Frage von Mohnkuchen123, 149

Schwanger - Vergrößerte Eierstöcke und Wasser im Bauch?

Der erster Tag meiner letzten Periode war der 16.11. Mittlerweile ist der 22.12. und meine Periode ist bis heute ausgeblieben. Seit ca. drei Wochen bestehen ein unangenehmes Druckgefühl im Lendenbereich und ein Ziehen im Unterleib. Ich vermutete, schwanger sein zu können. Jedoch zeigten sämtliche Tests ein negatives Ergebnis - bis heute. Am heutigen Tag habe ich meinen Frauenarzt aufgesucht, der feststellte, dass ich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht schwanger sei, mein rechter Eierstock vergrößert sei und ich Wasser im Bauch habe. Ich hatte gedacht, er würde mir sagen, dass ich schwanger oder eben nicht schwanger sei. Jedoch berichtete er mir, ich solle warten bis meine Menstruation eintritt. Falls die Eierstöcke dann immer noch vergrößert seien, müsse eine Bauchspiegelung und eine Operation folgen. Dies sei auch dann der Fall, wenn ich heftige Schmerzen bekommen sollte - dann sofort in die Rettungsstelle. Könnte ich nun schwanger sein oder nicht? Muss ich mir Sorgen machen bezüglich der Aussagen des Arztes?

Antwort
von tabuny, 88

Die Schmerzen und das ziehen geht in ein paar Tagen weg. 

Ferndiagnosen sind schwer, aber nach deiner Beschreibung kenne ich deine Schmerzen und Sorgen. Meine persönliche Meinung: 

Es kann sein, das du deinen Eisprung später gehabt hast. Dabei platzt der Follikel und etwas Flüssigkeit tritt in den Bauchraum raus, was dein Bauchfell etwas reizt und unangenehmes Gefühl verursacht, der sogenannter "Mittelschmerz".

Es kann auch sein, dass du eine Eierstockzyste hast, die
geplatzt ist, dabei, je nach Größe der Zyste, hat man stärkere Schmerzen und
viel mehr Flüssigkeit (auch Blut) im Bauchraum. Es ist gut, wenn die Zyste
geplatzt ist, denn sonst besteht die Gefahr einer „Stieldrehung“, was wirklich
unerträgliche, scharfe Schmerzen verursacht, dann muss man sofort ins
Krankenhaus und Notoperiert werden. Es passier aber sehr selten, meistens gehen die von alleine weg. Wenn du eine Zyste gehabt hast, dann war die bestimmt auch nicht so groß (deiner Schmerzbeschreibung zu urteilen), die Gefahr einer Stieldrehung ist in dem Fall minimal.

In 4 Wochen, bzw. in der zweiten Hälfte deines Zyklus, solltest du aber nochmal zum Ultraschall, der vergrößerte Eierstock muss beobachtet werden. Und mache dich nicht verrückt, alle Frauen bekommen ab und zu Zysten, meistens sind die zu klein, und die spürt mann nicht, nur ab der bestimmter Größe kriegt man Schmerzen, dann muss man ein paar Wochen aufpassen, nichts schweres heben, keine Aerobic machen. Viele leben Jahre mit einer Zyste. Wegen der Bauchspiegelung hole dir eine Zweitmeinung, mann kann die hartnäckigen Zysten (Ovulationzysten) auch mit Tabletten behandeln. Mir hat der Arzt im Krankenhaus, als ich mit dem Überweisungsschein für eine Bauchspiegelung bei ihm war, von einer OP abgeraten. Wenn verschiedene Ärzte sagen, du brauchst eine OP, dann MUSST du die machen. Die Bauchspiegelung ist nicht so schlimm, auch wenn nicht wirklich angenehm. 

Und dein Arzt sollte trotz Feiertagdrucks erklären, was du eigentlich hast und bitte ihn dir evtl. auch ein Ultraschallbild oder eine Bescheinigung mit der Diagnose zu geben. So macht es mein Arzt. Falls es zur Stieldrehung kommt, müssen die Ärzte im Krankenhaus schnell reagieren. Die werden zwar selbst ihre Untersuchungen machen, aber so haben die schon einen Nachweis und werden nicht die Zeit damit verschwenden, evtl. nach anderen Gründen für deine Schmerzen zu suchen.

Wünsche dir schöne Feiertage, versuche dich zu entspannen, der Stress kann zur Hormonstörung führen. Auf jenen Fall ist deine Zyste, falls du eine gehabt hast, bestimmt schon weg.

Antwort
von sihnchen, 77

Wenn dein Arzt sagt, du bist nicht schwanger, dann bist du es auch nicht. Warte doch einfach ab was kommt. Mach dich jetzt nicht verrückt. Alles wird gut 😊

Kommentar von Mohnkuchen123 ,

Vielen lieben Dank, sihnchen. Je mehr man hört, dass alles gut wird, umso beruhigter ist man. Jedoch macht es mich schon etwas verrückt, denn meine Periode kam noch nie so spät. Nicht schwanger zu sein - OK! Obwohl ich mir das echt gewünscht hätte. Aber die Aussage bezüglich einer Operation hat mir für den Moment schon den Boden unter den Füßen weggerissen. Zumal ich aber sehr froh bin, dass ich noch zu einem anderen Arzt gegangen bin. Der Arzt, bei dem ich war, ist nämlich nicht mein behandelnder Arzt. Die Schwester meines behandelnden Arztes hat mich nämlich sogleich mal abgewürgt und ist auf meine Beschwerden so gar nicht eingegangen. Sie sagte nur: "Wenn Sie das Kind behalten wollen, dann kommen Sie Mitte Januar wieder. Wenn nicht, müssen Sie zu jemand anderem gehen!" - eine sehr unschöne Erfahrung!

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