Frage von Milenaaachen, 161

Seht ihr Depressionen auch als eine Krankheit an?

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 38

Depression ist definitiv eine Krankheit. Sie gilt immer noch als psychische Erkrankung obwohl heute physische Vorhänge im Gehirn (also einem Organ) dafür Verantwortlich gemacht werden.

Kontret geht es im Gehrin um einen Mangel an den Botenstoffen Serotonin (allen voran), Noradreanalin und manchmal auch Dopamin und Glutamat. Was genau die Mangelerscheinungen dieser Botenstoffe auslöst ist nochmals ein anderes Thema. Heute wird vermutet, dass eine genetische Voraussetzung, Stress, Trauma etc. dafür verantwortlich sind.

Durch Medikamente versucht man diese Botenstoffe wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Da das Gehrin ein sehr komplexes Organ ist, ist dies sehr kompliziert. Oft reichen die heutigen Medikamente nicht aus bzw. nicht alle Menschen sprechen auf diese an. Geforscht wird weiter, nicht zuletzt aus dem Grund, da sich mit solchen Medikamenten viel Geld machen lässt.

Ich selbst litt über 4 Jahre lang an schweren Depressionen und kann sagen, es ist die Hölle auf Erden. Tausend Mal lieber hätte ich mir sämtliche Knochen gebrochen als noch einen Tag länger in dieser Hölle zu verbringen.

Eine ältere Mitpatientin in der Klinik hatte es so formuliert. Zitiat: "Vor 10 Jahren erkrankte ich an Krebs und bekam eine Chemotherapie, vor 3 Jahren erkrankte ich an einer Depression... die Depression ist 100 Mal schlimmer".


Antwort
von Indivia, 18

Depressionen werdne cniht als Krankheit angesehen ,sondern sind eine krankheit, welche  meist nach ICD Codes diagnsotiziert werden: http://www.icd-code.de/icd/code/F33.-.html

Ich denke mal nciht das die ganzen Leute ( u.a ich auch) alle aus Spaß 6-12 Wochen ( oder länger) in der Klinik waren.

Allerdings sind selbstdiagnostizierte Depressionen noch keine Krankheit, erst wenn sie von einem Arzt diagnsotiziert wurden, denn hineter Depressionen aknn sich auch viel anderes stecken.

Antwort
von Elektrourlaub, 62

Ja, ich sehe Depressionen als eine Krankheit an. Für viele ist es aber heute noch schwer sich einzugestehen dass eine depressive Phase eine Krankheitsphase ist. Schwer vor sich selbst einzugestehen und noch schwerer vor anderen. Ich hoffe dass Depressionen als ernst zu nehmende Krankheit gesellschaftlich mehr anerkannt wird, so dass es den Betroffenen es auch leichter fällt diese Krankheit(sphase) zum genesen zu nutzen und sich nicht mehr verstecken zu müssen.


Antwort
von m3ndax, 88

Definitiv eine Krankheit.

Erst als ich gelernt habe dass Depression eine Krankheit ist und nicht "mit mir stimmt was nicht" konnte ich mir erfolgreich helfen lassen.

Antwort
von mohrmatthias, 65

depression ist eine ernstzunehmende erkrankung.

http://www.onmeda.de/krankheiten/depression.html

frohes Osterfest :-)

Kommentar von RicVirchow ,

Aber eine "Krankheit" setzt doch voraus, dass es ein Medikament gibt, welches diese heilt.

Durch welches Antidepressivum willst du jemandem die Trauer um jemanden nehmen, der jemanden verloren hat, welcher er / sie liebt?

Da hilft kein Medikament, sondern traumatische Bewältigung und Vergangenheits-Verarbeitung. Wer solche Erlebnisse überwältigt, der hat wieder einen größeren Ansporn etwas zu tun, weil er mehr Lebensenergie ausstrahlt und hat.

Und da kein Medikament Depressionen heilt, stimme ich auch dafür, dass Depressionen keine körperliche Krankheit sind, sondern höchstens eine psychologische Erkrankung, die nicht zufällig auftritt und sich höchstens psychosomatisch äußern kann.

Aber wenn die Pharmaindustrie es so verkauft, als wäre es eine zufällige Krankheit, der man ausgeliefert ist, dann verkaufen sich Antidepressiva im Übermaß und die großen Konzerne machen Geld, da keiner versucht seine Depressionen anders zu lösen. 

Kommentar von mohrmatthias ,

ich simme dir soweit zu das es keine körperliche Erkrankung ist. (im sinne des menschlichen Körpers) deshalb auch der link .

Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen.

Als Psychopharmaka bezeichnet man Medikamente zur Therapie psychischer Störungen.

ich selbst leide seit vielen jahren an schweren Depressionen.


Kommentar von RicVirchow ,

Das tut mir Leid und ich wünsche dir viel Glück die Ursache zu bewältigen und wieder mehr Lebensfreude zu gewinnen. 

Kommentar von mohrmatthias ,

Dankeschön !!!

Kommentar von putzfee1 ,



"Aber eine "Krankheit" setzt doch voraus, dass es ein Medikament gibt, welches diese heilt."




Es gibt eine ganze Reihe von Krankheiten, gegen die es bis heute keine wirksamen Medikamente gibt. Das ist also kein Ausschlusskriterium.




"...stimme ich auch dafür, dass Depressionen keine körperliche Krankheit sind, sondern höchstens eine psychologische Erkrankung"

Auch eine psychologische Erkrankung ist eine Krankheit.



Kommentar von Kapodaster ,

Hinzu kommt, dass es bei Depression sehr wohl physiologischre (körperliche) Veränderungen gibt. Was bei einer Depression im Körper passiert, hat @samm1917 in seiner/ihrer Antwort sehr gut erklärt.

Antwort
von FlorianBln96, 88

Ja natürlich, es ist ja auch offiziell eine Krankheit.

Antwort
von Tragosso, 24

Es ist völlig egal ob man sie als Erkrankung ansieht oder nicht - Es ist eine, das ist festgelegt.

Antwort
von putzfee1, 22

Depressionen sind eine anerkannte Krankheit.

 Da könntest du genau so gut fragen, ob wir Lungenentzündung als Krankheit ansehen. Was sollte es sonst sein? Eine Strafe Gottes?

Antwort
von BBTritt, 59

Das ist eine seelische Erkrankung, also eine Krankheit.

Antwort
von RicVirchow, 49

Ich nicht, weil eine Krankheit immer so klingt, als wäre man ihr ausgesetzt und könnte sie nur durch Medikamente bekämpfen und hätte sie zufällig bekommen.

Für mich haben Depressionen aber immer eine Ursache, die durch ein bestimmtes Erlebnis definiert sind und sie sind der Auslöser für diese negative Stimmungen und wenn man dieses Erlebnis bewältigt, z.B. ein traumatisches Erlebnis hinter sich lässt, dann hat man gleich mehr Energie um Dinge zu machen und kann wieder glücklicher werden und sich weiter entwickeln.

Aber wenn man Depressionen hat und die Ursache nie bekämpft, dann isoliert man sich immer mehr, isst viel, manche essen auch gar nicht mehr und dann entwickelt man Sozialphobie und die Probleme entwickeln sich, einfach weil man durch die Depression psychisch so niedergeschlagen ist, dann man zu nichts mehr Lust hat und wer nichts macht, der entwickelt sich auch nicht ...

Deswegen halte ich auch nichts von Antidepressiva, da sie die Problemursache nicht lösen.

 

Kommentar von 67zuhjnm ,

Ich möchte nur korrigieren, dass Depressionen nicht immer eine Ursache haben, die durch ein oder mehrere Erlebnisse definiert wird. Depressionen können auch vererbt werden und sind dann quasi einfach da

Antwort
von sophiemarie2, 64

Ja, es wird auch offiziell als Krankheit angesehen

Antwort
von Kapodaster, 43

Depression ist eine Krankheit.

Aber nicht jedes Stimmungstief ist gleich eine Depression.

Antwort
von asdfghjmh, 24

Depressionen sind einfach eine Krankheit, da kann man eigentlich nicht sagen 'nein das seh ich jetzt nicht so'. Bei Krebs, Herzproblemen oder normalen Grippen (egal was) geht ja auch niemand her und sagt 'nein du bist nicht krank, ich seh das nicht als Krankheit an', das ist doch Schwachsinn, wenn Krankheiten 'verleugnet' und es den Betroffenen dadurch noch um einiges erschwert, Depressionen sind ja auch 'offiziell' als Krankheit anerkannt

Antwort
von Tommkill1981, 64

Klar ist Depression eine Krankheit....

Antwort
von IDonUownDerDoUg, 57

Obwohl es Offiziell als Krankheit gilt, ist es für mich keine Krankheit sondern etwas anderes. 

Kommentar von Milenaaachen ,

Und was, wenn ich fragen darf? 

Kommentar von IDonUownDerDoUg ,

Für mich ist es mehr eine Phase oder ein Zustand.

Für Depression gibt es keine Medizin die bei jedem gleich wirkt/heilt.
Um jemand von Depressionen zu befreien, müssen sehr sehr viele Faktoren stimmen (kommt auch drauf an wie schlimm es ist).  Für Krankheiten gilt das auch, ich weiß, aber bei Depressionen ist es doch nochmal was anderes.

Deswegen ist es keine Krankheit für mich.  

Antwort
von D3monOfHipHop, 44

Ja klar

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten