Frage von Holfy, 132

Seht Ihr Religion als Vereinigung oder als Abgrenzung ?

Ich will einfach mal wissen ob ihr meint, dass Religionen Menschen vereinigen oder ehr eine (kultur)grenze darstellen. Und ob ihr generell meint, dass die Welt/ Gesellschaft ohne Religionen vielleicht besser dran wäre, ob sie genau gleich wäre oder ob Religionen, wie sie momentan ausgelebt werden, etwas Gutes sind.

Antwort
von AaronMose3, 36
Beides

Es ist in Gewisser Hinsicht beides. Es bringt in erster Linie Menschen zusammen, Menschen die an das selbe Glauben, sorgen in der Gemeinschaft füreinander und stärken sehr wohl das Zwischenmenschliche. 

Aber wie es auch in anderen Bereichen des Lebens ist, gibt es nicht nur eine Gemeinschaft sondern mehrere , deshalb Grenzt sich eine Automatisch von einer anderen ab. Den jede Gruppe will einzigartig sein und bleiben..

Dadurch entstehen, besonders im Bereich der Religion sehr oft Kriege, weil Menschen den Unterschied zwischen Religion und Glaube nicht begreifen, aber das ist ein anderes Thema.

Aus diesem Grund ist die Antwort: Beides !

Antwort
von Giustolisi, 42
Religion ist eine kulturgrenze und grenzt Menschen ab

Religionen grenzen ab, denn sie teilen menschen in verschiedene Gruppen auf. Als ob das noch nicht reichen würde, wird ständig gegen die anderen Gruppen gehetzt, was logischerweise zu Konflikten führt.

Religionen einen nicht einmal die Anhänger der gleichen Religion, denn da gibt es wieder konkurrierende Richtungen und Splittergruppen, so wie verschiedene Strömungen innerhalb diese Untergruppierungen. Am Ende meint jeder dass er Recht hat und sich die Anderen irren. Da keiner seine Version belegen kann, führt das nur wieder zu Streit.

Ohne Religion hätten wir zwar längst nicht den Weltfrieden, wären ihm aber ein gutes Stück näher, wenn Götter als Rechtfertigung für allerlei schlimme Taten weg  fallen. 
Um es mit den Worten von Steven Weinberg zu sagen:

„Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.“


Gäbe es keine Religionen mehr, könnten sie den Fortschritt auch nicht mehr aufhalten wie es schon oft geschehen ist und immer noch geschieht.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 47
Beides

In ihren jetzigen Form sind Religionen meist eher konservativ und entsprechen aus meiner Sicht nicht den Erfordernissen und Bedürfnissen des Menschen im 21. Jahrhundert.

Eine zeitgemäße Auslegung der religiösen Lehren und die Aufgabe längst veralteter Ansichten - etwa zur Sexualmoral und Homosexualität - vorausgesetzt, könnten Religionen jedoch dverstärkt positive Impulse vermitteln.

In ihren gegenwärtigen Form begünstigen sie zwar das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der jeweiligen Religion, grenzen sich jedoch von anderen Lehren ab - meist verbunden mit dem. Überlegenheitsanspruch der "einzig wahren Lehre".

Dadurch entsprechen die Religionen der Gegenwart nicht dem gemeinsamen religiösen Geist, wie ich ihn mir erhoffe.

Frischer Wind und die Bereitschaft zu Reformen sind aus meiner Sicht dringend erforderlich, damit die Menschen wieder einen positiven Bezug zur Religiosität entwickeln.

So lange die Vorstellung besteht, Religion sei immer mit dem konservativen Machtapparat verstaubter Kirchen verbunden, sehe ich da noch Nachholbedarf.

Antwort
von Gronkor, 36
Beides

Wenn es einem um den Kern der Religion geht und man sich darüber mit Menschen anderen Glaubens ernsthaft austauscht, stärkt Religion sicher das Gemeinschaftliche.

Wenn einem nur die oberflächlichen Rituale und Dogmen wichtig sind, ohne dass man in die Tiefe schaut, wirkt Religion sicherlich eher trennend.

Antwort
von ArbeitsFreude, 13
Beides

Nach innen einen Sie (und grenzen allerdings "Abweichler" und "Häretiker" aus) -

nach außen hin grenzen sie ab.

Antwort
von Emil121, 18
Beides

Einerseits gibt es lokal sehr begrenzte Religionen, z.B. Sikhismus, Jainismus, Shintoismus, etc. die orthodoxe Anhänger von anderen Gruppen abtrennen, andererseits gibt es kontinents- und ethnisch übergreifende Religionen, z.B. Christentum, Islam, Buddhismus, die zwischen den verschiedenen Ethnien somit eine Verbindung aufstellen kann - aber nicht muss.

Meine Persönliche Erfahrung ist, dass fast jede Religion irgendeine Art von Feindbild unbewusst oder bewusst fördert. Wenn es nicht in der offiziellen Lehre verankert ist, machen es einige Negativbeispiele inoffiziell in Religionsgruppen vor. Das war mein Grund, organisierter Religion zu entsagen.

Antwort
von mm78pr, 50
Beides

Eine Religion vereint natürlich die Menschen die dem selben Glauben angehören. Eine Kulturgrenze gibts ja eigentlich nur dann wenn die Menschen auch aus unterschiedlichen Ländern stammen aber ich würde schon sagen das Menschen unterschiedlicher Religion sich abgrenzen --- halt verschiedene Ansichten haben und diese sich nicht mit anderen vermischen lassen.

Antwort
von Zicke52, 25
Religion ist eine kulturgrenze und grenzt Menschen ab

Religionen trennen, ganz klar.

Das bestätigt sogar "Gott" selbst. Im AT sagt er den Juden "ich will euch von den anderen Völkern trennen". 

Und Jesus sagt "ich bin gekommen, um den Sohn mit dem Vater zu entzweien und die Tochter mit der Mutter".

Antwort
von ItsAnni, 62
Religion ist eine kulturgrenze und grenzt Menschen ab

Ich find es nicht gut, dass so viel Wert auf Religion gelegt wird. Wir sind alle Menschen und sollte jedem selbst überlassen sein, an was oder wen er glaubt.

Antwort
von Andrastor, 34
Religion ist eine kulturgrenze und grenzt Menschen ab

Religionen haben was eine klare und eindeutige Abgrenzungs-Politik:

Gehörst du zu uns und lebst du nach unseren Regeln, erhältst du die ultimative Belohnung. Tust du das nicht, erwartet dich die ultimative Strafe.

Seit es Religionen gibt, besteht ihre einzige Form der "Vereinigung" durch gewaltsame oder andersartige Assimilation. Sie nehmen andere Kulturen in sich auf und sprechen dann davon die Menschen länderübergreifend vereint zu haben.

Wie ein Tumor der sich über den gesamten Körper ausbreitet.

Antwort
von kohoki666, 56
Religion ist eine kulturgrenze und grenzt Menschen ab

Religion ist ein Streit zwischen Erwachsenen, wer den besseren Immaginären Freund hat.  

Es kann ja jeder seinen Glauben haben solange er andere nicht damit nervt. Aber das geht ja nicht. Schau dir die Jahrhunderte der Vergangenheit an. Religion hat Millionen von Menschen das Leben gekostet, weil irgendwer deswegen einen Krieg anzetteln mußte

Antwort
von LordPhantom, 33

Ohne Religion wäre die Welt besser dran. Die Menschen sollen sich an die Gesetze des Staates, nicht eines Fantasybuches halten.

Antwort
von Teodd, 42

Im Religion kommt viel Interpretation vor und das nutzen manche böse Menschen (Denken an Geld) aus. Deshalb muss Religion neu umschreiben, damit kein Interpretation vorkommt. Es soll besser schreiben, wie man mit Menschen umgehen soll, Sozial und gesunde Denkweise, nicht wie diese Drohungen "Hölle","Gott hasst dich","Sünde", "Bezahle um Sünde befreien" oder blinde Glaube (Propaganda).

Kommentar von innocensius ,

Sünde bedeutet im deutschen soviel wie "das Ziel verfehlen" und umschreibt nur sämtliche "schlechte und böse" Taten. 

PS.: Christen bezahlen nicht mehr für ihre Sünden, denn sie glauben daran das schon jemand (Jesus) für die Sünden bezahlt hat.

Antwort
von AliasADSE1, 29

Religionen sind dafür da Massen von Menschen zu kontrollieren und manipulieren!

Kommentar von innocensius ,

Wie kommst du darauf?!

Kommentar von AliasADSE1 ,

😂
Also das du es noch nicht gemerkt hast…

Antwort
von Omnivore10, 35
Religion ist eine kulturgrenze und grenzt Menschen ab

Ohne Religionen wäre die Welt um einigiges besser und friedlicher!

Kommentar von AliasADSE1 ,

Der Fortschritt vor allem :)

Antwort
von uknown, 46

Ich antworte mal auf die zweite Frage , meiner Meinung nach ist Religion sehr wichtig. Ich kann mir nicht vorstellen , an das "nichts" nach dem Tod zu glauben. Außerdem gibt es da regeln , moralischer Richtung z.B nicht töten oder nicht lügen. Viele religiöse Menschen halten sich ja weitesgehend dran und das schafft ein besseres miteinanderleben. Leider sind meiner Meinung nach zu wenige Menschen religiös und setzten sich dadurch zu wenige Grenzen

Kommentar von Holfy ,

Aber meinst du nicht, dass dieses ganze moralische von Menschen gemacht ist und nicht unlösbar an Religionen geknüpft ist?  

Kommentar von HumanistHeart ,

Ich kann mir nicht vorstellen , an das "nichts" nach dem Tod zu glauben. 

Geht wesentlich einfacher, wenn Du realisierst dass man daran nicht "glauben" muss.

Dazu braucht es nur einen unvoreingenommenen, realistischen Blick darauf.

Kommentar von HumanistHeart ,

Leider sind meiner Meinung nach zu wenige Menschen religiös und setzten sich dadurch zu wenige Grenzen

Mir sind jene weit lieber, die solche grundsätzlichen Regeln des Miteinanders von selbst wissen.

Ohne alte Bücher, die sie erst über solche Binsenweisheiten aufklären müssen.

Kommentar von innocensius ,

Schon gewusst das diese Regeln  auf einer Jahrhunderte langen Christlich-Jüdischen Prägung beruhen? D. h. der gesamte europäische Humanismus wäre ohne ,die oben erwähnten, Religionen nicht möglich. 

Kommentar von HumanistHeart ,

Schon gewusst das diese Regeln  auf einer Jahrhunderte langen Christlich-Jüdischen Prägung beruhen? D. h. der gesamte europäische Humanismus wäre ohne ,die oben erwähnten, Religionen nicht möglich. 

Schon gewusst dass das eine der am häufigsten kolportierten Lügen der Geschichte überhaupt ist?
Menschenrechte wurden GEGEN den erklärten Willen des Klerus erstritten. Das nannte sich "Zeitalter der Aufklärung".

Das kannst Du binnen einer Stunde Dir anlesen, oder durch kurzes Nachdenken selbst herausfinden:
Es handelt sich hier um Religionen die den Menschen als komplett Schuld- und Sünd-beladen betrachten und erfolgreich in der Gesellschaft definierten. Deren Existenz BERUHT sogar darauf, dieses Konzept am Leben zu erhalten: Der Mensch ist ein Nichts – und nur durch [von uns vermittelte] Vergebung Gottes kann er Gnade empfangen.
Ein Erfolgsmodell was über Jahrhunderte funktionierte.

Und solche Leute meinst Du, hätten, freiwillig, absichtsvoll, MenschenRECHTE für uns alle auf den Weg gebracht?? :)

Träum weiter.

http://www.freundderwahrheit.de/hpfixseparat\_kirche\_satire.jpg

Kommentar von kalippo314 ,

Du sagst, Religion ist wichtig weil du Angst davor hast bzw. dir nicht vorstellen kanst, dass es nach dem Tod nicht weitergeht.

Antwort
von suziesext07, 12
Religion ist eine kulturgrenze und grenzt Menschen ab

das hängt völlig ab vom Glaubenssystem, das eine organisierte Religion verbreitet.

Das Paradebeispiel für ideologisch motivierte Abgrenzung ist zb der Sunniten-Islam mit seinem dualistischen Menschenbild: "Wir Rechtgläubigen" und die Anderen, die Ungläubigen, die Kuffar, denen der Rechtgläubige charakterlich und ethisch haushoch überlegen ist, und zwar ausschliesslich deshalb, weil er das glaubt, was ihm die sunnitischen Autoritäten erzählen und vorschreiben.

Als humanistische, menschheitsverbindende Religion war das ursprüngliche Christentum angetreten, bevor es zur Staatsreligion der römischen Sklavenhalterordnung avancierte.

Auch der Buddhismus hätte sicher das Rüstzeug dazu, allerdings sind im Westen die buddhistischen Organisationen viel zu klein und unbedeutend, um eine Breitenwirkung zu erzielen. Vielleicht abgesehen von der internationalen Laienorganisation der Nichiren-Buddhisten Soka Gakkai mit mehreren Millionen Mitgliedern:

Die erklärten Ziele sind: Frieden, Wohlstand, Gesundheit und persönliches Glück der Menschen. Darüber hinaus betont sie die individuelle Entwicklung jedes Menschen (als menschliche Revolution bezeichnet) als Voraussetzung und Basis für einen weltweiten Frieden.

Antwort
von kalippo314, 27
Religion ist eine kulturgrenze und grenzt Menschen ab

https://www.gutefrage.net/frage/muslim-schreibt-mir-viel-spass-bro-und-ich-schre...

Zufällig gesehn, vor einer Stunde gefragt... Das sollte deine Frage beantworten.

Antwort
von fricktorel, 6

Ich sehe "Religion" als eine "Masche" des "Gottes dieser Welt" (Offb.12,9), die Menschheit zu verführen (Eph.2,2; 2.Kor.4,4).

Gottes Wahrheit (Jes.45,22) bleibt (Joh.17,17), Satan geht (Offb.20,2.10). 

Antwort
von innocensius, 25
Religionen vereinigen total viele Menschen und stärken das zwischenmenschliche

Gut zugegeben Religionen bilden gewisse Grenzen. ABER sie verbinden auch!  Z.B. habe ich als Christ viele Glaubensgeschwister in aller Welt und bete für sie und sie für mich. Und um zur zweiten Frage zu kommen: Ja ich finde Religionen sind eine der Besten Dinge dieser Welt.


PS.: Meintest du vielleicht: "Seht ihr....."      ; )

Kommentar von HumanistHeart ,

Glaubensgeschwister in aller Welt 

Klar. Und zwar weitere Christen. 
Keine Muslime, keine Hindus, keine Juden.

Vor dem Hintergrund, wie macht da Deine Antwort Sinn?
Es ist nichts verbindendes dabei.

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