Frage von Dampfschiff, 59

Schulunfall vom Durchgangsarzt falsch behandelt, dadurch erhebliche Heilungsverzögerung. Was kann ich gegen den Durchgangsarzt unternehmen?

Unser Sohn hat sich bei einem Schulunfall einen Knochenbruch zugezogen. Er wurde vom Durchgangsarzt offenbar falsch behandelt, nach jetzt 2 Monaten ist die Heilung noch kaum fortgeschritten. Ein anderer von uns konsultierter Durchgangsarzt (2. Meinung) hat in sehr drastischen Worten festgestellt, dass der erste und zweite Behandlungsversuch des 1. Durchgangsarztes grob falsch war. Unserem Sohn kommt jetzt eine hoffentlich bessere Behandlung zu. Welche Möglichkeiten habe ich, um zu erreichen, dass der 1. Durchgangsarzt einen für ihn maximal schmerzhafen "Schuss vor den Bug" bekommt, für mich dabei aber kein juristisches Risiko (üble Nachrede, Verleumdung, etc.) entsteht? Was brauche ich dafür? An wen kann ich mich wenden? Wer hat schon Erfahrung mit sowas?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Dampfschiff,

Schau mal bitte hier:
Recht Arzt

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dickerchen123, 13

Hallo

wende dich an die Krankenkasse. Die haben dort eigene Gutachter und wenn wirklich ein Behandlungsfehler vorliegt, werden die gegen den Arzt vorgehen. Die KK hat ja auch Interesse daran die Behandlungskosten zurück erstattet zu bekommen und die Folgen einer weiteren Behandlung nicht tragen zu müssen.

Das kostet euch nichts. Fordere alle Berichte (auch Röntgenbilder) an, auch die des 2. Arztes und frage ihn, ob er auch bereit ist ein entsprechendes Attest auszustellen.

Alles Gute

LG


Kommentar von Dickerchen123 ,

vielen Dank fürs Sternchen :)

Antwort
von peterobm, 28

ein Bruch wird mit Gips oder anderweitig ruhig gestellt. was bedeutet 1 - 2 Behandlungsversuch? 

ohne weitere Infos keine Antwort möglich

Antwort
von Rollerfreake, 29

Ich würde als erstes einen Fachanwalt für Medizinrecht aufsuchen aufsuchen und mich juristisch beraten lassen. Erstmal muss aber zwischen Straf- und Zivilrecht unterschieden werden, Zivilrechtlich könnte man theoretisch Schmerzensgeld einklagen, da durch die fehlerhafte Behandlung die Schmerzen länger ausgehalten werden müssen, wie wenn gleich richtig behandelt worden wäre. Strafrechtlich kommt vielleicht zumindest fahrlässige Körperverletzung in Betracht. Allerdings, bevor man das alles machen kann, muss nachgewiesen werden, das der Arzt einen Behandlungsfehler begangen hat, dazu sind Gutachten nötig, die man erstmal selber bezahlen muss. 

Antwort
von herja, 30

Hi,

das wird nicht funktionieren.

Du muss zweifelsfrei beweisen, dass der Arzt falsch behandelt hat. Das nötige Gutachten musst du erstmal bezahlen.

Du trägst das gesamte juristische und finanzielle Risiko wenn du den Prozess verlierst.

Wenn du gewinnst, wird die Haftpflicht des Arztes den finanziellen Schaden begleichen.

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