Frage von sasti2000, 130

Schwangerschaft und Abbruch?

In der Schule muss ich eine Präsentation über Schwangerschaft und Schwanerschaftsabbruch halten und jetzt meine Frage ist wie ihr zu dem Thema Schwangerschaftsabbruch steht ? Oder ab wann ihr völlig dagegen seit oder ab wann ihr es verstehen könnt ?

gern können hier viele Antworten ; )

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft, 60

In einer Schwangerschaftkonfliktsituation zählen allein die Gründe der betroffenen Frau. Ob nun der "falsche" Mann, der "falsche" Zeitpunkt oder die "falschen" Umstände...

Nur diese Frau kann für sich und ihre Lebensplanung entscheiden, was ihre "richtigen" Gründe sind.

Niemand sollte leichtfertig in "richtige" und "falsche" Gründe für eine Abtreibung einteilen, erst recht nicht, wenn man nicht selbst in der Situation steckt.

Warum sollte es z.B. "gerechtfertigter" sein, ein durch eine Vergewaltigung entstandenes oder behindertes Embryo abzutreiben, als eines, was durch Leichtsinn, Naivität, Unkenntnis, Geldmangel, unterschwelligen Druck des Partners oder eine Verhütungspanne gezeugt wurde?

In den Diskussionen um die Abtreibungsfrage geht es vorrangig um den Schutz des ungeborenen Lebens - und wer schützt das geborene?

Ist ein Kind die eingebrockte Suppe, die die Frau zur Strafe gefälligst auslöffeln muss?

Alles Gute für dich!


Antwort
von Tragosso, 45

Ich bin grundsätzlich immer dafür, sofern die Entscheidung gut überlegt (und im besten Fall mit dem Partner abgesprochen) ist - Nur die betreffende Frau bestimmt über ihren eigenen Körper und ob darin etwas heranwächst. Natürlich sollte man das rechtzeutig machen damit es im legalen Rahmen bleibt.

Und auch, wenn man bei dem Thema gerne mit der Aussage kommt 'Ja, wenn jemand so verantwortungslos damit umgeht und regelmäßig abtreibt'...Dann mag das zwar moralisch verwerflich sein, ändert aber nichts an der Situation für das mögliche Kind. Jemanden als verantwortungslos darstellen, gleichzeitig aber dem Kind so ein zu Hause zuzumuten halte ich für um ein vielfaches verwerflicher.

Generell sollte jede Frau selbst am besten entscheiden können ob ein Kind in der aktuellen Situation für sie (!) in Frage kommt oder nicht. Mangelnde Reife, mögliche psychische Instabilität und dazu ein ungewolltes, ungeliebtes Kind, sind keine idealen Vorraussetzungen um ein Kind vernünftig aufwachsen zu lassen und zu erziehen.

Natürlich steht an erster Stelle, dass man möglichst gut für die Verhütung sorgt - Wenn es aber nun einmal passiert ist, führt kein Weg daran vorbei sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Niemand hat das Recht sich in diese (sicherlich für niemanden leichte) Entscheidung einzumischen.

Ein Kind sollte keine 'Strafe' für mangelne Vorsicht, sondern eine Entscheidung fürs Leben sein. Ein Kind sollte sich geliebt fühlen - Kann man ihm das nicht bieten ist es meiner Meinung nach besser die Schwangerschaft abzubrechen und es zu einem gegebenen Zeitpunkt zu versuchen oder auch gar nicht.

Außerdem halte ich nichts von 'in Ausnahmen erlaubt'. Wer eine Abtreibung als Mord betrachtet, kann diese Ansicht nicht plötzlich revidieren, nur weil es um einen jungen Teenager oder eine Vergewaltigung geht. Dann bleibt es Mord. Ich nenne so etwas Doppelmoral.

Antwort
von annemarie37, 28

Du hast ja von isebise und tragosso bereits zwei sehr gute Antworten erhalten. Ich ergänze bloss, was mir darüber hinaus noch in den Sinn kommt:

Jede Frau hat ihre ganz persönlichen Gründe, weshalb sie in ihrer Situation eine Schwangerschaft abzubrechen wünscht. Z. B.:

  • der Partner lässt sie im Stich, er entpuppt sich als unmöglicher Vater für ihr Kind, sie erhält keine Unterstützung durch die Familie, steht allein da
  • sie fühlt sich durch Schwangerschaft und Geburt überfordert (zu jung, zu alt, in einer miesen finanziellen Situation, hat bereits mehrere Kinder)
  • sie will sich nicht durch ein ungeplantes, ungewolltes Kind ihre Lebenspläne und -perspektiven zerstören lassen (Ausbildung, Beruf, Karriere sind ihr wichtig).

Solche Gründe machen etwa 90% der Schwangerschaftsabbrüche aus, die meist in den ersten Wochen der Schwangerschaft vorgenommen werden (3. bis 8. Woche nach Empfängnis).

Dann gibt es medizinische und psycho-soziale Gründe. Dies sind dann manchmal eigentlich erwünschte Schwangerschaften, die aus medizinischer Indikation vorgenommen werden, manchmal auch bei fortgeschrittener, selten bei weit fortgeschrittener Schwangerschaft (also nach der 20. Woche).

Alle diese Gründe sind berechtigt. Und nur die betroffene Frau/das Paar kann zusammen mit ihrem Arzt darüber entscheiden, was für sie richtig ist. Was für die eine Frau tragbar ist, ist es nicht für die andere. Jede Frau ist verschieden.

Und noch etwas wichtiges: Dank den heute zur Verfügung stehenden wirksamen Verhütungsmethoden ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche gegenüber früheren Jahrzehnten stark gesunken. ABER: keine Verhütungsmethode ist absolut 100% sicher (nicht einmal Sterilisation). Daher wird es immer Schwangerschaftsabbrüche geben. Ausserdem sind Frauen keine Roboter, die 35 Jahre lang fehlerfrei funktionieren. Jede Frau kann in die Lage kommen, dass sie ungewollt schwanger wird und ihr der Abbruch als die beste Lösung erscheint. Ich kann jede Frau verstehen, die sich für einen Abbruch entscheidet - oder in den seltenen Fällen, wo es mir schwer fällt, versuche ich es zumindest.

Antwort
von carn112004, 32

Zu dem Thema ist für Deutschland auch zu berücksichtigen, dass es nicht nur persönliche Meinung gibt, sondern auch höchstrichterliche Urteile. Die mögen einigen egal sein, aber sie sind mehr oder weniger bindend für den Staat, wie der Abtreibung zu sehen hat.

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv039001.html

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

Zwar ist das juristisch mit einigem Gehalt und ziemlich lang, aber wenigstens die Leitsätze vom zweiten Link (fett gedruckter von 1. bis 17. nummerierter Text) durchlesen lohnt.

Denn z.b. steht da:

"Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch die Annahme seitens der Mutter begründet."

Das heißt vor allem, dass seitens des Staates ungeborene (und zwar spätestens ab Nidation) nicht als Nichtmenschen angesehen werden können; denn was Menschenwürde und individuell das Recht auf Leben hat ist kein Zellhaufen.

Gleichzeitig aber auch:

"11. Dem Gesetzgeber ist es verfassungsrechtlich
grundsätzlich nicht verwehrt, zu einem Konzept für den Schutz des
ungeborenen Lebens überzugehen, das in der Frühphase der Schwangerschaft
in Schwangerschaftskonflikten den Schwerpunkt auf die Beratung der
schwangeren Frau legt, um sie für das Austragen des Kindes zu gewinnen,
und dabei auf eine indikationsbestimmte Strafdrohung und die
Feststellung von Indikationstatbeständen durch einen Dritten verzichtet."

dass der Staat nicht zwingend in Bezug auf Abtreibung strafen muss, sondern auch einen helfenden Ansatz verfolgen darf.

Kommentar von annemarie37 ,

Obwohl das BVerfGer in seinem Urteil von 1993 das Recht auf Leben des Embryos/Fötus noch rigoroser proklamierte als 1975, weichte es dieses angebliche Recht noch stärker auf und erklärte die Fristenregelung als zulässig. Es macht den Eindruck, als ob das Gericht eher aus einer religiös-weltanschaulichen als aus einer rechtlichen Perspektive geurteilt hätte, es aber allen ein bisschen Recht machen wollte. Jedenfalls ist es total widersprüchlich.

Das Urteil von 1993 wurde von verschiedener Seite scharf kritisiert – unter anderen von Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg (in Die Zeit, 2001 http://www.zeit.de/2001/25/200125_replik_gen.xml): "Im Urteil von 1993 betont das Gericht, der Embryo sei Inhaber der Menschenwürde nach Art. 1 und des Lebensgrundrechts nach Art. 2 Abs. 2 des GG. Es hebt aber selbst den unmittelbar zuvor postulierten Grundrechtsstatus des Embryos sozusagen im nächsten Atemzug auf, indem es den Staat zur Gewährleistung jeder Hilfe für seine angeblich rechtswidrig handelnden "Töter" verpflichtet. Die Rechtspraxis kennt ein Lebens- und Würdegrundrecht des Embryos definitiv nicht mehr. Aus der Verfassung lässt sich kein subjektives Grundrecht des Embryos herauslesen. Quelle für den angeblichen Grundrechtsstatus des Embryos ist eben das in diesem Punkt unrettbar widersprüchliche, nein selbstdestruktive Urteil des BVerfG… Es gibt keine Grundrechte zweiter Klasse."

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte befand in seiner Entscheidung vom 30. März 2010 (Klaus Günter ANNEN against Germany), die Formulierung des Bundesverfassungsgerichts („rechtswidrig aber straffrei“) sei „ziemlich sonderbar“ und „für vernünftige Menschen mit normalem Empfinden“ kaum
nachvollziehbar.

Zum Glück sind solche Urteile nicht "gottgegeben" und können durchaus revidiert werden. Es ist sehr gut denkbar, dass das Gericht heute, 25 Jahre später, anders entscheiden würde.

Kommentar von carn112004 ,

Ausdrückliches Danke, dass du mal nicht einen Artikel von 91 zitierst, um gegen ein Urteil von 93 zu argumentieren. Deshalb auch von mir Daumen nach oben.

Aber es gibt halt auch wesentliche Schwachpunkte des Artikels:

"Ich habe vor vier Monaten in dieser Zeitung darauf hingewiesen, dass in der zweiten Abtreibungsentscheidung von 1993 schon das BVerfG selbst den unmittelbar zuvor postulierten Grundrechtsstatus des Embryos sozusagen im nächsten Atemzug aufgehoben, methodisch gesprochen "derogiert" hat und dass die von dieser Derogation angeleitete Rechtspraxis ein Lebens- und Würdegrundrecht des Embryos definitiv nicht mehr kennt. Das Argument ist in der anschließenden Diskussion mit einer staunenswerten Resistenz gegen Grundregeln der Logik
bestritten oder verdrängt worden."

= Er vermeint gute Argumente zu haben, aber sie überzeugen die meisten anderen nicht. Das spricht weder dafür das er Recht hat noch dagegen, es heißt nur, die Sache ist nicht so einfach und eindeutig wie er behauptet. Das heißt aber insbesondere, dass hier ein Argument von Autorität ala "carn wie kannst du nur meinen hier mehr zu wissen als dieser Professor für Strafrecht?" fehlschlägt, denn für den einen Professor gibt es mehrere andere, die seine Position nicht teilen (z.b. die Mehrheit des Ethikrates und die Mehrheit des Bundestages, denn seinen Vorschlägen zur Embryonenforschung ist nicht gefolgt worden), womit es genauso Autoritäten gibt, die das nicht teilen.

"Überlässt die Rechtsordnung aber die "Letztverantwortung" über eine Handlung der Privatperson, dann ist diese Handlung eben normativ Privatsache; und das heißt zwingend: Sie ist rechtmäßig."

Dies ist schlicht eine falsche Behauptung und ich wundere mich, wie ein Strafrechtsprofessor darauf kommen kann, ohne sofort seinen Fehler zu sehen. Ersichtlich ist der Fehler an StGB 34 und 35:

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__34.html

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__35.html

Bei StGB 35 kann jemand auch letztverantwortlich eine Entscheidung treffen, zu behaupten dass sei aber genauso rechtmäßig wie StGB 34 ist Unfug.

Ich vermute er fällt hier zu sehr in die Gewohnheit hinein, dass Strafrechtler zu sehr darauf getrimmt sind zu fragen, obs eine Strafe gibt. Gibt es keine Strafe, interessiert sie der Vorgang nicht weiter.

Der Fehler ist, dass es aber noch andere Punkte neben Strafe gibt.

"Sollte, ja müsste man nicht sagen, dass damit nicht
der Grundrechtsstatus des Embryos beseitigt, sondern eine
gigantische Unrechtspraxis des Staates, eine verfassungswidrige Rechtswirklichkeit geschaffen worden ist? Vielleicht sollte man das - aber unter Berufung worauf? Das geltende Recht sagt es jedenfalls nicht. Der Text des GG selbst, das haben wir gesehen, schweigt. Die einzige Quelle für jenen Grundrechtsstatus ist eben das in diesem Punkt unrettbar widersprüchliche, nein selbstdestruktive Urteil des BVerfG. Und die zuständigen Instanzen der Rechtsanwendung haben die
zitierten Anordnungen des BVerfG vollständig verwirklicht, also
nicht die Grundrechte des Embryos, sondern deren Gegenteil: die
"flächendeckende" Ermöglichung und Unterstützung seiner Tötung. Anders gewendet: Der "beratene" Schwangerschaftsabbruch wird in Deutschland durchgängig und einschränkungslos als rechtmäßig behandelt. Damit ist er es."

Dafür würde er von mir als Korrektor ganz erheblichen Punktabzug bekommen; er verdreht hier ganz massiv die Stellung des GGs und der Grundrechte. Aus der Rechtspraxis kann niemals folgen, wie ein Artikel des GGs auszulegen ist. Genau das will er hier aber, er will daraus, wie der Schwangerschaftsabbruch in der Praxis gehandhabt wird schlussfolgern, ob ungeborene unter GG1 fallen oder nicht.

Das ist deshalb juristisch falsch, da die Grundrechte gerade übergeordnete Schranken der Praxis sind, damit darf die Praxis gerade niemals bestimmen, wie die Grundrechte auszulegen sind.

Und wenn wir mit Argument von Autorität kommen, dann ist festzuhalten, dass die Aussage "„für vernünftige Menschen mit normalem Empfinden“ kaum nachvollziehbar" nichts anderes sagt als das nicht-Juristen irgendwas nur schlecht nachvollziehen können. Was nun gar kein Argument ist, außer dass irgendwas komplex ist.

Aber ich kann nicht die Schwächen von dem seinen Argumenten dir anrechnen.

Von deiner Seite allerdings bitte das Annen gegen Deutschland Urteil vollständig wahrnehmen, unter anderem:

http://hudoc.echr.coe.int/eng?i=001-161551#{%22itemid%22:[%22001-161551%22]}

"64. Angesichts der vorstehenden Ausführungen,
insbesondere der Tatsache, dass der Beschwerdeführer mit seiner Äußerung, die zumindest nicht im Widerspruch zur deutschen Rechtslage in Bezug auf Abtreibung stand,"

Das Gericht hat also bestätigt, dass so wie Klaus Günter Annen die Rechtslage in D beschrieben hat, dies zutreffendist. Damit sagt das Urteil genau, dass deine Auffasung, das BVerfG-Urteil zähle nichts mehr, falsch ist. Das ändert sich frühestens, wenn das BVerfG nochmal dazu urteilt.

Kommentar von annemarie37 ,

Deine Spitzfindigkeit hat keine Grenzen...

Das ändert aber nichts daran, dass die Urteile des BVerfGer sehr umstritten sind (besonders unter JuristInnen) und vor allem total widersprüchlich. Und dass es in der Praxis für Embryonen in Deutschland - und in fast ganz Europa, mit wenigen Ausnahmen - für Embryonen kein subjektives Recht auf Leben gibt.

Kommentar von carn112004 ,

Was ist spitzfindig daran, auf Fehler hinzuweisen?

Der Artikel enthielt Argumente gegen meine Position. Ich habe erwidert, das nennt sich Diskussion. Ist vielleicht sogar für die Fragestellerin interessant, was da alles an Argumenten existiert.

"Und dass es in der Praxis für Embryonen in Deutschland - und in fast ganz Europa, mit wenigen Ausnahmen - für Embryonen kein subjektives Recht auf Leben gibt."

Wenn man das umschreibt zu "kaum ernsthafte Bemühungen zum Schutz ihres Lebens gibt" dann könnte ich deiner Aussage sogar zustimmen. Nur sehe ich nicht, was daraus in D anderes die Konsequenz sein kann, als zu fragen, wie ein besserer Schutz - natürlich unter Vermeidung unzulässiger Eingriffe in die Rechte von Schwangeren - möglich ist, denn in D haben menschlichen Embryonen nun mal das subjektive Recht auf Leben, ergo sollte es ernsthafte Bemühungen zum Schutz ihres Lebens geben.

(spitzfindige Anmerkung: ob jemand ein Recht auf Leben hat, hängt nicht vom praktischen Ergebnis ab, denn ob man ein Recht auf Leben hat hängt nicht davon ab, dass es irgendwer schützt; das praktische Ergebnis zeigt nur, ob und inwieweit es geachtet/geschützt wird)

Antwort
von Orgrim, 44

Also ich persönlich sehe einen Schwangerschaftsabbruch als Mord an und zwar egal in welcher Woche. Aber ob eine Frau dies tun möchte oder nicht, ist natürlich ihre private Entscheidung.

Selbst bei einer ungewollten Schwangerschaft oder im Extremfall als Folge einer Vergewaltigung, kann man das Baby doch nach der Geburt zur Adoption frei geben oder in einer Babyklappe abgeben. Heute besteht wirklich keine Notwendigkeit mehr für eine Abtreibung. Selbst bei einer Vergewaltigung gibt es ja heute die "Pille Danach".

Die einzige Ausnahme, die ich mir vorstellen könnte, ist, wenn die Schwangerschaft für die Mutter ein erhebliches gesundheitliches Risiko darstellen würde. In diesem Fall könnte ich verstehen, wenn sich eine Frau für die Abtreibung entscheidet.

Kommentar von Wannabesomeone ,

wenn die Frau den eisprung schon hatte, hilft die Pille danach überhaupt nicht. Zudem ist es eine extrem große Belastung, zu wissen, dass ein Kind deines Vergewaltigers in dir heranreift. Und auch wenn man sein Kind abgibt, macht das ja nicht die 9 Monate psychisches und physisches leid wett, danach geht es das ganze Leben so weiter, weil man nie weiss, ob man vor sich das Kind seines Vergewaltigers hat. Man kann darüber überhaupt nicht urteilen, weil man selbst absolut nicht in der Situation der Frau steckt. für eine Frau in dieser Situation sind das nur Qualen, besonders, wenn Menschen wie du sagen, dass eine Abtreibung nicht gerechtfertigt ist und ihr sagen, sie soll das Leben austragen, zu dem sie in einem absolut traumatischen Erlebnis gekommen ist.

Kommentar von Orgrim ,

Klar ist eine Vergewaltigung eine schreckliches Erlebnis, aber das Kind ist unschuldig. Es kann dafür rein gar nichts, selbst wenn es das Kind eines Massenmörders wäre. Von daher würde ich persönlich von einer Abtreibung immer abraten.

Aber wie ich in meinem ursprünglichen Kommentar bereits geschrieben haben, muss diese Entscheidung jede Frau für sich treffen. Ich wäre also nie für ein gesetzliches Verbot der Abtreibung. Aber ich persönlich halte es trotzdem für besser nicht abzutreiben.

Antwort
von fitgirl01, 52

Ich finde eine Abteibung nicht schlimm. Natürlich gibt es pros und cons aber man weiß nie wie sich die Frau fühlt und kann sich deshalb nicht in sie hineinversetzten

Kommentar von Mandrinio ,

Hättest du auch so viel Verständnis gehabt, wenn sich Deine Mutter dafür entschieden hätte, wenn Du einfach abgesaugt und in Stücke gerissen wärst?

Kommentar von fitgirl01 ,

davon wüsste ich ja nichts. Aber wenn es ihr besser gangen wäre. Natürlich. Manchmal ist ein Kind eben eine last und kein wunsch

Antwort
von anonymos987654, 7

Gerade bekam ich diese Info zugeschickt, die ich dir hiermit weiterleite. Anscheinend werden Abtreibungen vor allem deswegen als Dienstleistungen angeboten UND von den Krankenkassen finanziert, um dran zu verdienen:

http://www.babykaust.de/01/2015/olgastrasse_57_stuttgart/anaesthesie_praxisklini...

Antwort
von armeskaenguru, 38

Hallo

Ich bin eigentlich immer dafür, wenn die Frau dies möchte.

Einzig problematisch finde ich, wenn der Erzeuger unklar ist, es z. B. der Freund/Mann sein könnte und eine Affäre. Aber auch da gilt: die Frau entscheidet.

Dagegen bin ich, wenn sie gedrängt wird oder labil ist. Sie muss sich frei entscheiden und diesen Weg als richtig betrachten.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von DundF, 21

Ich persönlich kann keiner Mutter aus  egal welchem Grund eine Abtreibung empfehlen. Denn dadurch werden keine ihrer Probleme gelöst. Es kann vielmehr sein, dass es für die Mutter zu einer Verlusterfahrung wird, die sie über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten kann.

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