Frage von Fragestehler, 47

schulische Unlust und keine Motivation. Was tun?

Hallo,

Ich bin Schüler der 11. Klasse an der gymnasialen Oberstufe SEKII. Ich habe, wie man aus meiner headline entnehmen kann, ein eher psychisch bedingtes Problem mit der Motivation zum Lernen/Hausaufgaben machen et cetera. Es geht schon eine ganze Weile so. Irgendwie habe ich "tagsüber" einfach keine Lust, mich zuhause hinzusetzen und was zu tun, obwohl ich es mir vorgenommen habe, meine Noten für das kommende Semester zu verbessern.

Es geht immer damit los, dass ich in großen Plänen schwelge, mit was weiß ich für "notenpushenden" Maßnahmen, die meinen Alltag umkrempeln sollen. Das fällt mir relativ leicht, mir so etwas auszumalen. Das Problem ist, ich verfalle sehr schnell in alte Verhaltensmuster, gebe zu früh auf -> Demotiviere mich weiter....

Das Ding ist, dass ich gerne faul bin (gucke dann halt animes oder mach was anderes..), ein anderer Teil von mir aber will so unbedingt gern notentechnisch vorankommen und Leistung bringen. Nur ist der andere Teil eher klein und kurzlebig. Immer dann fängt mein stärkerer fauler Teil (ist wohl der innere Schweinehund im Volksmund) an, mir den Strich durch die Rechnung zu machen, und zack.. ich habe wieder mal verloren...

Ich hab's einfach satt. Ich hoffe ihr konntet mir ein wenig folgen. Ich muss irgendwie aus der Lage herauskommen, weil so soll es nicht weitergehen, wenn ihr mich fragt.

Danke im Voraus an jene, welche antworten.

Over and out. Fragestehler

Antwort
von regex9, 26
  1. Ein Semester kannst du noch nicht kennen, denn du bist noch in der Schule.
  2. Mach dir einen Tagesplan und plane Zeiten für Arbeit und für Vergnügen. Für Arbeit musst du dich belohnen, dann macht es mehr Spaß. Außerdem brauchst du Pausenzeiten, gern auch häufiger, das ist ein individuelles Zeitmaß. Hauptsache du kommst irgendwie voran.
  3. Du kennst dich selbst noch nicht gut genug, denn sonst wüsstest du bereits, wann du lernen musst: In der Tagesphase, in der du am aktivsten bist, dich am besten konzentrieren kannst. Die Tageskonzentration verhält sich wie eine Kurve, irgendwo steigt sie, irgendwo sinkt sie. Es gibt Menschen, die haben ihre Hochphase zwischen 10-13 Uhr, es gibt welche, die haben sie wiederum zu einer anderen Uhrzeit. Wenn ich mich recht entsinne, sind es eh maximal nur 3h. Nutze diese Kurve aus und ordne so deine Aufgaben an. Das bedeutet, Anime kannst du zu Zeiten schauen, wo dein Gehirn eher vor sich hindümpelt. - Nimm diese Argumentation aber nun nicht fortwährend als Ausrede für mangelnde Konzentration. ;)
  4. Finde heraus, was dein Lernstil ist. Einige können am besten mit Karten lernen, mit denen sie sich selbst abfragen. Andere wiederum schreiben sich Lernstoffe lieber auf. Lerne, wie du am besten lernst. Und genauso musst du dann noch deinen Stil für das grundsätzliche Arbeiten finden.
  5. Richte dir deinen Arbeitsplatz besser ein. Beim Arbeiten sitzen - das Zimmer muss gut beleuchtet, aufgeräumt, freundlich und durchlüftet sein. Störfaktoren (und seien es nur auf einem Stapel liegende Comics) werden weggeräumt.
  6. Achte auf deine Ernährung. Wenn du dich nicht ausgewogen ernährst, hast du auch mehr Probleme mit der Konzentration. Fühlst dich müde oder schlaff, weil dir wichtige Vitamine fehlen. Trinke mehr Wasser.
  7. Treibe Sport, halte dich fit. (um Schlaffheit grundsätzlich zu vermeiden)  
Kommentar von Fragestehler ,

Erstmal danke. Das mit dem Semester ist so ein Tick unserer Lehrer. Die sagen das alle so ;-)

Antwort
von irrelevant2898, 20

einfach hinsetzen und machen. Denk dir, wie wichtig das ist. ich habe letztens mein praktikum in einem Krankenhaus gemacht und das hat mich total für die schule motiviert, weil ich medizin studieren möchte. mach dir klar, wofür du die ganze Sache mit dem Abi überhaupt machst, dann sollte das klappen

Antwort
von PadmeNaberrie, 29

Ein "Trick" der mir selbst (und das sogar im Studium) sehr gut hilft: Wecker auf 26 Minuten stellen, alles was ablenken kann (Smartphone vor allem) weglegen und dann mal 26 Minuten total konzentriert an den Hausaufgaben arbeiten/lernen. Wenn der Wecker klingelt Pause und Belohnung.

So fängt man wenigsten mal an und erwischt sich irgendwann dabei auch nach Klingeln der Weckers weiterzuarbeiten

Kommentar von Fragestehler ,

1. Warum 26 Minuten? :)

2. Wie kann die Belohnung aussehen? (Ohne dabei in die alten Verhaltensmuster zu verfallen)?

Kommentar von PadmeNaberrie ,

1. Keine Ahnung, wurde so vom Erfinder dieses "Tricks" festgelegt :)

2. Also aufs Sofa legen und fernschauen würde ich nicht empfehlen. Da kommst du dann wahrscheinlich nicht mehr weg. Ich persönlich schau dann auf mein Handy, hole mir etwas zu essen, bewege mich etwas, bisschen frische Luft. Halt so Kleinigkeiten. Und zb. nach 3 mal 26 Minuten durchhalten dann eine größere Pause.

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