Frage von Melly1878, 50

Schutzvertrag-Wirksamkeit nach kostenloser Übernahme?

Hallo,

Wie haben Anfang April einen Hund von privat übernommen (kostenlos, mit Schutzvertrag).

Lt Vertrag bin ich Eigentümerin des Hundes. Jetzt hat es leider verschiedene Probleme gegeben, die letztlich dazu führten, dass wir den Hund weiter vermittelt haben. Lt Vertrag wäre ich dazu nicht berechtigt- die ehemaligen Besitzer haben sich aber wochenlang nicht gemeldet und da ich EIGENTÜMERIN war, kann mir doch auch niemand vorschreiben, was mit MEINEM Eigentum zu tun und zu lassen habe, oder? Ich hatte ja auch sämtliche Kosten zu tragen und war stets und ständig in der Pflicht, für etwaige Schäden aufzukommen.

Daher die Frage: muß ich auf Verlangen der Vorbesitzer (PRIVAT) die Kontaktdaten der neuen Familie des Hundes nennen?

Danke schon mal.

Antwort
von GanMar, 29

Vertrag ist Vertrag - und Verträge sind einzuhalten. Da hier niemand den Wortlaut des Vertrages kennt, wird auch niemand sagen können, was zu tun ist, damit er eingehalten wird.

Kommentar von Melly1878 ,

Grundsätzlich magst Du recht haben. Es geht auch nur um 2 Klauseln in dem Vertrag: 

1. Der Hund geht in MEIN Eigentum über.

2. Der Hund darf nicht an Dritte weitergegeben, verkauft, verschenkt oder im Tierheim abgegeben werden.

Mal unabhängig davon, ob jetzt eine Gebühr für diesen Hund fällig geworden ist: darf man mir als Eigentümer (der ich lt Vertrag bin) vorschreiben, was mit MEINEM Eigentum zu passieren hat?

Kommentar von GanMar ,

Wenn Du vertragliche Pflichten übernimmst, dann mußt Du diese Pflichten auch erfüllen.

Was steht denn im Vertrag, welche Folgen ein Verstoß gegen 2) hätte? Normalerweise hält man das ja auch fest. Oder seid Ihr alle gemeinsam davon ausgegangen, daß der komplette Vertrag hinfällig und somit rückabgewickelt werden soll?

Wenn man einen Vertrag macht, dann stellt dieser Vertrag den gemeinsamen Willen aller Vertragspartner dar. Was habt Ihr gewollt, als Ihr diese Klausel vereinbart habt? Ist darüber denn nie gesprochen worden?

Kommentar von Melly1878 ,

Es gibt keine vertraglich genannten Konsequenzen und auch keine vereinbarte Vertragsstrafe! 

Es gibt einzig den Passus,  dass wenn das Tier nicht vertragsgemäß gehalten wird (es gibt die klassischen Tierschutzklauseln wegen Haltung, Kastration, Zucht etc), es unentgeltlich an den Vorbesitzer zurück zu geben ist.

Das ist ja aber nicht der Fall gewesen. Für den Fall der "unerlaubten"  Weitergabe gibt es keine Konsequenz. Zumal ich rechtlich als Eigentümer ja nun auch unangemessen beschränkt werde.

Die Vorbesitzer wollten den Hund unbedingt abgeben und haben uns über einige seiner "Macken" auch hinweg getäuscht. Das ist der Hauptgrund,  warum wir ihm einen neuen Platz gesucht haben. Denn mit dem Wissen hätten wir ihn NICHT genommen.

Kommentar von GanMar ,

Der Vorbesitzer wollte den Hund nur unter ganz bestimmten Bedingungen zurück haben. Diese Bedingungen sind nicht eingetreten? Ja dann...

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