Frage von lastingforever, 75

Schulwechsel falsche Entscheidung gewesen?

Hey. Es fing so an: nach der Grundschule hatte ich die Erlaubnis aufs Gymnasium zu gehen, ich ging aber auf de Realschule weil meine Schwester am Gymnasium durchgefallen ist & ich dachte mir wird es genauso gehen. In diesem Jahr Realschule war ich mehr oder weniger ein aussenseiter und wurde ich von 3 Mädchen geärgert, hatte aber auch so 2,3 richtige Freunde.. da ich damals viel "schwächer" (vom Selbstbewusstsein her) war, bezeichnete ich das schon als mobben & als ich die 5. klasse abgeschlossen hatte, wollte ich aufs Gymnasium wechseln, weil ich dachte jeder hasst mich und mobbt mich (ja dumm). das hab ich gemacht aber habe die 5. wiederholt, weil der Sprung in die 6. zu schwer gewesen wäre. wenn ich jetzt aber zurückblicke, merke ich dass der Wechsel die falsche Entscheidung war. ich habe keine einzige richtige freundin, auf die ich zählen kann. die aus meiner klasse sind alle so falsch... ich werde von Jungs gemobbt. stehe eigentlich immer allein da, weil ich einfach schüchterner bin und so auf andere vlld arrogant wirke oder sonst was. ich bin so unglücklich. das ding ist, ich bin auch nicht die allerbeste in der schule. das Gymnasium ist natürlich schwerer. dieses Jahr (7. klasse) schaffe ich vielleicht noch aber nächstes Jahr dann vlld schon nicht mehr. wenn ich dann wieder auf die Realschule muss.. das kann ich nicht machen! die denken sich alle: wieso geht sie auf die real, wenn sie doch aufs Gymnasium gekonnt hat. dann geht sie doch aufs Gymnasium und jetzt wieder in die Realschule ! die werden alle denken; jetzt kommt sie wieder an, weil sies nicht geschafft hat... ich bin so am ende. was soll ich tun?

Antwort
von sunflower2902, 12

Vielleicht kann ich dir helfen.
Ich wollte nach meiner Grundschule unbedingt aufs Gymnasium, bekam aber keine Empfehlung, weil ich eine 3 in Mathe hatte. Ich bin also auf eine Realschule gegangen, fühlte mich da wohl, denn die meisten Freunde aus der Grundschulzeit blieben. Meine Noten habe ich gebessert und habe bis zur 7. Klasse gekämpft. Habe mich dann, per Mail, auf ein Gymnasium anmelden wollen und die waren so von meiner Selbstständigkeit überrascht, dass sie mich aufnahmen. Ich war so happy, doch das hielt nicht lange an: in meine "Wunschklasse" kam ich nicht, kam damals in die 7.3. Einige kannte ich, da sie auf meine Grundschule gingen & ich wurde von ALLEN von Anfang an gemobbt, ausgrenzt und ausgelacht. Ich kam früh rein und sprach kein Wort, weil ich wusste, mich akzeptiert keiner. Das habe ich ein Jahr durchgezogen ges gab jedoch weitere Aktionen seitens meiner Exschüler, wodurch es auch Klassenverweise gan!) - ich musste nebenbei, weil ich auf meiner Realschule nur eine AG mit Französisch hatte, zuhause Nachhilfe nehmen, die einzeln, aber auch teuer war! Zum Ende des Jahres, ich kämpfte darum, dass ich auf meine alte Schule zurück könnte, war ich physisch instabil. Heulte Tag & Nacht, bis ich dann auch meiner Mutter erzählte, dass ich nicht mehr kann, hatte aber auch Angst, denn schließlich bezahlten meine Eltern die teure Nachhilfe.
Ich packte den Wechsel erst, als ich fast nur 4er auf dem Zeugnis hatte, denn vorher wollten sie mich nicht gehen lassen.
Ich kam mit der 8. Klasse in meine Schule zurück, in meine Klasse. Ich war so erleichtert, hatte aber die gleichen Sorgen wie du. Akzeptieren sie mich? Wissen sie über das Mobbing? Kann ich wieder Freundschaften aufbauen? Konkret muss ich sagen, dass ich super aufgenommen wurde & meine alten Freunde waren für mich da, aber die Zeit am Gymnasium hat mich verändert: ich bin egoistischer, strebsamer und ordentlicher geworden. Mein Notendurchschnitt liegt nun, in der 10. Klasse, bei 1,56 & das reicht mir, denn meine gute Ausbildung folgt.
Mittlerweile hatte ich auch keine Freunde mehr, denn viele kamen mit meinem Streberwahn nicht klar bzw. neigten sich wegen meinem Freund ab. Dieser war in einer Psychiatrie, wodurch ich sofort abgestempelt war.. wir gehen seit der 8. Klasse in eine gemeinsame Klasse und sind seither zusammen. Ich habe nur noch ihn, die anderen akzeptieren mich, aber mehr auch nicht. Mir ist das aber wirklich egal, denn ich habe das, was ich brauche & meine Schulkameraden sehe ich sowieso nie wieder.
Ich hoffe ich kann dir mit meinen Erfahrungen ein wenig helfen.  

Antwort
von victoirelaverre, 33

Tu das, was du für richtig hältst. Wie lange musst du noch in die Schule? Such dir sonst vielleicht ein paar Freunde in der Umgebung oder im Internet.

Kommentar von lastingforever ,

Am Gymnasium müsste ich noch bis in die 12. (Abi) und auf der Real bis zur 10. (Mittlere Reife). Bin jetzt 7. klasse. das mit den freunde suchen ist nicht so einfach. ich wohne in einer kleinen Stadt da kennt jeder jeden

Kommentar von victoirelaverre ,

Welche Schule ist dir denn so vom lernen lieber? Hast du noch Freunde in der anderen Schule? Und im Internet wie über Wattpad kann man super Freunde finden! :)

Kommentar von lastingforever ,

Vom lernen her natürlich die Realschule, unser Gymnasium ist wirklich schwer & anspruchsvoll, glaub eins der schwersten sogar in Bayern. Ja eine Freundin, die kenn ich halt schon seit wir in den Windeln liegen :D

Kommentar von victoirelaverre ,

Dann würde ich wieder zurück wechseln. :)

Kommentar von lastingforever ,

aber wenn ich wieder zurückwechsle, kommt das richtig blöd, weil ich ja schon in der 5. da war, dann für 3 Jahre gegangen bin, es nicht geschafft hab und wieder zurückkomme.... :(

Kommentar von victoirelaverre ,

Dann schaffst du das auch so wenn dich deine Freundin unterstützt. Vielleicht findest du dann doch  noch Freunde im Gym. :)

Antwort
von BiggerMama, 26

Du schreibst, Du bist am Gymnasium nicht die Allerbeste. Aber die Schlechteste bist Du auch nicht. In welchen Fächern bist Du gut, wo hast Du Probleme?

Kommentar von lastingforever ,

Ich hab nirgendwo gesagt dass ich nicht die schlechteste bin.. Gut in Englisch, Deutsch... nicht gut in Mathe, Physik, Geschichte, Latein

Kommentar von BiggerMama ,

Hat sich für mich so angehört.

Eine solche Entscheidung würde ich nicht von Freundschaften abhängig machen, obwohl mir natürlich klar ist, dass solche Probleme auch auf die schulischen Leistungen beeinflussen.

Ob es blöd aussieht, dass Du wechselst, darf auch keine Rolle spielen. Vielleicht sind Deine Befürchtungen diesbezüglich völlig unbegründet. Es geht um Dein Leben und darum, ob Du mit Deiner Entscheidung glücklich werden kannst.

Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Frag Dich, ob Du es schaffen kannst, gegen alle Widerstände doch noch einen annehmbaren Abschluss am Gymnasium zu schaffen, oder ob es nicht doch besser ist, einen guten Abschluss  an der Realschule zu machen.

Ein gutes Realschulzeugnis ist manchmal mehr wert als ein schlechtes Abitur

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