Schwanger - Wie und wann sagt man es dem Chef?

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12 Antworten

Der Chef erfährt es als erster in der Firma, wenn es geht aber vor der 12. Bis 16. Woche sagt man eigentlich nichts, wenn der Arbeitsplatz nicht gefährlich für die Schwangerschaft ist.

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Kommentar von ShinyShadow
25.11.2015, 10:33

Danke - auch für die anderen Kommentare.

Endlich jemand, der mich versteht.

Ich versteh ja die Einwände von wegen es wäre fairer, es direkt zu sagen, deshalb hab ich ja gefragt.. weil ich Meinungen hören wollte, wie das andere Menschen sehen... aber ich war schon bisschen verwirrt, wie unreif und ängstlich ich dargestellt werde und als ob es noch zur Debatte stünde, ob ich es behalte...

War übrigens gestern beim FA, der hat meine Frage, wann man es sagen sollte (ohne dass ich Bedenken genannt hab) auch mit "am besten frühstens nach 12 Wochen, das hat sich bei den meisten als richtig erwiesen" beantwortet :)

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Ich habe mir ehrlich gesagt hier nicht jede Antwort durchgelesen. Beim Überfliegen und durch die vielen Kommentare beschleicht mich jedoch der Gedanke, dass beim Thema "Wann benachrichtige ich meinen Arbeitgeber?" große Verwirrung herrscht. Deshalb nochmal eine alte Antwort von mir:

Eine entsprechende Regelung findet sich in § 5 Mutterschutzgesetz. Darin heißt es, dass werdende Mütter dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen sollen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. Es handelt sich hierbei also um eine „Sollvorschrift“. Du musst ganz klar keine Mitteilung machen bzw. kannst ruhig bis zur 12 SSW damit warten. Der Nachteil ist natürlich, dass du auf Beschäftigungsverbote und ähnliche Schutzvorschriften bis dann nicht pochen kannst.

Es ist zwar löblich, aber mache dir nicht allzuviele Gedanken über die Reaktion deines Chefs, er trägt das unternehmerische Risiko. Du genießt Kündigungsschutz und hast nach der Babypause Anspruch auf deine alte Stelle. Ich finde es gut, wenn du schon einen Plan B in der Tasche hast, würde aber die Kollegin nicht vorher einweihen.

Alles Gute füe dich!

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Also nachdem meine Zwillingsschwangerschaft in der 10. Woche mit einer Fehlgeburt endete würde ich immer bis zur 12. Woche warten, bevor ich meinen Arbeitgeber informiere. Wenn dein Arbeitsplatz keine Risiken birgt, geht das ja auch. Zu deiner beruflichen Zukunft kann ich nichts sagen, bei mir hat es damals gereicht, dass ich in der Schwangerschaft das Beste gegeben habe und mein Arbeitsplatz  für mich reserviert wurde, obwohl der befristete Vertrag längst abgelaufen war.

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Sei so fair und gib deinem Arbeitgeber so früh wie möglich Bescheid (spätestens, wenn du weisst, dass du das Kind definitiv bekommst), damit er das einplanen kann. Sobald er informiert ist, kannst du das dann auch deinen Mitarbeitern erzählen.. Musst du natürlich nicht so machen, aber damit ersparrst du dir den meisten Ärger. Dir muss aber bewusst sein, dass du deinem Arbeitsvertrag nach wie vor nachkommen musst. Ein Abtauschen mit der Kollegin und dann nur noch ab und zu für spezielle Aufgaben vorbeischauen, ist da nicht drin - ausser du lässt in Vereinbarung mit dem Arbeitgeber deinen Arbeitsvertrag abändern und verdienst dann natürlich dementsprechend weniger. Wenn du dich nicht mehr in der Lage fühlst 100% zu arbeiten, muss das dein Arzt schriftlich bestätigen. 

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Kommentar von ShinyShadow
24.11.2015, 13:14

Danke für die Antwort :) Ja, ich will und werde selbstverständlich solang es geht Vollzeit Arbeiten. Das war eher auf die Zeit nach der Geburt bezogen - also dass sie danach mehr macht und ich dann evtl noch in Teilzeit da bin, sodass er niemanden einstellen muss extra.

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Also bloss nich erst mit der Kollegin schnacken, dann fühlt sich der Chef absolut hinter die Fichte gefphrt... Man sagt es dem Chef eigentlich sobald man es selbst weiss und sicher ist das man das Kind bekommt, was ja heute nicht immer der Fall sein muss. Das gehört einfach zu Fairness, damit er auch rechtzeitig planen kann.

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Sollte dein Chef wirklich dieser Hinterwäldlerdepp sein, als du ihn hier darstellst, schützt dich erstmal ja das Arbeitsrecht vor seinen möglichen Dummheiten. Ab Bestehen der Schwangerschaft unterliegst du einem erhöhten Kündigungsschutz. Daher würde ich ihm dieses freudige Ereignis (beiläufig: Herzlichen Glückwunsch!) auch sofort mitteilen.

Am Chef vorbei mit der neuen teilzeitkraft zu konspireiren, finde ich dagegen völlig Gaga... :-)

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dann wenn der fa zweifelsfrei eine schwangerschaft festgestellt und durch den mutterpass attestiert hat, solltest du deinem chef bescheid sagen. du stehst ja dann auch unter schutz was bestimmte arbeiten angeht. wie lange du in elternzeit gehen willst oder ob du die möglichkeit hast während der elternzeit stundenweise zu arbeiten, musst du mit deinem chef besprechen.

viele werdende mütter warten aber die ersten 3 monate ab da während dieser zeit noch viel schief gehen kann.

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Gerade unter dem Aspekt, dass eure Firma ggf. verkauft wird, solltest du die Schwangerschaft und den vorausichtlichen Entbindungstermin umgehend mitteilen. Nur so stehst du unter einem besonderen Kündigungssschutz.

Es liegt nämlich in der Natur von Firmenverkäufen, dass nicht zwangsläufig alle Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten. Das solltest du bedenken.

Pläne machen? Wozu? Ihr wisst ja nicht mal ob und wie es nächstes Jahr weitergeht.

In jeden Fall sollest du dir das hier mal ansehen:

http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/

Besonders die §§ 5 und 9, aber auch den § 2 sowie den Rest.

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Du musst deinem Chef unverzüglich melden, dass du schwanger bist, also sofort nchdem du selbst Kenntnis davon bekommen hast.

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Kommentar von ShinyShadow
24.11.2015, 13:11

ne, das MUSS man nicht, soweit bin ich informiert ;) mir gehts in der Frage eher darum, wann man es SOLLTE, um nen guten Mittelweg zwischen "die Schwangerschaft ist sicher" (am Anfang gibts ja viele Risken) und dem Zwischenmenschlichen "Richtig" und "fair" zu finden.

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So früh würde ich das noch nicht sagen. Das genügt eigentlich, wenn Du im 3. Monat bist. Frag einfach den Chef nach einem 4-Augen-Gespräch und sag es ihm dann. Deiner Kollegin kannst Du es ja schon vorher sagen, aber bitte sie darum, dass sie es nicht weitererzählt. Jedoch würde ich auch hier noch etwas abwarten.

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Kommentar von KlausM1966
24.11.2015, 13:43

Das genügt eigentlich, wenn Du im 3. Monat bist

Warum das denn? Was ist, wenn sie nächste Woche eine schwere Kiste mit Akten bewegen muss und dadurch ihr Kind verliert? Hätte der Arbeitgeber bescheid gewusst, wäre ihr diese Tätigkeit erspart geblieben!

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Sobald Du vom Gynäkologen den Geburtszeitpunkt bestätigt bekommen hast. Du bist sogar verpflichtet, im bestehenden Arbeitsverhältnis die Schwangerschaft mitzuteilen ,

Es ist in Deinem Sinne, die Schwangerschaft mitzuteilen, sofern kein Zweifel an ihr besteht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mutterschutz

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Kommentar von ShinyShadow
24.11.2015, 13:21

Solangsam bringt ihr mich zum Zweifeln... schon 1000 mal hab ich gelesen und gehört, dass man es nicht sooo früh sagen muss.... Überall wird das gesagt... Jetzt sagen es hier schon 2, dass man es sofort mitteilen MUSS.... Ohman... Ich glaub ich muss mal meinen Arzt fragen, was er davon hält :P

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Kommentar von eostre
24.11.2015, 19:42

In Deutschland ist eine Frau in keiner Situation verpflichtet eine Schwangerschaft anzuzeigen.

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Ich würde auf jeden Fal ldie ersten 3 Monate abwarten, es ihm dann aber sagen. Natürlich soltlest du erwähnen, dass du unbedingt weiter bzw. wieder in der Firma arbeiten möchtest, sobald der Mutterschutz vorbei ist.

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