Schwerbehindertenausweis Fragen über Fragen?

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3 Antworten

Hallo st270614,

Sie schreiben unter anderem:

Schwerbehindertenausweis Fragen über Fragen?

Antwort:

Sie sollten eine Kopie des Schwerbehindertenausweises Ihrem Arbeitgeber vorlegen, denn nur dann haben Sie Anspruch auf die entsprechenden Nachteilsausgleiche wie Zusatzurlaub und Kündigungsschutz!

Da Sie den Ausweis erst jetz erhalten haben, können und dürfen Ihnen dadurch keine Nachteile entstehen!

Der Arbeitgeber hat keinen Anspruch darauf zu erfahren, welche einzelnen Erkrankungen (Diagnosen) zu Ihrem GDB50 geführt haben!

Die Schwerbehinderung wird übrigens auf gar keinen Fall in Prozent, sondern ausschließlich in Grad der Behinderung ausgewiesen! (GDB50)

Sollten Sie irgendwann einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der DRV einreichen wollen, so hat die Schwerbehinderung auf die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente in der Regel keinen Einfluß!

http://www.behindertenbeauftragte.de/DE/Themen/Soziales/Renten/Erwerbsminderungsrente/Erwerbsminderungsrente.html

Bei meiner Tätigkeit gibt es keine Einschränkungen.

Antwort:

Dann müßen Sie sich da auch keine Sorgen machen und die Abgabe Ihres Schwerbehindertenausweis ist im Grunde genommen eine reine Formalität, wenn Sie dies zeitnah tun! Gleichzeitig sichert Ihnen der Ausweis die Nachteilsausgleiche!

http://www.betanet.de/download/tab3-gdb-nachteilsausgl4.pdf

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Kommentar von aalauge
23.10.2016, 01:18

Interessant.

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Kommentar von oppenriederhaus
23.10.2016, 01:29

Der Arbeitnehmer hat keine Offenbarungspflicht im bestehenden Arbeitsverhältnis

Zunächst ist festzuhalten, dass ein Arbeitnehmer im laufenden Arbeitsverhältnisgrundsätzlich nicht verpflichtet ist, eine Schwerbehinderung zu offenbaren.

 Die Frage des Arbeitgebers nach einer Schwerbehinderung oder Gleichstellung bzw. einem diesbezüglich

gestellten Antrag ist im bestehenden Arbeitsverhältnis jedoch nach sechs Monaten, das heißt nach Erwerb des Behindertenschutzes gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 1 SGB IX, zulässig.

Das Bundesarbeitsgericht hat in einer Entscheidung vom 16.02.2012 erklärt, dass dieses

Fragerecht insbesondere zur Vorbereitung von beabsichtigten Kündigungen besteht. Es hat ferner festgestellt, dass der Arbeitnehmer die Frage nach der Schwerbehinderung aufgrund seiner Rücksichtnahmepflicht aus § 241 Abs.2 BGB wahrheitsgemäß zu beantworten hat.

 

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=0ahUKEwiByZy7w-_PAhUDVRQKHQKbBt0QFggwMAI&url=http%3A%2F%2Fdbv-gewerkschaft.info%2Fwp-content%2Fuploads%2F2015%2F06%2FAuskunftspflicht_Schwerbehinderung.pdf&usg=AFQjCNHabxiyNaZPebpyzdimsP0behS11w

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ja, Du musst es Deinem Arbeitgeber sagen.

Nein, wenn der Ausweis noch nicht vorlag aber schon beantragt war und Du es Deinem AG. nicht gesagt hast entstehen Dir keine Nachteile.

Probezeit ist natürlich immer so eine Sache auch wenn bei der Arbeit keine Einschränkungen vorliegen.

Viele AG. haben panische Angst einen nicht mehr loszuwerden. Kommt ganz auf den AG. an.

Um ehrlich zu sein. Ich verfluche den Tag wo ich meinen beantragt habe.

Seit dem habe ich, trotz Arbeitsfähigkeit und super Qualifikationen und Zeugnissen nicht eine Zusage mehr bekommen.

Ich hab die Schnauze jetzt voll und versuche die volle EU-Rente zu beommen, mit 48!

FG.

Raider

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