Frage von jason99876, 183

Schwarzfahren und falsche Personalien angegeben, mögliche Optionen?

Hallo,

ich wurde letztens beim schwarzfahren erwischt. Dennoch entschied ich mich kurz sinnig dafür falsche Daten anzugeben da ich in dem Moment keine Lust hatte die 60 Euro zu bezahlen und wollt mir ein gewissen Spielraum verschaffen...., dennoch habe ich einige Daten bewusst nur wenig abgeändert, wie Tag des Geburtsdatums und die Straßennummer. Name, Vorname, Geburtsort habe ich falsch angegeben. Am ende wollte der Kontrolleur plötzlich meine Handynummer haben und da ich meins in der Hand hatte und mir in dem Moment spontan nichts eingefallen ist war klar das ich meine richtige angeben musste da er wahrscheinlich anrufen wird um zu sehen obs die richtige ist und so war es dann auch. D.h. der Stand der Dinge ist: Daten sind größtenteils falsch und könnten eigentlich nicht auf mich zurück zu führen sein, dennoch hat er meine richtige Handynummer.

Die Frage ist nun in welch einer Form wäre es der Deutsch Bahn möglich mich jetzt mit diesen Daten zurück zu verfolgen. Meiner Meinung nach wird es schwer werden mich mit den angegeben Daten zustellen, doch da ist eben noch die Handynummer die trotz dessen auch jemand hätte falsch angeben können dann selbst wenn man sich eine ausdenkt bzw. eine bekannte nennt wird es wohl jemanden gehören auch wenn er nichts damit zu tun haben sollte. Nun frage ich mich auf Grund dessen wie weit verfolgt die DB solche Fälle? Werden Sie den Anbieten anfragen ob Sie die Kontaktdaten meiner Nummer bekommen und werden diese auch die Daten weitergeben bzw. wie könnte das sonst weiterlaufen.

Normalerweise hat man nun 10 Tage zeit danach wird dann an der angegeben Adresse eine Mahnung zu gesendet oder es wird direkt das Inkassobüro aktiviert und von den eine Mahnung versendet und dann steigen die Kosten immer weiter aber da die Adresse falsch angegeben worden ist werden die Briefe keinen erreich usw.. Aber wie gesagt ist die Handynummer das was mir sorgen bereitet das die damit zu einem Entschluss kommen könnten das auf mich zurück zuführen ist.

Ich hoffe ihr könnt mich verstehen und habt einige hilfreiche Antworten dazu, vielleicht auch einige die in einer ähnlichen Situation gesteckt haben und was ihr gemacht habt in dieser..., Danke.

PS: Ich weiß es gibt sehr viele Rechtschaffene Menschen da draußen die mir Raten werden die Strafe einfach zu bezahlen und in Zukunft ein Ticket zu kaufen aber ich bin alt genug um das zu verstehen aber manchmal kommt man eben in solche Situationen und deshalb bin ich auch bereit diese 60 Euro notfalls auch zu bezahlen aber möchte gerne eure Meinung bzw. Erfahrungen dazu hören ob es einfach zu ignorieren ist und man sich kein Kopf mehr darum machen muss oder ob man da in der Richtung belangt werden könnte etc. Danke im Voraus!

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Antwort
von ramay1418, 84

Ich verstehe das ganz Drama nicht. Natürlich musst Du Deine Adresse dem Kontrolleur nicht angeben, aber wer lässt sich nicht den Ausweis zeigen? 

Selbst wenn Du den nicht vorzeigen musst, hätte der Kontolleur doch spätestens dann die Polizei zwecks Identitätsfeststellung rufen können/müssen/sollen. 

OK, wie die Bahn das jetzt intern regelt, bleibt ihr überlassen, aber dank der Angabe der richtigen Handynummer ist es ja nur eine Frage weniger Minuten, den richtigen Namen und die ladungsfähige Anschrift herauszubekommen. 

Aber falsche oder keine Angaben gegenüber Privatpersonen (und das ist ein Kontrolleur) zu machen, hat zwar keine Relevanz, ist aber natürlich auch ein Zeichen von Feigheit. Erst bescheißen und dann, wenn man erwischt wird, nicht dazu stehen wollen? Na ja. 

Antwort
von Artus01, 90

Die Sache mit dem Handy wird Dir zum Verhängnis werden.

Spätestens wenn der Brief mit der 60 € Forderung nicht zustellbar ist, wird die Bahn Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen (§ 265a StGB) machen. Auf diesem Wege wird sie dann auch an Deine richtige Adresse kommen.

Daß Du falsche Angaben gemacht hast, ist strafrechtich nicht relevant, sofern es sich um eine Phantasieadresse gehandelt hat und keine andere Person in Verdacht geraten ist.

Antwort
von kevin1905, 42

Die Frage ist nun in welch einer Form wäre es der Deutsch Bahn möglich mich jetzt mit diesen Daten zurück zu verfolgen.

Für die Bahn selber gibt es da keine großen Möglichkeiten, wenn du die Nummer nicht irgendwo öffentlich hinterlegt hast, da aus dem Zivilrecht grundsätzlich kein Herausgabeanspruch gegen die Provider für solche Informationen besteht.

Es ginge nur über den Umweg Strafverfahren wegen Erschleichens von Leistungen (§ 265a StGB) und eine Akteneinsicht.

Im Falle eines Strafverfahrens wären wohl die 60,- € das geringere Übel.

Antwort
von MarKing93, 26

Hallo,

Ich denke die Wahrscheinlichkeit, dass sie rausbekommen, wer du bist ist sehr gering. Theoretisch könnte die Polizei natürlich deine Nummer verfolgen, aber wer sollte so einen Aufwand betreiben wegen Schwarzfahren ;)

Also ich drück dir mal die Daumen, dass da nichts mehr kommt, diese Verbrecher haben mich oft genug schon hinterlistig ins Messer laufen lassen, ist nicht schlimm wenn da mal was durch die Lappen geht ;)

Antwort
von ginatwice, 73

Garnicht. Wenn ein Anruf kommt wovon ich nicht ausgehe dann wohnst du nichtmal da, fährst keine Bahn und wünscht einen Guten Tag während du auflegst.

Ohne Personalausweis ID können die dir eh nichts beweisen.

Kommentar von fernandoHuart ,

Och. Die Laden auch mal ab und zu die Kontrolleure ein als Zeuge zu Personen Identifizierung. Wenn er Pech hat unter die Verdächtigte zu fallen hat er wirklich Pech gehabt.

Antwort
von fernandoHuart, 90

Da Bahnkontrolleure ihre Erfahrung haben mit falschen Angaben ohne Papiere zu sehen, hat der Gute ein handfeste Angabe, dein Handynummer.

Grundsätzlich erstattet der Bahn Anzeige. Ob nun die Staatsanwaltschaft entscheidet dies zu vefolgen ist ungewiss.

Die Bahn wird wahrscheinlich nicht deine Daten von Anbieter erhalten aber die Polizei, falls sie ermittelt, schon.

Du hast Dich das Leben schwer gemacht. Kann sein dass daraus Nichts wird aber ich wurde nicht darauf pochen. Hinzu kommt dass wenn zusätzliche Kosten anfallen, sie dir auferlegt werden.

Sorry. Es hilft nur abwarten oder Selbstanzeige mit Entschuldigung.


Antwort
von MrMiles, 76

Pauschal würde ich sagen - du bist sicher nicht der erste der auf die grandiose Idee gekommen ist das so zu machen. Demnach haben sie sicher Mittel und Vorgehensweisen um zu ihrem Ziel zu kommen - sind ja keine Anfänger.

Im besten Fall zahlst du dann nur die 60 Euro - denke aber es wird wesendlich mehr sein, dazu eine weitere Anzeige wegen Fälschung der Daten welche eine weitere Strafe nach sich zieht.

Kommentar von jason99876 ,

Ja eben, das sind keine Anfänger und die lernen auch immer dazu.

Und man kann nie wissen wie es hinter den Kulissen läuft ob die wirklich das hart verfolgen oder ob die einfach einen damit Druck machen wollen und meistens auch alle bezahlen.

Dennoch werde ich es mir nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Aber wenn ich es innerhalb der 10 Tage bezahlen sollte, also die 60 Euro denke ich nicht das die da noch etwas machen werden auch auf Grund der falschen Personalien da diese das Geld bekommen haben und somit einen Fall abschließen können alles andere wäre ja totaler Schwachsinn.

Antwort
von sharkmoney, 26

Hallo,

wenn die Rechnung nicht zugestellt werden kann, geht das bei uns an das Meldeamt. Mit den angegeben Daten versuchen wir dann aus dem Melderegister die richtigen Daten herauszufinden. Meistens gelingt dies durch verschiedene Suchanfragen. Also mit Teilen der Angabe, Faktoren hinzufügen bzw. weglassen. Bis meistens eine Person erscheint bei der die Daten zutreffen. 

Gruß

Antwort
von geheim007b, 56

Es läuft einfach so... sobald sie durch den postrückläufer und eine Einwohnermeldeanfrage rausbekommen das deine Angaben falsch sind wird Strafanzeige gestellt, hier wird natürlich die Handynummer geprüft und die Adresse ermittelt... du wirst als Beschuldigter geladen, es wird ein Foto gemacht, das dem Fahrkartenkontrolleur gezeigt und bingo... du bist am Arsch. Die falsche Adresse ist kein Straftatbestand, wohl aber das erschleichen von Beförderungsdienstleistungen und die Umstände lassen auf kein leichtes Urteil deuten... ach ja, die kosten der Ermittlung darfst du natürlich auch tragen. Herzlichen Glückwunsch...

Reuhe wäre evt. angebracht, selbst melden und hoffen das es dann doch bei den 60€ bleibt.

Kommentar von kevin1905 ,

Wenn er auch falsche Angaben zum Namen gemacht hat, wird das auch mit der EMA-Abfrage schwierig.

Kommentar von geheim007b ,

schwierig nicht, läuft nur ins leere. Gebühren fallen trotzdem an die er zu tragen hat.

Antwort
von MasterCardInt, 73

Du kannst es Ignorieren.

Der Mobilfunkanbieter darf deine Personenbezogenen Daten nicht Rausgeben, und die Deutsche Bahn AG darf Sie nicht Anfordern.

Du hast an keiner Stelle Unterschrieben das deine Daten weitergegeben werden dürfen oder? Nein also...

Theoretisch war deine Entscheindung das du Falsche Daten angegeben hast Riskant, aber dennoch schlau da du sonst einen Schufa Eintrag riskierst hättest da die sehr eng mit der Firma arvato infoscore also der Infoscore Consumer Data GmbH zusammenarbeiten.

Also brauchst du dir kein Kopf drum machen sondern kannst die Sache vergessen.

Für die Zukunft rate ich dir aber... Ticket kaufen, auch wenn du es nicht hören möchtest.

LG

Kommentar von Wittenbacher ,

"Der Mobilfunkanbieter darf deine Personenbezogenen Daten nicht Rausgeben, ..."  Du glaubst also immer noch an die Geschichte vom "Datenschutz"? ;)  Find ich Gut!  LOL

Kommentar von Artus01 ,

Der Mobilfunkanbieter darf deine Personenbezogenen Daten nicht Rausgeben,

Stimmt, nicht an Hinz und Kunz, an die Strafverfolgungsbehörden allerdings schon.

und die Deutsche Bahn AG darf Sie nicht Anfordern.

Vollkommener Unsinn, natürlich darf die Bahn es versuchen, ob sie damit Erfolg hat steht auf einem anderen Blatt.

Kommentar von Yogofu ,

Wenn die Bahn Anzeige erstattet und die Polizei ermittelt wird die Nummer geprüft und der Anbieter darf der Polizei dann alle Relevanten Daten weitergeben ;-)

Antwort
von qugart, 37

Okay....das Ganze ist für dich also so eine Art Spiel.

Unterm Strich, so nehme ich an, wirst du dir schon locker 60 Euro durch Schwarzfahren "erspart" haben. Aus wirtschaftlicher Sicht, solltest du also zahlen.

Nachdem ich dich aber so einschätze, dass es dir nur darum geht, nicht zu zahlen, kann ich dir nur raten: mach nichts und ertrag es wie ein kleines Mädchen, was auf dich zukommt.

Antwort
von gri1su, 110

Es ist für die Bahn ein Leichtes:

Vermutlich wirst du nun nicht mehr mit den 60,-- davon kommen, denn sie wird wohl Anzeige erstatten. Und der Polizei ist es ein Leichtes, dich anhand der Handynummer zu ermitteln.

Dass du ganz bewußt falsche Daten angegeben hast, wird sich dann strafverschärfend auf das Urteil auswirken.

Fehler macht Jeder mal, keine Frage. aber dann sollte man auch zu seinen Fehlern stehen und die Verantwortung übernehmen.

Kommentar von kevin1905 ,

Dass du ganz bewußt falsche Daten angegeben hast, wird sich dann strafverschärfend auf das Urteil auswirken.

Nicht wirklich. Kein Beschuldigter muss aktiv an seiner eigenen Überführung mitwirken.

Kommentar von gri1su ,

schon richtig, aber das wird ein Richter anders sehen - und in seinem Urteil berücksichtigen. 

Kommentar von Artus01 ,

Das kann der Richter tun, solange er es nicht in seiner Urteilsbegründung entsprechend erwähnt.

Kommentar von gri1su ,

c) Betrug beim Schwarzfahren

Ein Betrug setzt voraus, dass der Schwarzfahrer einen
anderen über Tatsachen getäuscht hat, er dadurch einen Irrtum erregt oder unterhalten hat und aufgrund dieses Irrtums eine Vermögensverfügung veranlasst worden ist, wodurch ein Vermögensschaden entstand.

Ob das Schwarzfahren den Betrugstatbestand erfüllt, hängt
von den Umständen des Einzelfalls ab. Ein Betrug liegt aber regelmäßig vor, wenn der Betroffene einen gefälschten Ausweis vorzeigt oder im Rahmen der Feststellung eine falsche Adresse angibt.

Welche strafrechtlichen Folgen drohen beim Schwarzfahren?

Ein Erschleichen von Leistungen wird mit Freiheitsstrafe
(Gefängnis) bis zu einem Jahr gemäß § 38 StGB oder mit Geldstrafe gemäß § 40 StGB bestraft, die Urkundenfälschung und der Betrug jeweils mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe.

Die Strafe wird im Bundeszentralregister eingetragen und
taucht somit wenigstens im erweiterten Führungszeugnis auf.

Auszug aus: http://www.schwarzfahren-berlin.de/ 

Kommentar von Artus01 ,

Das ist nett aufgeführt. Allerdings ist der Tabestand des § 265a StGB bereits erfüllt wenn der Fahrgast den Bus betritt ohne im Besitz eines gültigen Tickets zu sein. Die Tat ist da bereits abgeschlossen, die Falschangabe der Adresse nicht mehr von Belang. Die Begründung einer höheren Strafe deswegen, lädt jeden Verteidiger förmlich dazu ein, eine Revision erfolgreich zu begründen.

Antwort
von Mignon4, 86

Offenbar kennst du dich mit dem Prozedere bestens aus. Bist du ein notorischer Schwarzfahrer? Bei Wiederholungstätern erhöhen sich die Strafen sukzessive.

Du solltest dich mal selbstkritisch hinterfragen, ob du die richtige Einstellung hast. Die durch Schwarzfahrer eingebüßten Gewinne werden nämlich auf alle Fahrkarten draufgeschlagen. Das bedeutet, dass die Allgemeinheit dich mitfinanziert. Findest du das richtig und fair?

Kommentar von jason99876 ,

Ich bin Schüler/Student und haben ansonsten eine Fahrkarte bzw. Monatskarte von notorisch kann da keine rede sein. Natürlich nutzt man mal die Gelegenheit eine Station weiter zu fahren, da man grad kein Geld parat hat oder ähnliches. Dennoch habe ich keine verbrecherische Einstellung oder was du damit sagen möchtest ich bin genau so wohlgesonnen der Bahn gegenüber wie alle anderen und das du noch nie Schwarzgefahren bist bezweifle ich...

Den so wie du das beschreibst... klingt das ein wenig hysterisch. ;)

Kommentar von Mignon4 ,

Soso..! :-)  "Hysterisch", weil man dir etwas scheibt, das du nicht lesen möchtest. :-))

Kommentar von qugart ,

Ähm...du hast da doch so gar kein Unrechtsverständnis, wenn du es als natürlich ansiehst, dass man sich Leistung erschleicht.

Kommentar von NurZurSache ,

Zuerst über die Allgemeinheit und der Bahn auf anderer Rücken leben, dann als Mehrverdiener. Am Ende noch bei deren Rücken, nach noch mehr Abzockmöglichkeiten nachfragen! Kopfschüttel!!! 👎👎👎👎👎 ALLES Mehr, was Mehrverdiener bekommen, müssen ALLE Geringerverdiener erarbeiten&über zig Subventionen bezahlen. Ohne das weniger der Geringerverdiener gibt&gäbe es kein Mehr für Mehrverdiener! Das Mehr der Mehrverdiener verhindert das Ende der Armut!

Kommentar von MarKing93 ,

Die durch Schwarzfahrer eingebüßten Gewinne werden nämlich auf alle Fahrkarten draufgeschlagen

Ich denke, die Bahn verdient deutlich mehr durch ertappte Schwarzfahrer, als dass sie Verlust dadurch macht.

Antwort
von PaulineDulax, 57

Immer wenn man ne Fahrkarte hat, kommen keine kontrolleure, hat man sie nicht kommen sie. Dafuq

Kommentar von qugart ,

Einfache Lösung: immer mit Fahrkarte unterwegs sein.

Antwort
von jimpo, 26

Du hast bewußt falsche Daten angegeben. Aber durch Deine Handynummer kommen Sie Dir auf die Schliche. Wenn die Rechnung kommt, wird Dir das Lachen vergehen.

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