Frage von ckgirl, 311

Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) mit 16 ohne Eltern?

16 Jahre Alt, Schwanger & möchte mein Kind abtreiben lassen. Wie läuft das ab. Ich bin versichert ( Techniker Krankenkase ) Wird das bezahlt oder muss ich das bezahlen. Werden meine Eltern das irgendwie herausbekommen? Gehe morgen erstmal zu einer beratungsstelle, aber ich kann einfach nicht mehr warten..

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nelly02, 48

Ohje, das ist sicher momentan eine schwierige und unsichere Situation für dich. Deine Zeilen klingen sehr aufgeregt, was ich verstehen kann.
Du vermutest, dass du schwanger geworden bist, und du möchtest natürlich jetzt noch kein Kind bekommen. Deine große Sorge ist es, dass deine Eltern nichts mitbekommen. Wissen sie denn, dass du einen Freund hast, kennen sie ihn?
Im Moment vermutest du dass du schwanger sein könntest weil deine Tage nicht pünktlich gekommen sind? Und seit Sonntag wartest du darauf und lebst mit dieser Angst.....Hast du denn schon letzte Woche drüber nachgedacht, und dich beobachtet?

Es wäre doch auch möglich, dass sich durch diese innere Anspannung die Regel verschoben hat. Der Zyklus der Frau ist ein kompliziertes Ding ;-) und gerade in den ersten Jahren ist es oft noch nicht ganz eingespielt. Kommt denn sonst deine Periode  immer total pünktlich?

Und heute willst du auch ganz mutig zum Frauenarzt gehen.....Natürlich kannst du wechseln, dir einen anderen Arzt suchen. Abmelden brauchst du dich nicht. Der neue Arzt fragt dich schon, was er wissen will. Hast du gleich einen Termin für heute bekommen?
Und weiß dein Freund schon von deiner Sorge?

Ich wünsch dir wirklich, dass du mit jemand drüber reden kannst. Und ich drück dir jetzt die Daumen, dass es gut für dich ausgeht und du Entwarnung bekommst. Wenn du magst, dann sag mal Bescheid! ;-)
Liebe Grüße Nelly

Kommentar von ckgirl ,

Super lieb, vielen dank für deinen Text. Lg

Kommentar von nelly02 ,

Gerne! ;-)

Wie gehts dir denn heute? Warst du bei einem anderen Frauenarzt gewesen? Oder wartest du noch auf einen Termin - oft gehts ja nicht so schnell?

Vielleicht hat sich inzwischen doch schon was getan bei dir, oder du warst mutig und hast dir einen Test geholt?

Bin gespannt

LG Nelly

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft & Sex, 45

In einer Schwangerschaftkonfliktsituation ist in jedem Alter keine Option leicht und jede Entscheidung schwer zu treffen. Vielleicht wäre erstmal moralische Unterstützung gut für dich und es besser, deine Eltern mit ins Boot zu holen. Meist ist die Reaktion gar nicht so "schrecklich" wie befürchtet.

Viele junge Frauen haben Angst davor, ihrer Mutter oder ihren Eltern zu erzählen, dass sie schwanger sind. Die meisten, die sich ihrer Mutter oder ihrem Vater anvertrauen, erfahren Unterstützung – oft viel mehr, als sie zunächst gedacht haben.

Eltern möchten ihre Kinder schützen und nicht ihre Zukunft durch eine sehr frühe Mutterschaft gefährdet sehen. Da ist auch von elterlicher Seite der Gedanke an eine Abtreibung naheliegend.

Frauen unter 18 Jahre dürfen aber einen Schwangerschaftsabbruch auch ohne Wissen bzw. Einwilligung der Eltern durchführen lassen, wenn die nötige
geistige Reife gegeben ist. Die nötige geistige Reife wird im Allgemeinen ab 16, teilweise schon ab 14 vorausgesetzt. Auch gegenüber den Eltern unterliegt der Arzt der Schweigepflicht.

Ist die Schwangerschaft durch einen Frauenarzt bestätigt, vereinbarst du am besten einen Termin z.B. bei der

http://www.profamilia.de/fachpersonal/beraterinnen/schwangerschafts-konfliktbera...

für eine Schwangerschaftskonfliktberatung. Dieses Gespräch kannst und solltest du selbstverständlich auch ohne den erklärten Wunsch um einen Schwangerschaftsabbruch nutzen. Zudem benötigst du den Beratungsschein für einen etwaigen Schwangerschaftsabbruch. Dort erhälst du nützlichen, individuellen und unparteiischen Rat und Hilfe bei deiner Entscheidung, wie es denn nun weiter gehen soll.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist das Gespräch ergebnisoffen zu führen. Natürlich dient die Beratung dem Schutz des ungeborenen Lebens, der jedoch nur mit und nicht gegen den Willen der Schwangeren möglich ist.

In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch nach der Fristenregelung in den ersten drei Monaten (bis zur 14. Schwangerschaftswoche gerechnet nach dem ersten Tag der letzten Regel) straffrei.

Eine Schwangerschaftskonfliktberatung umfasst die Konfliktklärung hinsichtlich der emotionalen, seelischen, partnerschaftlichen und lebensplanerischen Aspekten von Elternschaft bzw. eines Schwangerschaftsabbruchs.

Sie gibt Informationen über staatliche und andere Sozialleistungen und Unterstützungen – Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt, Wohngeld, existenzielle Leistungen.

Du erhälst dort eine medizinische Aufklärung hinsichtlich eines operativen oder medikamentösen Eingriffs, eine Erläuterung der Rechtsgrundlage und bekommst die Kosten und Finanzierung eines Schwangerschaftsabbruchs erklärt.

Da du wahrscheinlich über kein oder nur ein geringes eigenes Einkommen (derzeit 1.075 € netto) verfügst, kannst du einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Die Kosten werden von dem Bundesland, in dem du lebst, übernommen, den Antrag musst du jedoch bei deiner Krankenkasse stellen.

In der Beratung kann auch der potentielle Kindsvater, deine Eltern oder eine andere Vertrauensperson anwesend sein, wenn du das möchtest.

In der Beratung müssen keine "Gründe" genannt werden, warum man eine Schwangerschaft nicht austragen möchte. Es gibt niemanden, der diese Gründe gewichtet oder darüber entscheidet, ob die Gründe "gerechtfertigt" sind und ob sie "ausreichend" sind für einen Schwangerschaftsabbruch.

Wenn du dich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidest, hast du das Recht auf umfassende Beratung, angemessene ärztliche Versorgung und respektvolle Behandlung.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist für viele Frauen eine schwierige Entscheidung und in jedem Fall eine schmerzliche Erfahrung. Er kann für eine Minderheit von Frauen - wie viele andere schwierige Entscheidungen im Leben - mit Traurigkeit, Reue, Schuld- oder Verlustgefühlen verbunden sein.

Jedoch kann man aus den besten verfügbaren Studien folgern, dass der Schwangerschaftsabbruch, wenn er unter guten Bedingungen durchgeführt wurde, weniger negative psychische Folgen hat, als die Geburt eines ungewollten Kindes.

Kein Eingriff ist ohne Risiko. Aber aus zahlreichen Studien, die auf Nachuntersuchungen von Tausenden von Frauen beruhen, geht eindeutig hervor: Das Risiko ernsthafter Komplikationen beim Schwangerschaftsabbruch ist gering, sogar um ein Mehrfaches geringer als bei einer Geburt.

Es ist belegt, dass ein Schwangerschaftsabbruch kein erhöhtes Risiko für Unfruchtbarkeit birgt, lediglich schließen einige Studien in bezug auf Frühgeburten bei einer nachfolgenden Schwangerschaft auf ein leicht erhöhtes Risiko.

Ich wünsche dir die Kraft, deine Entscheidung zu treffen, die für deine jetzige Lebenslage und Lebensplanung richtig ist und von Herzen alles Gute!


Antwort
von armeskaenguru, 37

Hallo

Mit 16 Jahren kannst Du selber entscheiden und benötigst keine Einwilligung der Eltern.

Dass Du zur Beratung gehst, ist schon mal gut. Mit diesen und der Krankenkasse kannst Du dann das Vorgehen besprechen, dass Deine Eltern nichts erfahren.

Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen nach dem Beratungsgespräch möglich.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Gesundheit, Medizin, Sex, ..., 128

Servus ckgirl,

Leider sind die dir bisher gegebenen Antworten alle falsch 🙈

Prinzipiell ist ein Schwangerschaftsabbruch in deinem Alter ohne das Einverständnis deiner Eltern möglich - die entsprechende Gesetzeslage sieht das bei 16-18 Jahre alten Frauen so vor:

Auch Mädchen unter 18 Jahren steht grundsätzlich die Möglichkeit offen, eine ungewollte Schwangerschaft straffrei abbrechen zu können. Es gelten die gleichen gesetzlichen Voraussetzungen wie bei Volljährigen, das heißt, man muss sich vor einem Abbruch rechtzeitig beraten lassen oder es muss ein sehr wichtiger Grund –wie beispielsweise eine Vergewaltigung – für den Abbruch bestehen.

Bei über 16 Jahren alten Mädchen geht man meistens davon aus, dass sie selbst entscheiden können, ob sie eine Schwangerschaft abbrechen möchten oder nicht, auch ohne die Eltern zu fragen.

https://www.profamilia.de/?id=2644

Dieser Eingriff wird von einer öffentlichen Kasse übernommen werden, wenn du weniger als 1.075€ netto verdienst - wovon ich jetzt aufgrund deines Alters einfach mal ausgehe :)

Je nachdem, in welcher Woche du genau schwanger bist, ist ein Abbruch nichtmal eine OP, sondern medikamentös durchführbar (ungefähr bis zur 9.SSW, so weit ich weiß) - die "Ratschläge", das wäre immer eine OP, sind daher auch völlig falsch.

Ich würde dir dazu raten, einen Termin bei Pro Familia zu machen - die anderen Beratungsstellen sind kirchlich getragen und beraten nicht neutral (wie bspw. Donum Vitae o.ä.), weswegen ich Pro Familia am Besten halte :)

Die Beratungsstelle muss dir einen Beratungsschein ausstellen - du musst dich da nicht rechtfertigen oder sonstwas. Nachdem du dann ein paar Tage Bedenkzeit hattest (die gesetzlich vorgeschrieben sind) kannst du dir einen Termin bei einem Frauenarzt für einen Abbruch machen.

Lass dir das einfach nochmal konkret beim Beratungsgespräch erklären :)

Lg

Kommentar von LuckySunnyLove ,

Viel besser hätte man es nicht schreiben können 👍

Kommentar von ckgirl ,

Vielen lieben Dank!!

Kommentar von ckgirl ,

Hab doch noch eine Frage: Wie läuft das mit den Medikamenten & ist das auch 100% sicher?

Kommentar von CalicoSkies ,

Eine 100%ige Sicherheit gibt es nie, aber ein medikamentöser Abbruch ist sehr sicher - Komplikationen sind sehr, sehr selten.

Schau mal hier: http://www.profamilia.de/erwachsene/schwangerschaftsabbruch/medizinisches/mifegy...

Antwort
von DundF, 41

Ich persönlich kann Dir eine Abtreibung ohne Wissen der Eltern nicht empfehlen, auch wenn es möglich ist. Denn Du merkst schon jetzt, wie in Dir die Angst hochkommt, dass es doch irgendwie auffliegt. Wie soll dies dann anschließend sein. Wenn Du eine Abtreibung alleine machst, stehst Du nachher auch alleine da mit Deinen wahren Gedanken und Gefühlen. Und eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die nicht spurlos an Dir vorüberzieht.

Kommentar von ckgirl ,

Danke für deinen Tipp. Aber ich werde dabei bleiben, auch wenn ich das später bereun mag.

Kommentar von CalicoSkies ,

Und eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die nicht spurlos an Dir vorüberzieht

So etwas ist nur seltenst der Fall und weder die Regel noch eine sonderlich häufige Komplikation nach einem Abbruch.

Ein Abbruch wird leider von vielen verteufelt und als psychisch belastender dargestellt, als er ist - dem ist aber nicht so.

Antwort
von Tiefseeschnecke, 45

Überlege dir eine Abtreibung sehr sorgfältig. Unzählige Mädchen haben hinterher lebenslange Depressionen und machen sich Vorwürfe. Trage doch die Verantwortung für Dein Tun und gib diesem unschuldigen Wesen eine Chance. Du wirst es nicht bereuen. Es gibt so viele Hilfen für junge Mütter. Belaste nicht dein Gewissen.

Kommentar von CalicoSkies ,

Psychische Komplikationen nach einem Abbruch sind nachweislich unwahrscheinlicher als psychische Komplikationen nach einer Geburt.

Der Hauptgrund für psychische Probleme nach einem Abbruch ist Druck von außen - unter anderem auch von Leuten, die ihr ein schlechtes Gewissen fast schon einreden wollen ^^

Nach dem Betrachten deines Profils vermute ich, dass deine negative Haltung religiös motiviert ist, oder?

Antwort
von putzfee1, 34

Mach doch erst mal den Schwangerschaftstest, bevor du über ungelegte Eier nachdenkst. Möglicherweise bist du ja gar nicht schwanger.

Antwort
von Gingeroni, 81

Mach doch erstmal nen Test.
Du weisst ja noch nichtmal ob du schwanger bist.

Antwort
von susinachbauer, 127

dafür gibt  es keine versicherung das muss man selber zahlen und ist auch nicht billig.

du solltest das aber unbedingt mit deinen eltern besprechen - ohne ihnen geht es sowieso nicht. überleg dir das gut ob du das überhaupt willst das ist keine leichtfertige entscheidung

Kommentar von LuckySunnyLove ,

Das bezahlt die Krankenkasse!

Kommentar von susinachbauer ,

stimmt nicht- nur wenn das kind behindert ist.

Kommentar von LouPing ,

Hey susinachbauer

Ein Sws-Abbruch wird wenn (nach der Beratung) ärztlich angeordnet,im Fall der TE trägt die Krankenkasse die Kosten. 

Kommentar von CalicoSkies ,

Es gibt keine embryopathologische Indikation, sondern nur eine medizinische Indikation der betroffenen Frau (wenn die Behinderung eine zu hohe psychische Belastung darstellt)

Die Kostenübernahme ist aber unabhängig von der gestellten Indikation und gilt für jede Frau, die weniger als 1.075€ netto verdient.

Kommentar von LuckySunnyLove ,

Nein, informier dich erstmal richtig!

Kommentar von susinachbauer ,

es ist so, informier du dich :)

Kommentar von LuckySunnyLove ,

Das hab damals gemacht! Ich hatte eine Abtreibung vor zwei Jahren, also ich kenne mich bestens aus 😏

Kommentar von CalicoSkies ,

dafür gibt es keine versicherung das muss man selber zahlen und ist auch nicht billig.

Wenn die betroffene Frau weniger als 1.075€ netto verdient, wird es übernommen.

Die Indikation ist dabei egal, das gilt auch bei einer Fristenregelung.

Kommentar von ckgirl ,

Ich verdiene gar nichts, bin ja erst 16 & Schülerin, Also hab ich das richtig verstanden, die Krankenkasse bezahlt das? Kann ich da einfach anrufen oder wie ist das & geht das irgendwie ohne Poast sondern nur mit E-Mail oder Telefonate? Möchte einfach kein Risiko eingehen, dass es meine Eltern doch irgendwie mitbekommen

Kommentar von CalicoSkies ,

Das übernimmt nicht deine Krankenkasse, sondern irgendeine öffentliche - der Abbruch wird vom Land bezahlt :)

Wie das genau läuft, kann dir die Beratungsstelle genauer sagen.

Kommentar von LuckySunnyLove ,

Mit 16 zahlt es auf jeden Fall die Krankenkasse! Und das ist hier der Fall.

Antwort
von martinzuhause, 138

das wäre dann eine op. die wird kein arzt ohne zustimmung der erziehungsberechtigten machen

Kommentar von ckgirl ,

Das ist aber keine Vollnarkose oder?

Kommentar von martinzuhause ,

es ist eine op bei der einiges schief gehen kann.

Kommentar von ckgirl ,

Was kann schief gehen

Kommentar von CalicoSkies ,

es ist eine op bei der einiges schief gehen kann

Das ist Schwachsinn.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist komplikationsloser als eine Geburt - sowohl was psychische als auch physische Komplikationen angeht!

Kommentar von sabbsi ,

Also von der Psyche brauchen wir ja gar nicht reden. Dass eine Abtreibung auf die Psyche geht ist ja völlig klar.

Aber dass eine Abtreibung komplikationsloser als eine natürliche Geburt ist, ist schlichtweg falsch. Die größte Komplikation intraoperativ ist die Uterusperforation. Während der Abtreibung wird die Gebärmutter ausgeschabt, damit nichts zurück bleibt. Dabei kann man mit den Küretten die Gebärmutter so sehr verletzten, dass man sogar durchsticht oder dass die Gebärmutter eben so dermaßen blutet, dass man sie entfernen muss.

Und wenn man die Gebärmutter nicht richtig ausschabt wird und es bleibt was vom Embryo oder dem Mutterkuchen übrig, kann es zu einer Sepsis bis hin zum Tod kommen.

Also behaupte bitte nicht solchen Schwachsinn.

Kommentar von CalicoSkies ,

Das ist kein "Schwachsinn", sondern schlicht und ergreifend das Ergebnis aus zahlreichen großen Studien über Abbrüche.

Eine Zusammenfassung:

Kein medizinischer Eingriff ist 100-prozentig ohne Risiko. Aus zahlreichen Studien, die auf Nachuntersuchungen von Tausenden von Frauen beruhen, geht aber eindeutig hervor, dass die Komplikationen des fachlich einwandfrei durchgeführten frühzeitigen Schwangerschaftsabbruchs gering sind, deutlich geringer als jene einer Geburt.

http://www.svss-uspda.ch/de/facts/komplikationen.htm

Diese von dir genannten Komplikationen treten mit einer Inzidenz von 0,1-0,8% auf (Schwere Komplikationen, total)

Bei einer Geburt ist die Komplikationsrate deutlich höher.

Kommentar von sabbsi ,

Dann zeig doch aber auch bitte die Komplikationsraten bei einer natürlichen Geburt und bei einem Kaiserschnitt auf, die kennt der Laie nämlich sicher nicht. Und dann auch bitte mit aktuellen Zahlen. Die Quellenangaben auf der von dir genannten Seite sind teilweise über 10 Jahre alt.

Und die Risiken einer Abtreibung runterzuspielen geht gar nicht. Risiken bei einer OP sollte man nie runterspielen. Es kommt ja soooo selten vor und trotzdem kommt es oft genug vor. 

Der Laie kennt die Risiken nicht, vorallem nicht die der Geburt, da das ja was ganz normales und alltägliches ist. Würde der Laie wissen, was bei der Geburt alles passieren kann, was allein während der Schwangerschaft alles passieren kann, würde doch keiner mehr Kinder bekommen wollen.

Hör also bitte auf, Komplikationen runterzuspielen. Eine Komplikationsrate von 0,1-0,8% bedeutet trotzdem, dass eine bis acht Frauen von 1000 Frauen betroffen ist. Das ist häufig genug.

Kommentar von CalicoSkies ,

Die Komplikationsraten bei einer Geburt sind auf der Seite angegeben und stammen aus einer Dissertation.

Andere Zahlen findet man relativ schnell im Internet, wo man dann auch feststellt, dass eine Geburt eine signifikant höhere Komplikationsrate aufweist - auch an schwereren Komplikationen:

The Statistical Brief reports that 94% of births in 2008 involved at least one “complicating condition”. Reported conditions include those that are categorized as complications of pregnancy, delivery, or the postpartum period based on billing diagnosis codes.

[...]

  • common complications that are minor and lead to minimal if any short-term or long-term harm. Examples include the umbilical cord looped around the neck (18% of births) and superficial (first degree) lacerations of the perineum (16%).
  • [...]
  • conditions for which reported prevalence is highly dependent on screening tests that are unreliable or the clinical judgment of individual caregivers. Examples include gestational diabetes (7% of births), abnormal fetal heart rhythm (15%), obstructed labor (baby doesn’t fit through the pelvis, 5%), and uterine inertia (prolonged labor, 8%).
  • preventable complications that result from the overuse of obstetrical procedures such as induction of labor, cesarean section, and episiotomy. Examples include placental complications (2% of births), postpartum hemorrhage (3%), and severe (third and fourth degree) perineal lacerations (2%).
  • concerns that can be often be corrected with appropriate guidance and care. Examples include genitourinary infections (13% of births), anemia (12%) and breech presentation (3%).

http://transform.childbirthconnection.org/2011/07/hcupresponse/

Ich finde es daher komisch, wenn du einen Abbruch als "komplikationsloser" als eine normale Geburt beschreibst - das ist es schlicht und ergreifend nicht...

Kommentar von CalicoSkies ,

Dass eine Abtreibung auf die Psyche geht ist ja völlig klar.

Das ist falsch.

Psychische Komplikationen nach einem Abbruch sind äußert selten - auch hier ist die Rate an psychischen Komplikationen nach einer Geburt höher als nach einem Abbruch :D

Kommentar von Lapushish ,

Ob die Eltern informiert werden, weiß ich nicht. Aber ihre Eltern müssen NICHT zustimmen! Das entscheidet sie ganz alleine.

Kommentar von martinzuhause ,

sie entscheidet allein ob sie das kind behalten will oder nicht. sie kann sich auch allein die pille danach holen.

ist eine op notwendig müssen die eltern zustimmen. oder ersatzweise ein gericht.

Kommentar von ckgirl ,

Vielen dank euch!

Kommentar von CalicoSkies ,

ist eine op notwendig müssen die eltern zustimmen. oder ersatzweise ein gericht.

Das ist hier im vorliegenden Fall bei einer über 16jährigen völlig falsch.

Kommentar von LuckySunnyLove ,

Nicht viel ist reine Panikmache. Klar ist jede OP irgendwo ein Risiko, aber er Eingriff ist Routine. Du brauchst davor keine Angst haben

Kommentar von martinzuhause ,

ers tmal kommt vor der op die beratung bei einer anerkannten stelle. ohne die wird es nicht mal eine op geben

Kommentar von ckgirl ,

Dankeschön & ich habe mitbekommen, dass du ein Schwangerschaftsabbruch hinter dir hast. Wie ist das abgelaufen & musstest du noch tage dort bleiben? Und wird das im Krankenhaus oder beim Frauenarzt gemacht?

Kommentar von LuckySunnyLove ,

Ja klar das ist Pflicht, ist auch gut so. Zwischen dem Beratungsgespräch und der OP müssen auch nochmal drei Tage vergehen, als Bedenkzeit

Kommentar von CalicoSkies ,

das wäre dann eine op

Die meisten Abbrüche in Deutschland erfolgen medikamentös, d.h. ohne eine Operation.

Das ist ungefähr bis zur 9. SSW möglich.

die wird kein arzt ohne zustimmung der erziehungsberechtigten machen

Doch, zwischen 16 bis 18 Jahren wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die betroffene Frau das selbst entscheiden kann.

Siehe: https://www.profamilia.de/?id=2644

Kommentar von LuckySunnyLove ,

Bei war es ambulant wie bei den Meisten. Ich habe damals am Ende des Beratungsgesprächs drei Ärzte quasi empfohlen bekommen und habe einfach beim Ersten einen Termin gemacht. Der Eingriff selbst dauert nur so 10 min. Danach konnte ich nach Hause, ich hatte allerdings auch keine Vollnarkose. Bei einer Vollnarkose bleibst du ein paar Stunden da, der Kreislauf muss sich erstmal wieder stabilisieren. So oder so solltest du dich danach ausruhen, ich habe mich auch danach ins Bett gelegt. Ich hatte direkt danach auch starke Blutungen und du darfst keine Tampons benutzen. Wenn du noch Fragen hast, kannst mich auch einfach anschreiben

Kommentar von LuckySunnyLove ,

PS: Ich hatte eine Ausschabung, also ich habe nicht die sogenannte Abtreibungspille bekommen. Ich war schon in der 10.Woche damals. In welcher Woche bist du denn? Weißt du das?

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