schwere, komplizierte Bücher

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da empfehle ich dir Kant.

Oder Ulysses von James Joyce, aber das scheint mir ja noch gerade so lesbar.

Sehr verwirrend (und teilweise auch sinnlos): Illuminatus! 1-3 von Robert Shea und Robert Anton Wilson.

Hallo - mir fallt dazu Thomas Bernhard ein.

"Das Kalkwerk" habe ich vor Jahrzenten mal angefangen ... ich glaube, mehr als 20 oder 30 Seiten habe ich nicht ertragen.

James Joyce wüde ich auch empfehlen.

Ach, und da ist eines der letzten Werke des ansonsten großartigen Schriftsteller (er lebt noch): Gabriel Garcia Marquez: "Der Herbst des Patriarchen" - ich finde es unlesbar.

Falls du Englisch kannst: Der frühe Roman von Leonard Cohen "Beautiful Losers" steht bei mir auch nur zum Teil gelesen im Schrank. Ich bin ein Fan des Musikers und Lyrikers vom ersten Tag an - aber sein Buch ist grauenvoll ;(

Ich fand "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace ja großartig, aber es verlangt einem durchaus Konzentration ab. Das englische Original sowie auch das noch nicht übersetzte "The pale king" stehen jedenfalls bis auf weiteres nur angelesen im Regal.

Thomas Pynchon kann es einem manchmal auch schwer machen, sich auf ihn einzulassen (auch wenn es sich fast immer lohnt).

Altbekannte "Klassiker" wie Joyce, Kant und Weiss wurden ja schon genannt.

John Milton könnte man vielleicht noch nennen (Paradise lost) und Dantes "Göttliche Komödie".

Mann

  • Der Zauberberg
  • Die Buddenbrooks
  • Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

--> Mann besticht durch einzigartiges Sprachspiel und seine Nebensätze sind bekanntermaßen sehr große Aufhänger.

Goethe

  • Die Wahlverwandtschaften
  • Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit 1-4
  • Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil
  • Wilhelm Meister
  • Die Leiden des jungen Werther
  • Annalen
  • Die Kanonade von Valmy

Schiller

  • Die Bühne als moralische Anstalt betrachtet
  • Über die ästhetische Erziehung des Menschen
  • Die Wallenstein-Trilogie

Kleist

  • Penthesilea
  • Michael Koolhaas

Hesse

  • Das Glasperlenspiel
  • Der Steppenwolf
  • Siddhartha

Nietzsche

  • Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik
  • Also sprach Zarathustra

Schopenhauer

  • Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde
  • Die Kunst, Recht zu behalten

Wer das alles durchackert, der ist verdient belesen!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Mir fällt dazu "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse ein. Da bin ich als begeisterter Hessefan in meiner Schulzeit "steckengeblieben". Genauso bei "Der Idiot" von Dostojewski.

Was ich in letzter Zeit mit großem Genuß gelesen habe sind Bücher von George Eliot (ist das Pseudonym einer weiblichen Autorin) die von 1819-1880 lebte. Sie schreibt verschachtelte, lange - sehr lange Sätze, die Konzentration erfordern und Sinn machen, dadurch das Lesen lesenswert machen - das ist das Schöne. Sie verpackte sehr wertvolle psychologische, moralische, gesellschaftskritissche Betrachtungen in Ihre Romane - allerdings aus einer anderen Zeit.