Habe selbst eine Familie mit Kindern aber mir stößt immer wieder übel auf, dass es zwischen meinem Vater und mir nur Kontakt gibt, wenn ich bei ihm anrufe. Müsste er denn nicht wenigstens Interesse an seinen Enkeln haben? Langsam wird mir das echt zu doof und da ich mal wieder nicht angerufen habe haben wir schon seit fast 2 Monaten keinen Kontakt mehr. Ist es denn ungeschriebenes Gesetz, dass sich immer die Kinder bei den Eltern melden müssen?
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wohl eher weniger, dennoch kannst du das Gespräch mit ihm suchen und ihm deine Gedanken darlegen, dass dir an einem regelmäßigen Kontakt gelegen ist, auch für deine Kinder. Vielleicht gibt es einen Grund, warum er sich rar macht. Viel Glück

Das Problem kenne ich,allerdings war es anders,als ich meinen Sohn bekomme habe,er war das erste Enkelkind und da wir 360 km aus einander wohnen,hat mein Vater sich regelmäßig gemeldet.
Allerdings ist jetzt das 2.te Enkelkind,was bei meinem Vater in der Nähe wohnt,gekommen und nun besteht null Kontakt,es sei denn ich rufe an.
Es ärgert mich,habe es auch schon mal angesprochen,aber es ändert nichts,also habe ich mich wohl oder übel damit abgefunden.
@Brittchen: was heißt "damit abgefunden"? Heißt es der Kontakt ist nicht mehr da oder bleibt es dabei, dass es Kontakt gibt - vorausgesetzt DU meldest dich? Das ist doch wirklich ätzend, es belastet mich zur Zeit total und bei jeder Gelegenheit muss ich daran denken. So rein vom Bauchgefühl her würde ich ihm am liebsten sagen, dass er doch bleiben soll wo der Pfeffer wächst. Aber was ist wenn die Kinder irgendwann mal fragen?
Brittchen am 3. März 2009 12:39 Nur,wenn ich anrufe besteht der Kontakt,aber mittlerweile bin ich soweit,das ich mich nicht mehr melde,nur wenn der kleine möchte,lasse ich ihn anrufen.
Es ist zwar traurig,aber auch mein Sohn fragt immer weniger danach!!
genau das passiert bei uns auch, die Kinder fragen schon gar nicht mehr nach ihm. Und wie ist es bei dir, weißt du denn den Grund für seine Ignoranz? Ist er zu sehr mit sich selber beschäftigt oder interessenlos oder arrogant? Ich find das auch wirklich traurig und ich werde alles dafür tun, dass das in meiner Familie nicht so abgeht.
Brittchen am 3. März 2009 12:50 Wenn ich wüßte,weshalb es so ist,könnte ich (vielleicht) leichter damit leben.
Ich denke auch sehr sehr viel darüber nach,aber eine Lsöung oder einen Grund finde ich nie.
Glaub mir,ich würde es auch niemals soweit kommen lassen!!
Hm, manche Väter sind echt komisch. Haben Kinder gezeugt und das war es dann auch.
Brittchen am 3. März 2009 12:56 Das sag ich Dir,ein einziges Rätsel,aber was bleibt uns anders übrig als das so zu akzeptieren???
Na ja momentan kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln, aber ich habe es auch echt satt mich ständig zu fragen, was ich schon wieder falsch gemacht haben könnte. Sehr anstrengend.

manche großeltern wollen auch auf keinen fall aufdringlich erscheinen. aber du musst deinen va ja am besten kennen, ob es nur vorsichtige zurückhaltung ist oder ob wirklich desinteresse oder sogar ablehnung besteht(warum das, wenn kein grund besteht?)
leider ist der Grund nicht der dass er nicht aufdringlich sein möchte. Er steht in seinen Augen eben weit über mir und ich bin das kleine Dummchen. Und wenn ihm was nicht passt, werde ich ignoriert. Und erst wenn mein Leidensdruck zu groß ist "darf" ich ihn dann fragen was schon wieder nicht nach seiner Nase gelaufen ist, er kommt da nie. Ignorieren war im Übrigen schon während meiner Kindheit eine beliebte Strafe.

Nein das musst du nicht , aber es wäre vielleicht nicht schlecht wenn ihr euch hinsetzt und darüber redet
Wir hatten schon mal die Situation, da war er total überheblich und meinte so, seit wann denn der Hund zum Knochen kommt. Also stellt er sich über mich. Einerseits will ich schon der Kinder wegen den Kontakt nicht abbrechen lassen andererseits hat er ja auch offensichtlich kein Interesse, es sei denn die Kinder werden ihm auf dem Silbertablett serviert.
Karabasch am 3. März 2009 12:32 Dieses Spiel würde ich so nicht mitmachen, eltern und auch Großeltern sollten sich von sich aus bemühen und nicht warten bis der andere endlich kommt. Aber bei euch ist es wohl so das Der Opa alles serviert haben möchte , ist denn die Oma auch so?
meine Eltern sind geschieden. Meine Mutter ist nicht so, sie meldet sich, da beruht alles auf Gegenseitigkeit.
Karabasch am 3. März 2009 12:35 Dann liegt es auch nicht an dir sondern an deinem Vater, vielleicht ist er eifersüchtig auf deine Mutter .. Irgendwas scheint bei ihm nicht in Ordnung zu sein. Schreibe ihm einen Brief dann kann er erstmal darüber nachdenken , aber melden sollte er sich dann selber.
Wäre eine gute Idee, habe ich als damals die Situation war auch gemacht aber seine Eiseskälte schreckt mich schon vorher ab.
Karabasch am 3. März 2009 12:38 Dann lass ihn einfach mal links liegen , würde es ihm aber vorher auch mitteilen.Sag ihm das Du s traurig findest wie er sich als vater und Opa verhält.
Habe so das Gefühl, dass ich mit ihm nicht auf Augenhöhe stehe, habe irgendwie auch Angst vor seiner Reaktion. Das ist ja das Konfuse. Meine Schwester bestärkt mich immer, dass nicht ich diejenige bin die den Fehler macht sondern er. Na ja an manchen Tagen hilft es aber auf Dauer muss eine Lösung her.
Karabasch am 3. März 2009 12:46 Berufe einen Familienrat mit allen beteiligten ein, es sollte dann aber auch jeder kommen..
Nein, generell sicher nicht. Du musst halt für dich selber werten wie wichtig dir der Kontakt ist und wie sehr du darunter leiden würdest den Kontakt mal für eine Weile einschlafen zu lassen... Vorher würde ich aber noch mal ein klärendes Gespräch versuchen, viell. ist er sich seines Verhaltens gar nicht bewusst...
Quatsch, Du schadest Deiner Seele nur, wenn Du ständig hinterher läufst, lass den "Alten" doch mal schmoren, vielleicht kommt er ja selber drauf mal anzurufen, ansonsten ist er es nicht wert!
Aus dem Bauch heraus würde ich das am liebsten tun. Aber wegen der Kinder kann ich das irgendwie nicht. Gerade heute ist mir bewusst geworden, dass nach der Scheidung meiner Eltern auch mal Funkstille war und das hat ihn offensichtlich auch nicht interessiert. Der is ein alter Sturkopf und manchmal ziemlich arrogant
Tja, und wie willst Du weiter vorgehen? Doch bei ihm anrufen? Lass doch die Kinder einfach anrufen, die sind unkomplizierten in den Äusserungen und fragen, vielleicht bewegt das sein Herz mehr! Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen!

Hallo, Ziegenhirte! Du scheinst nicht für möglich halten zu können, daß auch ein Vater gewichtige Gründe / Hinderungsgründe für sein Verhalten haben könnte? Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein...
@heureka47: Bist du ein Vater der keinen Kontatkt mit den Kindern hat?? Falls ja, hast du ihnen sicher einen Grund genannt - im Gegensatz zu meinem Vater. Einfach nur die Kinder links liegen lassen ohne Begründung ist einfach extrem mies und so ein Verhalten kann nicht auf Verständnis treffen.
heureka47 am 5. März 2009 12:44 Ich persönlich habe da ein ähnliches Problem - und kann leider nicht einmal konkret sagen, woran das liegt. Ich vermute eine Schwäche in der Beziehungsfähigkeit aufgrund frühkindlicher Erlebnisse.
Entschuldige dass ich nachhake, dein Problem ist so ähnlich wie meins oder du stehts sozusagen auf der "anderen Seite"? Falls letzteres zutrifft bin ich an einem Austausch mit dir interessiert damit ich so ein Verhalten verstehen kann. Das würde mir wirklich sehr helfen..... Hoffe du liest das noch.
heureka47 am 7. März 2009 22:21 Ich habe in meiner Kindheit nicht das Gefühl kennengelernt, mich wirklich geliebt zu fühlen - im Gegenteil, ich habe eher das Bewußtsein gelernt, daß ich irgendwie nicht richtig bin, lästig, dumm, faul, etc.
Das hat mir u.a. einen deftigen Minderwertigkeitskomplex eingebracht. Ich hatte schon als Kind, und noch mehr als Jugendlicher und Erwachsener, Schwierigkeiten mit Freundschaften oder auch nur nachbarlichen oder verwandschaftlichen Beziehungen. Nach meiner Lebenskrise 1987, im 40. Lj. konnte ich zwar einen anderen Weg einschlagen und ab 1992 auch gezielt an meiner Selbst-Entwicklung arbeiten sowie durch Psychotherapie mir bewußt werden, daß ich nie - wirklich - lieben gelernt hatte, aber bis heute ist mir geblieben, daß ich sehr große Probleme habe, (guten) Kontakt mit meinen Familienangehörigen oder anderen Menschen in meinem Umfeld zu halten. Ob ich wirkliche "Freunde" habe, weiß ich nicht. Möglicherweise nicht. Ich habe eine sehr vehemente "Telefon-Hemmung", d.h. ich kriege es nicht hin - ohne konkreten Grund - z.B. meine Tochter anzurufen und einfach nur "hallo" zu sagen und zu fragen, wie es ihr und ihrem Mann und meinen Enkelinnen geht. Wenn ich mal die Idee dazu habe, schaue ich auf die Uhr und denke, daß es noch zu früh ist oder zu spät oder daß gerade Mittagsruhe ist oder oder oder.... Um herauszukriegen, was die Ursache von dieser Hemmung ist, muß ich wohl noch mal in die Therapie. Es tut mir leid für meine Mitmenschen, aber mit meinen bewußten geistigen Kräften kriege ich dieses Problem nicht bewältigt. Daß ich auch in anderen Bezügen "beziehungsgestört" bin, ist mir seit langem klar. Der einzige langjährige "Freund", den ich hatte, war nicht wirklich mein Freund - er hat mich nur ausgenutzt. In dereinzigen Situation, wo ich IHN mal gebraucht hätte, hat er sich als total herzlos erwiesen. Seitdem ist der Kontakt unterbrochen. Ich habe mir selbst u.a. auch die Diagnose "Workaholic" gegeben und mein Therapeut deutete auch "narzißtische Persönlichkeitsstörung" an. Letzteres meint die gestörte Fähigkeit, sich selbst zu lieben. Wer aber sich selbst nicht - wirklich - lieben kann, kann auch andere nicht - wirklich - lieben. Ich bin unsicher in der Einschätzung, ob das wirklich so weit zu heilen ist, daß man ein Denken und Fühlen und Verhalten hinkriegt, bei dem die anfangs beschriebenen Mängel nicht mehr auftreten.