Frage von Heland, 38

Schule versagt das Erlernen einer zweiten Fremdsprache. Rechtens?

Wer entscheidet, ob ein Kind eine zweite Fremdsprache wählen kann? Die Schule oder die Eltern?

Nach er Klasse 5 wurden Wahlzettel verteilt, wer ab der Klasse 6 eine zweite Fremdsprache erlernen möchte. Mein Kind hat daran hohes Interesse und hat nach Absprache mit mir diese Wahl getroffen. Die Fremdsprache kann lt. Statuten nach einem Jahr wieder abgewählt werden, muss danach aber bis zum Ende der Klasse 10 beibehalten werden.

Aufgrund das mein Kind in Deutsch und Mathe einen Förderstatus inne hat, verweigert die Schule die Annahme zur zweiten Fremdsprache u.a. mit der Begründung, dass auch das Erlernen der ersten Fremdsprache noch Unterstützung bedarf. Eine detaillierte Fallbetrachtung und einvernehmliche Entscheidung wird nicht angestrebt. Jetzt erfahre ich, dass mein Kind ohne Absprache in Werken und IT-Kurse gesteckt wurde.

Es ist nicht so, dass ich die Bedenken der Schule nicht nachvollziehen kann. Möglicherweise stellt mein Kind auch nach einem Jahr fest, die zweite Fremdsprache lieber abzuwählen. Aber dann ist es aufgrund eigener Erfahrung eben eine eigene Entscheidung. Dann darf die Schule gern ihre Bedenken als Triumpf feiern. Aber niemand kann Entwicklungen vorhersehen und ein Risiko besteht nicht, es wenigstens auszuprobieren. Man ist zudem nur darin gut, wo man eigenmotiviert rangeht.

In einer Zeit, wo Fertigungs- und Logistikprozesse immer mehr automatisiert werden, ist Kommunikation als Schnittstelle immer wichtiger. In einer globalisierten Welt eben nicht nur in Deutsch.

Ich unterstütze mein Kind, zumal es Berufsziele hat, die man eben nur mit Abitur und damit einer zweiter Fremdsprache erreichen kann (wg. des Förderstatus zielt die Schule auf den Hauptschulabschluss ab und sieht darin ihren Bildungsauftrag als erfüllt).

Bitte jetzt nicht mutmaßen, ob es sinnvoll ist oder eben nicht. Mich interessiert rein die rechtliche Seite. Wer sich also im Schulgesetz (insbes. der Niedersächsischen) auskennt sei berufen, hier zu antworten.

Antwort
von Goldmarie1988, 11

Soweit ich weiss darf eine Schule nur beratend in diese Wahl eingreifen. Das ist das Gleiche wie mit der Schulwahl (Gymnasium, Realschule oder Hauptschule. Wenn die Schule etwas empfiehlt, muss das noch lange nicht eingehalten werden.

Natürlich kennen Lehrer ihre Schüler und die Empfehlung wird nicht unberechtigt sein. Die Entscheidung trifft am Ende aber ganz allein der Erziehungsberechtigte. Zur Not einen Termin beim Rektor machen. Viel Erfolg und schön, dass du an dein Kind glaubst - weiter so!

Antwort
von Ufea2000, 18

Habe gerade beim Niedersächsischem Kultusministerium geschaut. Pflicht ist eine zweite Fremdsprache bis zur Realschule nicht! Wenn es aus schulischer Sicht nicht sinnvoll ist, da dein Kind bereits in Deutsch(!!!) und Mathe gefördert werden muss, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass du das als Elternteil durchbekommst...

Antwort
von Ufea2000, 21

Förderstatus - Hauptschulabschluss?! Und du willst, dass dein Kind Abitur macht???????  Fördere Dein Kind und fordere es nicht! Nur so kann sich dein Kind entwickeln. - Am Gymnasien in Niedersachsen ist eine zweite Fremdsprache Pflicht! Wie es bei anderen Schulformen ist, kann ich nicht sagen!

Kommentar von Goldmarie1988 ,

Lies doch bitte den Text. Das Kind hat Ziele wo man Abitur braucht - das heisst es will auch selbst das Abitur schaffen. Die Mutter fördert das - was ist verkehrt daran? Vom Hauptschulabschluss zum Abitur ist zwar schwierig aber machbar.

Kommentar von Ufea2000 ,

Nicht jedes Ziel, was man sich steckt, ist erreichbar!!! Fördern und Fordern ist ein Unterschied! Das Kind wird gefördert. Hat also Schwierigkeiten und das nicht nur in einem Fach! In der eigenen Muttersprache und in Mathe Förderunterricht sowie Schwierigkeiten in der 1. Fremdsprache. Was soll da eine zweite Fremdsprache bringen?!

Antwort
von LeFonque, 20

Sprachen sind IMMER sinnvoll. Ob die Schule rechtens handelt kann ich leider nicht beantworten. Viel Glück!

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