Frage von leila8, 196

Schwanger gekündigt in der Probezeit, rechtens?

Unsere Tochter 26, Jahre ist seit dem 10 März bei einer Art Zeitarbeitsfirma beschäftigt, mit einer Probezeit von sechs Monaten. Zudem wurde vertraglich vereinbart das das Arbeitsverhältnis nach Auftrag endet für den man sie einstellte endet. Sie ist jetzt in der siebten Woche schwanger ( laut letzte Ultraschalluntersuchung ) jedoch stand in der Bescheinigung vom Frauenarzt vor Zwei Wochen schon das also ist diese sicherlich ungültig. Kurz vor beginn der Schwangerschaft bekam sie die Kündigung , dann wurde schriftlich bis zum 12. 08.2016. verlängert. Gehe mal davon aus das die Firma sich genau über ihre Rechte erkundig hat. Sicherlich ist die Schwangerschaft ein Grund dafür das man sie nicht weiter beschäftigen will . Für die Tochter ist es sehr schlimm, finanziell und weil sie immer gerne gearbeitet hat und es ihr halt gab. Es wird sie sicherlich niemand jetzt neu einstellen. Vielleicht kann jemand dazu antworten oder einen Rat geben.Dankeschön im voraus.!!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, Arbeitsrecht, Kündigung, 90

Zum besseren Verständnis:

Deine Tochter hatte einen befristeten Arbeitsvertrag bei einer ZAF der vor Ablauf der Befristung während der Probezeit und vor der Schwangerschaft gekündigt wurde.

Anschließend wurde Deine Tochter weiter befristet bis 12. August? War das ein neuer Arbeitsvertrag? Wurde die Kündigung zurückgenommen? Gibt es einen Befristungsgrund?

Grundsätzlich gilt der besondere Kündigungsschutz auch während einer Probezeit. Eine Kündigung ohne Angabe von Gründen mit verkürzter Frist ist also nicht mehr möglich.

Bei einer Befristung endet der Arbeitsvertrag mit Erreichen des vereinbarten Datums/Befristungsgrunds. Da es sich dann um das Auslaufen des Arbeitsvertrags und nicht um eine Kündigung handelt, ist das rechtens.

Kommentar von leila8 ,

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort. Nach langen bitten und betteln hat man ihr gesagt das sie weiterarbeiten kann. Wie lange teilt man ihr in einem Schreiben die kommenden Tage mit. Können nur hoffen.!!

Kommentar von Hexle2 ,

Na wenigstens etwas. Alles Gute für Euch

Kommentar von leila8 ,

Dankeschön.!!

Kommentar von Hexle2 ,

Bitte, gerne

Kommentar von Hexle2 ,

Danke fürs Sternchen.

Antwort
von MaraMiez, 51

Wenn man in der Schwangerschaft gekündigt wird, weil man einfach noch nicht wusste, dass man schwanger ist, hat man 2 Wochen Zeit, die Schwangerschaft dem AG mitzuteilen. Diesem reicht dann vermutlich nicht einfach nur das Wort, sondern er braucht darüber eine Bescheinigung vom Arzt. Das funktioniert aber nur, wenn sie zum Zeitpunkt der Kündigung bereits schwanger war (was sich ja anhand der Schwangerschaftswochen feststellen lässt). Wenn sie erst schwanegr wurde, nachdem sie die Kündigung erhalten hat, kann sie gegen die Kündigung nichts machen (sonst könnt ja jede Frau, die gekündigt wird, sich mal eben noch schnell schwängern lassen...)

In der Probezeit ist eine Schwangere natürlich auch nicht kündbar. Wenn ihr Arbeitsverhältnis nach Auftragsende aber ohnehin enden würde, dann kann das auch trotz Schwangerschaft passieren, da es dann schließlich ein befristeter Vertrag ist und wenn dieser ausläuft, läuft er aus. Ein AG ist nicht verpflichtet, einer Schwangeren den Vertrag zu verlängern.

Antwort
von peterobm, 81

Zudem wurde vertraglich vereinbart das das Arbeitsverhältnis nach Auftrag endet für den man sie einstellte 



damit wohl ein zweckgebundener befristeter Arbeitsvertrag; nach Fertigstellung des Auftrages wäre Sie eh raus. 



dann wurde schriftlich bis zum 12. 08.2016. verlängert.


ob dann der Auftrag durch Verzögerungen erledigt ist? 




Kurz vor beginn der Schwangerschaft bekam sie die Kündigung


einfach sagen dass man schwanger ist reicht nicht, Vorlage des Mutterpasses beim AG vorlegen. Der Beginn einer Schwangerschaft ist unerheblich, der AG muss auch davon erfahren. Ab dann greifen die gesetzlichen Vorgaben.

die Kündigung kann durchaus wirksam sein. 

Kommentar von leila8 ,

Mutterpass gab es noch nicht. Bislang war nur die Fruchthöhle zu sehen. Hoffe das Freitag den 12.08.2016 das endgültige Ergebnis dann laut Ultraschall vorliegt.

Kommentar von peterobm ,

also liegt noch keine bestätigte Schwangerschaft vor?

Kommentar von leila8 ,

Nur laut Urin und Blutwert ( siehe Foto )

Kommentar von MaraMiez ,

Mutterpass muss sie nicht zeigen. Das ist ein medizinisches Dokument und abgesehen vom behandelnden Arzt hat keiner Anspruch darauf, diesen zu sehen (steht auch so im Mutterpass drin). Was sie braucht ist eine Bescheinigung vom Arzt, in der steht, wann die Schwangerschaft festgestellt wurde und wann der errechnete ET ist. Kostet ein paar Euro, die aber der Arbeitgeber übernehmen muss.

Kommentar von Daria13 ,

Kostenaufwand 15 Euro, wird von dem AG übernommen und heißt Schwangerschafrbestätigung

Kommentar von leila8 ,

Die Bescheinigung war kostenlos

Antwort
von sahov, 31

"Kurz vor beginn der Schwangerschaft bekam sie die Kündigung , dann wurde schriftlich bis zum 12. 08.2016. verlängert."

Sprich sie wurde vor Beginn der Schwangerschaft mit Stichtag 12.08. gekündigt?

http://www.mamiweb.de/familie/dein-kuendigungsschutz-waehrend-der-schwangerschaf...

Wenn eine Frau die Kündigung erhält, obwohl sie schwanger ist, der
Arbeitgeber davon aber nichts wusste, hat sie zwei Wochen (ab Erhalt der
Kündigung) Zeit, ihm diese Nachricht mitzuteilen. Wenn diese Frist
eingehalten wird, ist die Kündigung nicht gültig.

Nachdem sie scheinbar VOR Beginn der Schwangerschaft gekündigt wurde, ist die Kündigung rechtens.

Antwort
von dadamat, 12

Eine Kündigung in der Probezeit bedarf keiner Erklärung / Angabe des Grundes.

Antwort
von KaeteK, 40

Ich würde mich an ihrer Stelle dennoch rechtlich absichern. Da sie vor Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft, innerhalb der Probezeit gekündigt wurde, könnte ich mir vorstellen, dass die Kündigung rechtens ist. Ist aber nur eine Vermutung.

In der Probezeit selber, darf man wegen einer Schwangerschaft nicht gekündigt werden.

lg

Antwort
von Melanieursula, 81

In Dr probezeit braucht man nicht mal einen triftigen Grund um gekündigt zu werden ...tut mir leid für die Tochter echt ...ich hatte damals das selbe Problem ...konnte nix dagegen tun ....und schwanger wird man nirgends eingestellt ....muss ihre Tochter jezzt wohl oder übel ...sich Hilfe beim Arbeitsamt suchen ....

Viel glück ...für ihre Tochter und die Geburt 

LG mel

Kommentar von ShinyShadow ,

In Dr probezeit braucht man nicht mal einen triftigen Grund um gekündigt zu werden

ja, das ist so... Hat aber nichts mit dem Fall hier zu tun. In der Schwangerschaft kannst du auch nicht während der Probezeit "einfach so" gekündigt werden... Aber hier ging es wohl um einen befristeten (zweckgebundenen) Vertrag, das hat mit der Probezeit nichts zu tun... (Auch wenns im Betreff steht)

Kommentar von Melanieursula ,

Okay . . 

Kommentar von leila8 ,

Vielen Dank, auf ihr Bitten hin darf sie noch weiterarbeiten bekommt noch ein Detailschreiben

Antwort
von gnarr, 44

dann sollte deine tochter sich um neue arbeit kümmern. in der probezeit muss kein grund der kündigung genannt werden, die kündigungsfristen gelten aber bereits. wenn der vertrag einfach ausläuft, kann sie es auch nicht ändern.

Kommentar von Nightstick ,

... und ihre Finger von den Zeitarbeitsfirmen lassen!

Antwort
von Kitharea, 49

In Österreich dürftest nicht gekündigt werden aber bei den Probezeitmonaten (6 Monate wtf sowas sollte bei Strafe verboten werden) denke ich geht es um Deutschland.

Antwort
von LittleMac1976, 78

Leider darf man beidseitig in der Probezeit kündigen, in dem Falle spielt auch eine Schwangerschaft keine Rolle.

Anders sieht es aus, wenn Sie einen festen Vertrag hat.

Was soll man für einen Rat geben? SIe soll sich nun rechtzeitig an die Ämter wenden, damit Sie Geld bekommt.

Kommentar von HelpfulMasked ,

Leider darf man beidseitig in der Probezeit kündigen, in dem Falle spielt auch eine Schwangerschaft keine Rolle.

Das ist so generell nicht richtig. Kündigungsschutz greift schon ab Beginn der Schwangerschaft. In dem Falle natürlich schade

Kommentar von blackforestlady ,

@Help...Sie wurde aber schon vor der Bekanntgabe der Schwangerschaft gekündigt also ist das so richtig.

Kommentar von HelpfulMasked ,

Ich weiß - daher auch:

In dem Falle natürlich schade

Kommentar von leila8 ,

Habe sie gerade gefragt ( auf der Frühschicht Automobile Industrie ) die Kündigung war Anfang Juni, leider so gesehen zu früh.

Kommentar von Ufea2000 ,

Die Kündigung wurde VOR der Schwangerschaft ausgestellt! Gültig!

Kommentar von lenzing42 ,

Schwangere haben einen besonderen Kündigungsschutz, und der gilt auch während der Probezeit, trotz Schwangerschaft.

Kommentar von LittleMac1976 ,

Aber nicht, wenn die Kündigung VOR bekanntgabe der Schwangerschaft ausgesprochen wurde....

Kommentar von Familiengerd ,

@ LittleMac1976:

Sorry, das "Daumen hoch" war ein Versehen, denn Deine Aussage ist falsch!

Entscheidend ist nicht die Bekanntgabe der Schwangerschaft, sondern ab wann die Schwangerschaft bestand: Wenn sie erst nach Ausspruch der Kündigung eingetreten ist, hat das keinen Einfluss auf die Kündigung - sie ist erlaubt.

Eine Kündigung aber, die nach Eintreten der Schwangerschaft, die dem Arbeitgeber aber nicht bekannt war, ausgesprochen wurde, ist nicht erlaubt, wenn dem Arbeitgeber die Tatsache der Schwangerschaft bis 14 Tage nach Ausspruch der Kündigung mitgeteilt wurde.

Antwort
von kabatee, 12

Nachfragen im Arbeitsgericht, da sitzen kompitente Menschen!

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