Schwanger nach Vergewaltigung. Was nun?

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6 Antworten

Hallo Vicaro!
Deine Geschichte berührt mich sehr! Du bist Krankenpflegerin oder Ärtzin? Du schätzst das kleine Leben in Dir - und wurdest selbst nicht geschätzt, sondern hast Gewalt erlitten. Und zwar so, dass Du bisher keine Zärtlichkeit empfangen kannst.
Aber Freundschaft kannst Du erleben. Und wie gut!! Ich denke, Dein Freund ("vorerst" Freund) könnte gut verstehen, wenn er wüsste ....

Ich weiß auch nicht genau, warum Du es blöd findest, dass er Dich gefunden hat und Dir geholfen hat, Anzeige zu erstattten? Du hättest es nicht alleine geschafft. Na also!?

Liebe Vicaro - ich möchte Dir Mut machen: Wenn in Dir nach der Vergewaltigung schon der Wunsch steckt, nicht abzutreiben (für viele Menschen ist das sofort selbstverständlich in so einem Fall), dann nimm diesen Wunsch ernst.

Diese Liebe ist Dir möglich und es kann für Dich eine heilende Erfahrung werden. Du kannst Freundschaft und Mutterschaft erleben. Und - wer weiß - vielleicht auch die Liebe zu Deinem Freund wachsen lassen.

Er gibt nicht auf. Was ist das für ein schöner Satz!

Es kann wirklich alles noch gut werden!

Dass Du selbst diesem Kind einen Wert gibst, könnte der Anfang sein.

Hast Du schon mal in diese Richtung gedacht? Wie könnte es konkret und praktisch gehen von Deinen sonstigen Lebensumständen her (Wohnung, Finanzen, Arbeitsstelle ...)?

Liebe Grüße von Lina

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Kommentar von Vicaro
30.05.2016, 19:49

Hallo Lina,

vielen Dank für Deine lieben Worte.Diese helfen mir sehr, es fällt mir sehr schwer, von Angesicht zu Angesicht mit jemandem darüber zu reden. Jedem, dem ich es erzähle, Polizisten, Ärzte etc. gucken mich auf diese Weise an, auf die mich nun auch mein "vorerst" Freund anguckt... 

Aber ja, Du hast mich auf Gedanken gebracht... ich bin Krankenschwester und theoretisch könnte ich auch für ein Kind sorgen, finanziell gesehen, vom Platz her und nach dem Mutterschutz müssen Krankenschwestern mit Kindern unter 12 bei uns keine Schicht arbeiten, also nur Vormittags.

LG Vicaro

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Solch eine Frage kannst Du nicht ernsthaft einer anonymen Internetcommunity stellen. Niemand hier übernimmt auch nur den Hauch einer Verantwortung.

Lass Dich bitte qualifiziert beraten !!!

Geh zu Pro-Familia oder einer kirchlichen Schwangerenberatung. Oder zu Deiner alten Therapeutin, zu der Du Vertrauen hast.

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Aber was soll ich tun, wenn mich mein Kind mal fragt, wer der Vater ist?
Irgendwann, wenn es alt genug ist um zu verstehen, die Wahrheit sagen.

Und wenn ich das Kind erstmal habe, denkt ihr, dass ich jedes Mal wenn ich es ansehe daran erinnert werde, was mir passiert ist?
Nein, das denke ich nicht.

Dass ich es nicht ausreichend lieben kann?
Das ist ein großes Thema, mit ganz vielen Meinungen. Es gibt unzählige Umstände unter denen Frauen auf der ganzen Welt Kinder bekommen. Die Frage kannst nur Du Dir selbst beantworten. Dass das Kind nichts dafür kann weisst Du ja. Auch das es Deine Liebe braucht um durchs Leben zu kommen. Ob Du es lieben, oder ausreichend lieben kannst, kann Dir keiner beantworten außer Du selbst.

aber wenn ich die annehme, nutze ich ihn dann aus?
Nein, wenn Du immer ehrlich zu ihm bist, keine falschen Verprechungen machst und nicht mit seinen Gefühlen spielst nutzt Du ihn nicht aus.

Er sagt er gibt nicht auf und wir sind vorerst Freunde
Ja nun, um Liebe muss man niemals kämpfen, nur um Umstände. Wenn Du keine Gefühle für Ihn hast, kommen die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr. Man weiß vor allem was man nicht will. Was man will kann manchmal schwierig sein, aber das ist ein anderes Thema. Du warst ehrlich zu ihm und hast ihm das gesagt. Damit ist dem genüge getan.

Es gibt also absolut keine Chance für uns zwei.
Dann ist das so, auch wenn er das nicht verstehen will. Irgendwann wird er ja merken das er sich geirrt hat.

und mich überredet, zur Polizei zu gehen und ich war so blöd, seine Hilfe anzunehmen
Das genaue Problem dieser Situation ist mir unklar.

Andere Freunde oder Verwandte habe ich nicht. Was soll ich tun?
Vielleicht sind Selbsthilfegruppen ein Ansatz. Das Schicksal hat Dich hart getroffen. Härter als sich das manch anderer überhaupt vorstellen kann. Ich wünsche Dir ganz viel Glück und Kraft in dieser schwierigen Zeit.

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Das musst du selbst entscheiden.. Ich würde aber zu einem Psychologen gehen und mit ihm alles in Ruhe besprechen damit du selbst zu deiner Entscheidung kommst. Ich bin in solchen sachen sehr sensibel und ich persönlich würde glaub immer daran erinnert werden wenn ich das kind sehe.. 

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Das Kind hat ein Recht zu leben. Selbst in solch einen Fall. Es gibt bestimmt Stellen, die dir helfen.

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Alter Falter, was ne Geschichte.

Eine Abtreibung ist hart, aber es gibt diese Möglichkeit nicht ohne Grund. Noch wäre es noch nicht wirklich dein Kind, sondern ein Fleischklops, den du daran hindern würdest dein Kind zu werden. Vielleicht hilft diese Sichtweise deiner Entscheidung.

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