Frage von aleaactaest, 35

Sehr geehrtes Forum, meine Frage betrifft die aktuelle, m.E. nach unbefriedigende Situation einer guten Freundin von mir.?

Sehr geehrtes Forum,

meine Frage betrifft die aktuelle, m.E. nach unbefriedigende Situation einer guten Freundin von mir.

Fakten :

Eltern geschieden und getrennt lebend, Geteiltes Sorgerecht, Kind ( Mädchen, 8 Jahre ) lebt bei der Mutter.

Der Kindesvater ( befindet sich in einer Umschulung ) will Umgang nach seinem Gusto, mal am Wochenende, mal in der Woche - immer gerade so, wie es ihm ( oder seiner ebenfalls in Ausbildung befindlichen bei ihm lebenden Freundin ) passt. Aktuell ist es so, dass das Mädel in der Woche 3x den Aufenthaltsort ( mit Übernachtung ) wechselt. Das kann doch wohl, insbesondere in der Schulzeit, nicht dem Kindeswohl entsprechen.

Welchen Rat würdet Ihr meiner Freundin geben ohne unbedingt den Zwangsweg über das Gericht oder Jugendamt zu gehen ?

Welche ( gesetzlichen ?) Umgangsrechte kann/muss sie dem Kindesvater einräumen ?

Vielen Dank und Beste Grüße, Ein guter Freund

Antwort
von gnarr, 12

die eltern sollten sich zusammensetzen und über eine umgangsvereinbarung reden. am besten macht sich das im rahmen einer mediation.

im vorfeld kann sie sich ja schon mal ein grundgerüst aus google suchen und dann zusammenbasteln, was sie denkt das es passt:

- 2-3 nachmittage die woche mit einer übernachtung

- jedes zweite we von fr-mo oder sonntag

- hälftige ferien und feiertage

- drei wochen sommerurlaube.

gut macht sich die sachen anhand der kalenderwochenzahl zu sortieren für die wochenenden. mehr ist es nicht. dann hat er den umgang wie aufgezeichnet und gut ist.

dato hat der vater drei übernachtungen die woche u. betreut das kind fast zur hälfte der woche. das würde auch in einer schulwoche funktionieren. setzt halt voraus, dass kind die schulsachen für diese tage beim vater hat. auch ein wechselmodell wäre so mgl. dann eben im wöchentlichen wechsel oder alle 2 wochen.

Kommentar von aleaactaest ,

Das Zusammensetzen klappt leider aufgrund der Willkür und durch den Egoismus des Vaters das Besuchsrecht einzufordern wann es ihm passt, leider nicht.

Zum Google Grundgerüst :

Gute Idee aber leider wg. obiger Begründung nicht durchzusetzen.

Ein Wechselmodell halte ( nicht nur ich ) überhaupt nicht zielführend für das Kind - siehe meinen Kommentar zum ersten Beitrag.

Trotzdem - danke.

Kommentar von gnarr ,

ob du das zielführend findest ist doch sowieso egal. du bist ja nicht die eltern. sie werden sich immer wieder zusammensetzen müssen. entweder ist es deine freundin und du wirkst auf sie ein oder sie löst ihre probleme allein. natürlich sind vereinbarungen zielführend. denn sie hält sich ganz straff an diese vereinbarungen und ihr ist dann rille ob er davon abweichen will. immer mit der maßgabe: umgang wie vereinbart und kein tag nach links oder rechts.

das ist auch wichtig, wenn er klagen geht und dann doch welchselmodell rausboxt - denn in diesen sphären der fast hälftigen betreuung bewegen sich die eltern eh gerade. für ihn ist das definitiv zielführend.

Antwort
von Repwf, 20

Wie fühlen sich denn die Kinder? 

Können sie die Schule von beiden Eltern aus erreichen?

Wollen sie zum Vater?

Versteh mich nicht falsch, aber du schreibst nur das es der Mutter "nicht passt" , aber sollte es nicht um die Kinder gehen?

Wenn Sie ihren Vater lieben dann finde ich es toll das er sich nicht nur alle 14 Tage mal n WE kümmert sondern so Ca die 1/2 der Woche! 

Kommentar von aleaactaest ,

Ich habe nicht geschrieben, dass es ihr nicht passt sondern :

Zitat:

"immer gerade so, wie es ihm passt"

Es handelt sich um, wie oben bereits erwähnt, um ein Kind

"Mädchen, 8 Jahre"

Die Schule ist von beiden Aufenthaltsorten mit dem Bus zu erreichen.

Kommentar von Repwf ,

Wenn sie kein Problem damit hat - was ist dann der Sinn der Frage? 

Dann lass die drei das doch einfach weiter so machen? 

Kommentar von aleaactaest ,

Es tut mir Leid wenn hier der Sinn meines Anliegens nicht verstanden wird, nein, nicht nur das, sogar hörbare Kritik ist hier der Unterton ob meiner Bedenken einer solchen Nichtregelung statt vernünftige Vorschläge zum Kindeswohl. 

Da liegt wahrscheinlich unter vielem anderen der Hund begraben, dass es in unserer heutigen Gesellschaft für Kinder, ob bei getrennt lebenden Eltern oder wo beide Eltern erwerbstätig sind und die Kinder zu Oma und Opa oder in die Tagesstätte abgeschoben werden, keine Orientierung mehr gibt wenn sie während der prägenden Phase ihres Lebens keinen festen Bezugspunkt mehr haben und heute nicht wissen wo sie sich morgen gezwungenermaßen aufhalten "dürfen" und statt mit Liebe und Fürsorge mit materiellen Dingen befriedigt werden. 

Mir begegnen die "Opfer" solchen Handelns im täglichen Leben leider immer häufiger.

Scheinbar bin ich hier falsch, um eine zielführende Antwort zu bekommen in der sich alle drei Familienmitglieder wohl fühlen.

Ich habe meine Frage gestellt weil Mutter und Tochter der Umgangs- bzw. Besuchswillkür des Vaters ausgesetzt sind und nicht weil

Zitat : " wenn sie kein Problem damit haben"

damit einverstanden sind.

Kommentar von Repwf ,

Vielleicht interpretierst DU auch einfach mehr rein als es ist?

Kindeswohl bedeutet für MICH das beide Eltern sich kümmern und liebevoll umgehen! 

Wo das stattfindet ist da erstmal schnuppe!

Ich finde es deutlich schlimmer wenn Vater zu Wochendevaterschaften gezwungen werden! DAS ist für mich deutlich mehr gegen das Kindeswohl!

Kommentar von gnarr ,

mutter und vater praktizieren ein unsortiertes wechselmodell und dem kind würde es wohler tun, wenn dieses wechselmodell in eine vernünftige form gegossen wird. entweder ein wechsel alle 4 tage oder ein wechsel wöchentlich oder besser noch alle 2 wochen.

du bist es die damit ein problem hat und die mutter hat ein problem mit unvorhergesehenen ereignissen und der plötzlichkeit. um es planbar zu machen ist eine umgangsvereinbarung zum wechselmodell hin wichtig oder in einen umgang der planbar ist. spontane dinge können dann irgendwann auch wieder eingebaut werden.

das wäre der richtige weg. wen dir das nicht passt, stelle hier keine nicht zielführenden fragen und blubb nicht dummes zeug. das beide eltern erwerbstätig sind ist seit anbeginn der menschheit so, nur müssen die kinder heute nicht mehr gleich arbeiten und dürfen dafür in die kita, spielen und dann zur schule. vor nicht allzulanger zeit wurden kinder mit 5in die fabrik oder untertage geschickt zum schwer arbeiten und das war 95% der kinder überall. die wenigen die bei omas saßen, waren kinder reicher eltern.

meine oma war arbeiten bis sie 78 war, vollzeit, weil sie nicht zu ersetzen waren und "die weiber alle schwanger wurden"...meine eltern arbeiten beide noch - ü60 nix mit großeltern abschieben.

Kommentar von aleaactaest ,

@ gnarr :

Du hast es einfach nicht verstanden und beleidigst mich hier auch noch, wie arm ist das denn ? Ich bin ein Freund intelligenter Konversation - du scheinbar nicht. Scheinbar hast du den Zug der Zeit verpasst. Danke für nichts.

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