Frage von neuhier77, 31

Schulsystem / sind die Lernmethoden der Lehrer Pflicht?

Meine Tochter, 3. Klasse Grundschule hat Probleme mit dem Kopfrechnen bis 100. Denn in der zweiten Klasse hatten sie eine andere Lehrerin, die IMMER die 100er-Tafel zum Rechnen benutzte. Seit diesem Jahr hat meine Tochter eine neue Lehrerin, diese verbietet die 100-er Tafel zu benutzen. Sie verlang von den Kids, dass sie auf Knopfdruck Kopfrechnen können. Meine Tochter ist damit total überfordert. Ich erklärte meiner Tochter dann das addieren und subtrahieren wie sie dies in Schriftform machen kann, um das Ergebnis zu erzielen. Dies verstand sie sofort und nutzt dies für ihre Matheaufgaben. Aber selbst dies erlaubt die Lehrerin nicht. Ist das eigentlich Pflicht, dass die Kids nach dem Lernsystem des einzenlen Lehrers alles so machen müssen, wie er das verlangt? Jeder Lehrer hat so seine eigenen Lernmethoden und Lernsysteme. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern, dass es je verboten war, eine Matheaufgabe zu lösen, und sich dabei keine Notizen machen zu dürfen, wenn man es nicht im Kopf hatte. Ist das immer noch so? Gibt es dazu eine gesetzliche Regelung, wo ich es nachlesen kann? Oder wo kann ich mich diesbezüglich informieren? Ein Gespräch werde ich selbstverständlich mit der Lehrerin führen, jedoch möchte ich mich vorher rechtlich informieren.

Hoffe ihr könnt mir helfen. danke

Antwort
von kgsbus, 8

Schule ist Ländersache.

Daher hat jedes Land eigene Lehrpläne.

In NRW werden Kompetenzerwartungen am Ende Klasse 2 und Klasse 4 genau beschrieben.

http://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/lehrplannavigator-grundschule/math...


Bereich: Zahlen und Operationen
Schwerpunkt: Schnelles Kopfrechnen

Die Schülerinnen und Schüler

- verfügen über Kenntnisse und Fertigkeiten beim schnellen Kopfrechnen im Zahlenraum bis 100 (z. B. erfassen schnell strukturierte Anzahlen, ergänzen auf Stufenzahlen, rechnen mit Zehnerzahlen, zählen vorwärts- und rückwärts in Schritten, verdoppeln und halbieren)

- geben die Zahlensätze des kleinen Einspluseins automatisiert wieder und leiten deren Umkehrungen sicher ab

- geben die Kernaufgaben und einzelne weitere Aufgaben des kleinen Einmaleins automatisiert wieder

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Lehrkräfte haben in der Regel das Fach studiert und die Mehtoden geübt. Fortbildungen bringen neue Wege an die Lehrkraft.

Doch jede Kraft hat einen Spielraum bei der Förderung.

Aber als Eltern kann man immer zur Sprechstunde einer Lehrkraft gehen. Dort sollte man - ohne Vorwürfe - die Ziele und Methoden der Lehrer*in erfragen und um Hilfe für zu Hause bitten, damit man gemeinsam Wege findet. Das Kind hat keine guten Aussichten in der Schule wenn Eltern und Lehrer sich gegenseitig in Frage stellen. Sollte das Gespräch schlecht verlaufen, gibt es die Rektor*in und die Schulaufsicht.


Antwort
von teafferman, 2

Dein Grundproblem sind hier nicht die Lehrkräfte, sondern das zuständige Landes-Kultusminsisterium, welches als Kopf ein von uns gewähltes unfähiges und arbeitsscheues Wesen in der Regel hat. 

Du kannst ja hier als Beispiel für NRW nachlesen, dass sich die Anforderungen ändern. 

Ich erinnere noch sehr gut, wie dieses gleiche Kultusministerium sich quasi über Nacht einfallen ließ, mit dem Zahlenstrahl verbindlich anzukommen. OBWOHL  bis dahin der Mathe-Unterricht überhaupt nicht in diese Richtung wies. 

Aktivitätsansatz für Dich: 

Gründe einen Elternbeirat oder werde dort aktives Mitglied. Werbe dafür, dass das Ministerium hier in der Pflicht ist. Kontaktiert weitere Elternbeiräte und werdet entsprechend gemeinsam aktiv. 

Möglich wäre, eine entsprechende Petition über change dot org zu starten. Meine Unterschrift ist Dir dann sicher. :)))

Antwort
von kragenweiter, 18

Grundsätzlich sind die Inhalte in den Bildungsplänen der jeweiligen Klassenstufe enthalten. Das Bildungsministerium des jew. Bundeslandes stellt diese Bildungspläne zumeist im Internet zur Verfügung. Methoden sind dabei jedoch selten enthalten. Diese Entscheidung trifft das Kollegium. Häufig stehen diese Methoden in der didaktischen Jahresplanung der Schule.

Ich glaube nicht, das es Sinn macht, sich hier schützend vor die Tochter zu werfen, die definitiv lernen muss, im Hunderter-Raum im Kopf zu rechnen. Eine simple Rechnung in diesem Zahlenbereich muss auch ohne Papier gehen. Das muss umfangreich geübt werden - hier macht es Sinn, die Energie rein zu stecken.

Die Entscheidung, welche Methode im Unterricht zum Einsatz kommt, obliegt der Lehrkraft - ihr Unterricht, ihre Entscheidung! Und was in der zweiten Klasse (noch) als Hilfestellung akzeptiert wurde, wird in der dritten Klasse auch schon ohne Hilfestellung leistbar sein.

Kommentar von neuhier77 ,

Danke erstmal für die Antwort. Es geht nicht darum ob ich mich drücken will dass mein kind lernt. Es geht darum dass in der 2. Klasse das kopfrechnen gar nicht geübt wurde mit der klasse. Weil die alte lehrerin eine andere Lernmethode anwendete. Und nun sind die Kids überfordert weil sie das nicht können. Ich möchte aber nicht suf die Detsils eingehen. Mich intetesdiert einfach ob es eine gesetzlich geregelte Pflicht ist nach den Lernmethodrn der einzelnen Lehrer zu lernen. Sie schreiben,  es obliegt der Lehrkraft. Wo ist das nachzulesen? Wo finde ich den Auszug? 

Kommentar von kragenweiter ,

Das steht in der Allgemeinen Dienstordnung für Lehrerinnen und Lehrer ... an öffentlichen Schulen, Paragraph 4, Pädagogische Freiheit und Verantwortung. (hier NRW)

Findet sich über Google.

Antwort
von Vanelle, 8
die IMMER die 100er-Tafel zum Rechnen benutzte

Das kleine und große "Einmal-Eins" gehört nach wie vor zu den Grundlagen.

Das Ergebnis einer einfachen Multiplikation aus einer Tabelle ist kein "rechnen", sondern bestenfalls eine Übergangslösung.

Da hilft nur üben, so etwas "im Kopf" hinzubekommen, andernfalls wird die Zukunft sich in diesem Bereich recht problematisch erweisen.

Kommentar von neuhier77 ,

Danke. Aber ich spreche von addieren und subtrahieren

Antwort
von DUHMHAITTUHTWEE, 24

Beim Kopfrechnen muss man leider im Kopf rechnen.
Eher ungewöhnlich, wenn die Lehrer Hilfsmittel erlauben.

Kommentar von neuhier77 ,

Danke für deine meinung,  nach welcher ich nicht gestrebt habe. Leider hast du meine fragen nicht verstanden.  

Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE ,

..?
Tut mir leid.
Aber ich durfte in der Grundschule auch keine Hilfsmittel benutzen.
& natürlich kann der Lehrer entscheiden wie man die Aufgaben zu machen hat.
Sonst heißt es "Aufgabenstellung nicht verstanden."
Das hast du wohl nicht verstanden.

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