Meine Schwägerin hat ein Verhältnis mit einem anderen Mann. Habe an dieser Stelle schon Rat bei euch eingeholt! Danke dafür. Sie möchte nun, dass er das gemeinsame Haus verlässt und sie mit den Kindern dort bleibt. Ich finde er sollte sich nicht aus seinem Haus verdrängen lassen. Er hat wesentlich mehr Geld in die Finanzierung eingebracht und wenn er jetzt geht, finde ich tut er den ersten Schritt das Haus samt Einrichtung aufzugeben. Wie soll er sich verhalten?

Ich glaube kaum, dass solche Fragen nach verletztem Stolz geklärt werden sollten, auch wenn das bei dieser Konstellation sehr nachvollziehbar ist. Allerdings kann die Frage, wer finanziert hat, wohl nicht ganz die entscheidende Frage sein, wenn die übliche Rollenaufteilung vorliegen sollte: er arbeitete, sie kümmerte sich um die Kinder. Das ist scheinbar für manche Männer einfach nicht einsehbar, dass sie nur deswegen Geld verdienen konnten, weil ihnen ihre Frauen den Rücken dafür freigehalten haben...
Aus meiner Sicht sollten zuerst folgende Fragen geklärt werden:
Ich würde es nicht richtig finden, wenn sie, die Trennungswillige, nun bequem alle Vorteile hätte, das Haus samt Einrichtung behält und er das weiter finanzieren soll, über die gesetzlichen Grundlagen des Kindes-und des geschiedenen Ehegattenunterhaltes hinaus.
Es ist deinem Bruder nur zu wünschen, dass die beiden eine gütliche Einigung finden, denn geht das über die Rechtsanwälte, dann wirds in der Regel richtig teuer...
er sollte ihr klar machen, dass, wenn sie meint, eine neue beziehung anfangen zu müssen, sie auch gehen muss. außer: kann er sich um die kinder kümmern? sollten diese bei der mutter bleiben, weil sie einfach mehr zeit hat, dann muss er den kindern das haus überlassen. schließlich sind sie die wichtigsten in diesem disput. ich verstehe dich, dass das erst mal ungerecht ist, aber die kinder sollten so wenig probleme wie möglich bekommen, wenn die eltern stress machen.

In meinem Bekanntenkreis war ein ähnlicher Fall, ein verkrachtes Paar und drei Kinder.
Sie Hausfrau, er hat sowohl das Grundtsück schon gehabt, als auch das Haus größtenteils finanziert.
Zunächst musste er auch tatsächlich ausziehen (aus seinem Haus!), das war wegen der Kinder, Zumutbarkeit usw.
Später wurde das Haus dann versteigert, da keiner von beiden den anderen auszahlen konnte.
Danke für Eure Antworten!