Frage von Michael1896, 305

Schwangerschaft Arzt verklagen?

Hallo community, meine Freundin (20) hat von ihrem Hausarzt Johannisbeerkraut zur Behandlung von Magenschmerzen bekommen, wurde aber nicht über die Wechselwirkungen mit der Pille informiert. jetzt ist sie schwanger .. ihr geht es richtig schlecht weil sie das Kind am abtreiben ist (es war ihre Entscheidung, sie hatte einen Termin ausgemacht bevor sie mir erzählt hatte dass sie schwanger sei), es würde ihre und meine Zukunft komplett zerstören. Sie ist völlig am ende, verständlicherweise.

Jetzt ist meine Frage ob ich/sie/wir da rechtlich was erreichen könnten - Schadensersatz / Schmerzensgeld?

Wenn hier jemand das gleiche widerfahren ist, bitte teilt uns mit was wir tun können... wir wollen das nicht so auf uns sitzen lassen, nur weil der Arzt sie darüber informiert hat, dass sie womöglich für immer einen psychischen Schaden davon trägt ..

gibt es eine gute Internetadresse oder Anwälte im Raum BaWü die sich auf dieses Szenario spezialisiert haben?

Vielen Dank für alle Informationen und tipps!

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Experten fragen

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Sexualitaet, 83

Moin,

Nein, eine Klage wird da nicht möglich sein.

Das hat einerseits damit zu tun, dass sowohl der verschreibende Arzt als auch der Medikamentenhersteller durch die Vermerke auf der Patienteninformation des Medikaments schonmal rechtlich abgedeckt sind (da dort sehr sicher die Wechselwirkung eingetragen ist), andererseits daran, dass ihr nicht genau nachweisen könnt, dass das Johanniskraut wirklich der Verursacher des Ganzen war.

Es gibt in der Tat Hinweise darauf, dass Johanniskraut die Wirkung einschränkt - aber das an sich ist noch kein Beweis dafür, dass es der Auslöser war.

Ihr habt für den Schwangerschaftsabbruch ja vermutlich nichts bezahlen müssen - daher ist erstmal schonmal kein finanzieller Schaden entstanden; die Schwangerschaft an sich wäre vermutlich sowieso nicht als Schaden klagefähig (wie hier schon mehrfach beschrieben wurde, https://de.wikipedia.org/wiki/Kind_als_Schaden), da ihr sowieso einen Schwangerschaftsabbruch habt vornehmen lassen.

Schwangerschaftsabbrüche sind üblicherweise psychisch kein Problem - psychische Probleme rühren meist daher, dass auf die Schwangere (vor oder auch nach dem Abbruch) psychischer Druck von außen ausgeübt wird (im Sinne von "Abtreibung ist Mord!" oder Ähnlichem)

Es ist wichtig, dass du für sie da bist und sie unterstützst - dann werden die psychischen Folgen nach einer Abtreibung kaum ins Gewicht fallen. (http://www.svss-uspda.ch/de/facts/mythen.htm)

Viel Erfolg!

Kommentar von CalicoSkies ,

PS: Was ich nicht verstehe ist die Tatsache, dass der Arzt überhaupt Johanniskraut gegen Magenprobleme verschrieben hat - da es ja gar nicht so wirkt (?)

Kann es vielleicht sein, dass deine Freundin an psychischen Problemen leidet und deswegen das Johanniskraut als natürliches Antidepressivum verschrieben bekommen hat?

Hast du darüber mal mit ihr gesprochen?

Kommentar von waldfrosch64 ,

Er schreibt: Johannisbeerkraut  (Ribis nigrum ) findet bei Durchfall  /Gicht und Anwendung /Reuma ,Kopfweh  etc..Anwendung .

Es ist nicht identisch mit Johanniskraut. (Hypericum perforatum)

Antwort
von Pangaea, 64

Ich gehe nicht davon aus, dass der Arzt deiner Freundin Johanniskraut (hat nichts mit Johannisbeeren zu tun) gegen Magenschmerzen verschreiben hat. Das ist ein Medikament gegen leichte bis mittelschwere Depressionen.

Und sebstverständlich musst du als Patient/in deinem Hausarzt sagen, dass du andere Medikamente (wie die Pille) nimmst, und nach eventuellen Wechselwirkungen fragen. Die Pille wurde ja vermutlich von der Frauenärztin verschrieben, das kann der Hausarzt nicht wissen.

Außerdem ist es allen Patienten zuzumuten (und dringend angeraten) vor Beginn einer Medikamenteneinnahme den Beipackzettel sorgfältig zu lesen. Spätestens da hätte deine Freundin hellhörig werden und den Hausarzt deswegen nochmal anrufen müssen.

Mit anderen Worten: Eine Klage könnt ihr vergessen. Deine Freundin hat sowieso keinen Schaden erlitten, da eine Schwangerschaft kein Schaden ist, und der Abbruch ist ihre eigene Entscheidung.

Antwort
von elisi, 137

Ich werd aus deiner Frage nicht ganz klug. Hat sie denn nun die Schwangerschaft bereits abgebrochen oder hat sie erst einen Termin?

Und was würde eure Zukunft zerstören? wenn sie das Kind bekommt oder wenn sie abtreibt?

Und für was soll der Schadenersatz/das Schmerzensgeld sein: dass sie einen Abbruch machen will? Müssen tut sie ja nicht.

wir wollen das nicht so auf uns sitzen lassen, nur weil der Arzt sie darüber informiert hat, dass sie womöglich für immer einen psychischen Schaden davon trägt

Da hat sich der Arzt - war das der Arzt, zu dem sie wegen des Schwangerschaftsabbruchs geht oder derjenige mit dem Johannisbeerkraut? - wohl unklar ausgedrückt oder wurde falsch verstanden. Frauen, die sich von sich aus, ohne fremden Druck, und ohne bereits vorher psychisch labil gewesen zu sein, einem Abbruch unterziehen, tragen kaum je ernste, und schon gar nicht lebenslang andauernde psychische Folgen davon. Da solltet ihr euch nicht von Anti-Abtreibungs-Websites irre machen lassen.

Kommentar von CalicoSkies ,

Da solltet ihr euch nicht von Anti-Abtreibungs-Websites irre machen lassen.

DH!

Antwort
von Wonderwoman987, 146

Johanniskraut ist normalerweise nicht zur Therapie von Magenschmerzen indiziert. Ich kenne das nur bei leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen. 

Was ihr da rechtlich erreichen könnt wüsste ich allerdings nicht. 

Theoretisch steht ja über Wechselwirkungen auch alles im Beipackzettel. 

Würde mich da vll mal an eine geeignete Stelle wenden und nachfragen, was sich machen lässt. Bei nem Rechtsanwalt kann man ja mal nach den Kosten einer entsprechenden Rechtsberatung fragen und dann weiterschauen.

Antwort
von archibaldesel, 121

Da habt ihr kaum eine Chance.

  1. Ist nicht nachweisbar, dass es 100%ig an der Einnahme von Johanniskraut lag. Die Pille hat immer eine geringe Fehlerquote. Auch wäre es möglich, dass deine Freundin die Pille falsch eingenommen hat. Ihr müsst die Schuld eindeutig nachweisen.
  2. Ist es die Pflicht deiner Freundin die Packungsbeilage zu lesen. Der Arzt kann unmöglich über alle Neben- und Wechselwirkungen aufklären. Hat deine Freundin konkret nach Wechselwirkungen gefragt?
  3. Betrachten deutsche Gerichte ein Kind nicht als Schaden.
Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei & Recht, 96

wurde aber nicht über die Wechselwirkungen mit der Pille informiert.

wurde ich bisher auch nur rudimentär. Ist aber durchaus nachvollziehbar. Der Arzt kann nicht jede noch so kleine Wechselwirkung der Medikamente kennen. Etwas Selbstverantwortung sollte auch der Patient zeigen und sich den Beipackzettel durchlesen. 

Ich glaube nicht, dass ihr auch nur die kleinste Chance habt, gegen den johanniskrautverschreibenden Arzt vorzugehen. Es muss zumindest eine entscheidende Kausalität zwischen Ärztehandeln und den psychischen Schäden bestehen. Das sehe ich nicht.  

Antwort
von armeskaenguru, 15

Hallo

Hat sie dem Arzt denn gesagt, dass sie die Pille nimmt?

Ich denke nicht, dass Ihr mit einer Schadenersatzklage Erfolg hättet.

Zudem denke ich auch nicht, dass sie psychischen Schaden von einer Abtreibung davonträgt. Sie hat sich selber dafür entschieden, ohne Zwang.

Wünsche Euch alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von martinzuhause, 155

das dürfte nicht funktionieren. sie müsste da nachweisen das sie dem arzt sagte welche pille sie nimmt und das kein kinderwunsch besteht.

weiterhin müsste sie nachweisen das sie ohne das johanniskraut nicht schwanger geworden wäre. das dürfte unmöglich sein

Antwort
von MaraMiez, 142

Nein, da sie in der Packungsbeilage vom Johannisbeerkraut (Tabletten, Tropfen, was auch immer sie genommen hat) hätte nachlesen können, dass dieses die Wirkung der Pille herabsetzt oder gar verhindert. Da kann ja der Arzt nichts für. Er hätte ihr sicher auch gesagt, dass das sich nicht miteinander verträgt, wenn sie ihm gesagt hätte, dass sie die Pille nimmt.

Ich nehm nicht mal die Pille und weiß, dass diese nicht wirkt, wenn man Johannisbeerkraut nimmt.

Antwort
von Still, 53

Was steht denn im Beipackzettel von der Pille? Wenn dort auf diese Wechselwirkung hingewiesen wird, muß das doch der Arzt nicht mehr machen.

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 43

Das geht aus mehreren Gründen nicht. Erstens kann die Schwangerschaft auch anders entstanden sein. Sie kann wohl eher NICHT nachweisen, daß sie keine Pille vergessen hat.

Wechselwirkungen KÖNNEN auftreten, müssen es aber nicht. Außerdem ist JEDER verpflichtet, seinen Beipackzettel zu lesen. Das Mittel gehört auch nicht zu den Medikamenten. Da sähe es etwas anders aus.

Was bedeutet denn "bekommen"? Er hat es ihr wohl kaum in die Hand gedrückt. Ein Rezept braucht dieses Mittel nicht. Er mag es empfohlen haben ... es war also ein RAT ... wer ihn befolgt, der prüfe selbst.

Ganz abgesehen von alldem kann ich nicht nachvollziehen, wie nun GELD den psychischen Schaden verhindern soll.

Gruß S.

Antwort
von Mewchen, 91

Keine Chance, da es in jeder Packungsbeilage steht, dass Johanniskraut nicht in zusammen mit der Pille genommen werden kann.

Antwort
von Vyled, 138

Es ist klar, das für Frauen das sehr schwer ist, abzutreiben etc, die frage ist nur, inwiefern man nachweisen kann, das er nicht darauf hingewiesen hat. Aussage gegen Aussage vermutlich, da sie ja bestimmt alleine beim Arzt war.

Denke daher ist es eh unmöglich dem Arzt was vorwerfen zu können. Zumal ja auch nachgewiesen werden müsste, das es wirklich daran lag und nicht an schlechter Verhütung. Auch die Pille allein schütz nie 100 Prozentig.

Außerdem gibt es die Packungsbeilage die man immer lesen sollte. Der Arzt hat da keine Verantwortung, denn das lesen sollte man schon selber können.

Antwort
von LaRosa, 38

Ich wurde an der Nase operiert im Sep. Dort wurde, Blut abgenommen und alles drum und dran. Und im Oktober erfahre ich das iCh in der 8 SSW bin und leider eine Fehlgeburt gerade erlitten habe. Ich wusste nicht das ich schwanger bin 0 Anzeichen und die Periode gehabt! Meinst du man kann den das nachweisen vergiss es, halten alle zsm! Aber versucht euer Glück. Viel Glück 

Antwort
von moppelkotze789, 45

Ihr könnt wahrscheinlich gar nix erreichen, da alles im Beipackzettel stehen müsste !
Und selbst wenn ... Kein Geld der Welt wird den psychischen Schaden deiner Freundin reparieren können !

Antwort
von carn112004, 94

Wahrscheinlich ist rechtlich nichts zu erreichen.

Denn eine Schwangerschaft als Schaden einzuordnen würde bedeuten, ein Kind als Schaden anzusehen.

Das ist aber höchstrichterlich zumindest nicht beliebt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kind_als_Schaden#Rechtliche_Behandlung_in_Deutschl...

"Der ersatzfähige Schaden ist hierbei nicht das Kind als solches, da die Würde des Menschen, die aus Art. 1 GG folgt, es verbietet das Kind als Schadensposten einzuordnen, wie das Bundesverfassungsgericht in einem obiter dictum klarstellte.[2] Jedoch stellen die Unterhaltskosten eines nicht geplanten Kindes einen ersatzfähigen Schaden dar, da lediglich nach § 249 BGB zwei Vermögenslagen miteinander verglichen werden (Differenzhypothese).[3]
Hierbei ist nicht zwischen den behinderungsbedingten Mehrkosten und den
Kosten für ein nicht behindertes Kind zu unterscheiden, da diese Kosten
nicht teilbar seien."

Hieße, die Schwangerschaft als solches ist ebenfalls nicht als Schaden anzusehen.

Ferner würde deine Freundin wenn vermutlich nach Beratungsregelung abtreiben. Eine solche Abtreibung ist aber lediglich straffrei, aber immer noch rechtswidrig.

Das Argument man hat von einer rechtswidrigen Handlung Schaden erlitten für den nun ein dritter aufkommen soll, wäre sehr angreifbar, da wer das Recht bricht sich kaum darüber beschweren kann, wenn er/sie dabei Schaden erleidet.

Ferner ist sowohl der Kausalzusammenhang zwischen der Behandlung des Arztes und dem Eintritt der Schwangerschaft als auch dem Kausalzusammenhang zwischen Schwangerschaft und "abtreiben müssen". Ca. 50% der ungeplant schwangeren entscheiden sich für ihr Kind. Damit ist unklar, wie es dem Arzt angelastet werden sollte, der hat ja nicht in der Hand wie deine Freundin entscheidet.

Am ehesten gäbe es vielleicht eine Chance, den Arzt auf Unterhalt nach Geburt des Kindes zu klagen, also dass du ihn verklagst; denn dies als Schaden wird gerichtlich akzeptiert (siehe wikiartikel oben). Aber die wäre auch nicht groß.

Warum muss es eigentlich eine Abtreibung sein? Den Termin zur Abtreibung kann sie auch wieder absagen, entsprechende Ärzte sind das gewohnt, es sind sogar Frauen schon vom Behandlungstisch aufgestanden.

Versuch doch nochmal mit ihr zu sprechen. Wenn sie durch Abtreibung traumatisiert werden könnte (was du ja andeutest), wäre ein "Ja" zu eurem Kind vielleicht sogar für euch beide besser.

Antwort
von Pfaffenhofener, 67

Hat sie denn nachweislich dem Arzt gesagt, daß sie die Pille nimmt? Und wurde sie dann trotzdem nicht aufgeklärt? Ich hab mir spontan 2 Beipackzettel im Internet gesucht. In beiden war ein deutlicher (!) Hinweis auf die mögliche Wirkungsminderung der Pille! Selbst schuld, würde ich sagen.

Kommentar von Pfaffenhofener ,

Loool, jeder der auf die ensprechenden Informationen in der Packungsbeilage hingewiesen hat, hat eine negative Bewertung bekommen... 😜  Seelig die im Geiste Armen... 😂

Antwort
von Raubkatze45, 63

Schadensersatz, weil der Arzt ihr Johanniskraut gegen Magenschmerzen verschrieben hat, was dann die Wirkung der Pille aufgehoben hat?  Den gibt es ganz bestimmt nicht !

wir wollen das nicht so auf uns sitzen lassen, nur weil der Arzt sie
darüber informiert hat, dass sie womöglich für immer einen psychischen
Schaden davon trägt ..

eine ziemlich unklare Ausdrucksweise, die weitere Fragen aufwirft: Sind damit psychische Schäden nach einer Abtreibung gemeint? Wenn ja, was ist daran verwerflich? Auch wenn Abtreibungsbefürworter immer wieder verlautbaren, dass eine Abtreibung nicht zu psychischen Schäden führt, ist die Realität eine andere und es ist verantwortungsvoll, die Frau darauf hinzuweisen.

Wie schon Waldfrosch richtig gesagt hat, ist Enthaltsamkeit das Mittel der Wahl, um dieses "Szenario" zuverlässig zu vermeiden und wer das nicht will, muss die Verantwortung dafür übernehmen, nicht der Arzt.

Kommentar von CalicoSkies ,

Auch wenn Abtreibungsbefürworter immer wieder verlautbaren, dass eine Abtreibung nicht zu psychischen Schäden führt, ist die Realität eine andere

Medizinische Studien bilden die Realität ab.

Einerseits wird versucht, eine möglichst hohe, repräsentative Anzahl an Studienteilnehmern zu finden - und aufgrund Peer Review ist sichergestellt, dass die wissenschaftliche Methodik eingehalten wurde.

Die Studienlage mag umstritten sein, aber derart plump ("Nicht die Realität") Studienergebnisse abzutun halte ich für extrem falsch.

Ein Schwangerschaftsabbruch kann zu psychischer Problematik führen - allerdings nicht mit einer derart hohen Inzidenz, wie zuweilen behauptet wird.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Das mag der geneigte Leser selbst beurteilen :

http://afterabortion.org/1999/more-research-on-post-abortion-issues/

Kommentar von waldfrosch64 ,

Lassen wir doch mal Frauen nach Abtreibung zu Worte kommen ,leider ist das in europa immer noch ein Grosses Tabu .

https://www.youtube.com/playlist?list=PL45610F21942F4557

Kommentar von CalicoSkies ,

Studien sammeln Erfahrungsberichte von Frauen mit einer repräsentativen Auswahl - Einzelerfahrungen sind da statistisch völlig irrelevant, da es Erfahrungsberichte von jedem Extrem gibt.

Kommentar von CalicoSkies ,

Einseitige, tendentiöse Studienauswahl.

http://www.svss-uspda.ch/de/facts/psychisch.htm

So schwierig ist die Informationsfindung nicht...

Antwort
von waldfrosch64, 98

Und als nächstens wird dann wohl der Arzt verklagt der die Abtreibung vorgenommen hat ? 

Es gibt auch im Jahr 2016 nur ein einziges 100 %sicheres Verhütungsmittel und das ist nicht die Pille sondern   die Enthaltsamkeit.

Eine Kind ist immer ein Segen  und kein Schaden ,man muss es nur erkennen .

Kommentar von CalicoSkies ,

Es gibt auch im Jahr 2016 nur ein einziges 100% sicheres Verhütungsmittel und das ist nicht die Pille sondern   die Enthaltsamkeit.

Es gibt auch nur ein 100% sicheres Mittel gegen Lebensmittelvergiftungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten  - nämlich der komplette Verzicht auf Essen.

Wie du aber vermutlich selbst einsiehst, ist aber Beides nicht machbar - ein Mensch ist für Enthaltsamkeit nicht "ausgelegt". Längere Enthaltsamkeit (weder Sex noch Selbstbefriedigung) kann bei Männern bspw. zu Prostataproblemen oder Impotenz und bei beiden Geschlechtern zu zahlreichen anderen Problemen (insb. Depressionen und andere psychische Nachfolgen) führen...

Kommentar von carn112004 ,

Ernsthaft?

Für dich ist keinen Sex haben genauso machbar wie nichts essen?

Nach wievielen Wochen Sex stirbt man denn?

4 Wochen? 6 Wochen?

Es gibt Leute, die jahrelang ohne Sex leben. Hingegen Leute, die jahrelang oder auch nur monatelang ohne Essen leben gibt es nicht. Und die Gesundheitsprobleme kann man sich locker schon nach ein paar Tagen ohne Essen einfangen.

Du übertreibst also maßlos.

"Längere Enthaltsamkeit (weder Sex noch Selbstbefriedigung) kann bei
Männern bspw. zu Prostataproblemen oder Impotenz und bei beiden
Geschlechtern zu zahlreichen anderen Problemen (insb. Depressionen und
andere psychische Nachfolgen) führen..."

Na dann kann man wohl offensichtlich ohne schwangerschaftsriskierenden Sex auskommen.

Und wer glaubt ohne Sex nicht leben zu können, kriegt natürlich Depressionen, wenn er/sie keine hat. Da ist aber nicht die Schlussfolgerung, dass Sex überlebensnotwendig ist, sondern dass man sich und anderen sowas nicht einreden sollte.

Kommentar von CalicoSkies ,

Du verstehst anscheinend nicht, was ich mit dem (übrigens absichtlich stark übertriebenen) Vergleich aussagen wollte, oder? ;)

Enthaltsamkeit als Verhütungsmethode wird nicht funktionieren, weil sich keiner daran halten wird - einfach, weil es das Natürlichste der Welt ist, dem Verlangen nachzugeben.

Einstellungen wie diese, die beispielsweise von sehr christlich-konservativen Bürgern vertreten werden ("Ich kläre meine Kinder nicht über Verhütungsmittel auf, weil Enthaltsamkeit das einzig Wirksame ist!") sind ein Mitgrund  für hohe Teenager-Schwangerschaftsraten und Verbreitung von STDs.

PS: Ich habe den Kommentar an waldfrosch gerichtet, nicht an dich :)

Kommentar von carn112004 ,

Auch mal eine Behauptung:

"Enthaltsamkeit als Verhütungsmethode wird nicht funktionieren, weil sich keiner daran halten wird"

Man hätte da statt "keiner" "einige", "manche", "viele" oder sogar "die meisten" hinschreiben können und hätte immer noch ein sinnvolles Argument gehabt.

Aber nun könnte ich die Aussage widerlegen, wenn ich unter den ca. 2+ Milliarden lebenden Menschen im Alter, wo Verhütung ein Thema ist, auch nur einen einzigen Menschen bzw. ein Paar finde, dass das mit der Enthaltsamkeit schafft.

Wie kommt man auf die Idee, Behauptungen aufzustellen, die falsch sind, wenn sich auch nur 1 von 1 Milliarde anders verhält als man selbst glaubt, dass sich Leute verhalten?

Kommentar von CalicoSkies ,

Wie bereits gesagt: Ich rede nicht mit dir, ich rede mit waldfrosch, danke :)

Ich stelle hier keine wissenschaftlichen Thesen auf oder schreibe eine Facharbeit, weswegen mir die Falsifizierbarkeit meiner Aussage relativ egal ist - es geht nämlich darum, wie sie verstanden wird ;)

Waldfrosch weiß selbst (und du weißt das auch), dass Enthaltsamkeit nicht praktikabel ist - ich möchte jedoch von ihr eine Stellungnahme dazu, nicht von dir.

Kommentar von carn112004 ,

LOL, aber echt:

"Ich stelle hier keine wissenschaftlichen Thesen auf oder schreibe eine Facharbeit, weswegen mir die Falsifizierbarkeit meiner Aussage relativ egal ist - es geht nämlich darum, wie sie verstanden wird"

Verstanden hat waldfrosch deine Aussage als Ausdruck einer kruden Ideologie, also klappt es auch da nicht, deine Aussage wurde nicht so verstanden wie du es gerne hättest.

Aber was sollte man auch anderes als eine krude Ideologie vermuten, wenn jemand offen zugibt, dass die wissenschaftliche Richtigkeit seiner Aussagen egal ist?

"Waldfrosch weiß selbst (und du weißt das auch), dass Enthaltsamkeit nicht praktikabel ist - ich möchte jedoch von ihr eine Stellungnahme dazu, nicht von dir."

Woher soll ich das denn bitte wissen?

Nur mal zur Information, im 19. Jahrhundert gab es bekanntlich keine gut wirksamen Verhütungsmittel; komischerweise hatten aber Bauernfamilien in Mitteleuropa/Deutschland ca. 4 Kinder pro Familie, Bauernfamilien in den USA aber 6.

Rational wäre das natürlich klug gewesen, neues Land gabs in Europa nicht, folglich war Begrenzung des Nachwuchses sinnvoll; in den USA hingegen konnte man mit Go West und vielleicht den einen oder anderen Ureinwohner um die Ecke bringen problemlos an mehr Land kommen; folglich waren mehr Kinder kein Problem.

Nur wie haben die das hingekriegt?

Verhütung kanns nicht sein. Bleiben vielleicht drei Möglichkeiten:

- überschüssige Neugeborene wurden regelmäßig in großer  Zahl abgemurkst, ohne dass Behörden davon was mitkriegen

              kann sein, aber die Unterstellung ist so unfreundlich, dass dafür die Beweise ein bischen mehr sein sollten

-französisch oder sonstige nicht vaginale Vergnügungen

-Enthaltsamkeit

-Enthaltsamkeit für Frau, Mann geht zur Prostituierten

Wie soll ich Gewissheit haben, wie die das hinbekommen haben? Eine der Möglichkeiten? Eine Kombination aus einen oder mehreren?

Ich habe keine Ahnung; und deshalb kann ich nicht ausschließen, dass das zum Teil auch dank Enthaltsamkeit geklappt haben könnte.

Aber ich weiß, total egal wenn die Enthaltsamkeit im 19. Jahrhundert ein bischen hingekriegt haben, heute ist das natürlich vollkommen unmöglich, geht überhaupt gar nicht, alles andere würde ja das total lästige Problem aufwerfen, warum und wann das mit Enthaltsamkeit inwieweit klappt oder auch nicht. Wäre total spießig.

Kommentar von waldfrosch64 ,

@CS 

Nö das ist mir reine Zeitverschwendung ,für dich mag  Enthaltsamkeit nicht Praktikabel sein .

Viele Menschen haben damit keine Probleme ,ihr Geist steht über ihren Trieben und dieses Wissen nutzen diese Leute eben auch .

Dass du davon nichts weiss ist deine Unzulänglichkeit ,nicht die meine.

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Caliko Skies 

_____________Einstellungen wie diese, die beispielsweise von sehr christlich-konservativen Bürgern vertreten werden ("Ich kläre meine Kinder nicht über Verhütungsmittel auf, weil Enthaltsamkeit das einzig Wirksame ist!") sind ein Mitgrund  für hohe Teenager-Schwangerschaftsraten und Verbreitung von STDs._________

:  ) Wo nicht deiner kruden  Ideologie gefolgt wird, witterst du bekanntlich überall Bigotterie und konservatismus ...und Fundamentalismus .

Dabei kannst du selbst dann aber nicht erklären was ein Mensch dann darunter so ganz konkret  zu verstehen hat.



Kommentar von CalicoSkies ,

Das ist keine "krude Ideologie", sondern leider bittere Wahrheit - insbesondere in Ländern wie bspw. den USA.

Genauso könnte ich sagen: Immer, wen njemand nicht deiner Meinung ist, witterst du eine krude Ideologie - anstatt einfach zu akzeptieren, dass Menschen nicht deiner Meinung sind...

Wobei, ich vergaß: Ich gehöre ja zur Homo-, Pharma- und Abtreibungslobby. :D

Kommentar von carn112004 ,

Vielleicht nicht zu viel mit Calico in dem Punkt streiten, denn es gibt ja einen mehr oder minder wahren Kern auf den er sich bezieht:

In den USA gab/gibt es erhebliche Enthaltsamkeitsbewegungen, die vor allem auf Jugendliche abzielen mit Dingen wie "Virginity Pledge" und so.

Soweit wissenschaftlich ermittelbar, ist die Teilnahme an solchen Programmen mit 4 Dingen korreliert (heißt also, man weiß nicht mal, ob die Teilnahme überhaupt Ursache ist oder nicht ein unbekanntes Drittes Ursache ist):

- späterer erster Vaginal-Sex

- seltenener Vaginal-Sex

- sehr viel seltener Anwendung von Verhütungsmitteln und -methoden


Im Ergebnis sind das aber, da eben auf Sex doch nicht soweit verzichtet wird, dass die Nichtanwendung von Verhütung ausgeglichen wäre:

- mehr Teenager-Schwangerschaften.


Also ja, Enthaltsamkeit scheint was zu bringen, aber scheinbar zumindest bei amerikanischen Teenagern vor allem des Bible Belts weniger als die Pille.


Die total abstruse Idee daraus zu folgern, dass man den Jugendlichen Enthaltsamkeit beibringen sollte mit dem Vorbehalt, dass wenn sie schon nicht mehr an sich halten können, dann wenigstens zu verhüten, wird natürlich von allen als völlig abwegig verworfen, da für die einen es unchristlich ist, im "Notfall" doch zu Verhütungsmitteln zu greifen, und für die anderen es unmenschlich ist zu 13 - 16 jährigen zu sagen, sie sollen doch nicht rumpoppen wie blöde.

Kommentar von CalicoSkies ,

PS: 

Du hast Unrecht - ich bin beispielsweise homosexuell, was eine Schwangerschaft auch völlig ausschließt...

Homosexualität ist also auch ein 100% sicheres Verhütungsmittel 😎

Kommentar von MaraMiez ,

Das wäre doch die perfekte Lösung für alle, die keine Kinder wollen, sich Packunsgbeilagen nicht durchlesen können/wollen und trotzdem 100% sicheren Sex möchten :D

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