Schwangerschaft bei Ag verschweigen?

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3 Antworten

Du bist nicht verpflichtet, deinen Arbeitgeber über deine Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen.

Jedoch unterliegst du dann natürlich auch (noch) nicht dem Mutterschutzgesetz.

Ich persönlich habe nach eigener Risikoabwägung meine Schwangerschaften erst ca. in der 20.SSW meinem AG mitgeteilt und bis dahin weiterhin im Schichtdienst (Nacht/Wochenend/Feiertag) und mit potentiell infektiösem Material (Blut, Fruchtwasser...) etc. gearbeitet.

Eine Kollegin von mir hat sogar erst rund einen Monat vor dem Mutterschutz die Schwangerschaft gemeldet und bis dahin ihren Bauch versteckt.

Du musst deine Gründe nicht erklären und hast auch keine Repressalien zu befürchten.

An deiner Stelle würde ich mich aber nicht erst einen Tag vor dem Mutterschutz offenbaren und mich in denselbigen verabschieden, denn dein AG sollte schon die Möglichkeit haben, für Ersatz zu sorgen und den Dienstplan frühzeitig umzugestalten.

Alles Gute für dich und eine gesunde Schwangerschaft und schöne Geburt!

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Laut Gesetz hast du deinem AG jetzt schon zu sagen, daß du schwanger bist.

Das bis zur 12. Woche das Risiko hoch ist, das Kind zu verlieren, habe ich großes Verständnis dafür, wenn du es noch nicht tust.

Alle Risiken gehen aber dann zu deinen Lasten. Der AG ist nur dann in der Pflicht, wenn du dich ihm offenbarst.

Ich weiß aber von einigen Arbeitskolleginnen meiner Schwester, daß sie den Zeitpunkt der Mitteilung herausgezögert haben, damit sie weiter arbeiten konnten (Krankenhaus, Hebamme+Intensivstation mit OP- und Anästhesiediensten, sowie Schichtdiensten).

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Kommentar von Familiengerd
06.05.2016, 22:45

Laut Gesetz hast du deinem AG jetzt schon zu sagen, daß du schwanger bist.

Dann nenne doch mal die gesetzliche Bestimmung, die das angeblich als ein "Muss" vorschreibt.

Die Bestimmung, die Du möglicherweise meinst (Mutterschutzgesetz MuSchG § 5 "Mitteilungspflicht, ärztliches Zeugnis" Abs. 1 Satz 1), ist lediglich eine "Soll"-Bestimmung!

Selbstverständlich ist es richtig, dass ohne Mitteilung die mutterschutzrechtlichen Schutzbestimmungen nicht "greifen".

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früher oder später wird das sowieso heraus kommen und wenn du einen Arbeitsunfall haben solltest bezweifel ich das es die Versicherung dann bezahlt also die Berufsgenossenschaft.

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Kommentar von Renke93
06.05.2016, 21:47

Also bis zur 12.ssw wartet man ja so oder so ab im Normalfall. Und das mit der Versicherung ist nachvollziehbar aber die Gefahr eines Unfalls ist ja überschaubar nur hab ich echt ein schlechtes Gewissen. Aber sobald ich die Ss bekannt gebe kann ich eben nicht mehr im Nd arbeiten und tagdienst ist wirklich viel anstrengender und stressiger also meines Erachtens nach ungeeigneter 

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