Frage von 31Kaesekuchen, 30

Schulsport im Berufskolleg?

Hallo Ich habe am 1.8. eine Ausbildung im technischen Bereich angefangen und dazu ging dann jetzt auch die Schule wieder los. Ich wohne übrigens im Süden NRWs, jedenfalls haben wir in der kurzen Zeit, in der wir überhaupt Schule haben alle 2 Wochen eine Doppelstunde Sport. Für mich erschließt sich der Sinn dahinter nicht. Ich habe gelesen, dass es Pflicht ist, weiß aber auch, dass viele meiner Kollegen keinen Sport mehr haben. Was mich jetzt interessiert, was macht man denn im Sportunterricht? Im Internet habe ich ein 50zig seitiges Dokument darpber gefunden, darin stand so etwas wie "Übungen die man im Berufsalltag integrieren kann" , "Wahrnehmungen des eigenen Körpers kennenlernen", "mit Anspannung besser umgehen können" und so was. Das wäre ja dann tatsächlich etwas für den Beruf und für sich selbst.

Was sind eure Erfahrungen, habt ihr sowas gemacht oder bestand der Unterricht doch nur aus diversen Ballspielen, Leichtathletik, etc.?

Liebe Grüße :)

Antwort
von Paladinbohne, 11

Im Grunde ist der Schulsport wirklich dafür da, dass man es ins Berufsleben integrieren kann oder diversen "Schäden" vorbeugen kann. Es ist auch einfach dafür da, dass man vorallem im jungen Alter fit bleibt und sich bewegt.

Aber der meiste Schulsport, wie ich ihn kenne, besteht aus Spielen und zwischendurch mal eine Leistungskontrolle, für die nie wirklich geübt wurde.

Und das andere keinen Sport haben ist auch gut möglich. Damals, als ich Hotelfachangestellte anfing zu lernen, war meiner der erste Lehrgang, der keinen Sport mehr hatte. Wir haben dafür Ethik bekommen.

Antwort
von sozialtusi, 6

Das läuft auch nicht groß anders ab als Sport in der SChule. Klar ist das wichtig - Bewegung muss nun mal sein und viele Jugendliche bewegen sich nun mal viel zu wenig.

Kommentar von 31Kaesekuchen ,

Das mag zwar stimmen, aber deswegen jemandem zum Sport zu zwingen ist, wie ich finde, der falsche Weg. Ich mag solche Art von Bewegung auch gar nicht. Ich bin auch nicht gut in Ballspielen, deshalb habe ich das bereits in der Schule gehasst. Das demotiviert manche vielleicht noch mehr, so wie mich. D.h. bedeutet aber ja nicht gleich, dass man deshalb zu wenig Bewegung hat oder total unsportlich ist, nur weil wie mir z.b. keine Ballsportarten liegen und auch Leichtathletik ist mittlerweile überhaupt ncicht mehr mein Ding. Ich gehe ins Fitnessstudio, ab und an mal leicht joggen (zur Entspannung, nicht "ich muss jetzt laufen und unbedingt schneller werden") und das reicht mir aus. Klar gibt es bestimmt Menschen die mehr machen, aber es gitb auch Menschen die mehr Zeit haben. Eine Fahrt zur Arbeit dauert bei mir 1 Std 15min, und das 2× am Tag. Was ich damit sagen will : Ich find den normalen Sportunterricht schrecklich, mache dennoch gerne Sport und das in einem Rahmen wie es mir möglich ist, dafür brauch ich doch niemanden der mich antreibt mit Bällen durch die Halle zu schiessen werfen etc. Finde sowas eher kontraproduktiv. Lieber den Jugendlichen mal alle Möglichkeiten von Sport aufzeigen, und dann frei entscheiden lassen..

Kommentar von sozialtusi ,

Es gehört nun mal zur Ausbildung dazu. Da kommen noch ganz andere Dinge, auf die Du sicher keinen Bock hast. Wie soll man denn einen Unterricht organisieren, in dem jeder frei entscheiden darf?

Kommentar von 31Kaesekuchen ,

Nein das hast fu falsch verstanden. Wenn es dazu gehört, ist das halt so. Mir geht es mehr darum, dass immer gesagt wird, dass es das gibt, weil viele Jugendliche zu wenig Bewegung haben usw. Das stimmt ja auch, ich wollte damit nur ausdrücken, dass gerade in diesen Fällen so ein Sportsystem eher kontraproduktiv ist. Du fragst dich wie das geht? Schau doch mal in Amerika. Da gibt es auch Sport, aber ganz anders als hier. Damals im Gymnasium hatten wir ein ähnliches Wählverfahren. Wenn 2 - 3 Sportkurse zur gleichen Zeit waren, konnte man sich am anfang des Jahres überlegen was man wollte, z.b. wurde bei uns angeboten Ballsportarten und der andere Kurs hatte Tanzen und Turnen als Schwerpunkt (wren bei mir damals nur 2 Kurse). War für mich auch nicht so toll, weil ich beides blöde finde. Aber ein Kurs hatte Fitness als Schwerpunkt, die haben dann zb sumba, aerobic und auch ganz viel oben an den Geräten gemacht. Das hätte micj total begeistert und ich wäre voll dabei gewesen. Das stand mir aber nicht zur Auswahl und dann hing ich im Ballsportkurs und hab eigebtlich mehr oder weniger nur darauf gewartet, dass es vorbei ist. Wenn das dann die Bewegung Jugebdlicher fördern soll... Ich weiss nicht. Dass ds sowieso alles nicht ganz klappt und auch nicht bei jedem hilft ist klar, aber wenn man mehrere Möglichkeiten hat, erreicht man mehr Interessen der Jugendlichen und das, könnte ich mir vorstellen, bringt viel viel mehr als von den "bewegungsfaulen" abzuverlangen sich auf eine Weise sportlich zu betätigen die ihnen schlicjtweg nicht liegt und absolut keinen Spass verbreitet.

Kommentar von Paladinbohne ,

Ich finde, es ist nicht ganz richtig, dass man so etwas bewertet. Der Unterricht ist ok, man bewegt sich etc... Aber dadurch, dass es halt auch Menschen gibt, denen irgendwas nicht liegt und sie danach zu benoten und somit mehr odet weniger zu bestrafen, finde ich nicht gut. Das Gleiche in Kunst für's malen und in Musik für's singen. Nicht jeder kann singen, malen oder 4 Meter springen und das zu benoten, was einen dann auch demotiviert, ist eher das kontraproduktive.

Kommentar von sozialtusi ,

Das ist ja eine völlig andere Diskussion. DAvon ab wird ja auch die BEteiligung und MOtivation gewertet.

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