Frage von xMellix3, 127

Schwarzgefahren, Freundin bekommt Anzeige?

Hallo Leute, heute wurde ich beim Schwarzfahren erwischt. Ich hatte leider meine Jahreskarte Zuhause vergessen. Neben mir saß eine Freundin die dann gemeint hat das sie mir ihre Karte gibt nachdem sie kontrolliert wurde. So dumm wie ich bin, habe ich Ja gesagt und wir wurden erwischt. Ich hab 60€ aufgedrückt bekommen, aber die Kontrolleurin meinte dass meine Freunde eine Anzeige wegen Betrug bekommt. Nun weiß ich nicht ob ich auch eine Anzeige bekomme, weil theoretisch wollte ich sie ja verarschen und nicht sie? Hoffe mir kann jemand antworten. LG

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 57

Du hast dich gem. § 263 StGB wegen versuchten Betrugs strafbar gemacht. Zur Verfolgung der Straftat ist allerdings ein Strafantrag der Verkehrsbetriebe erforderlich.

Deine Freundin hat sich der Beihilfe zum versuchten Betrug strafbar gemacht. Auch hier ist ein Strafantrag zur Verfolgung erforderlich.

Das Verkehrsunternehmen kann also gegen euch beide einen Strafantrag stellen. In derartigen Fällen ist dies auch nicht unwahrscheinlich. Betrug ist nämlich noch einmal ein anderes Kaliber als "bloß" Schwarzfahren.

Antwort
von xBarkeeper, 83

Erstens wenn du eine Jahreskarte zuhause hast kannst du diese Nachzeigen bei der DB und dann musst du nur 7 Euro Zahlen und mit der Anzeige würde ich mal abwarten ob da wirklich was kommt und wenn ja dann ... wie alt seid ihr ?

Antwort
von augsburgchris, 72

Ihr habt beide einen Betrug begangen. Wenn man die Karte vergessen hat dann gibt man seine Personalien ab und kann normalerweise bei jeder Verkehrsgesellschaft die Karte innerhalb weniger Tage vorlegen (sofern es keine übertragbare Karte ist) und zahlt dann maximal 5 Euro Verwaltungsgebühr.

Kommentar von uni1234 ,

Die Freundin hat wohl eher Beihilfe zu einem Betrug geleistet. Sie war nicht selbst Täterin einer Straftat.

Kommentar von augsburgchris ,

Die Beihilfe wird aber genauso bestraft wie die Tat. 

Kommentar von uni1234 ,

Das gilt für den Anstifter. Beim Gehilfen ist die Strafe zwingend gem. § 27 Abs. 2 StGB zu mildern (siehe § 49 StGB).

Antwort
von Busverpasser, 62

Also die Anzeige wird sie sicherlich bekommen. Aber wenn der Sachverhalt stimmt, dass du eine gültige Jahreskarte hattest wird die Anzeige evtl. fallen gelassen oder es kommt nicht zu großen Strafen. Schließlich ist hier kein Betrug "aus niederen Gründen" zu erkennen sondern eher eine Art Selbstschutzkuzschlußreaktion.

Kommentar von uni1234 ,

Was soll denn bitte ein Betrug aus "niederen Gründen" sein?! Betrug ist Betrug. Punkt.

Kommentar von Busverpasser ,

Ich bin kein Jurist aber bei Mord wird z.B. zwischen Mord aus niederen Beweggründen wie habgier und Mord aus Affekt unterschieden.

Könnte mir vorstellen, dass es sowas auch bei Betrug gibt. Und jeder Richter schaut sich immer die Rahmenbedingungen an, wie es zu einer Tat kam. Sollte er jedenfalls um ein gerechtes Strafmaß zu finden...

Kommentar von augsburgchris ,

Also ich hab ja schon viel Quatsch hier gelesen aber Mordmerkmale auf einen Betrug anwenden? Ernsthaft?

Kommentar von Busverpasser ,

Ich bin kein Jurist und mir geht es hier nicht darum Krümel zu kacken. Aber Fakt ist, dass bei der Urteilfindung imer die Rahmenbedingungen mit berücksichtigt werden. Deshalb die ANALOGIE zur Vorgehenweise bei Morden... ;-) Ernsthaft!

Kommentar von furbo ,

Mord aus Affekt

Gibt es nicht!

Kommentar von Busverpasser ,

Ach ja? Klar gibt es Mord aus Affekt. Aber ich glaube hier heißt das Totschlag... ;-)

Kommentar von AssassineConno2 ,

OMG Busverpasser...Niedere Beweggründe ist ein Tatbestandsmerkmal von Mord!!! Totschlag ist ein eigenständiger Paragraph! Deshalb gibt es auch diese Unterscheidung. Wie kommst du darauf sowas auf Betrug auszulegen? fakt ist: hier kommt ne Anzeige wenn der Betrieb Strafantrag stellt. Und wenns bei der DB AG war kommt definitiv ein Strafantrag...

Kommentar von Busverpasser ,

Sagt mal seid ihr alle nicht fähig zu lesen? Ich schreibe hier doch, dass ich juristischer Laie bin und die genauen Paragraphen auch nicht kenne.

Dann Frage mich was der Fakt soll? Angenommen es würde keine Anzeige vom Verkehrsbetrieb gestellt, wäre die Frage eh hinfällig.

Und mir ging es lediglig darum, zu erläutern dass Richter gerade bei Jugendlichen immer auf die Rahmenbedingungen der Straftat schauen (sollten).

Daher die ANALOGIE zur Vorgehenweise bei Morden. Hier werden schließlich auch sehr genau die Beweggründe angeschaut. Soll ich dir jetzt erklären, was eine ANALOGIE ist?! Aber wie wärs wenn du einfach sinnvolle Antworten gibst und nicht so viele Haare spaltest, dann wäre denke ich allen besser geholfen... ;-)

Antwort
von MKausK, 64

Du hast eine Jahreskarte da ist 60 Euro nicht berechtigt, und deiner Freundin und Dir ist der Betrug erstmal zu beweisen.... das ist eine Bagatelle kann mir nicht vorstellen, dass da was kommt

Kommentar von augsburgchris ,

Der Betrug ist doch hier ziemlich eindeutig. 

Kommentar von MKausK ,

ja und? Da muß ein Staatsanwalt schon sehr motiviert sein , wenn er da ein Fass aufmacht... ich würde diesem Vorgang keine Aufmerksamkeit zollen und wegen Geringfügigkeit einstellen.

Kommentar von uni1234 ,

Gut, dass Du kein Staatsanwalt bist.

Kommentar von augsburgchris ,

Wenn hier schon ohne Grund ein Betrug begangen wird. 

Wo ist denn dann bei dir die Grenze überschritten? Gesetzesübertretungen sind also legal wenn der Schaden gering ist?

Kommentar von MKausK ,

wenn jemand geschädigt worden ist, kann ich hier nicht erkennen.... ausser dass der Kontrolleur dem Mädel zufiel in Rechnung gestellt hat, dass ist ein Betrug dem ich nachgehen würde!

Kommentar von augsburgchris ,

Die Verkehrsgesellschaft muss aber zunächst auf Grund des Verhaltens von einer Schädigung ausgehen. Auch wenn diese faktisch nicht stattgefunden hat.

Kommentar von MKausK ,

Jeder Kontrolleur weiß das Schüler Jahreskarte haben, sein Bußgeldbescheid ist daher betrügerisch

Kommentar von ES1956 ,

Jeder Kontrolleur weiß das Schüler Jahreskarte haben, sein Bußgeldbescheid ist daher betrügerisch

Guter Witz. 

Hoffentlich trollst du nur und glaubst das nicht wirklich.

Kommentar von Busverpasser ,

In Berlin sind ca. 100000 Fälle offen. Da würde ich als Staatsanwalt so ein Kindergartenkram auch sofort im Schretter verschwinden lassen (vorausgesetzt die Jahreskarte war tatsächlich vorhanden und es handelte sich um eine Panikreaktion, wie ich aus der Beschreibung entnehme, und dass es sich um eine Ersttat handelte).

Kommentar von ES1956 ,

Da muß ein Staatsanwalt schon sehr motiviert sein

Quatsch. Zwei sichere Verurteilungen, warum sollte er sich die in seiner Statistik entgehen lassen?

Kommentar von MKausK ,

weil er Besseres zu tun hat

Kommentar von LuxMayer ,

Nicht jeder Schüler hat eine Jahreskarte. Aber das hat bei dir ja keinen Sinn.

Antwort
von Violetta1, 57

Oh Mann. Meist muss man doch nur seine Karte nachreichen,d ann bleibts bei ner Bearbeitungsgebühr. Und dann bastelt Ihr so einen Stunt.

Wenn sie Glück hat, bleibts bei einer Verwarnung.

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