Frage von daria78, 180

Seid ihr für oder gegen den Feminismus (Umfrage)?

Bitte mit ausreichender Begründung. (Halte demnächst eine Präsentation und müsste dafür Meinungen anderer einholen)

Antwort
von Kunsttier, 37

Ich bin ein Befürworter des Feminismus. 

Zwar sind Mann und Frau rechtlich gleichgestellt, jedoch fällt es vielen Frauen nach wie vor schwer, ihre gesellschaftliche Gleichstellung gegenüber den Männern einzufordern. Für viele Herren ist Weiblichkeit immer noch ein Inbegriff für Unwissenheit, Handlungsunfähigkeit und Unzurechnungsfähigkeit.  Der Feminismus hat zum Ziel, diese Vorurteile und die damit verbundenen Nachteile zu beseitigen. Es soll Frauen möglich sein, ihr Leben selbst zu gestalten und sich wie gewünscht zu entfalten, ohne sich dafür einem Mann gegenüber rechtfertigen zu müssen. Dies hilft u.A. auch den Herren, die nicht unbedingt einem typisch männlichen Idealbild entsprechen und deshalb oft als "unmännlich" diskriminiert und gemobbt werden. Weiblichkeit soll für absolut niemanden eine Schande sein!!! 

Kommentar von daria78 ,

Bist du ein Mann, wenn ich fragen darf? Ich sehe das ähnlich - Frauen haben es heutzutage zwar in manchen Bereichen zum Teil schwieriger und werden jetzt ihre Mühen haben, sich zB. im Gespräch mit einem männlichen Computerexperten durchzusetzen, aber sie haben wenigstens, außer sie bewegen sich in einer wirklich asozialen Gemeinschaft, die Chance, überhaupt etwas zu beweisen, was ja früher undenkbar gewesen wäre. Dumm finde ich nur, wenn manche Frauen dann wirklich jeden Feminismus zunichte machen und immernoch denken, sie bräuchten keinen Mann, der sie wertschätzt (wird als Weichling abgetan), sondern unbedingt einen, der sie führt. Ich meine Männer sind selbst zum Teil verwirrt, warum Frauen es auf A-Löcher abgesehen haben und wenn die Frau nicht bereit ist, auch an ihrer Einstellung zu arbeiten, wird die größte Feminismus-Aktion nichts helfen, weil es nicht nur die Aufgabe des Mannes ist, die Frau als gleichwertig zu betrachten, sondern die Frau muss auch selber "aufwachen". Das ist persönlich ein Punkt, welcher öfters verloren geht. Die Frau immer als das leidende Opfer zu sehen ist zumindest in den entwickelten Ländern nicht zielführend - denn sowas zeigt keine Lösungswege auf. Und ich muss sagen, dass die Ansicht bezüglich Weiblichkeit an sich auch ihre Unstimmigkeiten hat. Jeder Mann hat Gefühle, jeder normale Mann würde auch gerne seine Kinder mit großziehen usw. Wir können uns nicht mehr an der Steinzeit orientieren.

Antwort
von ManuTheMaiar, 19

Ich bin dagegen, ich bin für Neutralismus in dem es komplett egal ist welches Geschlecht jemand hat

Antwort
von SarcasticSard, 45

Ich bin für Feminismus. Die Gleichstellung von Männer und Frau ist auch in Deutschland nach wie vor nicht verwirklicht- erkennbar u.a. an Phänomenen wie der Gläsernen Decke oder dem Gender-Pay-Gap.

Wir brauchen also auch in Deutschland Feminismus. Von anderen Ländern einmal ganz zu schweigen. 

Antwort
von zahlenguide, 28

Bin gegen Feminismus und Leute, die dafür sind, haben sich nie damit beschäftigt - man könnte hier einen ewig langen Text schreiben, aber es reichen eigentlich die Thesen von Alice Schwarzer, die sich immer wieder in Ihrer "Emma" wiederholen ließ

1. Männer sind aufgrund des Hormons Testesterons aggressiver. - Dumm nur, dass Wissenschaftler in den USA in ein Hochsicherheitsgefängnis gegangen sind, den schlimmsten Tätern (Massenmöder, Gangbosse, Massenvergewaltiger) das Blut abgenommen haben und dabei festgestellt haben, dass diese absolut gefährlichen Männer sehr wenig Testesteron hatten. - Warum? Weil Testesteron für den Muskelaufbau und ein Sexualhormon sind. Auch Frauen haben es - nur eben in geringerer Dosis - und ohne es würden die Muskeln sofort aufhören zu funktionieren - also auch der Herzmuskel. Nun haben die Wissenschaftler überlegt, wieso Ihre Testpersonen so wenig Testesteron hatten und dabei kam heraus, dass sie sich einfach im Gefängnis viel weniger bewegen konnten als draußen der durchschnittliche Mann - sie hatten im Durchschnitt weniger Muskeln - besonders an den Beinen. Aber gefährlich waren sie trotzdem. Also kann Testesteron nicht der Grund für Gewalt sein - wahrscheinlicher ist ADRENALIN - und das haben Frauen und Männer gleichermaßen.

2. Frauen wurden schon immer unterdrückt (sexuell, beruflich usw. - Beispiel wird gerne das Mittelalter genannt): Doof daran ist nur, dass wenn man sich die Dörfer im Mittelalter anschaute, man in einem Dorf Frauen in der Landwirtschaft erblickt hätte, in einem anderen Dorf Männer und Frauen in der Landwirtschaft und in einem weiteren Dorf nur Männer in der Landwirtschaft - es gab keine Aufteilung von Frauen - und Männerarbeit (wenn wir mal Pfarrer und Soldat rausnehmen, die aber höchstens 2 Prozent der europäischen Bevölkerung ausmachten).

Auch sexuell sah es völlig anders aus - 98 Prozent der Menschen haben im Mittelalter einfach unterm nächsten Baum geheiratet und sich dort auf wieder geschieden. Es bedurfte nur einen Zeugen - war also viel fairer und preiswerter als heute. Nur beim Adel oder dem höheren Bürgertum wurde so ein tam tam gemacht.

3. Frauen sind die größten Opfer auf der Welt. - auch das stimmt nicht! 2/3 aller Hungerstoten sind Kinder. 2/3 aller Kriegstoten sind ebenfalls Kinder. Mädchen sind häufiger Opfer von Vergewaltigungen als Jungen; Jungen sind häufiger lebenslange Kindersoldaten als Mädchen. Beschneidungen werden fast nur von Frauen durchgeführt, weil Männer bei so einem Ritual gar nicht dabei sein dürfen, denn sie dürfen Ihre Töchter nicht nackt sehen. Dies liegt also im Verantwortungsbereich der Schwestern, Mütter, Tanten und Großeltern. Zusätzlich steigt weltweit die Anzahl von weiblichen Soldaten, die genauso unbarmherzig Töten wie Männer. Weibliche Gangmitglieder sind oft sogar noch brutaler als männliche (wenn das überhaupt noch kategorisieren ist).

4. Wir leben in einer Patriacharischen Ordnung! Sorry, auch das ist Quatsch! Wir sprechen von MAFIA- FAMILIEN (die Russische Mafia ist tendenziell eher männlich geprägt; die Japanische eher weiblich...); Gangs haben sowohl männliche als auch weibliche Strukturen; weibliche Soldaten steigen stark an (jeder 4 Soldat im Irakkrieg und auch in Afghanistan war weiblich); Journalisten, Redakteure sind in Europa und den USA viel öfter weiblich als männlich (mediale Macht); juristisch werden Frauen sowohl in den USA als auch in Europa vor Gericht bei gleichen Straftaten statistisch milder bestraft; seit die USA Spezialeinheiten für Frauen bei der Polizei hat, steigen die weiblichen Straftaten in die Höhe; in vielen westlichen Ländern sitzen Frauen an wichtigen Positionen wie Königsfamilien, Kanzlerstühle, Ministerposten usw. - über 60 Prozent aller Firmen in Deutschland sind Familienfirmen, die meisten werden von Frauen geführt.

5. Feminismus = Gleichberechtigung; Feministische Zeitungen/ Bücher/ Magazine verkaufen sich wohl wie die meisten erfolgreichen Medien, wenn sie tolle heiß geliebte Schlagzeilen und Thesen miteinander vereinen. Leider geht es oft, wenn es um Frauenpolitik geht nicht wirklich um Frauenrechte sondern um Posten. Am deutlichsten wird dies bei einer Frauenquote (die gerade mal 20 Frauen in Deutschland weiterbringen wird) oder bei dem Einsatz für andere Geschlechter, die aber gar nicht gefragt werden, was SIE eigentlich wollen (z.B. eigenen Ministerposten, eigene Ansprechpartner in Behörden, Hilfsvernetzung wie Notruftelefone für Homosexuelle usw. usw. usw.) - stattdessen werden Dinge gefordert, die der Großteil der Bevölkerung für Quatsch hält, wie z.B. der Veränderung der deutschen Sprache - was eigentlich der Job von Schriftstellern in der Vergangenheit war.

Kommentar von daria78 ,

Alice Schwarzer ist der Meinung, dass Frauen keine Schuld haben, wenn sie Gewaltbeziehungen eingehen - so viel dazu. :) Danke für deine Antwort

Kommentar von zahlenguide ,

Alice Schwarzer schreibt seit 40 Jahren extrem radikale Schriften, die Männer als böse darstellen und Frauen als arme Opfer. Selbst wenn Frauen mal Täter sind, schreibt sie dann, dass da ja eigentlich die patriacharische Ordnung Schuld sei und nicht die Frau. Nobelpreisträger sehen das aber anders. Sie sagen, dass man die Probleme der Welt nicht mit einem Geschlecht erklären kann. Soziale Nöte, regionale Umstände, Religion, Propaganda usw. usw. usw. spielen für Frau Schwarzer keine Rolle. Es ist immer der Mann der Schuld ist. Dass Frauen ihre Kinder erziehen, ist Frau Schwarzer egal. Sie pflegt eine Doppelmoral ohne gleichen. Wenn der Mann sich kaum in die Erziehung seiner Kinder einmischt ist er böse, wenn eine Frau das volle Sorgerecht bekommt ist das für sie völlig okay - auch ohne jede Vorgeschichte, wenn Väter sich in die Kindererziehung einmischen und dann was schief geht, war es das männliche Umfeld und nicht die Mutter, die schuld hatte usw. usw. usw. usw. usw. - sie hat keine klaren Positionen. Lange Zeit vertrat Alice Schwarzer den Glauben, das Frauen nur zur Gewalt greifen, wenn sie von Männern gezwungen werden, aber dann kam der Afghanistan und der Irakkrieg und da haben weibliche Amerikaner und männliche Amerikaner gezeigt, dass es im Krieg keine Regeln gibt. Schau dir mal die Todeszahlen dieser Kriege an und dann sage mir: Die Frauen haben richtig gehandelt. - Auch im 2. Weltkrieg waren die Frauen die großen Opfer für Frau Schwarzer. Sie wurden als Muttertiere missbraucht. Aber dummerweise äußert sich Frau Schwarzer nicht zu den weiblichen Tätern, nicht zu den weiblichen Judenverrätern, nicht zu den weiblichen Fans, die Hitler zu winkten und voll dafür waren, dass Frauen im Haushalt sich um die Kinder kümmern - komischerweise ist sie da auf einem Auge blind.

Antwort
von Attagus, 12

Was ist die Definition von "Feminismus" auf die du dich hier beziehst?

Antwort
von atrialbyfire, 50

Radikaler Feminismus ist unentschuldbar (wenn Feministen sagen, dass das männliche Geschlecht nie hätte existieren sollen oder das eine Feministen alle Vorteile von einer Schwangerschaftszeit haben will OHNE schwanger zu sein).
Grundsätzlich ist es aber gut, da Frauenrechte in vielen Ländern nicht etabliert sind und man dem entgegenwirken muss, egal wie.

Kommentar von DerFreak99 ,

Das ist kein 'radikaler Feminismus', sondern reiner Männer-Hass.

Antwort
von Krjhg, 89

Ich bin für Feminismus in 3. Welt Ländern, in denen Frauen noch nicht Männern gleichgestellt sind. Ich bin allerdings gegen den Feminismus in unserer Region, da das alles nur First-World-Problems sind. Der Feminismus hat hier keine Grundlage mehr, da Frauen und Männer gleichgestellt sind.

Kommentar von Bodaway ,

Sind sie das wirklich?
Wo?
Du meinst, dass Frauen inzwischen in Deutschland arbeiten gehen dürfen, ohne um erlaubnis zu bitten, und vergewaltigung in der ehe strafbar ist?
ein selbstbestimmungsrecht über ihren Körper haben Frauen trotzdem nur sehr eingeschränkt.
gleichen lohn für gleiche arbeit gibt es auch nicht und und und und und gleichstellung ist was sehr komplexes ;)

Was sind 3. welt-Länder?


naja, wo anders ist immer schlimmer.

Kommentar von Krjhg ,

Ich habe schon immer das Selbstbestimmungsrecht über meinen Körper gehabt. Und gleichen Lohn habe ich auch immer bekommen wie meine männlichen Counterparts.
3. Welt Länder sind Länder, die ökonomisch sehr zurückgeblieben sind. Länder in Afrika und manche asiatischen/arabischen Länder. 2. Welt-Länder sind solche Länder wie Indien. 1. Welt ist eben zB Deutschland. :)

Kommentar von Bodaway ,

ökonomischer fortschritt auf kosten von anderen ist nicht sehr forschrittlich, sondern total blöd.
finde das mit diesen entwicklungsstufen modell ziemlich dumm und rassistisch ist s auch.

ich sage nur paragraph 275....

Kommentar von Krjhg ,

Ist ja nun wurscht, wie du die Bezeichnung findest. So heißen solche Länder nun mal. ;) Und rassistisch find ich das nun gar nicht.

Antwort
von AxoDomi, 60

Feminismus (abgeleitet von lateinisch femina Frau und -ismus über französisch féminisme)[1] bezeichnet sowohl eine akademische als auch eine politische Bewegung, die für Gleichberechtigung, Menschenwürde, die Selbstbestimmung von Frauen sowie gegen Sexismus eintritt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus

Unter diesem Aspekt , bin ich für Feminismus. Ich finde es in Ordnung wenn sich Frauen dafür einsetzten den Männer gegenüber gleichberechtigt zu sein. Was ich aber nicht in Ordnung finde , ist der extreme Feminismus , wo Frauen in dieser Gruppierung meistens versuchen , mehr Rechte und Regelungen gegenüber den Männern zu bekommen. Zudem sind Männer und Frauen nicht gleich.

 1. Hat eine Frau nicht den Körper eines Mannes und ist so nicht in der Lage , bestimmte Aufgaben mit dem gleichen Aufwand erledigen zu können.

2. Ich finde Gleichberechtigung im Job gut , spreche mich aber deutlich gegen eine Frauenquote aus. Wenn sich 10 Männer und 10 Frauen für einen Job bewerben aber die 10 Männer besser qualifiziert sind für den Job  und ich aber 5 Frauen einstellen muss, wieso sollte ich dann jemanden einstellen , der schlechter für den Beruf geeignet ist? (Reines Beispiel.)

3. Besonders wichtig finde ich politische Gleichberechtigung. Das heißt gleiche Rechte im Gesetz.

Letztendlich kann ich zusammenfassend sagen , dass ich für den Grundgedanken von Feminismus bin.

Kommentar von Krjhg ,

Zu 2. Das finde ich auch eine extreme Doppelmoral. Wieso gibt es Frauenquoten, aber keine Männerquoten in Berufen wie Krankenschwester, Kindergärtner oder Grundschullehrer? :)

Kommentar von AxoDomi ,

Stimmt , da gebe ich dir vollkommen Recht.

Kommentar von Bodaway ,

Warum?
Weil Männer da mit Kusshand genommen werden, anders, als Frauen in "männerberufen".

Antwort
von Bodaway, 34

wie definierst du feminismus?

Mein Feminismus ist notwendig, und zwar weltweit. Aber alice schwarzer gehört abgeschafft.

Kommentar von daria78 ,

Wieso sollte Alice Schwarzer deiner Meinung nach "abgeschafft" werden?

Kommentar von Bodaway ,

weil sie den ruf von feminismus zerstört, durch ihren firstwave feminismus. Rassismusvorwürfe darf man ihr ruhig machen.
und transfeindlichkeit ist ihr auch nicht wegzureden.

aber femen ist ja auch nicht besser. das ist weisser hipster feminismus, und hat nichts mit idealen und zielen von wirklichen feministischen kämpfen zu tun, auf jeden fall nicht viel.

für mich stecken in modernem feminismus auch queere Kämpfe, und nicht nur MANN FRAU GLEICHBERECHTIGUNGS... dinger. Frauen* brauchen sicherere Räume, in einer patriarchalen Gesellschaft, genau so, wie eine gleiche Bezahlung notwendig wäre, aber feminismus bedeutet heute ebenso auch antirassismus, selbstreflektion, empowerment. und das ist verdammt nötig.

(dazu gehört auch "unterenwickelt" aus unserem wortschatz zu streichen, und feministische kämpfe in ihren globalen zusammenhängen zu betrachten, und nicht isoliert immer auf die anderen zu zeigen)

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