Frage von Nagellackwunder, 189

Ist das Leben vorbei wenn man mit 17 schwanger ist?

Ich weiß seid ein paar Tagen sicher das ich schwanger bin und mit diesem Wissen bin ich mir nun sicher das mein Leben vorbei ist. Meine Eltern sind in einer Sekte und haben somit kein Verstädniss und ich hab Angst vor den Konsequenzen die folgen werden. Zudem würde mich mein Freund vielleciht unterstützen, jedoch hat er gerade einemal seinen Sonderschulabschluss und arbeitet noch seine Sozialstunden wegen Gewaltverbrechens ab. Jetzt weiß ich nicht was ich tun soll, ich traue mich nicht es irgendwem zu erzählen.

Expertenantwort
von HelpfulMasked, Community-Experte für Schwangerschaft, 73

Hallo Nagellackwunder,


der Schock sitzt dir noch tief in den Knochen - das ist verständlich! Allerdings solltest du jetzt jeden klaren Gedanken bei dir behalten den du fassen kannst und erstmal die notwendigen Schritte einleiten.

Der erste Schritt sollte die Beratung sein. Was ist zu tun? Wie gehe ich vor? Krieg ich das hin? Was ist wenn nicht? Was ist mit meinen Eltern? uvm... alles Fragen die momentan sicherlich wie wild in deinem Kopf rumschwirren.

Bei einer Beratung bei ProFamilia werden diese Fragen beantwortet. Guck mal hier: http://www.profamilia.de/

Es gibt auch eine Initiative namens "Geburt vertraulich" - n https://www.geburt-vertraulich.de/startseite/

Schwanger und keiner darf es erfahren? Wir helfen. 0800 40 40 020

Dort findest du anonyme Beratung uvm...

Sei dir über eines im Klaren: du bist nicht alleine! Man wird dir helfen!

Suche dir Hilfe!

Ich wünsche dir viel Glück auf deinen weiteren Lebensweg.

Lg

HelpfulMasked

Antwort
von jovetodimama, 55

Da Du, wie Du in einem der Kommentare geschrieben hast, auf keinen Fall abtreiben möchtest, musst Du Dich jetzt um dreierlei Unterstützung bemühen:

1) medizinische Unterstützung: Du brauchst einen guten Arzt oder eine gute Ärztin Deines Vertrauens, der oder die Dich durch die Schwangerschaft hindurch begleitet und alles dafür tut, dass Du ein gesundes Kind zur Welt bringst.

2) finanzielle Unterstützung: Du brauchst einen Ort, wo Du mit Deinem Kind leben kannst - Dein Kinderzimmer bei Deinen Eltern wird dieser Ort vielleicht nicht sein - und ein Sozialeinkommen, das es Dir ermöglicht, alle nötigen Ausgaben zu bestreiten.

3) psychologische Unterstützung: Du bist selbst noch nicht erwachsen und wirst in Kürze Mutter. Du brauchst jetzt auf jden Fall jemanden zum Reden, um Schulgefühle, Zweifel und Ängste zu verarbeiten. Viele Dinge, die andere Mütter erledigen, bevor sie schwanger werden, musst Du jetzt in den wenigen Monaten der Schwangerschaft "abhaken". Du musst damit zurechtkommen, dass Deine bisherigen Lebenspläne hinfällig sind und schnellstens neue Pläne aufstellen, wo und mit wem Du leben wirst und auf wessen Unterstützung Du Dich verlassen kannst.

Suche nach dieser Unterstützung, bis Du sie gefunden hast! Es gibt Mutter-Kind-Heime für Teenager-Mütter, es gibt die Möglichkeit der anonymen Geburt und vieles mehr. Frage Dich durch, bis alles "unter Dach und Fach" ist. Dein Leben ist - auch mit Kind - noch nicht vorbei, es fängt im Gegenteil erst an!

Entsprechend der aktuellen Gesetzgebung steht es zwar Dir frei, Dich bis zur 12. Schwangerschaftswoche zu einer Abtreibung zu entscheiden. Aber die seelischen und auch körperlichen Beeinträchtigungen, die ein Schwangerschaftsabbruch unter Umständen nach sich zieht, werden in der Reel stark unterschätzt und zeigen sich auch nicht in den diversen Studien, die es dazu gibt, weil die betroffenen Frauen aus Scham über ihren einstigen Schritt schweigen und nicht von ihren Nöten berichten.

Egal, wie Deine Entscheidung ausfällt, Du wirst nicht umhin können, es mehr als einmal zu erzählen - Deinem Arzt, Deinem Sozialamt, Deiner psychologischen Betreuung usw. Aber Du wirst erleben, dass es von Mal zu Mal leichter wird, darüber zu sprechen, und dass es für alle Probleme eine Lösung gibt!

Kommentar von Nagellackwunder ,

Suoer lieb, dass du dir die Zeit genommen hast mir zu antworten, das hat mir viel Kraft gegeben!

Antwort
von arcticmonkeyy, 30

Ich kann verstehen wie du dich fühlst. Ich kenne das.

Ich bin selber mit 17 schwanger geworden und mit 18 Mutter. Meine Kleine ist erst 3 Monate alt. Also ist mir das alles noch present.

Ich dachte auch, dass mein Leben vorbei sein wird, das meine Jugend abgelaufen ist. Aber das ist nicht so.

Ich gehe auch aus, verbringe schöne Tage, hab meinen Spaß. Natürlich kann ich nicht mehr bis 5 Uhr nachts feiern gehen, aber das wollte ich auch nicht mehr :D

Ich gehe auch tagsüber aus. Unsere Clique trifft sich schon mittags, damit ich auch kommen kann- auch mit der Kleinen. Gerade anfangs sind die Babys so entspannt, da kann man die gut mitnehmen :-) Auch abends geht das klar, auch wenn man stillt ;-) 

Ich kann verstehen dass du skeptisch bist was das angeht, das war ich auch. Aber das kommt alles drauf an was du daraus machst :-) Willst du ausgehen und dein Baby mitnehmen- dann mach das.

Natürlich darfst du vorerst mit ihr nicht trinken oder in ihrer Umgebung rauchen, aber das ist einfach so. Damit wirst du gut leben können, glaub mir :-)

Auch wenn deine Eltern noch sauer sind- du wirst Unterstützung bekommen.. Das sind doch deine Eltern.. :-) Meine Mutter war anfangs auch geschockt- natürlich. Was erwartet man. Aber das geht vorbei. Gegen Ende haben wir beide uns drauf gefreut und die Schwangerschaft war ein tolles Erlebnis! 

Aber einen Tipp würde ich dir echt ans Herz legen! 

Ich wusste auch nicht was ich machen soll, was ich alles vorbereiten muss, woher ich welches Geld kriege.. 

Dann bin ich zu einer Schwangerschaftsberatung gegangen. Die gibt es von der caritas und von der Diakonie (glaub ich), ich war bei der Caritas.

Die Frau hat mir sehr geholfen. Teilweise gibt es Zuschüsse vom Staat oder von der Kirche für Schwangerschaftsklamotten, Babysachen und auch sowas wie Geld für ein Bettchen, Kinderwagen etc.

Wirklich. Geh da hin! Es ist deren Job dir dabei zu helfen :-) Das hat mir so viel gebracht!! Ich würde immer wieder hingehen und empfehle es jedem weiter! 

Ich hoffe die Nachricht war nicht zu lang ;-)

LG Kim 

Antwort
von silvie78, 17

Hallo,

ob dir die Tipps hier weitergeholfen haben?! Und du
nicht mehr ganz so arg erschrocken über die unerwartete Schwangerschaft bist?! Hast du es inzwischen schon jemandem, dem du vertrauen kannst, erzählt? Das mit deinen Eltern klingt sehr bedrohlich. Rufe doch bei einer guten Beratung an. Da hilft man dir gerne weiter und könnte dich auch nach der Geburt noch unterstützen. Du könntest mit der Zeit lernen, wie man mit dem Baby umgeht und auch Schule oder Ausbildung noch fertig machen. Wenn du noch hier liest - magst du nochmal schreiben, wie es dir weiter gegangen ist.

Alles Liebe für dich, Silvie

Antwort
von binverliebt14, 61

Es gibt Beratungsstellen oder das Jugendamt an die könntest du dich wenden. Wenn eine Abtreibung für dich nicht in Frage kommt, musst du das Kind bekommen und wenn du wirklich so überfordert bist und du außer von deinem Freund von niemandem unterstützt werden kannst, wäre es vielleicht besser das Kind zur Adoption freizugeben

Antwort
von beangato, 61

https://www.profamilia.de/interaktiv/online-beratung.html

Wende Dich dahin.

Dein Leben ist nicht vorbei - es gibt so viele Stellen, bei denen Dir geholfen werden kann.

Antwort
von brido, 85

Wenn es ernst gemeint ist geh zu eine Pro Famillia Beratungsstelle. 

Antwort
von Anniwelsch, 73

Geh zum jungenarmt die werden dir helfen. 

Antwort
von Hondoldar, 48

Reallife Rtl... Treib doch ab ! Mah erstmal deine Ausbildung etc

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten