Schwule oder lesbische Bürgermeister/innen in Deutschland
Hallo liebe Community,
Berlin hat einen schwulen Bürgermeister: Klaus Wowereit ...
Gibt es weitere Städte/Gemeinden in Deutschland, in denen es Schwule oder Lesben bis in diese Ämter geschafft haben? Und vor allem, die auch öffentlich dazu stehen.
Im Zuge des Antidiskriminierungsgesetzes im Prinzip ja heute kein Problem mehr.
Danke für die Posts!
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Bestimmt gibt's die, nur fällt mir keiner ein, der es so herausstellt wie Klaus W. Aber wo wir gerade bei dem sind, der Vorvorgänger des Hamburger Bürgermeisters war auch schon als schwul bekannt, bevor er ins Amt kam.
Vor einiger Zeit ging mal durch die Medien, daß ein Ort oder eine Stadt in Bayern einen Bürgermeister hat, der nicht nur schwul, sondern auch noch evangelisch und in der SPD ist....
"Im Zuge des Antidiskriminierungsgesetzes im Prinzip ja heute kein Problem mehr." - Doch, er soll ja auch gewählt werden. Und ganz ehrlich, abgesehen davon, daß ich kein Freund von Bürgermeister-Direktwahlen bin: Wenn mir bei jemand die politische Grundausrichtung zusagt, dann ist es mir egal, ob er schwul ist. Wenn sich aber jemand hinstellt, seine Veranlagung als sein Markenzeichen präsentiert und dann unterschwellig auch noch sagt "Wer mich nicht wählt, hat wohl was gegen Schwule", dann hat der bei mir verschissen.
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Mir ist die sexuelle Ausrichtung anderer Menschen völlig Schnuppe und ich verstehe nicht, warum die Homosexualität einiger Menschen immer Gesprächsthema ist. Wenn jemand Hetero ist, interessiert es doch auch niemanden.
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Da gibt es sicherlich mehrere die sich noch nicht getraut haben sich zu outen. :o)
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 24.08.2012Schade - das wäre ein Schritt in die richtige Richtung!
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Die Fragestellung stört mich massivst denn sie liest sich für mich nicht nur diskriminierend sondern auch geprägt von fehlender politischer Bildung. Die Intimsphäre sollte Arbeitgeber einen feuchten Kehrricht angehen. Wir wählen sie, wir bezahlen sie. Sie sollen unseren Willen umsetzen. In kleinen Gemeinden werden sie wohl hier und da nicht bezahlt. Da wird die eine oder andere Gemeinde eh froh sein wenn jemand diese Arbeit macht. Also mit wichtigeren Fragen beschäftigt sein als mit dieser. Wie bei dem gewählten und hier schon beschriebenen bayuwarischen Bürgermeister. Seine Gemeinde hat seine politischen Qualitäten dringend nötig so weit ich den Beitrag dazu erinnere.
Vielleicht geht es uns ja zu gut wenn wir uns solche Fragen leisten können. Politisch betrachtet. Da Du aber einen Zusammenhang mit dem Grundgesetz herstellst:
Wir dürfen uns schämen angesichts der gerade wieder aktuellen Diskussion.
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 24.08.2012Schämen sollte sich jemand, der etwas absichtlich missverstehen WILL :(
Ein Politiker, der sich outet - egal wofür - ist ein Kraft- und Hoffnungsquell, für all die, die im Alltag diskriminiert werden, ausgegrenzt, beschimpft und mehr. Du projizierst deine schlechten Gedanken auf dein gegenüber - nicht gut.
Kommentar von dawaladawala 24.08.2012Ich projiziere Nichts. Ich habe nur Null Verständnis dafür dass es Menschen gibt welche sich in die Intimsphäre Anderer ungefragt einmischen wollen. Sei es in der Politik, sei es privat oder sonst wo. Auf mich als Hetero ist in meinem Leben mehr als genug Druck ausgeübt worden bezüglich Sexualität. Es ko-tzt mich einfach nur an.
Wir dürfen uns eingeladen fühlen uns anderen Themen zu widmen:
Wenn es um Sexualität geht zum Beispiel mit der Frage, warum Homosexuelle zwar alle Pflichten Heterosexueller in unserer Gesellschaft haben aber bedeutend weniger Rechte.
Wenn es um Politik geht warum wir uns eine Billion Euro haben stehlen lassen um sie nachweislich unfähigen Bankern nachzuwerfen? Warum jetzt eine sogenannte Bahr-Versicherung Recht werden soll die nur dem einen Zweck dient die private Versicherungswirtschaft zu subventionieren. Einer Wirtschaft der es nachweislich mehr als gut geht seit Jahrzehnten.
Das sind Fragen die uns interessieren dürften. Statt dessen fragen wir uns wer mit wem seine Intimsphäre teilt. Und bei den wirklich wichtigen Fragen heißt es dann: "Da kann 'man' eh nichts machen." Was schlicht falsch ist.
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Das Sexualleben anderer Leute kümmert mich nicht.
Insbesondere bei Politikern ist es mir lieber, dass sie gute Politik betreiben. Zu wem sie sich hingeogen fühlen, will ich gar nicht wissen. Und ganz nebenbei bemerkt ist das seit Klaus Wowereit schon kein Problem mehr. Das spätere Antidiskriminierungsgesetz hat daran keinen Anteil gehabt.
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Ich beantworte einfach mal: Wer mir jetzt spontan einfällt ist Michael Adam (früher Bürgermeister in Bodenmais, heute Landrat in Regen / Bayern). Das war vor allem spektakulär, da er öffentlich dazu steht und das im tiefsten Bayerischen Wald ist. Aber auch dort scheint es Leute zu geben denen dann die Kompetenz doch wichtiger war als die sexuelle Ausrichtung^^
Ansonsten: Ole von Beust stand offen zu seiner Homosexualität. In München sitzt eine "Rosa Liste" im Stadtrat und ist auch an der Stadtregierung beteiligt
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 24.08.2012DANKE! DU hast meine Frage verstanden - genau wie Biene Maja
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Guido Westerwelle,Ole von Beust aus Hamburg
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"... Gibt es weitere Städte/Gemeinden in Deutschland, in denen es Schwule oder Lesben bis in diese Ämter geschafft haben? Und vor allem, die auch öffentlich dazu stehen...."
Ja, diese gibt es... auch in noch "höheren" Ämtern - Zitat KW: "...und das ist auch gut so"
Kommentar von Parsifal271Parsifal271 23.08.2012Noch höher? Über Wowereit, der ja eher Ministerpräsident eines Bundeslandes als Bürgermeister einer Stadt ist, kommt doch nur noch der Bundeskanzler. Und soweit ich weiß, ist die derzeitige Amtsinhaberin mit einem Mann verheiratet.... ;-)
Kommentar von Wolli1960Wolli1960 23.08.2012Und soweit ich weiß, ist die derzeitige Amtsinhaberin mit einem Mann verheiratet.... ;-)
Ist das denn etwa verboten? Ich finde es ja auch ok, dass Homosexualität heute weder strafbar noch verpönt ist, aber Pflicht sollte es doch nicht werden.
Kommentar von Parsifal271Parsifal271 24.08.2012Zitat Friedrich Merz: "Schwulsein ist ja OK, solange ich nicht mitmachen muß." ;-)
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Guten Morgen :-)....darf ich fragen inwiefern die sexuelle Orientierung bei der Berufswahl, bzw. in div. Ämtern ausschlaggebend ist?
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 23.08.2012Herr Wowereithat sich damals bei Amtsübernahme dazu öffentlich bekannt. D.h. nicht, dass er Details berichtet hat, sondern lediglich einen Damm gebrochen hat.
Kommentar von Solaris3Solaris3 23.08.2012...und ???? Er hat private Details aus seinem Leben preis gegeben wie es auch viele andere, im öffentlichen Leben stehende, Personen machen um sich ein wenig "vorzustellen".
Kommentar von WenneWenne 23.08.2012Das Problem wird bei politischen Ämtern wohl die Meinung der Wähler sein. Bei uns gibt es noch sehr viele die Wert darauf legen dass der Kandidat den sie wählen auch 'normal' ist.
Was 'normal' ist entscheidet zwar jeder selbst, aber auch in unserer aufgeklärten Welt wird noch viel in 'Schienen' gedacht ;-P
Somit muss ein Kandidat eigentlich sehr gut sein wenn er den Stimmenverlust durch ein eventuelles Outing kompensieren kann. ;-)
Bei der Berufswahl sollte es zwar auch keine Auswirkungen haben, tut es aber dennoch. Dieses jahrhundertealte 'Schienendenken' kann man nicht in wenigen Jahren aus den Köpfen der Bevölkerung heraus bringen.
Weder die sexuelle Orientierung, noch Hautfarbe, Glauben oder so.
Bis wirklich alle begriffen haben was Toleranz ist werden wohl noch ein paar Generationen vorbei ziehen. ;-)Kommentar von Solaris3Solaris3 23.08.2012.....da hast du wohl leider Recht aber meine Einstellung dazu ist nicht einmal Tolaranzsache, denn weshalb sollte ich etwas was mich nichts anzugehen hat tolerieren? Für mich ist ausschließlich der Charakter ausschlaggebend, wie der Mensch "rüberkommt" und wie er, falls er meine Interessen vertreten soll, das anstellt. Alles andere hat mich, und andere, nichts anzugehen!
Kommentar von WenneWenne 23.08.2012Nun, das ist deine Meinung und damit bist du glücklicherweise auch nicht alleine.
Ausschlaggebend für die Wahl in ein politisches Amt ist aber die Meinung der gesamten Bevölkerung (der Stadt/Gemeinde, des Kreises, des Landes, des Bundes - je nachdem um welches Amt es geht). Und da verliert ein Kandidat, der sich outet, schon mal ganz plötzlich ein paar Prozentpunkte. Weil eben viele (potentielle) Wähler eben noch nicht gelernt haben auf was es bei so einer Wahl ankommt und auf was nicht.Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 23.08.2012Meine Frage war nicht: regiert ein Schwuler/Lesbe oder Hetero besser!!!
Meine Frage war, ob es ausser Herrn Wowereit noch Menschen mit dieser Ausrichtung in diesen Ämtern gibt. Ich hatte auf Antworten gehofft. Ja, nein oder die Namen Städte und Gemeinden wo es so ist. Punkt. Mehr nicht.
Und leider sieht man an der "Diskussion" hier, dass auf dem Gebiet noch viel an Tolerenz und Akzeptanz nachgeholt werden muss!
Die Gedanken, was die Ausrichtung im privaten bedeutet, haben einige hier angezettelt .- nicht ich. Bei einem Hetero fragt man doch auch nicht danach! Traurig ist das.
Kommentar von Solaris3Solaris3 23.08.2012@Spassbremse...lies diese, hier geführte, "Diskussion" nochmals in Ruhe durch und du wirst erkennen, dass du völlig falsch liegst. Bei allem Respekt aber deine Frage -schon allein die Überschrift - lässt ein wenig zweifeln!
Kommentar von Solaris3Solaris3 23.08.2012...hmmmm @Wenne, ich bin mir, ehrlich gesagt, fast sicher, ob es da nicht eher zusätzliche Sympathiepunkte gibt???!!! Ich denke, es hebt sich auf, da sich die Denkweise in den letzten Jahren enorm verändert hat! Unterm Strich ist dann doch "die Person" entscheidend! Diese Frage gehört dann wohl eher ins gf-Diskussionsfourm :-)....Ich wünsche dir was...wink^^
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google ist dein freund ;)
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Mein Gott, die sexuelle Orientierung spielt doch bei solchen Ämtern überhaupt keine Rolle.
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 24.08.2012Das steht auch nirgends in meiner Frage. Mein Interesse liegt einzig und allein daran, ob wir bereits in Puncto Toleranz nach vorne gehen! Scheinbar nicht, wie der Fragethread hier beweist!
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ich denke nicht, dass schwule oder lesben in den ämtern besser entscheiden, als diese profilneurotischen klugschwätzer, die wir heute regierung nennen und die hetero sind....
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 23.08.2012davon war doch auch gar nicht die Rede ... wo habe ich behauptet, dass sie besser entscheiden oder anders? Und als Klugschwätzer habe ich Heteros auch nicht bezeichnet .
Kommentar von TETTETTETTET 24.08.2012Und ich dachte immer unser Aussenminister wäre schwul...
Kommentar von DitmarMD 24.08.2012Ist er ja auch.
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Weshalb wäre das wichtig? Entscheidend ist die Wahrnehmung der Verantwortung, sonst nichts.
Kommentar von Spassbremse1Spassbremse1 23.08.2012wo habe ich behauptet es ist wichtig?
Mich interessiert es, weil im Realen allzu oft gegen das LADG verstoßen wird und ich denke, dass Menschen mit diesen Ausrichtungen viel Bewirken können in Puncto Toleranz und Akzeptanz.
Wenn ich einige Posts hier so lese, sträuben sich mir die Nackenhaare. Wir leben im Jahr 2012!
Auch im Jahre 2012 lassen sich viele immer noch durch althergebrachte Vorurteile leiten.
So aufgeklärt wie oft getan wird ist unsere Generation leider nicht. Wie unten schon beschrieben: Das wird auch noch einige Generationen benötigen bis solche althergebrachten Vorurteile ausgemerzt sind.