Frage von Glitzerfee45, 281

Schwanger, Freund möchte nicht das ich abtreibe?

Hallo oder eher guten Abend,

Also ich bin momentan total verwirrt, da ich ungewollt schwanger bin und das Kind nicht möchte, da ich dem Kind weder was bieten kann und selber erst 20 Jahre alt bin und mich ehrlich gesagt nicht gewachsen fühle. - ich weiß, Thema Verhütung, aber leider war es ein Unfall...

Ich hatte sehr sehr viele Diskussionen mit meinem Freund darüber und er ist fest der Meinung mich zu verlassen, wenn ich es abtreibe...

Ich hab keine Ahnung was ich tun soll & bin total in der Zwickmühle...

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Antwort
von Deamonia, 62

Du möchtest jetzt kein Kind, das sollte dein Freund akzeptieren! 

Immerhin ist es dein Körper, der sich verändern würde, DU würdest das Kind bekommen, und es wahrscheinlich auch die ersten Jahre versorgen.  

Dein Freund hat da leicht reden, denn meist ändert sich für die Väter erstmal nicht soo viel, während die Mütter ihr ganzes Leben umstellen müssen. 

Nach so einer Aussage würde ich (und ich kann hier echt nur von mir sprechen) keine Sekunde zögern abzutreiben. 

Was ist schlimmer: Vom Freund wegen einer Abtreibung verlassen zu werden

oder

Ein Kind zu bekommen, damit der Freund bei einem bleibt? 

Ich finde es falsch, Kinder als Beziehungskit zu benutzen. 

Horch bitte in dich selbst: könntest du es deinem Freund verzeihen, dich zu dem Kind gezwungen zu haben? Schaffst du es, ihm später keine Vorwürfe zu machen, wenn du übermüdet und voller Babyspucke bist? 

Schaffst du es, ihm dann nicht vorzuwerfen, das das alles "seine schuld" sei? Wenn er nach der Arbeit, sauber und entspannt, heim kommt, während du knietief in Windeln und Wäsche stehst, mit einem schreienden Baby auf dem Arm, das grade zahnt, und sich deswegen nicht beruhigen will. 

Oder würdest du ihm dann die "Schuld" an deiner Lage geben? Ihn immer mehr hassen für das was er dir "angetan" hat? 

Ich weis, das ich hier wahrscheinlich ein extrem Beispiel liefere, aber es sollen nur denkanstöße sein, die du auf deine eigene Situation übertragen kannst, oder nicht, wie es eben passt.

Am ende musst DU entscheiden, meine MEINUNG ist, das man kein Kind bekommen sollte, nur damit der Partner bei einem bleibt. 

Kommentar von carn112004 ,

"Schaffst du es, ihm dann nicht vorzuwerfen, das das alles "seine schuld"
sei? Wenn er nach der Arbeit, sauber und entspannt, heim kommt, während
du knietief in Windeln und Wäsche stehst, mit einem schreienden Baby
auf dem Arm, das grade zahnt, und sich deswegen nicht beruhigen will."

Da ist die Lösung doch ganz einfach: er bleibt beim zahnenden Kind zu Hause und sie kommt entspannt nach Hause; wenn er das Kind so sehr will, dann kann man sowas problemlos einfordern und jeder Mann, der kein erbärmlicher Depp ist, würde auch liefern (und ob der Freund der Fragestellerin so ein erbärmlicher Depp ist, muss sie eben auch versuchen zu beurteilen).

Und um der Frage zuvor zu kommen: Ja, habe ich getan und würde es jederzeit wieder tun, wenn sich nochmal Nachwuchs einstellt.

Antwort
von MiKo98, 93

ich muss ganz ehrlich sagen, sei doch froh, dass dein Freund das Kind will. Dennoch ist es deine Entscheidung ob du es trz abtreiben willst oder nicht. Ich z.B. bin 18 Jahre alt und bin Ende 6. Monat... klar so zeitig wollte ich eigentlich keine kinder haben und erstmal meine lehre abschließen, aber ich hätte es nicht übers herz bekommen, das baby abtreiben zu lassen. vor allem jetzt wenn ich alle kindsbewegung spüre bin ich doch froh, das ich es nicht getan hab und freu mich riesig auf den kleinen. irgendwie schafft man alles. "lieber ein kind aufn Kissen, als aufn Gewissen" - dein spruch meiner oma der mich immer begleitet hat

Kommentar von Kathyli88 ,

Herzlichen glückwunsch schonmal vorab :)

Klappt alles, wird schon werden. Verzweifel nicht die ersten 3-6 wochen nach der geburt, die sind die schlimmsten, danach wird es wirklich ganz toll :) die zeit braucht man um sich reinzufinden in alles. Meiner ist grad 6 monate :)

Keine angst vor der geburt, das ist alles nicht so schlimm wie viele sagen. Ich würde jederzeit wieder eines bekommen

Kommentar von Deamonia ,

Ist wohl bei jedem anders, meine Schwägerin wäre fast gestorben, und ihr Herz hat mehrmals ausgesetzt während der Geburt meines Neffen...

Kommentar von Deamonia ,

Mir wird gerade, nach nochmaligem lesen, klar das der Kommi hier mehr als unpassend ist... 

Sorry dafür und Glückwunsch den werdenden und glücklichen Müttern ;) 

Antwort
von konstanze85, 191

Geh zu einer beratungsstelle und rede auch mit deinen eltern. Letztendlich ist es deine entscheidung, die du treffen musst. Dass er dich erpresst ist kein guter zug von ihm, aber wohl auch seiner hilflosigkeit geschuldet. 

Kommentar von Mewchen ,

Ich sehe keine Erpressung seinerseits. Er hat ihr nur klipp und klar gesagt, wie die Sache für ihn steht. Sie kann ihre Entscheidung treffen, das gleiche Recht muss aber auch ihm zugestanden werden. 

Kommentar von konstanze85 ,

Schön für dich, wenn du es so siehst.

Für mich ist "treibst du ab, dann trenne ich mich" immer noch eine erpressung, die ich unter diesen umständen aber nicht so krass bewerten würde, weil da sicher die hilflosigkeit aus ihm sprach und er ein effektives  druckmittel suchte, damit sie nicht macht, was er nicht möchte.

Antwort
von Jerne79, 92

Es ist nunmal auch sein Kind. Im Gegensatz zu ihm kannst du ganz allein entscheiden, ob du es bekommen möchtest. Du musst aber eben auch damit leben, wenn er mit der Entscheidung, so wie du sie treffen möchtest, nicht umgehen kann und für sich die Konsequenzen daraus zieht.

Aus deiner Perspektive möchtest du das Kind nicht bekommen. Dein gutes Recht.

Aus seiner Perspektive treibst du euer gemeinsames Kind ab, er hat kein Mitspracherecht. Dass ihm das nicht unbedingt als optimale Grundlage für eine Beziehung erscheint, kann ich ihm nicht verdenken.

Was du tun sollst, musst du wohl oder übel allein entscheiden. Du musst so oder so zur Beratungsstelle. Ich würde mir gründlich überlegen, warum du das Kind nicht willst und ob es Möglichkeiten gäbe, diese Gründe zu entkräften.



Kommentar von BRO32 ,

Und wenn es dann in ein Paar Jahren zur Trennung kommt, dann ist das Kind bei Mama und er sucht sich ne Neue. Ich bin ein Kerl, aber hier vertrete ich eindeutig nicht die Position des Typen. Ich kenne genug Frauen, die mit Anfang 20 Kinder bekommen haben, zum großen Teil sind sie nun alleinerziehende Mütter und es gib nicht so viele Männer, die fremde Kinder großziehen wollen und die leiblichen Väter sind plötzlich weg.

Kommentar von Kathyli88 ,

Das sind nur deine ansichten und die sind quatsch. Viele meiner freundinnen haben mit 18-20 kinder bekommen, und sind immer noch ein paar. Nur eine nicht, und es kümmern sich trotzdem beide darum. Ich habe etwas später mein kind bekommen (mit 27) und kurz nach der geburt sprachen mich männer an egal wo ich war, wie süß der kleine wäre, dass sie so einen auch gerne hätten, ob es denn einen papa gibt (und ja den gibt es, glücklich verheiratet) also so abschreckend scheint ein baby nicht zu sein, und ich will auch gar keinen anderen mann. Trotzdem sprechen mich immer männer an, sobald mein mann nicht dabei ist. 

Kommentar von Deamonia ,

Angesprochen werden, und einen ernsthaften Partner finden sind zwei ganz verschiedene paar Schuhe... 

Viele wollen auch nur eine schnelle Nummer, und glauben halt, das junge gestresste alleinerziehende Mütter schneller bereit für ein bisschen Spaß sind... (Daher auch immer die Frage, ob es einen Papa gibt: Lagecheck) 

Kommentar von Jerne79 ,

Und das alles erklärst du mir warum?

Ich habe nicht dafür plädiert, das Kind auf jeden Fall zu bekommen, sondern versucht, die Perspektive des Vaters nachzuvollziehen, und das obwohl ich eine Frau bin.

Ich würde das Kind nicht bekommen, nur damit der Kerl dableibt. Ich würde mir gründlich überlegen, warum ich das Kind nicht bekommen will und ob es etwas gibt, das diese Gründe in einem anderen Licht dastehen lässt. Weil es nunmal genug Frauen gibt, die eine Abtreibung ihr Leben lang bereuen. Und dessen sollte man sich bewusst sein.

Wenn die Fragestellerin keine Möglichkeit sieht, das Kind zu bekommen und sich sicher ist, das später nicht zu bereuen, ist es ihre Entscheidung. Aber ich kann verstehen, wenn ein Mann mit der Entscheidung, dass sein Kind abgetrieben wird, nicht zurechtkommt und dann für sich entscheidet, die Beziehung nicht fortzusetzen.

Frauen sollen über ihren eigenen Körper entscheiden können, auf jeden Fall! Aber wenn der Mann (zu Recht) verpflichtet ist, auch dann für ein Kind zu zahlen, wenn er es nicht will, dann muss er auch das Recht haben, sich von einer Frau zu trennen, die ein Kind abtreibt, das er offenbar haben wollte, ohne dann als der Buhmann dazustehen.

Antwort
von Kathyli88, 88

Naja, mit 20 bist du nicht mehr unbedingt zu jung dafür. Diese entscheidung kannst du mur selbst fällen. Bei uns ist es letztes jahr passiert, allerdings bin ich etwas älter. Habe auch zuerst über abtreibung nachgedacht weil ich dadurch meinen job verloren habe, das konnte ich mir schon vorher denken (befristeter arbeitsvertrag) aber jetzt wo er da ist bin ich sehr froh. Ich liebe mein kind mehr als mich selbst und sage ihm jeden morgen wie schön es ist dass es ihn gibt und was er für ein liebes kind ist. Und dann kriege ich ein strampeln und lachen darauf. Vielleicht überlegst du es dir nochmal. Viele frauen bereuen den schritt der abtreibung. Ich würde es auch bereuen. Dieses wunderschöne wenn ich nicht in meinem leben hätte....das wär schlimm. Und bis zur geburt zweifelte ich hin und wieder. Nach der geburt nicht einmal mehr.

Antwort
von armeskaenguru, 77

Hallo

Ist die Schwangerschaft durch einen Frauenarzt bestätigt? Warst Du bei einem Beratungsgespräch, z. B. bei Pro Familia?

Dein Freund darf Dich nicht drängen, nicht abzutreiben, genauso, wie er Dich auch nicht zu einer Abtreibungen drängen darf, beides ist nicht richtig. Es ist Deine Entscheidung.

Die Schwangerschaft ist ungeplant, Du bist erst 20 Jahre alt, fühlst Dich noch nicht bereit für ein Kind, finanziell sieht es nicht so gut aus und Du bist noch in Ausbildung. Deine Entscheidung für eine Abtreibung halte ich somit verständlich.

Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen nach dem Beratungsgespräch möglich.

Wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von carn112004 ,

"Dein Freund darf Dich nicht drängen, nicht abzutreiben, genauso, wie er Dich auch nicht zu einer Abtreibungen drängen darf, beides ist nicht richtig."

Nein.

In gewissem Maße ist er als Vater des ungeborenen Kindes aufgrund dessen Recht auf Leben verpflichtet, sie zum Austragen zu ermutigen; da die Übergänge zwischen "ermutigen" und "drängen" fließend sein können, ist "drängen, nicht abzutreiben" weder rechtlich noch ethisch gleich "zu einer Abtreibung drängen", vor allem da es eben einfach nur ein übertriebenes/fehlgeleitetes Verhalten aus dem Wunsch sein kann, das Leben des eigenen ungeborenen Kindes zu schützen.

Wobei es hier natürlich so aussieht, dass der Freund zu sehr übertreibt, selbst wenn er aus einem solch eigentlich ehrenwerten Motiv heraus handelt.

Ändert aber nichts daran, dass es ein gewaltiger Unterscheid ist, ob ein Vater versucht zu erreichen, dass sein ungeborenes Kind getötet wird, oder ob er versucht zu erreichen, dass sein ungeborenes Kind überlebt.

Kommentar von armeskaenguru ,

Hallo

Ich bleibe dabei:

Ich bin dagegen, dass ein Mann eine Frau zu einer Abtreibung drängt, ich bin aber auch dagegen, dass er sie zum Kind drängt. Es ist natürlich nie gut, wenn die Partner unterschiedliche Ansichten haben in dieser Frage.

Aber die Frau kümmert sich hauptsächlich um das Kind. Sie zu etwas zu drängen, was sie nicht möchte, nicht dazu bereit fühlt und ihre Umstände nicht zu beachten (in Ausbildung), finde ich nicht korrekt. Die Entscheidung der Frau gilt es zu akzeptieren, auch wenn es schwer ist.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von carn112004 ,

Mir geht es ja vor allem darum, dass beim Mann, der gegen eine Abtreibung drängt, eine gute Absicht dahinter stehen kann, während dies bei einem Mann, der zur Abtreibung drängt, nahezu ausgeschlossen ist.

Kommentar von armeskaenguru ,

Hallo

Aber die Frau ist 9 Monate schwanger, gebärt und kümmert sich dann hauptsächlich um das Kind. Zwar mag er für das Kind sein, die Frau ist dann aber doch die meiste Zeit alleine, ihr Leben ändert sich mehr und auch finanziell und beruflich trifft es sie stark. Das sollte er auch bedenken.

Ein Mann, der eine Frau zur Abtreibung drängt, mag keine guten Absichten haben, aber das ist ein anderes Thema.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von Deamonia ,

Allein schon das du von "Kind töten", oder von der Pflicht des Vaters das "ungebohrene Kind zu schützen" sprichst, zeigt deine Einstellung zu dem Thema. Bei einer Abtreibung wird nichts getötet, und schon gar kein Mensch. Es werden Zellen entfernt, die zu dem Zeitpunkt noch völlig teil der Frau sind. (Auch wenn genetisch ein paar davon dem Mann zuzuordnen sind, sind sie körperlich teil der Frau) 

Meiner Meinung nach macht es keinen Unterschied, ob jemand eine andere Person zu einer Abtreibung drängen, oder zum behalten drängen will, beides ist absolut falsch! 

Ich finde nichts daran ehrenwert, eine Frau zu erpressen, nur weil man seine Gene weitergeben will. 

Kommentar von carn112004 ,

Wie du wohl ein paar Minuten später unten gelesen hast, handelt es sich nicht um meine Einstellung zu dem Thema, sondern um die Grundlagen, die unserem Staat zu Grunde gelegt sind. Kann man zwar auch doof finden, ablehnen oder gekonnt anders interpretieren; aber es ist dann einfach Unsinn zu sagen, irgendwer, der sich auf das GG berufen kann, vertrete nur eine eigene persönliche Meinung.

"(Auch wenn genetisch ein paar davon dem Mann zuzuordnen sind, sind sie körperlich teil der Frau)"

Biologisch totaler Unsinn, alleine schon weil die "Zellen" den Hirntod der Schwangeren (also den Zeitpunkt ab dem man Organe entnehmen dürfte) sehr wohl überleben können und sogar nach dem Hirntod noch geboren werden können; umgekehrt können die "Zellen" genauso gut auch sterben (wobei ein Mediziner dann - wenn erünscht - einen genauen Todeszeitpunkt der "Zellen" bestimmen kann) während die Schwangere weiterlebt; aber das dürfte dich eh nicht interessieren.

Kommentar von armeskaenguru ,

Hallo

Da Diskussion in meiner Antwort abgeht, antworte ich auf diese Zeilen.

Schlussendlich ist es die Entscheidung der Frau. In Deutschland ist eine Abtreibung bis zur 14. Woche möglich. Ein Fötus in der 14. Woche ist (alleine) nicht lebensfähig. Über das Thema kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von eva43, 67

Hallo und guten Morgen Dir!

Hast Du denn trotz allem noch ein bißchen Schlaf gefunden letzte Nacht?

Ich kann mir vorstellen, dass Deine Gedanken nur noch am Kreisen sind und es deshalb mit dem Schlafen-Können vielleicht auch nicht mehr so weit her ist im Moment.

Du hast es ja treffend formuliert: Du fühlst Dich momentan total verwirrt und total in einer Zwickmühle. Das ist kein schönes Gefühl... Gut, dass Du hier mal was davon „rauslassen“ konntest!

Du schreibst, dass Ihr beide (dein Freund und Du) schon sehr, sehr viel diskutiert habt. Ist ja gut, dass Ihr miteinander diskutieren könnt (das ist ja für manche Paare in solch einer Krisensituation gar nicht mehr möglich), wenns auch sicher sehr anstrengend für Dich ist.

Wie lange seid Ihr denn schon ein Paar? Könnt Ihr normalerweise gut miteinander reden, auch über unterschiedliche Meinungen?

Hast Du denn das Gefühl, Dein Freund versteht Deine Bedenken, warum Du Dir nicht vorstellen kannst, das Kind zu bekommen? Hört er Dir zu und nimmt er Deine Sorgen ernst?

Was würdest Du Dir denn jetzt von Deinem Freund wünschen? Wie könnte er Dir entgegenkommen?

Er wurde hier ja in einigen Beiträgen ziemlich scharf verurteilt...

Ich weiß nicht, Du kennst ihn ja am allerbesten – könnte seine rigorose Ansage, dass er Dich im Falle einer Abtreibung verlassen würde, nicht tatsächlich „nur“ ein Ausdruck seiner Hilflosigkeit sein, oder anders gesagt, liebt Dich Dein Freund so sehr, dass Er deshalb nicht will, dass Du Euer Kind abtreibst?

Das kannst Du sicher am besten beurteilen, Du kennst ihn...

Bei Dir habe ich auch rausgehört, dass Du seine Sicht in der Baby-Frage sogar verstehen kannst. Das finde ich übrigens einen sehr schönen Zug von Dir, dass Du Verständnis für ihn hast und auch seinen Standpunkt verstehen willst. Gegenseitiges Sich-Verstehen-Suchen ist ja so wertvoll in einer Beziehung.

Liebst Du IHN sehr und möchtest ihn nicht verlieren? Ist das auch ein Teil der „Zwickmühle“, in der Du Dich fühlst?

Ich wünsche Euch sehr, dass Ihr weiter miteinander reden könnt.

Und Deinem Freund wünsche ich ganz viel Verständnis für Dich und Deine Gedanken!

Komm gut durch den Tag heute! Und schreib gerne wieder, wie es Dir geht, ja?!

glg

eva

Antwort
von carn112004, 73

Willst du denn irgendwann mal Kinder?

Und willst du Kinder mit deinem jetztigen Freund?

Wenn du beides mit "Ja" beantworten kannst, dann spräche viel dafür, jetzt nicht abzutreiben.

Denn beruflich wirft dich ein Kind IMMER zurück, mal mehr, mal weniger; auch wenn du in 10 Jahren ein Kind bekommst, kostet dich das effektiv 1-5Jahre Berufserfahrung (je nachdem wie du das ganze organisierst); auch wenn du jetzt ein Kind bekommst, kann dich das 1-5 Jahre kosten.

Aber was viel wichtiger ist, vor allem auch hinsichtlich dem Kind etwas bieten können, ist, ob es in deiner Beziehung passt; in Ausbildung mit 20 ein Kind bekommen, ist bei stabiler Partnerschaft erheblich besser, als mit 30 alleinerziehend ein Kind zu bekommen.

Und genau da hat dein Freund - auch wenn sein Verhalten gerade fragwürdig zu sein scheint - einen großen Pluspunkt gegenüber vielen anderen Männern, er scheint Kinder zu wollen und scheint bereit zu sein, das mit dir durchzuziehen. Und wenn es so in der Partnerschaft ist, ist das erheblich mehr als sowas wie Ausbildung fertig oder ähnliches.

Antwort
von NorwinSchneider, 61

Meine Meinung: Das Kind austragen und es dann zur Adoption freigeben. Du weißt immer hin nie was aus ihm oder ihr werden wird. Da draußen gibt es Menschen die es freuen würde mit dem Kind ein Leben zu führen.

Außerdem kann das Kind nichts dafür das ihr es nicht gescheit hin bekommt zu verhüten. Dafür verdient es nicht getötet zu werden. 

Ich würde dir mal raten zu Googln wie eine Abtreibung abläuft. Das ist einfach nur Menschenverachtent. 

PS: Frauen die abtreiben leiden nicht seltent unter Depressionen und schuldgefühlen

Kommentar von Deamonia ,

Autsch...

http://derstandard.at/1207285828934/Das-Post-Abortion-Syndrom-ist-eine-Erfindung

Bei Adoptionen gibt es wesentlich mehr Psychische Folgeprobleme als bei Schwangerschaftsabbrüchen, da man mit einer Adoption im Gegensatz zu einer Abtreibung nie abschließen kann.

Außerdem ist die Welt schon SO überbevölkert, und es gibt SO viele Kinder ohne Eltern, warum weitere Adoptivkinder in die Welt setzen, wenn es noch so viele gibt, die ein Zuhause suchen? Schon mal dadran gedacht? 

Kommentar von NorwinSchneider ,

Und deswegen soll sie ihr Kind umbringen?

Jemand der ein kind adoptieren will wird auch glücklich damit. 

Außerdem: Das die Welt überbevölkert ist stimmt so nicht! Klar in Asien gibt es Orte bei denen Menschen fast schon eine Plage sind aber in Deutschland passt noch ordentlich rein. 

Du denkst das Mörder weniger Schuldgefühle haben als Menschen die ein Kind adoptiert haben? 

Kommentar von carn112004 ,

Also ich habe für den Fall, dass ein Mensch das gezielte Töten von unschuldigen, wehrlosen und nicht einwilligungsfähigen ungeborenen Dritten damit rechtfertigt, dass doch so schreckliche Gefahren drohen, da es zu viele Menschen gäbe, einen extrem naheliegenden Vorschlag, wie ein solcher Mensch das seinige zur Reduzierung der ach so schrecklichen Überbevölkerung beitragen kann, ohne dass es die Tötung eines Menschen ohne dessen Einwilligung erfordert.

Das die, die das gezielte Töten propagieren, diesen Vorschlag aber wohl nur selten von sich aus erkennen, begreifen und umsetzen, ist für mich ein klares Indiz, dass deren Geschwätz sowieso nicht ernst gemeint ist.

Kommentar von Deamonia ,

Ich nehme an ich weis wovon du redest, aber glaub mir, sich unter 40 als Frau in Deutschland sterilisieren zu lassen ist unglaublich schwer, und nachdem mir mehrere Ärzte sagten "Das wird schon noch, mit dem richtigen Mann kommt auch der Kinderwunsch" während sie mir vertraulich die Schulter klopften, den Kopf tadelnd zur Seite neigten oder mir "mitfühlend" die Hand drückten, habe ich meinen Wunsch nach Sterilisation zurückgestellt.

Allerdings frage ich mich, wen du mit "Menschen die das gezielte Töten von unschuldigen propagieren" meinst. IS? Taliban? Radikale?

ICH persönlich bin lediglich für das Recht auf Abtreibung, und die entkriminalisierung der selbigen. Es ist ein Unding, das Frauen in Deutschland die Rechtspflicht haben, Kinder grundsätzlich auszutragen. 

PS: Falls du meinst, ich soll mich selbst umbringen, würdige ich das keines weiteren Gedanken - wollt ich für alle Fälle nur erwähnt haben! 


Kommentar von Deamonia ,

Puh, ich überlege gerade, ob sich die "Mühe" dir zu antworten überhaupt lohnt. 

Niemand soll ein Kind umbringen, hier geht's nur um Abtreibung nicht um Babymord!

Das Gewissen von Mördern (es gibt so viele Arten von Mördern, welche meinst du hier?) kann ich nicht beurteilen.

Warum sollten Menschen die Kinder adoptieren Schuldgefühle haben? 

Die die Kinder zur Adoption freigeben, DIE haben krasse Schuldgefühle, und zwar ihr leben lang.

Teilweise auch die adoptierten Kinder, die sich fragen, was an ihnen denn so schlimm ist.

Menschen welche Frauen die abtreiben verurteilen DIE sollten Schuldgefühle haben.

Frauen die abtreiben, sollten sich einfach nur sicher sein, was sie wollen, und dann mit gutem Gewissen genau das tun. 

Wegen der Überbevölkerung: Wir bewegen alles Mögliche quer durch die Welt, also warum nicht Adoptivkinder? 

Das du hier nur an Deutschland denkst ist ziemlich egoistisch! 

Außerdem sinken die Adoptionszahlen in Deutschland seit Jahren kontinuierlich. Eine Frau die kein Kind will, und dennoch dazu gedrängt wird es auszutragen und dann abzugeben, ist also entweder gezwungen es ins Heim zu geben und mit dieser Schuld zu leben, oder es aus der Not heraus doch zu behalten, und was DAS bedeuten kann, habe ich bei einer ehemaligen Freundin/Bekannten gesehen. Das Kind dieser (ehemaligen) "Freundin/Bekannten", wäre besser nie geboren worden, das wäre weniger grausam gewesen! 

Hinzu kommt noch, das das Adoptionsverfahren in Deutschland extrem kompliziert ist, und viele Kinder nie adoptiert werden. 

Oft ist dann eine kriminelle Kinderheim und von Pflege zu Pflegefamile geschoben werden- Karriere die Folge. 

Noch dazu läuft so eine Frau immer Gefahr, das Leben/Glück ihrer zukünftigen Kinder / Familie zu zerstören, wenn irgendwo ein evtl gefrustetes/kriminelles "weggegebenes" Kind rum läuft, das jederzeit vor der Tür stehen kann, und die Familie ins unglück stürzen kann.

Also wenn ich erfahren würde, ich wäre adoptiert, ich wäre nicht damit klar gekommen. Das meine Mutter vor mir aber mal Zwillinge abgetrieben hat, finde ich höchstens interessant, mehr nicht.  

Ich frage mich heute noch mit einem bangen Gefühl, was wohl aus dem Kaninchennachwuchs wurde, den wir als ich 11 oder 12 war abgegeben haben. Nicht zu wissen, ob die kleinen in ein gutes Zuhause gekommen sind, und ob sie ein schönes Leben haben, macht mich mehr fertig als meine Abtreibung, die ich hatte als ich so 19/20 war. 

Ich kann dir auch sagen warum: Eine Abtreibung ist eine klare saubere Sache, vorher ist man schwanger, hinterher nicht mehr. Während es bei einer Adoption tausend Ungewissheiten gibt. Findet das Kind adoptiveltern, oder muss es im Heim dahinvegetieren? Ist es ein gutes oder ein grausames Heim? Sind die Adoptiveltern gute Menschen oder Kinderschänder? Steht es morgen vor meiner Tür und will was von mir? Hasst es mich? Will es Liebe von mir, die ich nicht geben kann? 

Kommentar von carn112004 ,

Klar ist sowas ziemlich fraglich:

"Menschen welche Frauen die abtreiben verurteilen DIE sollten Schuldgefühle haben."

und entsprechende Menschen, die Frauen verurteilen, sollten ggf. Schuldgefühle haben.

Sowas sage ich solchen Leuten auch regelmäßig, wenn man mal miteinander Nachrichten austauscht.

Nur als kleiner Tipp, das Feststellen von Tatsachen ist keine Verurteilung. Wenn ich sage, der A hat den Tod des B gezielt verursacht, dann handelt es sich um keine Verurteilung, sondern um eine Tatsachenbehauptung, die halt stimmt oder nicht.

und genauso ist das folgende keine Verurteilung:

Bei einer Abtreibung wird ein lebendes Exemplar der Spezies Mensch gezielt getötet, das die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG und das Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 GG hat und nach üblichen Verständnis der Begriffe unschuldig und wehrlos ist.

Keine Verurteilung, sondern Tatsachen, die ich auch gerne einzeln anhand der Bedeutung der Begriffe in Juristik und Biologie belegen kann.

Folgt daraus Verurteilung? Kann sein, aber ich denke bei Verurteilung dabei zuerst mal an die ganzen Kerle, die ihren schwangeren Freundinnen sagen, dass sie Schluss machen, wenn sie nicht abtreiben, und nicht so sehr an die Freundinnen, die dann in der beschissenen Situation sind, sich WÄHREND eines Pscho-Kriegs seitens des Kindsvater zu einem "Ja" durchzuringen und dabei mit dem Gefühl kämpfen, dass es weder besonders toll ist, abzutreiben, noch besonders toll ist, dass schon wieder ein Kind ohne Vater aufwachsen könnte; ist eine ziemliche Dreckssituation.

Und ich denke vielleicht an die ganzen Pappnasen in politischer Verantwortung, die gemäß GG verpflichtet wären, zum Schutz ungeborener wirkende Maßnahmen zu ergreifen, und die es nicht mal gebacken kriegen, dass entsprechende Stellen für Kinderbetreuung, Wohnungen, Ausbildung, AG-Verbände regelmäßig mit den Beratungsstellen Rücksprache halten, um zu erfahren, ob sie denn in ihrem Zuständigkeitsbereich irgendwas tun könnten, damit ein paar Frauen weniger abtreiben würden; ist ja nicht so, dass Frauen es im Beratungsgespräch nicht sagen würden, wenn Wohnungs-, Kinderbetreuungs-, Arbeitsplatz- oder sonstige -mängel wesentlich für ihre Schwierigkeiten sind und es ist nicht zu vermuten, dass Frauen, bei denen sowas wesentlich ist, irgendetwas nennenswert dagegen hätten, wenn die Zuständigen davon erfahren.

Antwort
von DundF, 26

Diese Reaktion Deines Freundes zeigt wie echt und wie tief seine Liebe zu Dir ist. Denn das Kind ist das Ergebnis Eurer gemeinsamen Liebe.

Rede doch mit ihm darüber, was Dir daran Angst macht, dann kann er einen Weg suchen, diese Angst aus dem Weg zu räumen.

Du kannst dem Kind eine Menge bieten, z.B. verantwortungsbewußte Eltern und all die Facetten des Lebens, die wir Tag für Tag ganz selbstverständlich genießen.

Auch junge Mütter haben ihre Vorteile, jede Mutter muß in diese Aufgabe erst hineinwachsen. Aber wir wachsen mit und an unseren Aufgaben

Antwort
von Ginalolofrigida, 22

Mädel (ich könnte vom Alter her deine Mutter sein), du hast hier sehr viele Meinungen über Abtreibungen bekommen, aber kaum eine hat sich mit deinem eigentlichen Problem befasst.

Du stehst jetzt vor einer Herausforderung deines Lebens. Während die Abtreibung an sich eine simple Sache ist - in einer Viertelstunde erledigt, sieht es mit einer Mutterschaft ganz anders aus. Das geht dein und andere Leben lang und rechtlich über den Tod hinaus (Familienrecht, Erben, etc.)

Das ist dir ja bewusst. Was dir nicht so klar ist, dass du jetzt langsam deine Macht erkennen sollst. Nur du kannst Kinder gebären,  dein männlicher Partner kann das nicht. Macht zu haben heißt Entscheidungen selber treffen zu können, und diese VOR DIR SELBER verantworten zu können,  also zu ihnen zu stehen. Auch wenn die ganze Welt dagegen ist!

Du hast auch den "richtigen" Partner dazu, einen, der durch Erpressung Kontrolle über die Entscheidung zu erlangen versucht. Er zeigt dir einfach, was du nicht bereit bist zu tun, also zu sich selbst zu stehen. Er hat eine Meinung, und lieber verzichtet er auf dich, als auf seine Meinung.

Ich bin mir sicher, hätte er vor dir gekniet, und hätte er dir in liebevollen Worten gesagt, dass er dich mit allem was du tun willst unterstützen wird, und dass du die tollste Mama der Welt sein wirst und er dich und keine andere will und ein paar positiven Ideen hätte,  wie eure gemeinsame Zukunft zu dritt aussehen könnte, gehabt, dann hättest du nachgegeben und dich seinem Wunsch angeschlossen. 

Aber das hat er nicht getan. Weil du lernen musst, deine Macht zu erkennen. Deswegen hab ich dir empfohlen, so zu entscheiden,  als wärst du ganz allein auf der Welt.

Kommentar von carn112004 ,

"hätte er vor dir gekniet, und hätte er dir in
liebevollen Worten gesagt, dass er dich mit allem was du tun willst
unterstützen wird, und dass du die tollste Mama der Welt sein wirst und
er dich und keine andere will und ein paar positiven Ideen hätte,  wie
eure gemeinsame Zukunft zu dritt aussehen könnte, gehabt"

Das hätte er tatsächlich tun sollen. Nur woher wissen wir, dass er es nicht getan hat?

Denn sieh es mal so rum, wenn ein Mann sowas macht, die Frau aber anschließend nicht das macht:

"dann hättest du nachgegeben und dich seinem Wunsch angeschlossen."

dann ist Trennung wenn vielleicht auch nicht richtig, so doch naheliegend für ihn. Und wäre dann keine Erpressung sondern sogar nahezu nach deinem Standpunkt folgerichtige Reaktion darauf alles gegeben zu haben, aber gescheitert zu sein.

Die Fragestellerin hat schlicht nicht erläutert, was ihr Freund außer der Drohung, sie zu verlassen, getan oder nicht getan hat, außer, dass viel diskutiert wurde.

Deswegen habe ich hier auch schon mehrfach Leute kritisiert, die hellseherisch meinten, das sei erpresserisch völlig ohne Kenntnis, ob er nicht zuvor alles aufgeboten hat, was er aufbieten sollte, und seine Reaktion jetzt vielmehr Enttäuschung und Verletzung ist.

Kann aber auch sein, dass er ein mieses Kontrollarschloch ist, der in dem Kind die Möglichkeit sieht, die Fragestellerin an sich zu ketten, zu kontrollieren und zu dominieren. Das wäre dann natürlich unter aller Sau, so sehr, dass er eigentlich Dresche verdient hätte.

Aber nichts genaues weiß man nicht.

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Da hast du anscheinend nicht nur meine Antwort, sondern etwas grundsätzlich missverstanden. Zu lieben heißt, anderen Menschen auch nahe sein zu können, wenn sie ganz andere Meinungen haben. Und zwar nicht nach der Schneewittchen Methode - ich beiss in die nicht vergiftete "Seite", und den Rest kann sie behalten.

Kommentar von carn112004 ,

Dann komm sag:

"Ich bin mir sicher, hätte er vor dir gekniet, und hätte er dir in
liebevollen Worten gesagt, dass er dich mit allem was du tun willst
unterstützen wird, und dass du die tollste Mama der Welt sein wirst und
er dich und keine andere will und ein paar positiven Ideen hätte,  wie
eure gemeinsame Zukunft zu dritt aussehen könnte, gehabt, dann hättest
du nachgegeben und dich seinem Wunsch angeschlossen. "

wenn du dich irrst und die Fragestellerin hätte trotz solch einem möglichen Niederknien und liebevollen Worten mit weiterem Beharren auf Abtreibung reagiert - entgegen dem, was du meinst -, was wäre dann aus deiner Sicht dein Rat für ihn?

Nebenbei habe ich nicht gesagt, dass seine Reaktion dann richtig wäre; lediglich, dass eine Trennung aus Verletzung und Enttäuschung nun mal keine Erpressung ist, sondern eben eine Trennung aus Verletzung und Enttäuschung; soviel zum Thema Textverständnis deinerseits.

Antwort
von ApfelTea, 67

Wenn er bei so einem wichtigen Thema nicht hinter dir steht, solltest DU ihn verlassen. Du hast immerin schon Stress genug und er ist an der Sache mit schuld.

Antwort
von josy8, 2

Ich selbst war bei meinen 1 Kind 16 Jahre alt und bei meinen 2 Kind 19 und beide waren Ungewollt aber jede frau Entscheidet selbst wann sie bereit ist ein Kind zu bekommen das muss dein Freund Verstehen

Antwort
von Fairy21, 73

Du musst dich sowieso erst beraten lassen, vorher darfst du ohnehin nicht abtreiben. 

Kann deinen Freund ein bisschen verstehen, obwohl das mit dem Verlassen übertrieben ist, denn es ist ja auch sein Kind, hoffe ich zumindest, ohne dir bösartig was unterstellen zu wollen. 

Kommentar von Glitzerfee45 ,

Klar, verstehe ihn zwar auch - aber mitten in der Ausbildung zu stehen und das beiderseits - ziemlich blöd...

Kommentar von Kathyli88 ,

Ach bei uns lief es noch viel blöder ab, wir kauften nämlich einen monat davor erst ein haus (via kredit bei der bank) und zu meiner schwangerschaft hin verlor ich dann meinen job, weil genau zu diesem zeitpunkt mein arbeitsvertrag auslief. Er wäre verlängert worden, aber durch die schwangerschaft wurde er nicht verlängert. Das bedeutete arbeitslosigkeit, und weil ich mich nicht beim arbeitsamt anmeldete da ich bewerbungen schwanger als sinnlos erachtete bekomme ich auch nur den mindestsatz an elterngeld den auch leute bekommen die nicht/niemals arbeiten waren. Ich arbeitete davor aber immerhin schon 12 jahre in vollzeit. Dann ging der betrieb in welchem mein mann arbeitete in insolvenz und das gehalt wurde für 3 monate nicht mehr bezahlt. Noch schlechter hätte es also kaum sein können. Durch erspartes ging es aber noch. Mittlerweile hat er wieder arbeit, aber es war eine happige zeit genau während der schwangerschaft. So viele sorgen. Auf einmal fehlten zwei gehälter und ein kind war unterwegs, und ein kredit der jeden monat bezahlt werden musste. Sonst hätten wir das haus gleich wieder verloren. Zudem haus von 1930, ohne zentralheizung, küche, bad, uralte elektrik. Aber wir haben es trotzdem geschafft. Und nun ist ein gesundes fröhliches kind auf der welt. Das kriegst du schon hin. Grad in der ausbildung ist es noch leichter. 

Kommentar von Glitzerfee45 ,

Oh je, schlimmer geht wirklich immer... 

Aber Hut ab das Sie es meistern :) 

Kommentar von Kathyli88 ,

Das geht alles irgendwie. Aber ich habe sehr oft über abtreibung nachgedacht, weil einfach die momentane situation so ungünstig war. Er wollte aber unbedingt sein kind haben. Ich habe mich dann überreden lassen. Als er geboren war und ich ihn im arm hatte konnte ich nicht mehr verstehen wie ich vorher überhaupt solche gedanken haben konnte. Das war mir mit keinem gedanken mehr verständlich. Ich bereue die entscheidung auch nicht, auch mein mann (der zu dem zeitpunkt noch nicht mein mann war sondern erst seit 2 monaten mein partner) ist überglücklich. Obwohl ich so viel ärger in der SS hatte, das ließ sich ja kaum vermeiden, ist er trotzdem ein super glückliches kind, der lacht immer, ist brav, alles in ordnung. Hab bis ins 8.monat noch böden gefliest, wände gestrichen, damit es einigermaßen wohnlich ist, hilfe aus der familie haben wir keine, weder in betreuung oder finanzieller form. Aber es läuft trotzdem, wir sind zu dritt glücklich. ich kann dich absolut verstehen. Aber grade wenn du noch so jung bist und in der ausbildung tust du dich noch leichter, die ausbildung kannst du fortsetzen. Und in der heutigen zeit bleibt man sowieso meist nicht lange in den unternehmen sondern wechselt immer wieder um ein höheres gehalt zu bekommen. Meine erfahrung ist jedenfalls, ich bin so froh dass mein mann mich überredet hat. Ich hatte schon einen termin dafür. Wäre der größte fehler meines lebens gewesen, die arbeit wäre das nicht wert gewesen. In 1 jahr arbeite ich wieder und der kleine kommt in die kita :) hätte ich diesen kleinen menschen nicht kennengelernt sondern weg gemacht, dann hätte ich etwas wunderschönes verpasst. Dieses muttergefühl wird bei dir auch kommen, und eigentlich ist es das schönste was es gibt auf dieser welt. 

Antwort
von tiniwuzz, 65

Ich finde das kein erpresserisches Verhalten deines Freundes. Es ist eher eine Aussage, die seine Hilflosigkeit zeigt, weil er nicht mitbestimmen kann, was mit seinem Kind passiert. Denn es ist auch seines. Klar kann er dich später auch mit Kind verlassen. Aber er scheint ja dazu zu stehen. Finanziell hätte er nur Nachteile, denn er wäre Unterhaltspflichtig.
Eine Ausbildung kann man auch mit Kind beenden. Vor allem, wenn man z.B. seine Eltern in der Nähe hat, die meist helfen.
Ich bin nicht (mehr) prinzipiell gegen Abtreibung. Aber deine Gründe, mit 20, erscheinen mir nicht stichhaltig genug.
Klar ist es dein Körper, aber es ist ein Leben, das du in dir trägst.

Antwort
von nieraab, 70

Dein Körper, deine Entscheidung!

Antwort
von DerAlex16, 78

Wenn nicht beide damit einverstanden sind dann solltest du abtreiben.Du bist nicht einverstanden ein Kind zu kriegen,dazu ist es DEIN Körper und du bestimmst was mit den Baby geschieht.Aber Vorsicht ab einer bestimmten Zeit von ein paar Monaten kannst du dein Kind nicht mehr abtreiben lassen weil es sonst Mord wäre, also entscheide dich schnell

Kommentar von NorwinSchneider ,

Es geht hier nicht nur um ihren Körper. 

Mache dich mal schlau wie so eine Abtreibung abläuft. 

Kommentar von Deamonia ,

Meist geht es schon rein um den Körper, und eine Abtreibung ist eine rein körperliche Sache. Das was man mit bekommt, ist wie eine verstärkte Periode, mehr nicht. (eigene Erfahrung) 

Antwort
von Tidus1, 56

Unter anderem wenn er dir jetzt schon so blöd kommt kann es sein das er dich während der Schwangerschaft verlässt oder danach. Dann hast ein echtes Problem also Kopf hoch mach was du für richtig hältst!

Antwort
von Tidus1, 50

Ganz ehrlich. Es ist dein Körper und wenn er der Meinung ist dich danach zu verlassen kannst echt auf ihn scheis***. Immerhin hat er denk ich mal auch mal masturbiert und sein sperma das Klo runter gespült. Und wenn du dich nicht gewachsen dafür fühlst ist es so. Lieber so als das sich im Endeffekt das Jugendamt einmischt! Hör auf das was dir dein Herz sagt bevor sich da ein Herz entwickelt. Ich hasse solche jungs die so kommen aber selbst nicht verhüten können. Es is dein leben und deine Entscheidung und du musst dir erstmal denken ob es mit dem Geld reicht ob ihr ne Ausbildung habt genug platz habt oder ob du genau so leben willst ich bin 21 und würde niemals so meiner Freundin kommen.

Antwort
von Mewchen, 14

Du willst das Kind nicht, das ist offensichtlich. Triff die Entscheidung für dich allein, nicht weil du deinen Freund halten willst. Ob du dich für oder gegen die Abtreibung entscheidest ist deine Sache.

Wenn dein Freund dich verlässt im Falle einer Abtreibung, so ist dies seine Entscheidung. 

Geh erstmal zur Beratung, und dann entscheide. 

Antwort
von RasThavas, 56

Es ist deinen Entscheidung, nicht die deines Freundes.

Aber auch wenn das jetzt für dich schwer ist: DU alleine solltest das entscheiden, dein Freund darf seine Meinung sage, aber er darf dich nicht unter Druck setzen.

Was dein Freund macht, ist quasi Erpressung, und keine gute Basis für eine Beziehung.

Ist vielleicht schwer, aber : Wenn er dich wegen dieser Scher verlassen will, wird er dich früher oder später wegen was anderem verlassen.

Das einzig Richtige wäre: "OK. Dann geh doch!"

Wenn er es dann auch macht, ist er es eh nicht wert,, dein Leben mit ihm zu verschwenden.

Ist nicht einfach. Aber ich bin selbst Mann, und ich finde sowas einen Grund zum Fremdschämen. Und mehr.

Ohne Beratung geht das aber eh nicht,. Nimm ihn mit.

Kommentar von Mewchen ,
Wenn er dich wegen dieser Scher verlassen will, wird er dich früher oder später wegen was anderem verlassen.

Finde ich nicht fair dem Freund gegenüber. Eine Abtreibung ist nichts, was man mal so eben nebenbei macht, besonders nicht in einem Fall, indem keine gemeinsame Einigkeit zum Thema Abtreibung besteht.

Erpressung ist was anderes. Sie trifft ihre Entscheidung, das gleiche Recht sollte aber ihrem Freund eingeräumt werden. Sie treibt ab, für ihn ist das nicht einfach so zu verwinden, also wird er die Beziehung beenden. Völlig nachvollziehbar

Antwort
von BRO32, 56

Eine Person, die dir solche erpresserischen Forderungen stellt, wird dich sowieso irgendwann verlassen, oder dir endgültig die Entscheidungsfreiheit nehmen wollen. Dann stehst du alleine mit einem Kind da. Erst erwachsen werden, eine Familie gründen, mehr oder weniger fest im Leben stehen und dann kann man Kinder planen.  Vielleicht ist der Typ aber auch ein ganz lieber und bei ihm sind nur seine väterlichen Instinkte aufgekommen, aber ich bin völlig davon überzeugt, dass man mit Menschen, die Forderungen stellen, nichts zu tun haben sollte. Du kennst ihn ja besser. Wenn er immer so auf Chef macht, dann nichts wie weg da und suche dir einen, der dich und deine Entscheidungen respektiert. Außerdem bist du noch 20, hast noch viele Möglichkeiten vor dir.

Kommentar von carn112004 ,

Das ist mangels Informationen, warum ihr Freund so handelt, eine völlig übertriebene Vermutung:

"Eine Person, die dir solche erpresserischen Forderungen stellt, wird
dich sowieso irgendwann verlassen, oder dir endgültig die
Entscheidungsfreiheit nehmen wollen."

Wenn
das ganze für ihren Freund gerade so ist, dass sie das gemeinsame Kind
töten lassen will, ist das mitnichten ein Indiz, dass er sie später
wegen irgendeiner Kleinigkeit verlässt. Denn das Töten des gemeinsamen
Kindes ist nunmal keine Kleinigkeit und nur schwer mit irgendwelchen
anderen Situation vergleichbar, weshalb aus seinem Verhalten jetzt eben
nicht gerade unbedingt gefolgert werden kann, dass so etwas bei ihm
erwartbar ist.

(Natürlich mit der Einschränkung, dass wir hier gerade kaum was wissen, ob und warum er so handelt.)

Kommentar von BRO32 ,

Ich habe ja auch geschrieben, dass sie ihn besser kennt.

Kommentar von Mewchen ,

Ganz ehrlich sehe ich hier kein erpresserisches Verhalten. Er nimmt sich eben nur das gleiche Recht auf eine Entscheidung wie sie. Treibt sie ab, geht er. Das ist keine Erpressung, das ist einfach nur eine Feststellung und sein gutes Recht. 

Antwort
von Ginalolofrigida, 57

1. Wenn er die Drohung so ausgesprochen hat, kannst du sicher sein, daß er dich auch in Zukunft so erpressen und dich dann im Stich lassen wird, wenn DU Hilfe brauchst. Du stehst mit deiner Entscheidung nicht nur alleine, sondern musst gegen deinen Partner ankämpfen! 

2. Du hast vielfältige Möglichkeiten: die Schwangerschaft behalten, den Mann auch (diese Beziehung wird früher oder später enden); die Schwangerschaft behalten, den Mann verstossen; diese Schwangerschaft beenden - wie sich dein Freund dann entscheidet, ist schnuppe - er ist eh kein guter Partner. Wenn du so leicht schwanger wirst, kannst du auch später Mutter werden.

Die Frage, die nur du selber für dich beantworten sollst, ist: Will ich Mutter sein für dieses Kind, auch wenn mir niemand in der Welt helfen wird, und auch der Vater nicht da sein wird (es kann ja jederzeit ihm etwas zustossen)?

Kommentar von carn112004 ,

Das ist mangels Informationen, warum ihr Freund so handelt, eine völlig übertriebene Vermutung:

"Wenn er die Drohung so ausgesprochen hat, kannst du sicher sein, daß er
dich auch in Zukunft so erpressen und dich dann im Stich lassen wird,
wenn DU Hilfe brauchst."

Wenn
das ganze für ihren Freund gerade so ist, dass sie das gemeinsame Kind
töten lassen will, ist das mitnichten ein Indiz, dass er sie später
wegen irgendeiner Kleinigkeit verlässt. Denn das Töten des gemeinsamen
Kindes ist nunmal keine Kleinigkeit und nur schwer mit irgendwelchen
anderen Situation vergleichbar, weshalb aus seinem Verhalten jetzt eben
nicht gerade unbedingt gefolgert werden kann, dass so etwas bei ihm
erwartbar ist.

(Natürlich mit der Einschränkung, dass wir hier gerade kaum was wissen, ob und warum er so handelt.)

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Da bist du eigentlich viel weiter in der Fantasie und im Vermuten als ich: es ist noch kein Kind da, es sitzen zwei Menschen sich gegenüber und eine(r) sagt: "ich habe Angst, ich fühle mich der Veränderung nicht gewachsen", und der andere droht ihm mit dem "Verlassen"! Dabei hat er sie schon mit dieser Drohung verlassen! 

Kommentar von carn112004 ,

"es ist noch kein Kind da"

Doch, zumindest nach unserem Grundgesetz (gegen das man sich natürlich auch stellen kann; wobei man dann sich den Vorwurf , ein Verfassungsfeind zu sein, gefallen lassen muss), denn insoweit dieses offen lässt, ob ungeborene nun bereits als Kinder zu sehen sind oder nicht, ist das Bundesverfassungsgericht gemäß Art. 93 Abs. 1 GG für den Staat bindend zur Auslegung befugt:

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

"

3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch
gegenüber seiner Mutter. Ein solcher Schutz ist nur möglich, wenn der
Gesetzgeber ihr einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich verbietet
und ihr damit die grundsätzliche Rechtspflicht auferlegt, das Kind
auszutragen. Das grundsätzliche Verbot des Schwangerschaftsabbruchs und
die grundsätzliche Pflicht zum Austragen des Kindes sind zwei
untrennbar verbundene Elemente des verfassungsrechtlich gebotenen
Schutzes.

"

Das Kind austragen kann man offensichtlich nur, wenn das Kind schon vor Geburt existiert, andernfalls würde man den Fötus/Embryo austragen.

"

d) Das Beratungsverfahren löste die ihm zukommende

Aufgabe nicht hinreichend, wenn nicht berücksichtigt würde, daß

Personen, die der schwangeren Frau nahestehen - insbesondere der Vater

des ungeborenen Kindes und die Eltern einer minderjährigen Schwangeren

-, zu ihrer Unterstützung berufen sind und sie in ihrer Entscheidung für

oder gegen das Kind beeinflussen können.

"

Da klipp und klar: "ungeborenes Kind"

Zwei mögliche sinnvolle Antworten:

a) Ok, du hast recht, wenigstens im Sinne unseres hochgeschätzten GGs existiert schon ein Kind, weshalb dies ein in Anbetracht der grundlegenden Bedeutung des GGs für unserere Gesellschaft, ein legitimer Standpunkt ist, wobei (hier weitere Kritik an mir einfügen)

b) Auch wenn ich dadurch zum Verfassungsfeind werden sollte, stelle ich mich hier gegen das GG bzw. das BVerfG, denn es irrt hier gewaltig, da (hier sorgfältige Begründung einfügen für die man zuvor wenigstens Schwangerschaftsabbruch I und II sowie in Teilen die zugehörigen BT-Debatten und eine Erläuterung der Beratungen des parlamentarischen Rats, der das GG verabschiedete, sowie über Embryonalentwicklung sowie Begriffe wie "Leben" bzw. "lebendig" im medizinischen und biologischen Kontext gelesen haben sollte, damit man wenigstens einigermaßen fundiert darlegen kann, warum ein lebendes ungeborenes Exemplar der Spezies Mensch mit schlagendem Herz ein Nichtmensch sein sollte)

Aber vermutlich wählst du irgendeine der üblichen dummen Antworten ala:

- ist doch egal

- ist doch noch nicht selbstbeständig lebensfähig

- ich empfinde es nicht so und du darfst dein persönliches Empfinden anderen nicht aufdrängen

- eine Frau darf doch selbst über ihren Körper entscheiden (besonders dämlich, da ob ein Kind existiert oder nicht, natürlich völlig unabhängig davon ist, ob die Frau selbst über ihren Körper entscheiden darf; insofern ein ungeborenes Kind existiert wird das ja nicht zum Nichtkind, weil die Frau selbst entscheidet)

Kommentar von Deamonia ,

Das Kind austragen kann man offensichtlich nur, wenn das Kind schon vor Geburt existiert, andernfalls würde man den Fötus/Embryo austragen."

Nicht wirklich, wenn man Backt, sagt man auch "Kuchen Backen" und nicht "Teig Backen" obwohl der Kuchen vorher noch nicht existiert. 


Kommentar von carn112004 ,

Im Kontext und im üblichen Sprachgebrauch von Juristen bedeutet es in dem Fall aber gerade nicht das äquivalent zum Kuchen backen.

Vor allem da eben an anderer Stelle explizit "ungebornes Kind" gesagt wird.

Wer sich auf die Grundwerte unserer Gesellschaft bezieht, darf völlig zu Recht von ungeborenen Kindern sprechen; wer das leugnet, der hat da auf jeden Fall eine gewisse Distanz zum GG.

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Du darfst ruhig deine "hochgeschätzten" Grundgesetze und den juristischen Sprachgebrauch irgendwo ausbrüten, wo es dir genehm ist, aber glaube nicht, du rettest hier irgendjemanden,  indem du jungen, desorientirten Frauen Angst machst mit solchen moralischen "Keulen". Wir wissen, daß die Kirche und deine hochgeschätzten männlichen Machtinhabern über Jahrtausende den Frauen das Recht abgesprochen haben, über die Mutterschaft selber zu entscheiden. Erst vor 40 Jahren wurde nach Frauenprotesten ihnen zähneknirschend die “Straffreiheit“ gewährt von diesen Herrschaften.

Ich kann verstehen,  daß für die Männer frustrierend ist, keine Kontrolle in diesem Bereich zu haben. Aber zurück in diese dunkle Vergangenheit möchten hoffentlich nicht mehr so viele. Die Welt steht vor viel größeren Herausforderungen, als der menschlichen Art zum Vermehren zu dienen. Ausserdem verbraucht jedes Kind im Westen 30 mal mehr Ressourcen als eins in der Dritten Welt um zu wachsen. 

Kommentar von carn112004 ,

Wie vorausgesagt, hast du dich für eine dumme Antwort entschieden.

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Wie toll, nicht nur ein Weltretter, sondern auch ein Prophet... Vielleicht aus Polen? Die Sonne geht ja bekanntlich im Osten auf... Aber sie scheint für alle, sogar für Frauen und Mädchen, die sich nicht erpressen lassen.

Kommentar von carn112004 ,

Hat nichts mit Prophetentum zu tun, sondern damit dass eben dein Unwillen andere Standpunkte zu verstehen und deine eigenen anhand von Tatsachen zu überprüfen, sehr offensichtlich ist. Bist halt Intolerant.

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Außerdem habe ich nicht behauptet, eine Abtreibung ist "irgendeine Kleinigkeit". Für keine Frau ist Abtreibung eine "Kleinigkeit", nur für Menschen, für die Frauen weniger Wert sind als Kinder.

Kommentar von carn112004 ,

Du hast aber das, was eine Abtreibung für den Kindsvater bedeuten kann, mit den üblichen Beziehungsproblemen gleichgesetzt, wegen denen man sich sonst so streitet und trennt. Damit hast du einen Teil davon, wie er es sehen kann, schlicht unterschlagen.

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Nein. Du hast die Abtreibungsfrage mit einer Kleinigkeit gleichgesetzt. Ich weiß sehr wohl, und die Fragestellerin auch, dass das nicht "irgendeine Kleinigkeit" ist. Wenn Sie das so gedacht hätte,  bräuchte sie gar nicht den Rat wildfremder Menschen und hätte nicht viele Diskussionen mir ihrem Freund geführt. 

Aber in einer engen Beziehung kommen einfach auch Herausforderungen, die nur wenn sie gemeinsam gemeistert werden, die Partnerschaft vertiefen. Hier ist es kaum der Fall, denn er droht diese zu kündigen, wenn es nicht nach seinem Willen entschieden wird. An Prinzipien und Gesetze zu halten und Menschen allein zu lassen mag vielleicht für das Selbstbild nobel sein, aber nur vor dem Spiegel.

Kommentar von carn112004 ,

Lesen fällt auch schwer, ich habe das da:

"Aber in einer engen Beziehung kommen einfach auch Herausforderungen, die
nur wenn sie gemeinsam gemeistert werden, die Partnerschaft vertiefen"

also die ganzen Problemchen in Beziehungen als Kleinigkeit bezeichnet und zwar im Vergleich zu einer Abtreibung.

Kommentar von Deamonia ,

Deiner Antwort stimme ich vorbehaltlos zu, deinem Kommentar muss ich allerdings widersprechen ;) 

Das einzig "blöde" (ja ich weis, es ist ein harmloses Wort, das ist Absicht!) an meiner Abtreibung war, das es mir peinlich war, in diese Lage geraten zu sein. Peinlich berührt sein war wirklich das einzige, was ich damals gefühlt habe, und das ist heutzutage glücklicherweise auch weg, da ich heute viel besser Bescheid weis als früher, und weis das es keinen Grund gibt, sich deswegen zu schämen. 

Gegen Abtreibungen zu sein, ist gegen die Psychische Gesundheit der Schwangeren zu sein. Fast alle Psychischen Probleme nach Abtreibungen (und davon gibt es im Gegensatz zum Volksglauben kaum welche) werden durch das Umfeld ausgelöst, welches der Abtreibenden ein schlechtes Gewissen einreden. 

Antwort
von vicedry, 62

Du musst dir im klaren sein welche Konsequenzen eine Abtreibung hat.
1.Nur weil es hier in Deutschland legal ist heißt es nicht das es in Ordnung ist. Es ist immerhin ein Mensch dem du das Leben verweigerst.
2. Abtreibungen ziehen in den meisten Fällen seelische Folgen mit sich. Was nicht so sehr publiziert wird ist die Tatsache das der größte Teil der Frauen die abtreiben hinterher mit Depressionen und anderen seelischen Erkrankungen leiden.
3. Es können auch körperliche Schädigungen entstehen, zwar nicht sehr wahrscheinlich aber dennoch möglich dass du dann z.b. Keine Kinder mehr bekommen kannst.

Ich würde dir auf jedenfalls raten das Kind zu behalten. Warum?
1. Du kannst es zur Not zur Adoption freigeben. Ich bin mir sicher das Kind würde lieber zur Adaption freigegeben werden als abgetrieben zu werden.
2. Die allerwenigsten Eltern fühlen sich dazu bereit ein Kind zu bekommen und denken sie währen zu unreif dafür. Aber die Erziehung ist immer ein learning bei doing.
3. Es gibt unzählige Lebensgeschichten wo es die beste Entscheidung eines Menschen war sein Kind nicht abzutreiben. Und sie das Glück in den Kindern gefunden hat.

Kommentar von Deamonia ,

Bitte verbreite hier nicht so einen Anti-Abtreibungs-Unsinn. 

Punkt 1 ist Unsinn, da es täglich tausendfach passiert, wenn eine Frau zu ihren fruchtbaren Tagen eben keinen Sex hat. Da "verweigert" man auch "das leben" 

2. Abtreibungen bringen in den seltensten Fällen psychische Probleme mit sich. Studien haben erwiesen, das Frauen die abgetrieben haben, nicht mehr unter Psychologischen Problemen leiden wie Frauen die nicht abgetrieben haben. Sie haben im Schnitt sogar weniger Psychische Probleme, als die, die sich FÜR ein ungewolltes Kind entschieden haben Die meisten Frauen empfinden vor allem Erleichterung! 

Probleme verursacht vor allem das Umfeld, indem sie auf die Abtreibende einreden (so wie du) das es "nicht richtig" sei was sie mache! 

http://www.spektrum.de/news/kein-nachweisbarer-zusammenhang-zwischen-abtreibung-...

3. Das ist ein extrem unwahrscheinliches Horrorszenario welches ebenfalls (wie schon punkt 2) von Extremen Abtreibungsgegnern missbraucht wird. Es ist auch möglich, wenn ich vor die Tür gehe, von einem herabfallenden Dachziegel getroffen zu werden. Soll ich deswegen das Haus nicht mehr verlassen? 

Zudem wird dabei vergessen, das eine Schwangerschaft selbst viiiiiiiel gefährlicher ist, als eine Abtreibung. Wenn man sich mal die Risiken einer Geburt anschaut, sind die einer Abtreibung ein Witz dagegen.

Komplikationen treten meist nur in Ländern auf, wo Abtreibungen Illegal sind, und daher heimlich in irgendwelchen Hinterzimmern durchgeführt werden müssen. 

Ich habe selbst abgetrieben, und kenne mehrere Frauen die ebenfalls abgetrieben haben, unter anderem meine Mutter, und KEINE hat irgendwelche Psychischen oder Körperlichen Schäden davon getragen. Dieses PAS Syndrom ist eine reine ERFINDUNG der Abtreibungs Gegner: http://derstandard.at/1207285828934/Das-Post-Abortion-Syndrom-ist-eine-Erfindung

Dieses widerliche verdrehen von Fakten von Abtreibungs Gegnern ist wirklich kaum zu ertragen! 

Ich bin wirklich froh, das mir persönlich das nichts ausmacht, aber es macht mich krank, wie Leute wie du versuchen andere zu manipulieren! Stell dir mal vor, sie bekommt das Kind, weil Leute wie du ihr Angst gemacht haben, und kann es dann nicht lieben! Ja suuuper. 

Ich habe gesehen, wie so etwas sein kann, und dem entsprechenden Kind hat jeder gewünscht, das es besser nicht geboren worden wäre. Krasse Vernachlässigung war noch das geringste, was diesem Kind angetan wurde. 

Zudem besteht immer die Gefahr, dem Kind im Streit vorzuwerfen man hätte es besser doch abgetrieben, insbesondere wenn man zum behalten gedrängt wurde.  

Zu deinen nächsten 3 Punkten: 

Bei Adoptionen sind die Psychischen Probleme der Mütter um ein vielfaches höher als bei Abtreibungen, da man mit einer Adoption NIE abschließen kann. Das Kind "bedroht" die Frau ihr leben lang, denn sie muss ständig Angst haben, es könnte auftauchen. Aus diesem Grund gehen viele die zur Adoption freigegeben haben später keine ernsthaften Beziehungen mehr ein, und bekommen auch keine Kinder mehr, weil sie den Gedanken nicht ertragen können, für diese Kinder zu sorgen, während sie ihr erstes weggegeben haben. 
Die anderen kommen fast um vor Sehnsucht, und werden ihres Lebens nicht mehr froh...

Kommentar von NorwinSchneider ,

Richtig! Außerdem ist es einfach nur grausam wie die Abtreibungen erfolgen. 

Kommentar von Deamonia ,

Was ist daran grausam, ein paar Zellen abzusaugen? Wenn du nun mit Bildern von zerschnittenen Babys ankommen willst, sage ich dir gleich: Das sind Spätabtreibungen, und ein ganz anderes Thema! 

Kommentar von carn112004 ,

Wir können uns auch gerne Bilder aus der 14. SSW anschauen (in der Abtreibungen in D noch relativ einfach möglich sind); du entscheidest dann, wie appetitlich die sind. Falls du keine hast, keine Sorge, ich könnte welche auftreiben, ist ja nicht schwer.

Kommentar von Deamonia ,

Danke nicht nötig, hab ich alles schon gesehen. 

Ich vertraue lieber auf das was ich auf meinem eigenen Ultraschall mit eigenen Augen gesehen habe, als auf irgendwelche nicht prüfbaren Behauptungen aus dem Internet. Jeder kann im Web das Bild eines Fötus in der 24 SSW als 14 SSW ausgeben. 

Das auf meinem Ultraschall war eine Bohne mit Fäden dran, mehr nicht. 

Aber man sieht schon wie du wieder manipulieren willst: Wir reden hier erstmal von normalen Abtreibungen bis zur 12 SSW und du kommst nun mit der 14 SSW, NUR um schlimmere Bilder heraufbeschwören zu können, ziemlich armselig, oder? 

Kommentar von carn112004 ,

Keine Manipulation, sondern nur der Zählweise geschuldet.

Abtreibung in D straffrei bis 12. Woche nach Befruchtung ~ 14. Woche nach erstem Tag der letzten Mens = 14. SSW nach üblicher Zählweise.

Hier Beleg, dass SSW durchaus in Wochen ab ersten Tag letzte Mens gemeint ist:

http://www.familie.de/schwangerschaft/schwangerschaftskalender-562662.html

"

2. SSW - Fast schon schwanger

Die ersten zwei Wochen zählen zwar nur rein rechnerisch zur Schwangerschaft. Faktisch sind Sie noch nicht schwanger.

"

Mir einen Manipulationsvorwurf zu machen, weil ich die übliche Zählung verwende, ist ziemlich hahnebüchen. Vor allem da durch meinen Zusatz in Klammern, dass bis dahin Abtreibungen in D relativ leicht möglich sind, eindeutig klar ist, dass ich eben diese Zählweise verwende, da leicht möglich in D eben nur bis zur 12. Woche nach Befruchtung ist.

Schrei doch nicht gleich Manipulation, wenns nur die übliche Verwirrung über die Zählweise der Schwangerschaftswoche ist.

Und die Bilder lassen sich ganz leicht durch Vergleich mit den überall abrufbaren Informationen über den Entwicklungsstand, Größe, etc. prüfen, so dass die Zuordnung eines Bildes +-2 Wochen im allgemeinen möglich ist.

Antwort
von desweischfei, 74

Du möchtest es nicht. Die Frage hast du dir selber beantwortet. Er hat keine Macht über deinen Körper. Das nennt man emotionale Erpressung, was ist das für ein Unmensch.

Kommentar von Mewchen ,

Ein Unmensch, weil er sich das gleiche Recht herausnimmt, eine Entscheidung zu treffen wie sie...? Aha. 

Kommentar von desweischfei ,

Wie ich sehe hast du ein Problem. Behalt es.

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