Frage von pfannkuchen14, 30

Schulische Weiterbildung/ Berufliche Möglichkeiten nach einer Ausbildung im Einzelhandel?

Hallo, also zuerst einmal meinen bisherigen Lebenslauf:

2012: Realschulabschluss mit einem Durchschnitt von 3,1

2012/ 2013: Besuch einer Beruffachsschule für kaufmännische Assistenten, Fachrichtung Informationsverarbeitung (Eine Notlösung, da ich nach der Schule nicht wusste, was ich machen möchte und nach einem halben Jahr habe ich mit einem ziemlich schlechten Zeugnis aufgehört. Dazu muss ich sagen, dass ich zu dieser Zeit viele Probleme mit mir selbst und Versagensängste hatte)

2013/ 2014: Teilnahme an einer Ausbildungsvorbereitung (Das war leider meine nächste Notlösung, nachdem ich keine Zusage für eine Ausbildung bekam)

2014/ bis jetzt: Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel in einem Sanitätshaus Schwerpunkt orthopädische Einlagen und Gesundheitsschuhe

Ich habe den ersten Teil meiner Prüfung mit einer 2 abgeschlossen. Durch die Ausbildung bin ich auch offener und selbstbewusster geworden und ich bin froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Allerdings möchte ich nicht mein Leben lang in diesem Beruf arbeiten und auch nicht in meinem Betrieb bleiben (Schlechte Bezahlung, keine Verhandlungsmöglichkeiten oder Aufstiegschancen, schlechtes Arbeitsklima wodurch sogar viele Kollegen kündigen...). Im Sommer 2017 schließe ich meine Ausbildung ab. Was habe ich danach für Möglichkeiten der Weiterbildung, vielleicht sogar im Gesundheitswesen? Ein anderer ehemalige Azubi von uns macht seinen Handelsfachwirt, aber da der Betrieb dafür bezahlt, ist er danach erstmal ein paar Jahre dort gebunden, muss einen gewissen Notendurchschnitt vorweisen, muss immer abrufbereit sein, um für kranke Kollegen im Verkauf einzuspringen und wenn er die Prüfung nicht besteht, muss er die Gebühren bezahlen. Das würde mich wohl zu sehr unter Druck setzen. Ich würde mich gerne schulisch weiterbilden, da ich meine Versagensängste von früher überwunden habe und der Rest nur eine reine Fleißfrage ist, denn momentan ist die Berufsschule für mich kein Problem. Durch eine schulische Weiterbildung oder eine Umschulung (Ich weiß, dass das unwahrscheinlich ist, wenn man gerade mit der Ausbildung fertig ist) möchte ich mich für einen Bürojob qualifizieren, vielleicht bei einer Krankenversicherung oder im öffentlichen Dienst. Oder erfordert das eine zweite Ausbildung als Bürokauffrau? Bitte gebt mir einfach ein paar Tipps oder erzählt mir von euren Erfahrungen, wenn ihr nach der Ausbildung in einer ähnlichen Lage wart.

Expertenantwort
von FORTBILDUNG24, Business Partner, 12

Hallo pfannkuchen14,

Du solltest im Anschluß an Deine Ausbildung direkt mit dem Wirtschaftsfachwirt in Abendschule anfangen. Dieser ist - im Vergleich zum handelsfachwirt - branchenunabhängig und qualifiziert Dich für leitende Aufgaben in jedem Büro (egal welcher Wirtschaftszweig).

Diese Weiterbildung (die Seminarkosten) sind voll förderfähig mit dem Meister-BAföG, da dies eine Aufstiegsfortbildung im klassischen Sinne ist.

Du kannst aber auch direkt (nebenberuflich) mit der Weiterbildung zum Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen beginnen. Auch hier gibt es das BAföG für die Kursgebühren unabhängig von Alter oder Einkommen.

Am Anfang (das erste Jahr) musst Du die Fachwirtweiterbildungen leider nebeberuflich machen, da Du zur Prüfung mindestens 1 Jahr Berufspraxis nachweisen musst. Nach diesem Pflichtjahr könntest Du allerdings dann auch in einen Vollzeitkurs wechseln und das Meister-BAföG (KFW-Darlehen) auch für Deinen Lebensunterhalt beantragen.

Der Fachwirt (egal in welcher Branche) berechtigt Dich dann auch noch zum Bachelorstudium.

Fast alle Anbieter / Akademien die Fachwirtweiterbildungen in Deutschland anbieten kannst Du kostenlos bei uns hier vergleichen (Kosten, Startermine, Abendschule, Schulngsorte, etc.):

https://www.fortbildung24.com/fachwirt-betriebswirt-ausbildung-ihk-hwk/suchergeb...

Infos zum neuen Meister- bzw. Aufstiegs-BAföG bekommst Du in unserem Ratgeber hier:

https://www.fortbildung24.com/ratgeber/wer-hat-anrecht-auf-meister-bafoeg/

Viel Erfolg und alles Gute im letzten Jahr Deiner Ausbildung

Serviceteam FORTBILDUNG24


Antwort
von robi187, 9

wenn  Ausbildung zur Kauffrau  Sanitätshaus  ein handwerk ist kannst den betriebswirt des handwerks machen? und dann kannst mit dem sog.meister-abi bwl studieren? z.b.

http://www.fernuni-hagen.de/wirtschaftswissenschaft/studium/studiengaenge/bachel...

Antwort
von Evemichelle, 4

Achso...jetzt weiß man mal mehr ,was du vor hast .das hätte ich nicht gedacht .hast du mir nicht erzählt ,das du niemals im Büro stehen willst .

Antwort
von Joshua18, 8

Du machst einfach FHR auf einer Berufsoberschule (NRW: FOS12b). Damit kannst Du dann z.B. Sozialversicherungsrecht bei diversen Trägern studieren, z.B. der Deutschen Rentenanstalt, einer Knappschaft, Bundesversicherungamt etc.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Navigation/6_Wir_ueber_uns/kar...

Mit einem Handelsfachwirt würde ich dieses, z.B. nicht unbedingt versuchen. Es ist fraglich, ob man das dort so als Zugangsberechtigung anerkennt. Damit könntest Du schon eher Grundschullehramt studieren.

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