Frage von GerhardKapper, 50

Schweren lateinischen Satz übersetzen?

Hey Leute! Ich würde gerne wissen wir man diesen Lateinischen Satz übersetzt. Er ist wirklich schwer meiner Meinung nach, und bei mir kommt immer etwas sinnloses raus.

"Neque fas esse existimant, ea litteris mandare, cum in reliquis fere rebus publicis privatisque rationibus, graecis utantur litteris."

Ich hab da sowas wie:

" Und sie glauben nicht, dass das Recht diese Buchstaben beauftragt, da die übrigen Sachen ungefähr öffentliche und private Angelegenheiten der Griechischen Buchstaben brauchen."

Da ist zu beginn ein ACI- mehr ist nicht zu finden...

Würde mich über Antworten freuen, Lg!

Antwort
von rhenusanser, 11

1) du hast zwar den ACI erkannt, aber

den falschen Infinitiv (nämlich mandare) dem richtigen Akkusativ (fas) zugeordnet. Der korrekte Infinitiv ist nur "esse":

also: von existimant ---> ist der ACI: "fas esse" abhängig,

von dem wiederum die Infinitivkonstruktion: "ea litteris mandare" abhängig ist.

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Und (-que) sie glauben (existimant) nicht (ne-), dass es erlaubt / recht (fas) ist (esse), diese (ea) (ergänze) Dinge den Schriften (litteris) anzuvertrauen (mandare) / aufzuschreiben, ... 

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2) cum wird nicht mit "da" oder "weil" übersetzt, sondern mit "obwohl" bzw. "während", "obgleich", um einen Gegensatz auszudrücken

3a) im Rest hast du mehrere Kasus-Fehler: du übersetzt: reliqu-is re-bus als "die übrigen Sachen ... brauchen", als ob reliquis rebus das Subjekt zum Prädikat utantur wäre und im Nominativ Plural stehen würde. Achte auf die Endungen. Hier steht der Ablativ Plural ---> abhängig von dem Wörtchen "in"

b) publicis privatisque rationibus stehen ebenfalls im Ablativ Plural, können aber nicht so übersetzt werden, wie du es getan hast (im Deutschen als Akkusativ-Objekt, das auf uti folgt), vielmehr sind es Erklärungen, was mit "den übrigen Dingen" gemeint ist.

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... obwohl (cum) sie bei (in) fast (fere) [ergänze] allen übrigen (reliquis) Dingen (rebus), den öffentlichen (publicis) und (-que) den privaten (privatis) Angelegenheiten (rationibus) ...

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3) weitere Schwierigkeit: es heißt nicht: der griechischen Buchstaben (Genitiv) --> graecis litteris = Ablativ Plural;

nun muss man dazu wissen, dass von dem Deponens "uti" = (ge)brauchen benutzen ein Ablativ abhängig ist (im Deutschen dagegen ein Akkusativ!!)

graecis litteris utantur = sie benutzen die griechische Schrift (litterae = als Pluralwort = Schrift, Brief)

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... die griechische (graecis) Schrift (litteris) benutzen (utantur).


Expertenantwort
von Willy1729, Community-Experte für Latein & Schule, 17

Hallo,

auch glauben sie nicht, daß es dem göttlichen Recht entspricht, dies aufzuschreiben (litteris mandare), während sie für gewöhnlich (fere) in bezug auf die übrigen öffentlichen und privaten Angelegenheiten die griechische Schrift benutzen.

Den Anfang kannst Du auch so übersetzen:

Auch halten sie es für Frevel, dies aufzuschreiben. Das ne aus neque macht aus fas nefas.

Existimare kann auch halten für bedeuten.

Herzliche Grüße,

Willy

Stammte Deine Übersetzung von Google?

Kommentar von GerhardKapper ,

Nein, die habe ich gemacht-ich denke schließlich nicht, dass Google einen Akkusativus cum Infinitivus erkennt. Lg

Kommentar von Willy1729 ,

Klang ein bißchen wie Google.

Antwort
von Maxieu, 21

Vielleicht (mein Latein dämmert schon lange vor sich hin):

Sie glauben, dass es nicht statthaft (= Unrecht) sei, diese Dinge schriftlich niederzulegen, auch wenn sie in fast allen übrigen öffentlichen Dingen
und in privaten Angelegenheiten die griechische Schrift verwendeten.

Antwort
von TeamDenkart, 5

Hallo, 

wenn du Sätze zum Übungen suchst, kannst du hier welche finden: 

http://www.denkarthofheim.de/blog/materialien

Es sind Übungen zum Gerundium, zu den Deponentien und zum Konjunktiv im HS angeführt. 

Viel Erfolg. 

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