Schwanger in der Ausbildung, was kann ich tun?

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5 Antworten

Wende DIch doch bitte  erst einmal an Pro familia. Die sind genau für solche Fragen da. Sie werden Dir auch helfen, Fragen bezüglich Deiner Ausbildung und Weiterbeschäftigung aufzustellen und Dich für Dein Gespräch mit dem Arbeitgeber zu coachen. Bzw. Dich auch im Falle einer Unerbrechung unterstützen, damit DU bestmöglichste Hilfe auch für Deine Psyche bekommst.

Was mich sehr irritiert: Du bist in der 3. Woche! Also sehr früh. Die Natur hat ein Eigenleben. Du hast noch keinen sogenannten Mutterpaß noch ist die Schwangerschaft "gefestigt". Dem Arbeitgeber gegenüber würde ich mich noch sehr bedeckt halten und erst einmal Pro Familia aufsuchen!

Du hast jung eine Entscheidung mit großer Tragweite zu treffen! Und so was braucht Ruhe. Zerrede es nicht groß im Freundeskreis. DEINE Antwort findest DU in der Stille. Vielleicht nicht sofort, aber bestimmt! 

Alles Gute!

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Die mutter meines mannes war damals in der ausbildung im öffentlichen dienst. Sie konnte die ausbildung fortsetzen. Mit dem vater des kindes war sie nicht zusammen. Mein mann kennt ihn bis heute nicht da der kontakt abgelehnt wurde. Einfach ist das ganze bei weitem nicht. Du brauchst auf jeden fall ein netzwerk von leuten die dich unterstützen. In dem fall meines mannes kümmerte sich zunächst die urgroßmutter für die ersten jahre, danach eine nanny. (Ist aber nicht günstig)

Ein kind, ist auch mehr arbeit als man sich eigentlich vorstellen mag. Die ersten 2-3 wochen nach geburt musst du auf jeden fall alle 1-2 stunden füttern. Tags- sowie nachts. Danach wird eigentlich alles immer leichter. Die abstände werden größer. Ich bin vor 4 monaten mutter geworden, bin auch sehr glücklich über meinen kleinen schatz. Spielen und kuscheln, es ist wunderschön, du bekommst eine so tolle bindung zu deinem kind dass es einfach nichts schöneres mehr gibt. Alleine schon der babyduft.

Aber du bist wirklich 24/7 gefragt und musst quasi einsatzbereit sein. Ich tue mich leichter, bin verheiratet, 28, das erste jahr in elternzeit und habe meine jugend gelebt. Aber auch für mich ist es fordernd, 5- mal am tag umziehen weil er sich vollspuckt oder sabbert (fängt langsam an mit zahnen zudem), wäscheberge waschen, 6-mal am tag füttern (ganz normal laut ernährungstabellen) man ist gut beschäftigt alleine damit. Und ich habe noch dazu ein sehr angenehmes, einfaches kind. Er beschwert sich eigentlich nie, schreit kaum außer ein paar minuten bis brei oder fläschchen warm sind, lacht viel ist immer gut drauf, macht unterwegs keinerlei theater, ich bekomme komplimente von völlig fremden wie brav er doch sei (was mich natürlich sehr freut) aber ich bemühe mich schon sehr. Bin ich kurze zeit nicht da, schreit er. Also nehme ich ihn im baby björn überall hin mit, auch zum wäsche machen. Nur die 2-5 minuten auf toilette lasse ich ihn alleine. Das gehört zum mutter-sein auch dazu. Zum mittagsschlaf habe ich kurz zeit um zu kochen und zu essen, ansonsten ist söhnchen immer mit dabei. 

Alleine ist es jedenfalls nicht zu schaffen. Und die papas sind meist ganz schnell überfordert. Mein mann hat nicht solche engelsgeduld mit dem kleinen, die resignation sieht man ihm an. Der kleine schläft bei ihm niemals ein nur wenn er ihn trägt. Nehme jedoch ich ihn und lege ihn hin braucht er 30 sekunden und er ist eingeschlafen. Es ist viel arbeit eine mutter zu sein,man muss es lieben. Hin und wieder darf man auch genervt sein, das ist jede mutter mal, aber das darf man nicht am kind auslassen. Es kann eben noch nichts selbst, wenn es durst hat kann es das weder selbst holen noch sagen und ich glaube viele sind am anfang übetfordert mit dem deuten was das kind in dem moment braucht. Es ist schwer, aber nicht unmöglich zu schaffen, ausbildung und kind. Du kannst dich eben nicht durch 2 teilen. Rede am besten mit deinen eltern. Ich hoffe der einblick hilft dir um abzuklären ob du hilfe bekommst. Auch finanziell. Babies erstes jahr kostet statistisch gesehen momentan 15.000€. Auch günstiger zu schaffen, aber windeln, fruchttücher, nahrung und die erstausstattung sowie auch spielzeug kostet schon einiges. Alles gute

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Kommentar von Kathyli88
11.09.2016, 06:15

Und was man vorher auch immer nicht bedenkt (auch ich nicht) die kita bzw krabbelgruppe in der kita gibt es nicht umsonst. Ich gebe meinen in die kita ab seinem 2.lebensjahr. 3 jahre zuhause bleiben geht einfach nicht, 2 jahre müssen erstmal überbrückt werden. Wir haben hier 27 kitas. Alle in der preisklasse von 280-300€ pro monat für eine halbtags- betreuung. 450-470€ für eine ganztagsbetreuung. Das muss man auch erstmal mit einberechnen. Das kindergeld beträgt momentan 190€ pro monat. Ab einer 10-minütigen verspätung ist eine strafzahlung von 30€ an die kita fällig (zumindest bei der von mir gewählten) das kann problematisch werden wenn keine oma/opa da ist die das kind abholt so wie in meinem fall. Ich kenne eigentlich keine arbeitsstelle bei der ich immer pünktlich gehen konnte und nicht mal 5 minuten länger bleiben musste. Frühes aufstehen gehört dann auch dazu, denn du musst dich und das kind fertig machen, kind füttern, selbst frphstücken, brotbox für das kind fertig machen, zur kita fahren und kind hinbringen, dann zur arbeit düsen, danach wieder zur kita und kind abholen, nach hause, dich um dein kind kümmern und auch mal spielen, essen kochen, irgendwann zwischendrin auch noch den haushalt machen, wäsche waschen, bügeln, putzen, staubsaugen, geschirr usw. Ja eigentlich müsste man sich am besten durch 2 teilen. So sieht das leben als mama aus. Wenn du dich damit abfinden kannst eben nicht wegzugehen und zu feiern, sondern für dein kind da zu sein dann spricht nichts dagegen. Man muss gut organisiert sein. Und trotzdem liebe ich meinen sohn wenn ich gerade in sein bettchen schaue wie er da ganz brav und süß schläft und wie er strahlt wenn er aufwacht dass mama schon wartet und schon längst wach ist und alles fertig hat ^_^ in etwa 20 minuten wacht er auf ;) 

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Deinen Job behälst du. Gerade der öffentliche Dienst ist da super. Du kannst die Ausbildung unterbrechen und nach der Mutterschutzzeit fortsetzen. Auch kannst du deine Arbeitszeit reduzieren. Das geht auch schon während der Ausbildungszeit.

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Du wirst deinen Job nicht verlieren, Schwangere stehen unter einem besonderen Kündigungsschutz.
Deinem Arbeitgeber bist du jedenfalls verpflichtet von der Schwangerschaft zu erzählen.

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geh zu einer beratungsstelle wie Pro Familia, die können dir genau sagen was zu tun ist. Auch die Personalvertrettung könnte dir wegen Jobaussichten was sagen.

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