Frage von 61Trabzon, 25

Schulsysteme für Gymnasium G8?

Also ich verstehe das Schulsystem nicht ganz könnte mir jemand es vielleicht erlären also für Gymnasium und g8. Une vielleicht noch wie lange das abi dauert und so weiter also alles genau mit jahren noch z.B 4 jahre grundschule dann 9 jahre gym und so weiter .. Und das mit oberstufe wieviele jahre usw....

Antwort
von einhorn0850, 25

Also bei g8 hat man nach der 12. Klasse sein Abitur. Wenn du in der Sekundarstufe schon im Gymnasium bist, wirst du nach der 9. Klasse direkt in die Oberstufe versetzt. Das 10. Jahr heißt hier 'EF' sprich: Einführungsphase. Darauf folgen die 11. , also die Qualifikationsphase 1 und danach kommt die 12., also die Qualifikationsphase 2. In der Q2 machst du deine Abiturprüfungen und hast somit zum Ende dein Abi ( wenns klappt :D). Gingest du in der Sekundarstufe aber in die gesamtschule oder Realschule etc, müsstest du dort deinen jeweiligen Abschluss mit Q-vermerk machen. Danach kannst du auf das Gymnasium wechseln, du musst jedoch dann erneut in die 10. klasse, also EF.

Kommentar von 61Trabzon ,

Was ist sekundarstufe😂?

Kommentar von einhorn0850 ,

Sekundarstufe sind die klassen 5-9 im Gymnasium, also sozusagen die Unterstufen.

Kommentar von DieChemikerin ,

Falsch.

Es gibt Sek I und Sek II.

Die Sek I geht von Klasse 5-10 oder 7-10 (je nachdem, in welchem Bundesland man lebt). Die Sek II ist dann eben die gymnasiale Oberstufe.

Auch in G8 zählt die zehnte Klasse zur Sek I.

Bin selbst im G8-System, falls du dich fragst, warum ich solche Behauptungen aufstelle :)

Kommentar von einhorn0850 ,

bin auch im G8 system, aber hast schon recht, hab nur an die sek I gedacht :D

Kommentar von DieChemikerin ,

Alles gut ;)

Kommentar von 61Trabzon ,

Ahso danke

Expertenantwort
von DieChemikerin, Community-Experte für Schule, 10

Hi,

ich bin selbst im G8-System (11. Klasse) und kann es daher mal versuchen. Ich erkläre das am Ende am Beispiel Berlin!

Also: In Berlin geht man ganz normal zur Grundschule. Da gibt es zwei Optionen:

  • Oberschule nach Klasse 4
  • Oberschule nach Klasse 6

Letzteres ist eigentlich üblich. Es gibt aber auch Schüler, die eine Leistung aufzeigen, die sehr gut ist und so können die Kinder auf das Gymnasium wechseln (leider ist das meist der Wille der Eltern). Bei mir war das so, dass ich schon in der Grundschule aufgrund meiner Leistungen gemobbt wurde und die Lehrer meinten, dass ein Wechsel auf das Gymnasium besser sei (ich hatte auch einen Schnitt von 1,1 - deshalb war das kein großes Drama); auch ich wollte wechseln. Meine Eltern ließen mir die Entscheidung. Wenn man nach der vierten Klasse wechselt, so kann man in Berlin nur auf das Gymnasium wechseln! In anderen Bundesländern wechselt man schon nach Klasse 4 auf die Oberschule, in Berlin erst nach Klasse 6.

So, dann besucht man eben die Oberschule - sei es Hauptschule, Realschule, Gesamtschule oder Gymnasium. In Berlin gibt es nur noch ISS - also integrierte Sekundarschulen, was in etwa einer Gesamtschule entspricht - oder Gymnasien. Die ISS lassen wir mal außen vor, da die in Berlin das G9-Abi hat. Es ist erstmal egal, welche Schulform man besucht - alle zielen darauf hinaus, dass die Schüler den mittleren Schulabschluss (MSA) erwerben, In einigen Bundesländern gibt es dafür Prüfungen (zum Beispiel in Berlin), in anderen Bundesländern erhält man den an Gymnasien automatisch bei entsprechendem Schnitt diesen Abschluss. So, dann hat man eben nach der zehnten Klasse den MSA erreicht. 

Nun gehen wir davon aus, dass man nicht in die Ausbildung möchte, sondern sein Abitur anstrebt. Dazu kann man entweder auf ein Gymnasium wechseln oder seine Laufbahn einfach fortführen, wenn man schon an einem Gymnasium ist. Wenn man von der Realschule auf ein Gymnasium wechselt, muss man die Zehnte oft dort noch einmal wiederholen. Diese ist nämlich die sogenannte Einführungsphase, die im G9-System die 11. Klasse ist. In G8 ist das letztendlich die zehnte Klasse.

Nach der EF folgt die Q-Phase. Dies ist die Qualifikatiosphase, d.h., dort sammelt man seine Punkte für das Abitur. Die Q-Phase dauert vier Semester, also zwei Schuljahre. In Berlin ist das so:

Man wählt zwei Leistungskurse. Diese hat man zwei Jahre durchgängig. Ich habe zum Beispiel Mathe und Chemie gewählt. Diese Fächer werden auf höherem Niveau unterrichtet und man schreibt zwei Klausuren pro Semester. Diese zählen die Hälfte der Gesamtnote.

Zudem wählt man eine bestimmte Anzahl an Grundkursen. Das sind eben Kurse, die man entweder belegen muss oder noch wählt, weil man sie beispielsweise mag. Bei mir an der Schule sind Deutsch, Mathe, Sport, Geschichte, ein weiteres Fach aus dem zweiten AF - dazu gleich mehr -, Latein und Altgriechisch  Pflicht. Über diese Pflichtfächer hinaus belegt man noch ein paar weitere Grundkurse, um auf eine bestimmte Anzahl von Kursen zu kommen. Dort schreibt man nur eine Klausur pro Semester und die zählt auch nur 1/3 der Gesamtnote.

Im Abitur muss man fünf Prüfungsfächer wählen:

  • erster Leistungskurs schriftlich
  • zweiter Leistungskurs schriftlich
  • Grundkurs schriftlich
  • Grundkurs mündlich
  • Referenzfach der fünften Prüfungskomponente (BLL oder Präsentation)

Diese fünf Prüfungsfächer müssen aus drei Aufgabenfeldern stammen:

  • Aufgabenfeld 1 - literarisch-künstlerisch-musisches AF: Deutsch, alle Fremdsprachen (je nachdem, welche angeboten werden bzw. Pflicht sind), Musik, Kunst, Darstellendes Spiel (DS)
  • AF 2 - gesellschaftswissenschaftliches AF: Geschichte, Geografie, Philosophie, PW
  • AF 3 - mathematisch-nawi.-technisches AF: Mathe, Physik,Chemie, Bio etc.

Da gibt es auch nochmal bestimmte Regelungen. Ich habe zum Beispiel so gewählt:

  • P1: Mathematik
  • P2: Chemie
  • P3: Latein
  • P4: Geografie
  • P5: Geschichte

Alle deine Prüfungsfächer müssen in allen vier Semestern belegt sein. Alle Semester müssen eingebracht werden - außer bei P5. Da reicht das letzte Semester. Bei der Einbringverpflichtung verhält es sich so:

Man muss alle Noten der Leistungskurse und 24 Grundkursnoten einbringen. Auch da gibt es bestimmte Regelungen. Allerdings sind diese alle sehr komplex, weshalb ich die nicht näher hier ausführen werde.

Am Ende schreibst du noch deine Abiturprüfungen, auch die zählen in mehrfacher Wertung in dein Abitur ein. Also wenn du in Fächern, die du nicht einbringen musst, schlechte Noten hast, ist das nicht schlimm - solange du mindestens den Belegungspunkt erhältst (also einen Notenpunkt, sprich 5-). Man wird übrigens in der Sek II in Notenpunkten bewertet.

So, das waren meine Ausführengen zum G8-System und zum Abitur. Ich habe mich - auch, wenn es nicht so aussieht - relativ knapp gehalten. Vielleicht hat dir meine Antwort dennoch geholfen. Bei Fragen kannst du dich natürlich jederzeit melden :)

LG ShD

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