Frage von bienemaya18, 158

Schwanger mit 19 und niemand weiss es?

Hallo, Also ich hab ein Problem. Bin 19 und im 5.Monat Schwanger. Es weiss nur mein Freund und meine Freundin. Das Problem ist ich bin im 1.Ausbildungsjahr und weiss nicht wie ich es sagen soll. Die Chefin ist streng und ich hab wirklich angst vor der Reaktion. Meine Eltern wissen auch noch nix. Meine Eltern haben selbst Zwillinge im Alter von 3. Ich hab einfach keine Ahnung wie ich es anstellen soll und denn Leuten es sagen kann. Ich freue mich auf das Baby auch wenn es nicht geplant war. Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen?

Antwort
von Rockige, 23

Was willst du denn machen? Bis kurz vor der Geburt arbeiten, eine Magenverstimmung vortäuschen, krank schreiben lassen, und dann allen Leuten von heute auf morgen ein Baby präsentieren?

Als Schwangere hast du eine gewisse Sorgfaltspflicht deinem Ungeborenen gegenüber. Je nachdem wo du arbeitest darfst du bestimmte Sachen garnicht mehr machen oder aber ab einem bestimmten Zeitpunkt garnicht mehr arbeiten zum Schutz des Ungeborenen.

Gehst du wenigstens zu den Vorsorgeuntersuchungen und nimmst Folsäuretabletten ein (die sind dazu da um das Risiko zu senken das das Kind mit Spina bifida auf die Welt kommt).

Jetzt kann man garnicht mehr wirklich sagen "je eher du allen Bescheid sagst, um so besser". du bist mitten im zweiten Trimester. Lange verheimlichen kannst es nimmer.

Ihr müsst echt mal langsam aber sicher anfangen zu planen wie es nach der Geburt weitergeht. EIne Ausbildung kann man für die Zeit der Schwangerschaft plus die ersten paar Monate oder wenigstens Wochen aussetzen. Das ist kein Problem. Und dann passt eben jemand auf das Baby auf während du in der Ausbildung bist. Wird zwar hart für dich, nebenher Mutter zu sein daheim und dennoch die Ausbildung zu machen - aber hast du die Ausbildung erst mal geschafft kannst du stolz auf dich sein. Du kannst dann deinem Kind was bieten.

Ihr müsst langsam regeln wie das mit der Betreuungszeit ist während du täglich für einige Stunden eben in dem Ausbildungsbetrieb bist. Ihr müsst planen wie das mit dem ganzen Babygedöns ist, woher du Möbel und Kleidung fürs Baby bekommst, wer vielleicht noch etwas daheim auf dem Dachboden stehen hat, etc.

Setz dich jetzt  mit deinen Eltern zusammen.Das ist wichtig. Wichtig für dich, für die Beziehung zwischen dir und deinen Eltern. Wichtig für deine Ausbildung. Wichtig für dein Ungeborenes.

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für schwanger, 38


Du bist nicht verpflichtet, deinen Arbeitgeber über deine Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen.

Aber auch in der Ausbildung unterliegst du dem Mutterschutzgesetz. Dir darf (auch in der Probezeit!) während der Schwangerschaft und vier Monate nach der Geburt des Kindes nicht gekündigt werden.

Dein Arbeitgeber ist nach Kenntnis deiner Schwangerschaft in die Pflicht genommen. Er muss auf Grundlage „seiner“ Gefährdungsbeurteilung und meist in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt oder der aufsichtführenden Behörde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt) deinen Arbeitsplatz prüfen und gegebenenfalls ein arbeitsplatzbezogenes, generelles Beschäftigungsverbot (also ohne besonderes ärztliches Attest) aussprechen. Darunter fallen z.B. Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, erhöhte Unfallgefahr, schweres Heben, ständiges Stehen, Akkordarbeit usw. Dein Arbeitgeber kann dich dann auch in eine andere Abteilung (z.B. Büro) versetzen.

Ist abzusehen, dass du durch die Schwangerschaft häufiger fehlst, sodass du die Abschlussprüfungen nicht schaffst, kannst du bei der Aufsichtsstelle einen Antrag auf Verlängerung der Ausbildungszeit stellen. Wird dieser bewilligt, kannst du deinen Abschluss zu einem späteren Zeitpunkt machen.

In der Mutterschutzfrist bist du ganz von der Ausbildung befreit. Die Frist beginnt sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Entbindung. In den sechs Wochen vor der Geburt darfst du weiterarbeiten, wenn du es möchtest. Das kann sinnvoll sein, um Fehlzeiten auszugleichen und die Zulassung zur Abschlussprüfung
nicht zu gefährden.

Schau z.B. mal hier:

http://www.azuro-muenchen.de/hilfe-ich-bin/schwanger-in-der-ausbildung.html

oder

https://www.ruv.de/ratgeber/ausbildung-studium/ausbildung/schwanger-waehrend-der...

Es macht keinen Sinn, die Schwangerschaft weder vor deinen Eltern noch vor deiner Chefin noch länger zu verschweigen, denn es gibt viele Dinge zu besprechen und zu organisieren.

Du wirst Mutter, also must du lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Also Augen zu und durch - dir wird schon keiner den Kopf abreißen.

Alles Gute für dich, viel Erfolg und eine gesunde Schwangerschaft und eine schöne Geburt!


Antwort
von Russpelzx3, 70

Gefeuert werden kannst du so oder so nichts und deine Chefin darf auch nicht beleidigend dir gegenüber werden. Sag es lieber jetzt, als zu warten, bis sie es merken. Dann haben sie mehr Zeit sich ab den Gedanken zu gewöhnen und du trägst dieses Geheimnis nicht mehr mit dir rum

Antwort
von Sonja66, 15

Ach, das stellst du dir jetzt alles so horrormäßig und monsterhaft durch deine Angst vor, aber am Ende wird es nicht so dramatisch kommen, wie du jetzt noch glaubst.

Glaub einfach nicht alles, was du so denkst  ;-))))

Du bist nicht auf dieser Welt, um es anderen recht zu machen, sondern um deinen eigenen Weg zu gehen.
Und der geht jetzt mit deinem süßen Baby weiter - herzlichen Glückwunsch dazu!
Weißt du, was ich denke?
Ich denke, dass es die ehrenvollste Aufgabe einer Frau ist, für ein Kind zu sorgen.
Sei dir nur sicher, dann können andere sagen, was sie wollen.

Oder hast du noch zusätzlich Angst davor, dass die Menschen in deinem Umfeld aufgrund ihrer Enttäuschung über dich, dir ihre Unterstützung entziehen könnten.
Die brauchst du auch nicht wirklich, dann erhältst du sie eben von anderen.....

Bald brauchst du es nicht mehr zu sagen, weil es alle sehen werden  ;-))))

Wie sollen sie denn reagieren?
Als Schwangere kannst du dir extrem viel erlauben. Nutze das!
Wenn sie irgendwie unangenehm werden sollten, was ich nicht glaube, so gehst du sofort und entziehst dich dem. Fertig.
So tough musst du natürlich schon sein. Aber für dein Baby wirst du das schon machen... - oder?
Weiter wird dich jeder Arzt großzügig unterstützen! Nutze auch das!
Weiter könntest du dir für bestimmte Gespräche Verstärkung mitnehmen. Das tut immer sehr gut.

Antwort
von user8787, 58

Irgendwann wird man es noch deutlicher sehen, du solltest das klären . Ich denke so hast du eine gute Chance zur Ruhe zu kommen. 

Alles Gute euch . :o) 

Antwort
von Welfenfee, 19

Erst einmal herzlichen Glückwunsch! Die vorherigen Kommentare haben wohl schon so Alles gesagt. Dein Arbeitgeber werden auch keine Kosten entstehen und ich weiß ja nicht wie groß der Betrieb ist in dem Du arbeitest, doch Du kannst Deine Chefin ja mal fragen, ob ihr das bewusst ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Umlage_U2

Antwort
von dielauraweber, 35

mädchen du bist erwachsen. du hast dich für dein kind entschieden, sonst wärest du nicht bereits im 5. monat. was deine chefin denkt ist doch völlig rille. du musst es dort aber mitteilen, weil du besonderen schutz hast während der schwangerschaft.

mach dir also einen zettel mit dingen die du abarbeiten musst für die arbeit:

- mutterpass vorzeigen wegen schwangerschaft

- wie lange willst du in erziehungszeit gehen oder gehst du direkt nach dem mutterschutz wieder arbeiten, da dein freund in elternzeit geht.

- krankenkasse die schwangerschaft melden, wenn das nicht bereits passiert ist.

dann gehst du zu deinen eltern und erklärst denen das sie in 16 wochen oma und opa werden. davor musst du keine angst haben. aber die dinge müssen doch organsiert werden. kannst du bei deinen eltern leben oder musst du dir in der zwischenzeit eine eigene unterkunft besorgen. dann hast du noch genügend zeit um dir das zu suchen, einzurichtne und wenn nötig soziale gelder zu beantragen.

wieviel verdient dein freund? der muss sich an der erstausstattung beteiligen. wenn er das nicht kann, dann kannst du die beantragen beim jobcenter. fehlende dinge kannst du durch einen antrag bei der bundestiftung mutter und kind beantragen.

sprich mit deiner arbeitsstelle und sprich mit deinen eltern. du wirst mama, da ist für angst kein platz mehr. es ist gruselig, weil du noch so jung bist und nun ausbildung mit kind unterm arm beenden wirst, aber das schaffst du. ich hab mit zwei babys ausbildung, abi und studium gerockt. das kriegst du hin. es ist halt dann nur ein balanceakt und gute organisation. du musst irgendwann eh was sagen, man sieht doch nun mittlerweile das du schwanger bist, dass lässt sich doch kaum noch verbergen.

Antwort
von Apollonea, 22

Hallo,

erst mal herzlichen Glückwunsch.

Und nun. Geh zu deiner Chefin, bittet diese um ein persönliches Gespräch und teile ihr die Neuigkeit mit. Denn sonst kann das Mutterschutzgesetz in welchem du dich befindest, nicht greifen.

Wie schon jemand erwähnte, darfst du je nach Ausbildung bestimmt Dinge nicht mehr machen. Als Friseurin z.B. Dann darfst du nicht so einfach gekündigt werden usw.

Deine Eltern haben zwar selbst noch junge Kinder, aber nun gut. Du bist 19. Damit vor dem Gesetz schon erwachsen. Versammle sie an einem Tisch und besprich es mit Ihnen. Solltest du Bedenken haben, dann gibt es die Möglichkeit die Caritas zu involvieren. Diese helfen gerne bei diesem Gespräch.

Alles in Allem, beeile dich mit dem Herausrücken deines kleinen Geheimnisses.

Antwort
von Hexe121967, 39

als schwangere stehst du unter besonderem gesetzlichen schutz. ich weiss jetzt nicht welche ausbildung du machst und kann dir dementsprechend nicht sagen ob du irgendwelche vorsichtsmaßnahmen beachten musst. hier bekommst du weitere informationen: http://www.baby-und-familie.de/Schwangerschaft/Mutterschutz-Was-Sie-wissen-muess...

jetzt sollten dein partner und du erstmal überlegen wie ihr eure zukunft gestalten wollt (ausbildung unterbrechen/abbrechen oder direkt nach der gesetzlichen frist wieder weiter machen mit der ausbildung, wer betreut das baby etc.) und dann redet ihr mit den eltern und beratschlagt ob ihr von dort unterstüzung bekommt.

Antwort
von elismana, 46

Deiner Chefin solltest du sagen, dass du schwanger bist, da sonst das MuschG nicht greifen kann. Eventuell darfst du ja bestimmte Dinge nicht mehr tun, je nachdem, was du für eine Ausbildung machst. 

Was deine Eltern betrifft, warum sagst du es ihnen nicht einfach so, wie du es hier geschrieben hast? Es war eben nicht geplant, aber ihr freut euch trotzdem und du sagst es erst jetzt, weil du Angst hattest. Klingt zwar erstmal nicht sooooo schön, aber besser so, als wenn deine Eltern es in Kürze selbst bemerken und dich direkt darauf ansprechen. 

Im Übrigen gibt es sehr viele Eltern, die ihre Kinder so gut kennen, dass sie jede Veränderung merken - eventuell ahnen oder wissen es deine Eltern bereits und warten nur darauf, dass du es ihnen selbst sagst? 

Nur Mut!

Antwort
von Johnbobs, 44

Erstmal bist du verpflichtet deinen Arbeitgeber ab einer bestimmten Zeit Bescheid zu geben.
Deinen Eltern werden es wohl nicht gerade positiv aufnehmen, daher hilft nur eins, Augen zu und durch, besser jetzt als noch Monate später, die Sache wird dadurch nicht besser.

Du musst dich bereits als Schwangere um diverse Dinge kümmern und da ich denke, dass du keine Ahnung von allem hast, können deine Eltern dir da wertvolle Tips geben. Die Läufe zu den Ämtern ist enorm wichtig. Da benötigt man erstmal einen Überblick was alles vor und nach der Geburt erledigt sein muss.

Vertreu dich deinen Eltern an. Früher oder später musst du es sagen, dann lieber früher. Erwarte kein Freudenjubeln aber mach ihnen bewusst, dass du es ernst meinst.

Ich hoffe für dich, dass du dein Kind nicht allein großziehen musst und der Kindsvater dich unterstützt.

Kommentar von isebise50 ,

Erstmal bist du verpflichtet deinen Arbeitgeber ab einer bestimmten Zeit Bescheid zu geben.

Die Arbeitnehmerin ist nicht verpflichtet, aber natürlich hat sie dann auch (noch) keinen Anspruch auf die Regelungen des Mutterschutzgesetzes.

Kommentar von Johnbobs ,

Stimmt, direkt verpflichtet ist man nicht. Aber:

Wann eine Mitteilungspflicht für Schwangere gegenüber dem Arbeitgeber besteh:


Eine tatsächliche Mitteilungsverpflichtung kann allerdings für die Arbeitnehmerin aus der allgemeinen Treuepflicht entstehen, die im Arbeitsvertrag festgehalten ist. Das ist dann der Fall, wenn der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse an einer solchen Mitteilung hat, das dem Interesse der Arbeitnehmerin an der Nicht-Mitteilung überwiegt.

Das trifft zu...


...wenn der Arbeitgeber verpflichtet ist,
Schutzvorkehrungen am Arbeitsplatz zu treffen, die beispielsweise aus der Mutterschutzrichtlinienverordnung folgen - wie bei  Schichtarbeitern oder im Kühlhaus oder Fließband

....wenn der Arbeitgeber eine Vertretung für die Schwangere aufgrund deren Aufgaben - vor allem in einer Führungsposition - eine gewisse Zeit einarbeiten muss.

Quelle: http://www.t-online.de/eltern/schwangerschaft/id_67441458/mutterschutzgesetz-bes...

Antwort
von DundF, 3

Deiner Chefin besorgst Du eine Schwangerschaftsbescheinigung. Die gibst Du ihr, ab dem Moment bist Du unkündbar.

Wenn Deine Eltern Zwillinge mit 3 haben, dann sind sie wohl Kinderlieb. Dann sage ihnen, dass sie bald Oma und Opa werden. Sie können Dir bestimmt auch mit Kleidern, Kinderspielzeug uns so weiterhelfen.

Wenn Dich jemand schräg anschaut, dann legst Du Deine Hand auf den Bauch und sagst:" ich habe das Kind total lieb." Dann hast Du dem letzten Kritiker den Mund gestopft. Außerdem geht es nicht um Deine Kritiker, sondern um  Dich. Die Kritiker haben ihr eigenes Leben das sie gestalten können, wie sie wollen.

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