Frage von simplydumb, 46

Schwere Probleme beim aufstehen,warum?

Ich bin 18 und habe wie oben genannt extreme Schwierigkeiten morgens aus dem Bett zu kommen - genauer gesagt zu jeder Tageszeit. Ich war jahrelang (seit ich 13 war) in psychologischer Behandlung, wo mir die Diagnosen Borderline, Depressionen und Angstzustände gestellt wurden. Das ist vielleicht hilfreich um mein folgendes Problem genauer zu verstehen. Die psychologische Betreuung habe ich vor einigen Monaten abgebrochen, weil ich seit knapp 6 Jahren keine Besserung sondern eher Verschlimmerungen erfahre. Jetzt zum Eigentlichen: Unter der Woche muss ich um 6 Uhr aufstehen um in die Schule zu kommen, ich höre meinen Wecker nie, der auf den lautesten und schrillsten Ton eingestellt ist und sich unmittelbar in meiner Nähe befindet (Ein Stockwerk unter mir werden meine Eltern von dem Wecker genervt weil dieser eben so laut ist). Letztes Jahr musste ich noch früher aufstehen weil sich das damalige Gymnasium weiter weg befunden hat und gegen Ende des Schuljahres war ich psychisch und körperlich so am Ende, dass es da angefangen hat, dass ich täglich verschlafen habe und mich krank gemeldet habe weil ich nicht mehr klar kam. Ein Lehrer dort hatte grundlos ein Problem mit mir vermutlich wegen meiner Herkunft, dass er mich täglich vor der Klasse bloßgestellt hat. Ohne Weckhilfe meiner Eltern wache ich morgens nicht auf, egal wie früh oder spät ich ins Bett gehe.. Selbst dann, wenn ich endlich wach bin schlaf ich wieder ein weil ich keine Motivation habe, sodass meine Eltern um die 8 weitere Weckversuche starten bis ich irgendwann aufstehe. Es gibt auch nichts mit dem ich mich motivieren kann, habe schon einiges versucht. Das geht mir aber auch an Wochenenden so, wenn ich um 22 Uhr ins Bett gehe und um 14 Uhr wach werde, ich schlaf wieder ein und kann nicht aufstehen. Manchmal, wenn ich unter der Woche sehr spät erst ins Bett komme und weiß dass ich nur noch 4 Stunden zum Schlafen habe, kann ich aus innerem Druck nicht mal mehr einschlafen weil meine Angst mir sagt, dass ich sowieso verschlafe. Außerdem habe ich oft Albträume, die sich so real anfühlen (ich nehme im Schlaf sogar Berührungen wahr), ich aber selbst davon nicht wach werde. Kann mir jemand sagen woran das liegt und welche Vorgehensweisen ich ausprobieren kann, um selbstständig von meinem Wecker wach zu werden? Ich habe panische Angst davor, dass ich mein ganzes Leben auf jemanden angewiesen sein werde, der mich morgens weckt.

Danke im Voraus Und Entschuldigung für den langen Text, wollte so viele Details wie möglich aufzählen Lg

Antwort
von jannislo, 26

Erstmal zum wichtigen. Hier wirst du keine lösung finden, da schlafstörungen sehr viele Gründe haben können. Alles was ich tun kann ist dir einen Rat geben. Ich habe mich bei meinen Schlafproblemen (Schlafparalyse) auch mit Schlafproblemen rumgeschlagen da ich schlicht und einfach angst hatte einzuschlafen. Zudem arbeite ich im 3-Schicht System. Ich habe mitlerweile einen Wecker der mich in meiner Leichtschlaf phase aufweckt. Das hilft mir sehr schnell wach zu werden. Zudem muss ich eine Matheaufgabe lösen um ihn abzustellen. Das macht zusätzlich wach. Zudem solltest du einmal Stadium III und IV erreichen : die Tiefschlafphasen und den Traum- oder REM-Schlaf. Erst dann kann sich dein körper erholt fühlen.
Ein weiterer Grund für deine andauernde Müdigkeit können gesundheitiche Probleme sein. z.B eine Anämie oder ein Vorhofseptumdefekt (Loch in der Herzscheidewand, der nach der Geburt verschwinden sollte, jedoch bei 1/4 der Menschheit nicht verschwindet) Aber da solltest du einen Arzt aufsuchen.

Jetzt aber zu dem meiner Meinung nach wirklichen Auslöser:

Ich glaube Persönlich, dass deine Schlafstörung psychischer Herkunft ist. Wenn du 6 Jahre beim Psychologen warst und eine Verschlimmerung verspürst dann läuft etwas falsch. Versuche dich mit einem Anderen Psychater oder Psychologen zusammen zusätzen oder versuche mal Hypnose.
Wie du sicher weißt werden die Leute hier dir kaum bei deinen psychischen Problemen helfen können. Ich kann dir alleine meine Erfahrung und meinen Umgang damit schildern.

Ich wünsche dir viel Glück!

Kommentar von simplydumb ,

Danke, deine Erfahrung hilft mir zwar nicht unbedingt weiter aber deine Beschreibung der gesundheitlichen Gründe ist ziemlich hilfreich. 

Das mit dem Wecker ist schwierig, an sich hört sich das mit der Mathe Aufgabe gut an nur ich höre den Wecker ja nicht mal, deswegen trifft so eine Art Wecker für mich vorerst nicht zu.

Schön zu hören, dass manche Menschen ihr Schlafproblem im Griff haben, das freut mich für dich - viel Glück auch weiterhin!

Antwort
von LittleMistery, 11

Welche Diagnosen wurden in welchem Alter gestellt?

Hast du überlegt nochmal zu wechseln oder stationär zu gehen?

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