Frage von Pascalundbella, 65

Schwarz Zug fahren (DB)?

Servus, ich hab da mal ne Frage. Ich hab einen Kollegen der immer alles besser wissen will, immer auf Klugscheißer macht. So..dieses mal will er mir erzählen das wenn man beim Zug fahren erwischt wird (ohne Ticket) immer wieder Rechnungen bekommt und die Rechnung irgendwann mal aufgehoben werden soll. Er selbst sagte zu mir das es bei ihm auch schon Mal so war das der Betrag immer höher und höher wurde bis 10.000€ und dann wurde sie fallen Gelassen. Ich bitte um eine Person die mir die Frage "Was passiert wenn ich beim schwarz fahren erwischt werde?" beantwortet, damit es mein Kollege auch mal kappiert.

Antwort
von ES1956, 13

Fahren ohne gültigen Fahrausweis kann jedem mal passieren. Da zahlt man im schlimmsten Fall den doppelten Fahrpreis, mindestens 60,- und gut ist.
Diese 60€ sind keine Strafe sondern das erhöhte Beförderungsentgeld.
Nun kann aber auch eine Straftat in Frage kommen, Erschleichung von Leistungen oder Betrug,
und dann ist eine Anzeige schon bei der ersten Tat gerechtfertigt.
Für eine Straftat muss aber Vorsatz vorliegen, da das in den meisten Fällen nicht beweisbar ist verzichten die
Verkehrsunternehmen beim ersten und vllt. noch zweitem Mal auf eine Anzeige. (Arbeitsaufwand).
Sollte aber bereits beim ersten Schwarzfahren Anzeichen für einen Vorsatz bestehen (Wiederholungstäter, Verstecken, getürkte Fahrkarte, Falschangaben ...)
so wird das VU schon bei der ersten Tat Anzeige erstatten.
Erst dann wird über eine Strafe verhandelt.

Antwort
von Tamtamy, 38

Entschuldigung, aber warum sollte die Bahn das tun??
Normalerweise wird die Sache an ein Inkasso-Büro abgegeben und dieses erwirkt schließlich einen Mahnbescheid und danach einen 30 Jahre lang gültigen Titel auf die Schuld. Für die Eintreibung kommt dann der Gerichtsvollzieher.

Antwort
von Sachse63, 23

Da will ich mich mal outen:

Schwarzfahren ist der zivilrechtliche Teil der Tat, der strafrechtliche Teil heißt Erschleichen von Leistungen und wird regelmäßig angezeigt. Der oder das Bahnunternehmen zeigt die Tat bei der Polizei an, die dann tätig werden muss. Wenn dann so eine Anzeige nach dem die Polizei alles aufgenommen hat bei der Staatsanwaltschaft landet, will der Staatsanwalt oder die Staatsanwältin wissen wie oft der Schwarzfahrer schon erwischt wurde. Dann gibt es meist beim ersten Verstoß keine oder eine milde Strafe. Es fehlt dabei an der schwere der Tat oder an dem mangelnden öffentlichen Interesse zur Verfolgung solcher Taten. Wenn aber, wie dein Prahlhans behauptet, mehrfach schwarz gefahren wurde, gibt es erst ein Angebot vom Staatsanwalt als Deal (eine Art Geldstrafe, meist in der Höhe der zu erwartenden gerichtlichen Strafe) und später eine gerichtlich verhängte Geldstrafe. Die gerichtlich verhängte Strafe kann vom Gerichtsvollzieher vollstreckt werden oder die Person wird in der Fahndung ausgeschrieben zur Festnahme / Zahlung Geldstrafe. Wenn er das Geld nicht beibringen kann oder beibringen will, geht er für eine dem Geldbetrag angemessene Zeit in den Knast.

Wenn also dein Prahlhans schon mehre Geldstrafen nicht bezahlt haben will, dann habt ihr entweder ein dusseliges Verkehrsunternehmen oder eine dusselige (darf man das sagen?) Staatsanwaltschaft oder vielleicht auch schlampig arbeitende Polizisten.

Antwort
von MrHuman, 29

das kommt auf die Umstände an...

Leider ist es so, dass sich arme Personen fast "Alles" erlauben dürfen/können...

Wenn sie nicht genug Geld haben um die Buße zu bezahlen und auch nicht gepfändet werden kann, dann sieht es schlecht aus da etwas zu bekommen und es wird nach einiger Zeit (ich glaube 2-3Jahre) fallen gelassen... Musst theoretisch nur zusehen, dass du jedes mal wenn der Pfänder kommt nichts wertvolles zu Hause hast ...

Antwort
von Kandahar, 27

Der redet Unsinn. Natürlich wird die Rechnung immer höher, wenn man die Strafe nicht bezahlt. Aber es wird nicht fallen gelassen.

Lange bevor der Betrag die 10 000 Euro erreicht, steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür.

Antwort
von AntwortMarkus, 24

Da wird nichts fallen gelassen. 

Im Zweifelsfall geht es vor Gericht.

Dann hasteht du die nächsten 30 Jahre einen Titel.

Bedeutet dass du in den 30 Jahren jeden Cent der über Pfändungsfreibetrag liegt abdrücken mußt bis zur Begleichung. 

Dein Arbeitgeber weiß dann auch Bescheid weil  eine Lohnpfändung tatt findet. 

Du bekommst den Lohn gar nicht erst sondern er Chef zieht es sofort ab.

Antwort
von Kuestenflieger, 16

187 x erwischt ?  da steht sicher des öfteren die BP an der Tür ?  Spinner .

Antwort
von Charlybrown2802, 15

klar und seit dem hat er einen freifahrtschein bei der bahn

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