Schule und Angststörung?

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6 Antworten

Hallo,

ich kenne das Problem mit Depressionen und Angststörungen, da ich selber vor zwei Jahren an Depressionen erkrankt war und heute auch noch damit zu kämpfen habe.

Wichtig ist, dass du diesen negativen Gedanken beiseite schiebst, da dieser dich blockiert. Im Endeffekt redest du dir selber ein, dass du es nicht schaffst. Versuche lieber dir immer wieder vor Augen zu halten, was du bis jetzt geschafft hast.

Mache eine Liste vor dem Schlafen gehen, in der du alle Erfolge des Tages auflistest. Diese Liste schaust du dir am nächsten Tag vor der Schule an und versuchst dein inneres Ego anzustacheln dich selber zu übertreffen.

Ausreichend schlaf solltest du auch haben, damit nicht die Müdigkeit dein Feind wird.

Wichtig sind auch bestimmte Rituale. Mache einen genauen Ablauf deines Morgens. Aufstehen, Frühstücken, Duschen, Anziehen, Rucksack packen, zur Schule gehen. Lege für dich einen Ablauf fest und versuche diesen jeden Tag einzuhalten.

Rituale helfen uns innere Blockaden zu überbrücken und eine eigene Selbstsicherheit zu finden. Wenn wir etwas routiniert kennen, dann haben wir auch keine Angst mehr davor.

Wichtig ist auch, dass du diese Sache mit deinem Therapeuten besprichst, damit ihr zusammen eine Strategie findet um dieses Problem zu beseitigen.

Ich wünsche dir viel Kraft und ich glaube an dich dass du das schaffst. Du bist doch schon so weit gekommen, dass du regelmäßig die Schule besucht hast. Halt dich daran fest.

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Hallo,

ja, Du erlebst eine schlimme Situation in der Schule.

Hast Du eine Idee, was die Angst auslöst? Wenn es keinen konkreten Auslöser gibt, handelt es sich - fachlich betrachtet - um Panik.

Diese entsteht meist aus einer tiefgreifenden Hilflosigkeit - also dem Gefühl, der Situation ausgeliefert zu sein, ohne sie beeinflussen zu können. Du bist vermutlich eigentlich ein sehr willensstarker Mensch oder?

Das Wichtigste: Du musst morgens aufstehen - rechtzeitig, um in die Schule gehen zu können. Selbst wenn Du weißt dass Du nicht gehen wirst, stehe trotzdem auf. Das Liegenbleiben macht das Hingehen für die Zukunft unwahrscheinlicher!

Prüfe, ob z.B. der Lärm in der Schule, die vielen anderen Menschen oder das Lernen bzw. das Abgefragt-werden oder was sonst Anlass für Deine Angst gibt. Dann kann man etwas dagegen tun.

Alles Gute!

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Kommentar von KatGrines
29.11.2016, 09:39

Vielen Dank für die Antwort. Leider weiß ich nicht wirklich was die Angst auslöst. Aber es hat ja auch schon mehr oder weniger gut geklappt in den letzten Wochen, wenn ich dann wie jetzt zwei Tage fehle habe ich direkt Angst meine ganze schulische Laufbahn wäre am Ende. Willensstark bin ich, ich habe in den letzten Jahren einige Dinge trotz meiner Angst etc. getan wovon mir alle abgeraten haben, weil ich es wegen meiner Erkrankung nicht schaffen würde, habe es dann aber entgegen aller Erwartungen meist doch geschafft. Ich denke auch das es morgen mit der Schule wieder klappen wird, wahrscheinlich habe ich mir seit dem Wochenende zu viel Druck gemacht, von wegen, so und so viele Stunden muss ich dann und dann aber schaffen. 

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Hey

Also von meiner Seite erzählt... Ich erleide seid ca. 2010 an Depressionen und auch Angststörungen bzw. auch Panikattacken (Werde jetzt 20 Jahre alt). Von daher kann ich gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich kann aus meiner Erfahrung sprechen, dass bei mit diese Angststörungen bzw. Panikattacken bei mir ausgelöst wurden durch diese "Angst vor der Angst haben". Damit ist gemeint, dass genau das ausgelöst hatte, wenn ich Angst habe Angst zu bekommen wieder Depressionen zu haben. Das löst bei mir eine Panikattacke aus und macht mein Tag und auch weitere unmöglich zu bestehen. Es wurde erst besser, als ich zum Therapeuten gegangen bin (wo du schon drin bist). Allerdings als es immer noch nicht aufhörte, begann ich Antidepressiver (Venlafaxin 150 mg) zu nehmen und seitdem hat sich mein zustand verbessert. Auch wenn ich Tabletten hasse zu schlucken, hat es mein Lebensinhalt mitsamt seelische Schmerzen zumindest einigermaßen stabilisiert (wenn man sie jeden Tag nimmt)

Vielleicht wäre das eine alternative für dich es auch mal mit antidepressiver zu probieren. Auch wenn Tabletten das allerletzte ist was ich versuchen würde (das ich aber am ende doch genommen hatte). Geholfen haben sie mir aber trotzdem.

Eine weitere Variante wäre es eine Psychotherapie zu machen. Und zwar stationär. Es gibt sehr viele Orte in Deutschland wo du so etwas machen könntest. (In NRW wo ich wohne als Beispiel in Warstein mit Mal, Reit, Sporttherapien usw.) Ich würde dir den Tipp geben und dich am besten bei deinem Therapeuten zu erkunden, ob von beiden Varianten es eine Möglichkeit gäbe eines auszuprobieren oder auch beide. 

Was bei deinen Eltern ist: natürlich sind auch sie Menschen und ich gehe stark davon aus, dass sie sich auch um dich sorgen. Aber wenn du nicht imstande bist zur Schule zu gehen, dann bist du auch nicht dazu imstande und es ist besser lieber sich zu schonen, statt das es in der Schule schlimmer wird. Wenn das aber zu einem Dauerfall wird, dann überlege mit deinen Eltern ob du lieber nicht eine Dauerhafte Lösung suchen möchtest.

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, oder ich etwas übersehen habe, dann sage mir bitte bescheid. Für Kritik bin ich gerne offen! :)

Alles gute wünsche ich dir und gute Besserung! Ich drücke dir die Daumen, dass es dir besser gehen wird viel Erfolg in deinem weiteren Lebensweg!

 

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du musst mit deinen Eltern darüber sprechen, weil du sonst aus der schule fliegen kannst

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Hör auf, die Angst als Ausrede und dich als ihr Opfer zu sehen.

Sie ist da, und du musst damit klarkommen.

Du WEISST ganz genau, dass du zur Schule gehen KÖNNTEST. Also warum bittest du nicht deine Eltern, da nicht länger mitzuspielen und dich persönlich abzuliefern, wenn du es alleine nicht schaffst?

Hast du Freunde, die dich morgens anrufen oder abholen könnten?

Natürlich wird das für euch alle nicht einfach, aber zuzuschauen, wie jemand anders sich selbst kaputtmacht, tut wahrscheinlich noch mehr weh, als ihn "zu seinem Glück zu zwingen"...

Es würde sicher auch "helfen", wenn dich nach jedem krankgemachten Tag Lehrer oder Mitschüler besuchen oder zumindest anrufen würden, um dir zu beweisen, dass Wegrennen NICHT angenehmer ist.

Such dir eine Selbsthilfegruppe und finde Ansprechpartner, die dich zwar verstehen, aber bei deiner Selbsttäuschung ("Ich KANN nicht!") nicht mitspielen.

Alternativ könntest du auch über einen Klinikaufenthalt und/ oder eine Langzeittherapie nachdenken. Dort bekommst du weiter Unterricht, und dein Abi ist nicht gefährdet.

Allerdings wirst du dort auch knallhart zur Mitarbeit gezwungen - Atteste wegen Depressionen oder Panikattacken gibt es nicht mehr! Und auch Mitleid und "Verständnis" halten sich in Grenzen.

Du bist nicht so blöd, dir ernsthaft einzureden, es ginge dir besser, wenn du noch einen Tag zuhause bleibst. Also hör auf, den Kopf in den Sand zu stecken und zwing dich, dich deiner Krankheit zu stellen!

Du kannst heute immer noch zur Schule!

Arbeite mit der selbsterfüllenden Prophezeiung und schreibe deine Horrorfantasien um.

Die Kunst ist übrigens nicht, diese "dummen Gedanken" loszuwerden, sondern trotzdem hinzugehen. Damit nimmst du ihnen die Macht über dein Leben, statt sie ständig mit Nachgeben zu "füttern".

Versuche nicht, keine Angst mehr zu haben - sie gehört zu dir! Lerne, sie zu akzeptieren, und dich ihr zu stellen.

Stell sie dir wie eine körperliche Einschränkung vor, wie Krücken, einen Gips, eine Allergie: abgesehen von ganz wenigen Dingen kannst du eigentlich alles machen. Du musst nur herausfinden, wie!

Und überleg dir auch mal, WOVOR du eigentlich Angst hast. Davor, "zu versagen"? Das tun wir alle, ständig, und wir müssen es sogar, um aus unseren Fehlern zu lernen!

Schreib dir auf, was dir gerade durch den Kopf geht und sprich darüber. Eine Selbsthilfegruppe wäre sicher hilfreich für dich, weil die Leute dort nicht schon jahrelang mit dir "diskutieren" und meist wesentlich "rücksichtsloser" sind als deine Familie, Freunde oder dein Therapeut.

Manchmal braucht man das!

Alles Gute!

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Kommentar von Willothewisp
29.11.2016, 09:13

Auch wenn du anscheinend nur den Fragesteller anstacheln will, solltest du etwas mehr Taktgefühl walten lassen.

Eine Angststörung ist keine einfache Erkrankung, die man mit innerer Disziplin beseitigen kann.

Wichtig sind soziale und therapeutische Unterstützung und Verständnis. Der Fragesteller kann nicht einfach über seinen inneren Schweinehund springen und sagen "Jetzt ist alles gut".

Eine Angststörung ist eine mentale und psychische Schwäche, die dich soweit bringen kann, dass du aufgrund von einfachen Gegebenheiten Panikattacken kriegen kannst. Sei es einfach ein Gedanke oder ein lautes Geräusch oder auch nur Hektik.

Vielleicht sollten mehr Menschen sensibilisiert werden für psychische Erkrankungen und den damit verbundenen Schwierigkeiten sich in ein normales gesellschaftliches Leben einzufinden, bevor sie darüber urteilen. Das würde bestimmte Probleme und Stigmatisierungen verhindern und auch bestimmte Wege für mehr Verständnis ebnen.

Falls du dich angegriffen fühlst, tut es mir leid. Das wollte ich nicht, aber ich finde es nicht gut, wenn psychische Erkrankungen wie kleine Wehwehchen behandelt werden.

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Du klingst für mich irgendwie nölig, tranig - persönlich in einer "schwierigen" Phase. Denk dir nicht zuviel dabei - das haben viele andere auch. Nur auffällig werden solltest du nicht - sonst kannst du dir Probleme einhandeln, bzw. hast du schon.

Dass deine Eltern dich bereits in einer anderen Schule untergebracht haben, zeigt, dass das Töchterchen irgendwie imstande ist, mit ihrem Gejammer ihren Willen durchzusetzen - aber dort scheinst du ja auch wieder Probleme zu haben und zu schwänzen. Sind denn deine Noten wenigstens gut? Sonst kannst du das Abi und Studieren vergessen und deine wohlsituierten, gutbürgerlichen Eltern werden sehr enttäuscht sein, dass ihre Tochter in der Leistungsgesellschaft leider doch nicht so gut mithalten kann, wie es so gut in ihr familiäres Umfeld passen würde.

Wo hältst du dich denn auf, wenn du schwänzt? Ich war seinerzeit wenigstens im Bastelraum und habe etwas produktives gemacht. Beim Therapeuten bist du also auch schon. Dann ist weniger einer zufrieden, da er einen Patienten hat, an dem er verdient...Nimm dich zusammen und viel Glück! Gruß von "Irgendwem".

PS: aber verstehen kann ich dich - habe seinerseits auch die Flucht vor den anderen ergriffen in der großen Pause und oft das Schwimmen geschwänzt. Das normalisiert sich alles irgendwann.

Wovor hast du eigentlich Angst?


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Kommentar von KatGrines
29.11.2016, 09:34

Mit meinem Gejammer? Du glaubst, ohne mich zu kennen, dass meine Eltern mich wegen meinem Gejammer auf eine andere Schule geschickt haben?! Es hat sechs Jahre gedauert bis ich mich dazu überwunden hatte meinen Eltern davon zu erzählen. Davon zu erzählen das es so schlimm ist das ich mich jeden Morgen lieber umbringen wollen würde, anstatt zur Schule zu gehen. Jedoch dachte ich all die Jahre ich würde mich nur anstellen, hätte eigentlich keine Probleme, aber da habe ich wohl falsch gelegen. Meine Noten sind gut, ja. Wieso urteilst du über meine Eltern wenn du sie gar nicht kennst? Ich soll mich zusammen nehmen? Kannst du dir eigentlich vorstellen wie schwer das ist? Wenn es so einfach wäre würde ich jetzt in der Schule sitzen. Wovor ich Angst habe weiß ich ja leider selber nicht. In der alten Schule würde ich jahrelang ausgegrenzt weil ich nicht 'mit dem Strom' geschwommen bin und immer sehr ruhig war, ob es an dem Mobbing etc. liegt weiß ich leider nicht. Obwohl deine Antwort nicht ganz hilfreich war, da du mich praktisch als Schulschwänzer dargestellt hast, was ich absolut nicht bin, möchte ich mich trotzdem bedanken. 

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