Frage von Busamen, 44

Schule wechseln, wie soll ich überzeugen?

Hallo zusammen, Ich möchte nun schon seit einem Jahr meine Schule wechseln, habe dies aber erst vor kurzem meiner Mutter offenbart. Sie hat mich gefragt und ich meinte zu ihr, dass ich mich einfach nicht mehr in meiner Schule wohl fühle und es mir besonders schwer fällt morgens nicht auf krank zu tun, damit ich nicht in die Schule muss (das letzte habe ich nicht offenbart). Da wir sowieso umziehen wollen, meinte ich zu ihr, dass sie sich nicht darum kümmern soll, dass ich in der Nähe meiner Schule bin, weil ich sowieso wechseln will.

Leider leide ich an starken Depressionen und war deswegen auch schon in einer Klinik und gehe auch weiterhin zu einem Therapeuten, doch durch meine Schule und mein Unbehagen in der Schule habe ich zum ersten Mal das Bedürfnis bekommen, mich zu ritzen. ich versuche da noch gegen anzukämpfen aber das ist kein schönes Gefühl.

Meine Familie jedoch sagt aber die ganze Zeit, dass jeder eine Phase hat, wo er nicht zur Schule will oder sich nicht wohlfühlt. Meiner Mutter zu sagen, dass ich das Bedürfnis habe, mich wegen meiner Schule zu ritzen, will ich nicht. Ich hab Angst das sie das nicht verkraftet und mir fehlen einfach Begründungen, weshalb ich meine Schule nicht besuchen kann. Ich werde nicht gemobbt, habe in 1,6 Zeugnis und komme gut mit meinen Lehrern (natürlich nicht mit allen) klar. Aber ist es wirklich so gut, dass man sich nicht in der Schule wohlfühlt? Dass ich nicht das Gefühl habe, zu meiner Klasse zu gehören und auch wirklich keine innigen Freundschaften in meiner Schule habe.

Ich hab immer gesagt bekommen, in einer Schule wird man gelehrt, in einer Gemeinschaft zu lehren und doch bekomme ich immer gesagt, in die Schule gehst du nur zum lernen: Lesen, schreiben, rechnen und der Rest ist nur um dich in allen Fächern zu verbessern. Wo ist das Gemeinschaftsgefühl, dass man immer gesagt bekommt? In den Pausen? Das hätte ich auch gerne mal.

Danke für alle Antworten schon mal im Voraus!

Antwort
von xherbstx, 15

Ich finde es mutig, dass du es deiner Mutter gebeichtet hast. Das war sicher nicht leicht. Aber keine Mutter würde ihr Kind aktiv daran hindern nicht die Schule zu wechseln, wenn es für einen purer Terror ist. 

Der Grund für einen Wechsel liegt für mich klar auf der Hand: Du möchtest Freunde finden und ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln; merken, dass man zusammen mehr erreichen kann. Und ja, dieses Gefühl existiert tatsächlich in vielen Klassen, jedoch nicht so, wie in den Teenie Schnulzen. In jeder Klasse bilden sich Grüppchen. Diese Aktionen, dass sich jeder für schuldig bekennt, wenn der Junge von der Bank nebenan eine Scheibe zerschossen hat, damit er nicht bestraft wird..? Das gibt es nicht. Zumindest nicht allgemein in einer Klasse. 

Vielleicht sind Schulfreunde nicht die besten Freunde, aber sie können es werden. Falls nicht, helfen sie dir auf jeden Fall trotzdem durch den Tag. 

Mit dem Wechsel auf eine neue Schule bekommst du noch einmal die Chance "von vorne anzufangen" und dich neu zu präsentieren. Das Ritzen solltest du wirklich nicht anfangen ! Stell dir vor, du sitzt später mit deiner Frau und deinen Kindern (ja, vielleicht etwas weit hergeholt) am Essenstisch und musst ihnen erklären, woher die ganzen Narben kommen. In dieser Lage möchte ich mich nicht befinden.

Dennoch wünsche ich dir alles Gute und Kraft :)

Kommentar von Busamen ,

Vielen Dank für deine Antwort!

Mir ist bewusst, dass nie eine ganze Klasse zusammen Freunde werden kann, sich aber Gruppen bilden, wäre nur schön zu einer zu gehören :)

Ja kann wirklich stimmen, dass ich mich nach einem solchen Gemeinschaftsgefühl sehne.

Dass ich meine Narben dann irgendwann erklären müsste, daran habe ich nie gedacht aber danke für diesen Gedanken und da gerade Sommerferien sind, ist der Drang dazu nicht besonders hoch (nur wenn der Gedanke kommt, dass diese bald enden). 

Ich versuche mit meiner Mutter noch mal zu reden, und an deinen ermutigenden Kommentar zu denken, danke!

Kommentar von xherbstx ,

Kein Problem, ich bin mir sicher, dass du die Schulzeit ohne Ritzen überstehst. Du scheinst ziemlich nett zu sein, also besteht auf jeden Fall die Chance, dass du Freunde findest, ganz sicher. Ich glaube an dich ! :)

Antwort
von MiMelanieNe, 14

Es tut mir Leid, dass es dir nicht gut an deiner Schule geht.

Du solltest dich auf keinen Fall deswegen ritzen, sondernn darüber noch mal mit deinem Therapeuten reden.

Was erhoffst du dir von Schulwechsel? Ein besseres Gemeinschaftsgefühl? wie ist denn heute Klasse im generreeln so? Es gibt immer unterschiedliche Klassezusammensetzungen. Du musst dir bewusst sein, dass ein Schulwechsel positive als auch negative Seiten haben kann und es eine gut durchdachte Entscheidung sein muss.

Wenn du dich wirklcih dazu entscheiden solltest, dass schlag doch deiner Mutter vor, dass du dich darüber kümmer wirst. So zeigst du, dass es dir wirklich wichtig ist. und vielleicht lässt sich ja eine Probestunde oder ähnliches einrichten.

Viel Glück dir !

Kommentar von Busamen ,

Danke für die schnelle Antwort!

Ich kann mir schon ausmalen, dass es auf einer neuen Schule vielleicht genauso schlimm, vielleicht sogar auch schlimmer werden kann als auf meiner jetzigen aber egal wie sehr ich darüber nachdenke, habe ich keine Angst davor. Ich würde gerne einen Neuanfang haben, vielleicht hilft dies auch meiner Psyche :)

Aber deinen Vorschlag finde ich sehr gut und werde sie sicherlich bei meinem nächsten Gespräch mit meiner Mutter erwähnen!

Noch einmal, ein herzliches Dankeschön!

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