?

Ich denke aber, dieser Gedanke wird niemals realisiert werden.

Wenn sie genug Freiheiten zur Individualität zuläßt, um den "Marken-Wahnsinn" endlich zu stoppen!

Ich hätte früher niemals gedacht, dass ich mal für so was stimmen würde...
Aber die Markengeilheit der Kiddies und die damit verbundenen Diskriminierungen der Kinder, deren Eltern sich eben nur zwei Streifen leisten können, hat mich davon überzeugt, dass das wohl ganz sinnvoll ist...

Wenns bei der Kleidung nicht mehr nach Marken geht, dann eben bei Taschen, Haarschmuck... Wo ist der Unterschied? Ich gehe selbst noch zur Schule und mit normalem Selbstewusstsein braucht man doch keine Markenklamotten! (ich trage auch keine und werde nicht diskriminiert...)

Mein Sohn trägt - auf freiwilliger Basis - Schul-T-Shirts und Sweatshirts, ausserdem wollte er gerne ein passendes Cap dazu. Die Klamotten trägt er dauernd, es handelt sich um normale Shirts in zwei verschiedenen Farben mit dem Logo der Schule darauf. Über Farbe und Form der angebotenen Kleidung haben die Schüler gemeinsam mit Eltern und Lehrer abgestimmt. Preislich kommt mich die Sache wesentlich billiger - die Schulkleidung wird nämlich in großen Mengen bestellt und es gibt qualitativ hochwertige T-Shirts ab 10 Euro bis zum aufwendigen Kapuzenshirt für 23 Euro. Wer die Sachen nicht haben will muss nicht mitmachen. Etwa die Hälfte der Schüler trägt die Kleidung im Unterricht regelmäßig. Die jüngeren Schüler mehr und die Kollegiaten weniger. Die Lehrer tragen die Schulkleidung übrigens auch.
Eine regelrechte Uniform würde sich wohl kaum ein Kind aufpressen lassen und ist auch nicht zeitgemäß.

Wer soll das denn alles bezahlen?
Rolf u. Högemann am 30. Juni 2007 20:04 Wieso - dann wird statt einer Markenjeand die Schuluniform bezahlt. Hose ist Hose....
Lola60 am 30. Juni 2007 20:09 und was ist z.B. mit Hartz 4-Empfängern die sich nicht mal eben neue Klamotten leisten können? Soll da der Steuerzahler, also wir alle, zahlen?
Jugendkulturen und Subkulturen sind ein wichtiger Bestandteil einer modernen Gesellschaft. Schuluniformen schränken die individuellen Ausdrucksmöglichkeiten in erheblichem Maße ein und sind kontraproduktiv. daher...
Kabark am 30. Juni 2007 19:15 Was ist denn am Markenwahn individuell? Die rennen doch schon alle "uniformiert" rum, aber eben wie gesagt der eine mit 3 Streifen, dann zwei usw., der eine styled by FUBU und der arme Kerl by Cheap & Awful.
Na ja, wenn man sich nur in einer Jugendkultur auskennt kann man wohl nur von Uniformierung reden. Aber es gibt eine hohe Vielfalt, die man mit offenen Augen auch erkennen kann. Ein wenig Hilfe: HipHopper, Skater, Emu´s, Raver, Punks, Ois, Metalheads, Goths uvm. Und man glaubt es kaum, aber man kann sie visuell unterscheiden!
Und irgendwie hats das doch schon immer gegeben. Zu meiner Zeit (70er)war´s doch fast noch schlimmer:Lange Haare,Parka,Jeans,Jesuslatschen.Wir sahen alle gleich aus.Mein grösster Wunsch damals, nämlich ´ne Wrangler Jeans hab ich nie gekriegt,alle hatten eine. nur ich musste die billigen von C&A tragen.Heul!!!

und weshalb?
expertin am 1. Juli 2007 15:21 In der Zeit der MarkenklamottenMode und in der Zeit der hohen Arbeitslosigkeit/oder Bestverdiener....
Da wir im Deutschunterricht genug Erörterungen geschrieben haben, auch über dieses Thema, weiß ich viele Gründe, warum eine Schuluniform sinnvoll wäre. Der größte ist zum Beispiel: weniger Klauen und kein Hänseln wegen "uncooler" Kleidung. ABER: Man verliert seine Individualität und man wird viel leichter "in Schubladen gesteckt". Etwa in dem Sinne: "Uh, da ist einer von der was auch immerschule, bloß schnell weg! Mit so jemandem wollen wir nichts zu tun haben." Ich bin also trotz etwa gleicher Anzahl von Pro und Contra (wobei es ja noch viel mehr gibt), dagegen.

Wir sind hier in Mitteleuropa, und ich finde Schuluniformen passen nicht zu unserer Mentalität.
Habe mich vor kurzem selber mit dem Thema auseinandergesetzt, da an unserer Grundschule überlegt wurde, Schuluniformen einzuführen.Dazu fand auch eine Umfrage statt. Die meisten Eltern haben dagegen gestimmt. Es gibt mit Sicherheit eine Menge guter Gründe die dafür oder dagegen sprechen. Grundsätzlich denke ich aber, bringt es ausser der zusätzlichen Kosten (u.wir Eltern müssen Jahr für Jahr schon grade genug für Schulbücher-Material, Kopiergeld,Ausflüge etc.hinblättern) nicht sonderlich viel. DEr Markenwahn findet dann bei anderen Dingen statt,z.B. Schulranzen, Schuhe, Schmuck, Handy etc.Ausserdem weiß ich aus eigener Erfahrung, wenn Klassenkameraden jemanden auf dem Kieker haben, dann kann derjenige an haben was er will, es ist nie das richtige. Habe das bei meinem Sohn erlebt, der über einen langen Zeitraum gemobbt wurde. Hier hilft nur ein gesundes Selbstbewusstsein u. ein Elternhaus, das den Kindern den Rücken stärkt.

Es gibt dann noch so viele Möglichkeiten, seine Individualität zu zeigen, dass eine Schuluniform sinnvoll ist. Ausserdem ist es ja bestimmt keine Uniform im militärisch/oder englischer Sitte mit Kostümchen und Blazer sondern den hiesigen Verhältnissen angepasst.
"Ausserdem ist es ja bestimmt keine Uniform im militärisch/oder englischer Sitte mit Kostümchen und Blazer sondern den hiesigen Verhältnissen angepasst" ... und wie sollte das dann aussehen? In kurzen Lederhosen und Dirndl?
Rolf u. Högemann am 2. Juli 2007 12:46 In Stuttgart gibt es eine Schule, die Tragen Schul T-Shirt und eine einheitliche Hose (oder einen Rock, wenn das Mädchen einen tragen will) dazu gibt es einen einheitlichen Sweater/eine einheitliche Jacke.
Nach 6 Jahren Erfahrung mit Schulkeidung: Uneingschränkt JA.
In anderen Ländern funktioniert es doch auch, warum sollte es hier nicht auch gehen.
Dadurch würden auch viele Eltern entlastet, die zum Teil durch den Druck der Kinder mehr Geld als sie wollen für die Kleidung ausgeben. Viele wollen nicht zurückstehen und sparen extra nur für Markenkleidung. Dieser Druck wäre dann erstmal weg.
Zudem haben einige Schulen hier in der Gegend freiwillige Schulkleidung eingeführt. Das heißt, wer will trägt Schulkleidung, die anderen normale Kleidung. Letztendlich tragen aber die meisten die Schulkleidung, weil sie die cool finden. Dies ist ein eindeutiges Argument für die Schuluniform bzw. Schulkleidung, das es funktionieren kann.

Dann hört der Markenzwang auf.

Gehe noch in die Schule und bei uns gibt es eigentlich überhaupt keine Probleme mit der Kleidung. Habe noch nie mitbekommen, dass jemand wegen seiner Kliedung geärgert wurde und auch ich trage eigentlich nicht oft Markenkleidung, wurde aber noch nie darauf angesprochen. Deshalb ist es zumindest an unserer Schule nicht erforderlich. Wenn es aber wirklich so etwas gibt finde ich es auch sinnvoll und ich würde dann auch Schulkleidung anziehen.

aber dann das ganze outfit und nicht nur oberteil. hose und schuhe gehören mit dazu.

Und zwar ein Modell zu günstigem Preis. Vielleicht würden Kinder -und deren Eltern- sich dann weniger über das Geld definieren!

Jaguar am 30. Juni 2007 23:43 aber für mädchen bitte keine rüschenbluse :o) (kleiner scherz)
Diese Frage gabs schon öfters. Macht aber nichts. Meien Meinung ist immer noch, warum nicht mal probieren.

Ich als Schülerin liebe die Dinger und bedauere es wirklcih, dass sie bnei uns nochz nicht eingeführt wurden :-(
Ich finde das gut, sollte flicht werden in Deutschland
wobei das Wort Uniform nicht wörtlich genommen werden soll. Es können auch normale Hosen und Shirts sein, eben alle die gleiche Farbe und mit nem Logo drauf. Dadurch könnte zumindest die Chancengleichheit verbessert werden (Kleider machen Leute) und uns blieben so dumpfbackige paris-Hilton-Verschnitte erspart. So gaaanz nebenbei würde es das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kids stärken und die Lehrer wären zumindest besser darauf fixiert, den kids was zu lehren als um Bonzenfratzen herumzuschmeicheln.

Damit Kinder weniger Gruppenzwängen bei der Kleidung ausgesetzt sind.
Ich finde es erschreckend, wie viele Leute für einen grundgesetzwidrigen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte votieren. Sowas hats nicht mal im Nazireich gegeben! Der Markenwahn (wenn er denn vorhanden ist) wird dann eben außerhalb der Schule ausgetobt. Man hätte mir mit sowas in den 70ern kommen sollen. Ich wäre der Ober-Rebell gewesen (war sowie schon bei der Lehrerschft als solcher bekannt) ...
hoffentlich nicht