Frage von PancakeMuffin, 35

Schwierige Situation, Freund, Therapie, was tun?

Hallo!

Ich versuche mal meine Situation so einfach wie möglich zu beschreiben. :) Ich werde mich in Psychotherapie begeben, da ich wohl seit Jahren Probleme unterdrückt habe, die nun zum Vorschein kommen. Seit ich 14 bin (mittlerweile bin ich 21) springe ich von einer Beziehung in die nächste (längste bis jetzt 2 1/2 Jahre), habe somit weder Zeit richtig darüber hinweg zu kommen noch zu lernen mal etwas Zeit für mich zu nehmen. Ich denke, ich kann nicht wirklich allein sein. Ich brauche ständig Aufmerksamkeit von meinem Freund, am besten so viel wie möglich! Wenn ich das nicht habe, werde ich (ich nenne es mal so) depressiv und habe schlimme Gedanken, habe mich sogar schon selbst verletzt. In dieser Situation fühle ich mich absolut einsam und ungeliebt. Im Grunde weiß ich, dass dem nicht so ist, ich mache mir damit ja nur alles selber kaputt.

Dazu kommt noch, dass ich wenig Freunde habe, da ich oft sehr distanziert bin und nicht viele an mich ranlasse. Bin auch etwas schüchtern.

So, nun hatte mein letzter Freund die Schnauze voll davon und wir haben beschlossen uns erstmal auf ungewisse Zeit zu trennen, wir verstehen uns aber nach wie vor klasse, Gefühle sind auch noch da. Wir brauchen nun beide mal Zeit für uns selbst und wollen uns langsam wieder annähern.

Nun zu meiner Frage. :) Was könnte ich in diesem Fall unternehmen, abgesehen von der Psychotherapie, die ich ab morgen beginnen werde? Ich möchte mehr aus mir rausgehen, mehr unternehmen. Vielleicht einen kleinen Freundeskreis haben. Und natürlich auch, dass die Beziehung wieder funktioniert. Bin auch schon bereits bei einigen Kursen angemeldet und versuche da mein Glück.

Freue mich über Vorschläge oder auch nur Zuspruch. :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von koten, 14

Beide Antworten haben einen Pfeil hoch bekommen. Sie sagen eigentlich alles, was man dazu sagen kann.

Therapie ist wichtig, welche Form, das können Fachleute besser beurteilen. 15 Jahre Erfahrung machen aus mir keinen Fachmann. Verhaltenstherapie klingt für mich passend. Es geht Dir ja wohl darum Verhalten zu ändern. Gruppe oder Einzel? Keine Ahnung.

Aufarbeiten der Vergangenheit? Sicherlich interessant. Würde aber in meinem Fall nicht helfen und so wie Du das schilderst in Deinem auch nicht.

Kurse? Wenn damit VHS oder ähnliches gemeint ist: Super! Aber mache die Kurse, weil die Themen Dich interessieren. Nicht nur, um einem Kurs zu machen. Wenn damit Psycho-Kurse gemeint sind, denen gegenüber bin ich seeehr skeptisch eingestellt.

Und natürlich: Mache nicht zu viel! Lieben nur eine Sache, bei der Du dann konsequent am Ball bleibst, als 10 Dinge, die Du dann alle wieder hinschmeißt.

Wie die anderen schon schrieben; Du bist offensichtlich auf dem richtigen Ẃeg.

Ich hoffe, das war brauchbarer Zuspruch.

Antwort
von hourriyah29, 16

Hallo Pancakemuffin,

das klingt doch alles sehr gut durchdacht und geplant!

Psychotherapie ist das wichtigste. Bei dem von Dir beschriebenen Problem wäre sogar eine Gruppentherapie besonders empfehlenswert. Vielleicht hat der von Dir gewählte Therapeut auch eine Gruppe in die Du einsteigen kannst.

Kurse machen ist auch eine super Idee. So bekommst Du Kontakte und Feedback über Dich selbst. Was für Kurse willst Du machen? Sport, Kampfsport und kreative Kurse sind sehr nützlich.

LG und alles Gute!

Hourriyah

Antwort
von Leopatra, 13

Damit hast du doch schon eine Menge angeschubst. Nimm dir besser nicht noch mehr vor, sonst wird es dir vielleicht zu viel! Aber dein Elan, an dir zu arbeiten, ist richtig toll!!

Viel Erfolg!

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