Frage von BreiTi0, 28

sehen wir binnen der nächsten 24 monate ein revival der finanzmarktkrise von 2007/08?

es gibt ja stimmen, die das behaupten... die sagen, dass 2007/08 im vergleich dazu pillepalle war... ist da was dran?

Antwort
von berkersheim, 8

Nein! Jede Krise hat ihren eigenen Charakter. Man hat die Krise von 2007/2008 nicht wirklich "an der Wurzel" gelöst, sondern sie ist nur verschleppt. Die europäische Schuldenkrise ist ja auch erst 2007/2008 offenkundig geworden, obwohl sie bei nüchterner Betrachtung schon im Fehlverhalten der betroffenen Länder angelegt war. Diese hat sich zusammen mit der Ukraine (über die finanziellen Implikationen der "europäischen" Einmischung dort spricht ja kaum einer) in Höhen geschaukelt, die man sich 2007/2008 noch nicht vorstellen konnte. Aber in der Zwischenzeit laufen im Hintergrund Weichenstellungen, und in Davos werden die miteinander vernetzten Cliquen von sogenannten Führungspersönlichkeiten genau das abstimmen, die die negativen Folgen der gesamten Fehlstellungen weiter auf die Bürger abwälzen.

Besonderer Leidtragender wird Deutschland sein, nicht seine Eliten, die verschleudern ja gerade unser Vermögen oder besser, das Vermögen künftiger Generationen. Jetzt rächt sich, dass die meisten in der Bevölkerung von den komplexen wirtschaftlichen Beziehungen keinen blassen Schimmer haben, sodass man ihnen jeden Mist auftischen kann. Es rächt sich, dass man die kritisch Eingestellten auf das altmarxistische-antikapitalistische Abstellgleis hat fahren lassen mit Rezempten, die schon vor 150 Jahren nicht funktioniert haben. Sie sind dann gut als Bürgerschreck und die Bürger werden nur verwirrter und kennen sich letztlich gar nicht mehr aus. Inzwischen werden die kleinen Vermögen geschröpft und die dummen Linken schüren dabei mit, weil sie glauben, dem bösen Kapitalismus wenigstens ein bischen revolutionäres Feuer unter den Hintern zu machen. Sie glauben, wenn sich das spanische und griechische Kapital die Taschen mit Steuergeldern aus Deutschland füllt, hätten sie dem deutschen Bürgertum ordentlich ans Bein getreten.

Das große Kapital lacht sich kaputt! Doch auch innerhalb dieser Kreise herrscht Verdrängung. Auf Kosten der Zukunft wird Energie billigst verschleudert - und kein Ton dazu von den Grünen. Geschädigte sind die arabischen Fürstentümer, bei denen die Finanzlöscher wachsen. Ich würde gerne wissen, wie weit im Auftrag der Arabs Notverkäufe der dort gehaltenen Aktien stattfinden. Man müsste wissen, wer sich mit Immobilien und Produktionsstätten und Energie- und Rohstoffquellen eindeckt. Denn wenn es zum Chrash kommt, sind vor allem die Finanzvermögen entwertet und alle Vermögen, die für einen neuen Wirtschaftsaufbau nicht taugen. Für wertvolle Bilder bekommt man dann gerade mal ein Stück Wurst. Da muss man warten können, bis die Wirtschaft wieder neu angelaufen ist. Wir einfachen Bürger wissen zu wenig, um die Gesamtsituation richtig einschätzen zu können. Das ist Absicht. Wer hat denn mitbekommen, dass der IWF gerade ein vernichtendes Urteil über Griechenland gesprochen hat und weiter seine Beteiligung an den Hilfspaketen verweigert? Von Spanien und Portugal hört man gar nichts mehr. Kurz vor der europäischen Bankensicherung (mit deutschen Geldern) sickert durch, dass italienische Banken voll mit wertlosen Schrottpapieren sind. Doch über das Ausmaß erfährt man nur wenig. Lüge ist auch, wenn man Wahrheiten nur soweit rauslässt, dass die Leute eher verwirrt werden als informiert.

Kommentar von BreiTi0 ,

wieso beantwortest du meine Frage mit nein, wenn deine Ausführungen im Groß eigentlich dafür sprechen? 

und welche großen Änderungen gab es seit der Krise 2007/08, also Subprime-Krise gefolgt von der Bankenkrise? Außer den Bail-In Gesetzen... die je nach Auslegung erst ab 2024 gelten?

Die geschädigten Arbabischen Fürstentümer? das ist ne witzige Aussage

Es gibt da so nen Buch von 1967 glaub ich... von einem ehemaligen Berater(Brzezinski) der US-Regierung, der die Marschrichtung der USA in geostrategischer Sicht maßgeblich geprägt hat... mit dem Ziel kontinental Eurasien "in Zaum zu halten". Dabei gab/gibt es 3 entscheidende Fronten... die Ostfront... Japan, Korea, Vietnam... also Ost -/Südostasien... die Westfront ... Ukraine, Polen, usw.. und den nahen Osten... Afghanistan, Iran, Irak, Saudi-Arabien... binnen kürzester Zeit hat die USA alle 3 Fronten verloren... sprich ihr Einfluss auf den Kontinent hat schon - und wird in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung verlieren... und die Armen Saudis haben lange von der Bindung des Ölpreises an den Dollar profitiert 

das hat aber ansich auch 0 mit der Krise von 2007/08 zu tun

Griechenland ist das Opferlamm... die Leittragenden aus der Eurokrise, die bis zum erbrechen gemolken werden. was da von EU Seite betrieben wird, sind völkerrechtliche Verbrechen... aber das kann man ja auch keinem erzählen...

aber warum wird deutschland der Leittragende sein? es wird zwar immer leicht übertrieben, was die wirtschaftliche Stärke betrifft... (boom haben und hatten wir in den letzten 20 jahren sicher keinen), aber zum beispiel durch die ganze Leiharbeitsgeschichte, haben wir wahrscheinlich im Bezug auf die Qualität und die Lohnkosten den lukrativsten Wirtschaftsplatz in Europa... auch wenn in Bulgarien(als Beispiel) die Lohnkosten wesentlich niedriger sind...(das hat auch nix mit einer Finanzkrise zu tun) ... du kannst auch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass die Schulden, irgendwann zurückgezahlt werden? das ist quasi unmöglich.

ich rede von einem Revival, also einer Wiederauflebung, weil sich seit 2007/08 nichts geändert hat, außer der Tatsache, dass man jetzt die Banken nicht mehr mit Steuergeldern rettet, sondern die rechtlichen Grundlagen geschaffen hat, diese mit den Geldern der Gläubiger zu retten... und die Zahl von 100.000 € "Garantie" ist mit Sicherheit nicht in Stein gemeißelt.

Kommentar von BreiTi0 ,

wenn man diese sogenannten "Fronten" mal in den Bezug zum Dollar, als Weltleitwährung setzt, erscheint übrigens auch der Einmarsch der Amerikaner im Irak unter einem ganz anderen Gesichtspunkt... es gibt ja Gerüchte, dass der Herr Hussein sein Öl nicht mehr nur in Dollar, sondern auch in Euro verkaufen wollte...

das was da gerade passiert, bzgl Iran und Saudi Arabien mit Sicht auf den Ölpreis ist ganz klar ein Strategiewechsel... 

welche negativen Konsequenzen hat egtl ein niedriger Ölpreis, außer dass die Hauptexporteure in die Knie gezwungen werden? Jede produzierende Wirtschaft profitiert davon...

Kommentar von berkersheim ,

@BreiTi0

Ich habe nicht bestritten, dass eine Finanzmarktkrise in absehbarer Zeit möglich ist. Das siehst Du richtig. Ich bin aber der Meinung, dass es keine Wiederholung von 2008/09 geben wird, weil inzwischen andere Instrumentarien geschaffen wurden, vor allem, um Krisenfolgen auf die Steuerzahler abzuwälzen.

Deutschland ist der Leidtragende, besser die deutschen Steuerzahler, die deutschen Sparer und der Mittelstand und die künftigen Generationen, weil die EZB mit ihrer Niedrigzinspolitik alles platt gewalzt hat.

In Griechenland sind die einfachen Leute "das Opferlamm". Aber nicht die Politiker, die Vermögenden. Von den Milliarden ist unten bei den einfachen Leuten und beim Mittelstand nichts angekommen. Aber die sind doch nicht im Nichts versickert. Da sind einige reich geworden und manch teure Immobilie in London und sonstwo wurde damit finanziert. Ist Dir schon mal aufgefallen, dass deutsche Steuerhinterzieher für vergleichsweise niedrige Beträge mit allem staatlichen Aufwand gejagt werden. Und wer jagt die griechischen Milliardenabzweiger? Etwas gehört von Verhaftungen, Beschlagnahmen in London oder sonstwo? Die Schweiz hat Kooperation angeboten. Hat Herr Jäger von NRW, unser Supersteuerfahnder, Feuer gemacht, dass dem nachgegangen wird? Griechenland ist eine Vermögensumschaltzentrale. Steuermilliarden rein und privater Reichtum raus. Wer das alles mit drinhängt, ob wir es je erfahren?

Antwort
von BreiTi0, 17

nichts für ungut... ich hab gestern diese 


doku gesehen. die ist zwar schon 2 jahre alt... aber es lässt mich zweifeln. 

die voraussetzungen wurden ja auch geschaffen, mit den bail-in gesetzen... das man nun den steuerzahler nicht mehr indirekt sondern direkt belangt... 

aber welch absurden gedanken zu so später stunde

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten