Frage von dola0506, 61

Schwanger (9ssw) und unsicher?

Hallo zusammen.
ich bin 19 Jahre alt und seit fast 3 Jahren mit meinem Freund zusammen. Ich habe vor ein paar Tagen erfahren das ich schwanger bin (9 ssw) normalerweise unterstütz mich mein Freund wo er kann. Er ist ein toller Mensch. Da meine Lebensumstände aber derzeit sehr kompliziert sind ist es schwierig für mich zu entscheiden ob ich das Kind behalte oder nicht. Kurze Erläuterung meiner Lebenssituation: seit 7 Jahren kein Kontakt mehr mit Mutter. Vater kümmert sich seit Jahren nur finanziell wenns drauf an kommt ist er nicht für mich da (liegt wahrscheinlich an seiner neuen Familie). Ich habe eine eigene Wohnung die von ihm finanziert wird. Ich habe keine Ausbildung (nur Hauptschulabschluss) ich wollte vor einem Jahr schon mit einer Ausbildung zu Erzieherin beginnen die ich allerdings nur mit Unterstützung von meinem Vater antreten könnte da man nix verdient. Mein Freund möchte das ich abtreibe weil er meint in meiner Situation würde ich es nicht schaffen und es Würde mich noch mehr kaputt machen außerdem waren seine Worte: "tu mir das bitte nicht an" (er holt grade seinen Realschul Abschluss an einer VHS nach ). Für mich war eigentlich immer klar das wenn ich so früh schwanger werden sollte das ich auf jeden Fall abtreiben will doch jetzt wo es wirklich der Fall ist bin ich mir nicht mehr sicher ich weiß das es für mich wahrscheinlcH das beste wäre abzutreiben aber es gibt einen Teil in mir der es nicht übers Herz bringen kann und dieser Teil wird von Tag zu Tag größer. Hat jemand einen Rat für mich ?

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für schwanger, 16

Du tust ihm etwas an? - War er nicht daran beteiligt?

In einer Schwangerschaftkonfliktsituation ist in jedem Alter keine Option leicht und jede Entscheidung schwer zu treffen.

Am besten vereinbarst du zeitnah einen Termin z.B. bei der

http://www.profamilia.de/fachpersonal/beraterinnen/schwangerschafts-konfliktbera...

für eine Schwangerschaftskonfliktberatung. Dieses Gespräch kannst und solltest du selbstverständlich auch ohne den erklärten Wunsch um einen
Schwangerschaftsabbruch nutzen. Zudem benötigst du den Beratungsschein
für einen etwaigen Schwangerschaftsabbruch.

Dort erhälst du nützlichen, individuellen und unparteiischen Rat und Hilfe bei deiner Entscheidung, wie es denn nun weiter gehen soll. In der Beratung können auch der potentielle Vater oder eine andere Vertrauensperson anwesend sein, wenn du das möchtest.

Eine Schwangerschaftskonfliktberatung umfasst die Konfliktklärung hinsichtlich der emotionalen, seelischen, partnerschaftlichen und lebensplanerischen Aspekten von Elternschaft bzw. eines Schwangerschaftsabbruchs.

Sie gibt Informationen über staatliche und andere Sozialleistungen und Unterstützungen – Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt, Wohngeld, existenzielle Leistungen.

Du erhälst dort eine medizinische Aufklärung hinsichtlich eines operativen oder medikamentösen Eingriffs, eine Erläuterung der Rechtsgrundlage und bekommst die Kosten und Finanzierung eines Schwangerschaftsabbruchs erklärt.

Wenn du dich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidest, hast du das Recht auf umfassende Beratung, angemessene ärztliche Versorgung und
respektvolle Behandlung.

Wenn du das Kind zur Adoption freigibst, erlöschen alle Rechte und Pflichten unwiderruflich. Bevor du eine solch wichtige Entscheidung triffst, solltest du dies sehr sorgfältig überdenken und dich ausführlich über Perspektiven für ein Leben mit Kind und über verschiedene unterstützende Angebote beraten lassen (z.B. bei Arzt, Sozialarbeiter, Jugendamt oder Beratungsstellen in freier und kommunaler Trägerschaft).

Es gibt auch die Möglichkeiten der "vertraulichen Geburt" und der "anonymen Geburt".

Ich wünsche dir die Kraft, deine Entscheidung zu treffen, die für deine jetzige Lebenslage und Lebensplanung richtig ist und dir von Herzen alles Gute!

Antwort
von Allyluna, 19

Hast Du Dich schon mal professionell beraten lassen? Es gibt in diesem Fall ja nicht nur Hü oder Hott! Du musst das Kind nicht abtreiben, und behalten musst Du es auch nicht. Du könntest es nach der Geburt zur Adoption freigeben - wäre das nicht vielleicht eine Option für Dich?

Ich kann Deinen Freund verstehen - obwohl seine Aussage "tu mir das nicht an" auf GAR KEINEN FALL geht! Hallo? Hat er vielleicht mitgep***t? Da gehören schließlich immer Zwei dazu! Die Verantwortung dafür kann er nicht mal eben einfach Dir an die Backe hängen! 

Aber: Wenn Ihr beide keine finanziellen Möglichkeiten habt, selber nur mit Hilfe über die Runden kommt, keine familiäre Unterstützung habt, Dein Freund nicht angetan von der Idee ist und Dich (wer weiß?) vielleicht sogar sitzen lässt... ist es nicht unvernünftig, zumindest mal gründlich darüber nachzudenken, ob eine Adoption nicht eine umsetzbare Alternative für Euch wäre. 

Aber wie gesagt: Lasst Euch ausführlich beraten und seid Euch so sicher wie irgend möglich - egal, wie die Entscheidung letztendlich ausfallen wird.

Alles Gute!

Antwort
von beangato, 20

Ich denke, Du hast Dir die Frage schon selbst beantwortet: Du willst das Kind.

Es gibt so viele Unterstützungsmöglichkeiten. Wende Dich an profamila und lass Dich da beraten - das geht auch online.

Ich habe selbst 3 Kinder und war alleinerziehend. Nie hätte ich ein Kind abtreiben können.

Mit Deinem Freund solltest Du nochmal in Ruhe reden - vlt. war er einfach nur schockiert. Er war ja an der Entstehung auch beteiligt.

Ich bin sicher, Ihr schafft das.

Antwort
von olheim93, 9
  • Wallah was macht dein ehrenloser Freund für sisi?!
Antwort
von Retrohure, 27

Ich würde mich an die Telefonseelsorge wenden (google mal) - Du kannst auch mit denen chatten oder mailen, wenn Du nicht telefonieren willst, das geht schneller. Die können Dir sicher qualifizierter helfen als die Leute hier auf gutefrage.

Antwort
von teafferman, 6

Was willst Du ihm mit der Geburt eines gemeinsamen Kindes denn bitte antun? Muss ich das verstehen? Wahrscheinlich nicht. 

Das Kind wird ihn nicht daran hindern, seinen Schulabschluss nachzuholen. Wie auch?

Und Du? Du gibst bitte gleich mal in die Suchmaske des Browsers ein

schwanger mit 19 ohne ausbildung unterstützung

Es werden Dir viele Seiten angezeigt als Ergebnis. Lese bitte mehr als eine sorgfältig durch. Denn Dir steht einige Unterstützung zu. 

Bitte beachte in jedem Fall: 

Nur DU entscheidest, ob Du das Kind behältst oder nicht. Sonst absolut niemand. 

Vor allen Dingen bedenke: 
Männer ticken bei dem Thema in der Regel sehr anders als werdende Mütter. 

In unserer Gesellschaft denken sie vor allen Dingen erst mal an Geld und tote Gegenstände. Ein Baby aber hat keine hohen Ansprüche und ein Kleinkind auch nicht. Geborgenheit braucht es, Zeit. 

Ist das Kind dann drei Jahre alt, bist Du 22, reifer, lebenserfahrener und sicherlich auch zielstrebiger. Womöglich hast Du bis dahin auch einen Berufswunsch, also ein berufliches Ziel. Mit einem beruflichen Ziel im Hintergrund lässt sich dann auch ein beruflicher Weg einschlagen. 

Das ist eine ganz andere Sache als nur einfach

frau wird eben Friseuse oder Krankenschwester oder sonst typisch weiblich. 

Du hast nur Hauptschulabschluss? Ja und? 

Das Thema kannst Du über die Suchmaske des Browsers und bei youtube abarbeiten. Übung macht hier den Meister. Lernen will gelernt sein. - Steht aber hier wohl nicht als Thema im Vordergrund. 

Du hast keine sonstige Unterstützung im Umfeld? 

Suche nach einer Leihoma. Die kannst Du auch für Dich suchen. Warum nicht? 

Oder suche nach einer lebenserfahrenen Freundin, die gerne ihre Erfahrungen an Dich jüngere Person weiter gibt. 

Inseriere in diesen Einkaufstempeln. Wer nicht sucht wird nicht finden. 

Nötige Anschaffungen? Ein Baby lebt auch gut mit gebrauchten Gegenständen und von der Muttermilch. Oft sogar besser, als wenn es mit totem Müll zugekleistert wird. 

Hat Dein Freund dann sein Berufsziel erreicht, Du Deine Ausbildung ebenfalls, ist das Kind alt genug, dass Ihr auch mal alleine in Urlaub fahren könnt.... . 

Zudem steht kein zu großer Altersunterschied zwischen Eltern und Kind. 

Du wirst andere werdende Mütter kennen lernen. Mit diesen kannst Du Dich zusammen tun. 

Antwort
von Kaapy, 25

Im Endeffekt musst du natürlich entscheiden weil es ist dein Körper aber das Kind ist dein und sein Kind weshalb ihr beide euch austauschen solltet und du ihm deine Gefühle genau beschreiben solltest . Danach könnt ihr weiter schauen . Ich weiß nicht warum du keinen oder kaum Kontakt mit deinen Eltern hast aber bei so Dingen könntest du auch um Hilfe bei Ihnen bitten , vielleicht helfen Sie man weiß es nicht . Egal wie du dich entscheidest ich wünsche dir viel Glück dabei 

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