Frage von harryhh,

schwimmt Salz etwa(s)?

Hallo, schon wieder eine komische Frage. Ich arbeite rein privat für meinen Verein an einer ganz speziellen Bedienungsanleitung für eine Kesselanlage und möchte mich einfach nicht blamieren. Viele Fragen hat das Internett schon beantwortet, aber einiges ist nur schwer zu finden.

Salzwasser ist schwerer als Süßwasser, OK. Bei Dampfkesselanlagen findet man zur Pflege des Kesselwasser u.a. eine Möglichkeit zum sogenannten Absalzen (auch Abschäumen). Nun las ich auf einer Herstellerseite für diese Absalzvorrichtungen: "...sollte im Bereich der Niedrigwassermarkierung angebracht werden...." Dieser Wasserstand ist aber ziemlich weit oben im Kessel. Also hier die Frage: wie kommt das im Wasser gelöste Salz nach oben, wenn es schwerer ist müsste die Wasserschicht unten sein -am Schlammablassventil.

Antwort von mediterrane,

Die Erklärung dafür ist eigentlich ganz einfach. Stell dir einfach einen Topf mit Salzwasser vor, in diesem Topf sind 8 kg Wasser und 2 kg Salz, wir haben jetzt also einen Lösung mit 20 % Salzgehalt. Nun stellst Du den Topf auf die Herdplatte, das Wasser kocht nach einer weile, Du lässt das Wasser so lange kochen bis nur noch 7 kg Lösung im Topf sind. Da das Salz nicht verdampfen kann sind nach wie vor 2 kg Salz vorhanden aber nur noch 5 Liter Wasser, jetzt hat die Lösung einen Salzgehalt von 40%. Dieser Prozess findet in der obersten Wasserschicht eines Kessels ebenfalls Statt, daher ist der Salzgehalt an der Wasser-Dampf-Grenze am Höchsten, und eine Absalzung muß daher ca. 200 mm unter Niedrigwasser erfolgen.

Antwort von wim50,

Es geht darum, dass sich auf dem Kesselwasser Schaum bildet, der da abfließen kann.

>>> Durch die sich bildende Natronlauge wird die Alkalität des Kesselwassers stark erhöht. Ab einer Alkalität (KS 8,2) von ungefähr 12 ... 15 mmol/l neigt das Kesselwasser zum Schäumen. Hier kann nur durch das Absalzen oder Abschäumen der zulässige Wert eingehalten werden. Die erforderliche Kesselabsalzung ist der Karbonathärte im Rohwasser direkt proportional. Die Absalzrate beträgt z. B. bei 5 °dH Karbonathärte ca. 14% der Dampfleistung und steigt bei 10°dH auf 23%.

http://www.karrasch-eckert.de/wissen/sodaspaltung_de.html

Antwort von raldoini,

Absalzen von Dampfkesseln Aus GestraWiki Wechseln zu: Navigation, Suche

Absalzen von Dampfkesseln: Wieviel Kesselwasser muß ausgeschleust werden, um die Grenzwerte nach EN- bzw. TRD - Regelwerk nicht zu überschreiten?

Wesentliche Faktoren für die Bestimmung der auszuschleusenden Menge sind die Betriebsdaten:

  • Q = Kesselleistung - K = zulässige Kesselwasserleitfähigkeit - S = Leitfähigkeit des Speisewassers

Die Gesamtmenge die ausgeschleust werden muß berechnet sich nach:

    Q x S

A = ------------- K - S

Das Ziel ist eine möglichst hohe Eindickung (Verhältnis Leitfähigkeit Kesselwasser zum Speisewasser) zu erreichen, da hierdurch die Energieverluste am geringsten sind. Die max. zulässige Kesselwasserleitfähigkeit wird in den Regelwerken TRD 611, EN 12952-12 (Wasserrohrkessel) und EN 12953-10 (Großwasserraumkessel) geregelt. Diese Werte können durch den Kesselhersteller oder den Betreiber reduziert werden (Betriebsvorschriften bzw. Betriebsanleitung beachten). ACHTUNG, die EN-Werte liegen unter den Werten der bekannten TRD 611. z.B. Kesselbetriebsdruck < 20 bar statt bisher 8.000 µS/cm nur noch 6.000 µS/cm. Einen Einfluß auf die Absalzmenge kann man über die Qualität der Wasseraufbereitung erreichen, d.h. wird eine Vollentsalzungsanlage eingesetzt, wird die Menge des auszuschleusenden Kesselwassers deutlich geringer sein.

Betrachtet man die Absalzung und die Abschlammung zusammen, empfehlen wir ein Verhältnis von 90% : 10%

90 % über die Absalzung. Durch die kontinuierliche Ausschleusung von Kesselwasser kann die ausgeschleuste Wärmeenergie über eine Wärmerückgewinnungsanlage zu einem hohen Prozentsatz wieder dem Prozeß zugeführt werden.

Bei Fragen zur Wärmerückgewinnung, sprechen Sie bitte mit unserem Team Apparate- und Behälterbau.

Antwort von harryhh,

Ich wollte keine Erklärung über den Salzgehalt diverser Wässer auf der Erdkugel, sondern zu unter 13 bar Druck und Hitze in einem Kessel eingesperrtem Wasser. Ich bin wirklich für jede Antwort dankbar, die sich genau auf die Frage bezieht.

Das Wasser wird nicht komprEmiert, es steht trotzdem unter dem gleichen Druck, dabei hat es eine Temperatur von rd. 190 Grad Celsius.

Antwort von Ducki,

weiß zwar auch nicht so weiter, aber kann es was mit der 1. Antwort zu tun haben. ...Gegenüber reinem Wasser hat Salzwasser eine geringere spezifische Wärmekapazität... D.h. es würde sich schneller aufwärmen, und somit vllt. das zusätzliche Gewicht ausgleichen, warmes Wasser steigt nach oben...

Antwort von cococomm,

Kann es sein , dass es im Pegelbereich zu Schwankungen kommt? Dann waere die Loesung klar !

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