Frage von artworx5, 30

Schwangerschaftsrecht in Österreich bei verbalen Entgleisungen des Dienstgebers - was können wir tun?

Hallo, meine Freundin ist in der 7. Woche schwanger und arbeitet als Landschaftsarchitektin in einem fixen Arbeitsverhältnis. Vor 2 Wochen wurde sie grundlos angeschrieen und daraufhin hat sie Blutungen bekommen (5. SSW.) Zu diesem Zeitpunkt wusste der Arbeitgeber noch nichts von der Schwangerschaft, da wir noch auf den Frauenarzt Termin warteten. Diagnose damals, war "drohende Fehlgeburt", was für uns sehr zerschmetternd war. Sie wurde dann vom Arzt für eine Woche krank geschrieben, was Ihr sehr gut tat. Jetzt stehen wir kurz vor der "Mutter-Kind-Pass Untersuchung" und sie arbeitet wieder. Leider ist Ihr Dienstgeber (eine Frau) sehr cholerisch veranlagt und schreit einfach grundlos herum, was meiner Freundin in dieser Situation sehr nahe geht und sehr belastet.

Fakten:

  • kleiner Betrieb mit 8 Angestellten
  • kein Betriebsrat
  • Schwangerschaft wurde dem Dienstgeber gemeldet
  • Schwangerschaft wurde nach Aufforderung meiner Freundin dem Arbeitsinspektorat gemeldet
  • Arbeitgeber hätte gerne eine Bescheinigung für "Risiko Schwangerschaft"
  • Frauenarzt meint es sei keine Risiko Schwangerschaft (was wir natürlich auch sehr gut finden)
  • Im Betrieb wurde für eine Couch zum ausruhen gesorgt
  • die verbalen Entgleisungen des Dienstgebers haben sich trotz Gespräch nicht geändert

Jetzt zu meiner Frage: was können wir tun um den Arbeitgeber diese verbalen Entgleisungen (die sich nur durch persönliche Stimmungsschwankungen des Arbeitgebers erklären lassen) abzugewöhnen? Meine Freundin ist in allem was sie macht sehr korrekt und will natürlich Ihren Arbeitsvertrag pflichtbewusst erfüllen (kein Krankenstand wenn nicht krank,...) Aber natürlich muss sie jetzt auch auf sich und auf Ihren "Bauch" hören.

Ich habe bei der AK eine Punkt gefunden, der auf diese Thematik ansatzweise eingeht: (Ab Beginn der 21. Schwangerschaftswoche besteht für Schwangere ein absolutes Beschäftigungsverbot für Arbeiten unter Zeit- und Leistungsdruck.) Warum erst ab der 21. SSW?

Gibt es sonst noch Möglichkeiten?

VIELEN DANK!!

Lg. J

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Antwort
von RobTop96, 30

Der Dienstgeber wird wahrscheinlich schon immer cholerisch sein und sein Verhalten nicht so einfach ändern. Wenns nicht geht muss sich Deine Freundin krank schreiben lassen. Das geht schon vor Beginn des Beschäftigungsverbots wenn dafür medizinische Gründe vorliegen.

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