Frage von InMyOwnWorld188, 111

Schule macht mich aggressiv, was soll ich tun?

Ich hasse Schule über alles! Vor allem meine. In Berlin ist die Hölle los, es gibt keine vernünftigen Lehrer, keine vernünftigen kinder. Jeden Morgen werde ich einfach so hart aggressiv, nur weil ich weiß, dass schule ist. Kann ich mir nicht einreden, dass es doch villeicht ein bisschen Spaß macht? Hab zum Glück eh bald Schule fertig.

Antwort
von Flimmervielfalt, 86

Fang doch an zu Rappen, damit Du ein Ventil hast. Berichte den Kids von Respekt, Stolz, Ehre und Würde. Wallah.

Kommentar von InMyOwnWorld188 ,

"Wallah"? Egal, jedenfalls kann ich leider nicht Rappen, nicht dass ich wüsste. Aber die Idee ist eigentlich ganz inordung:-)

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Du musst das auf jeden Fall in Bahnen lenken, Bruder. Vor allem in sozial anerkannte Bahnen. Es hätte jetzt keinen Sinn, das über Sprayen, Sbahn Surfen oder Videospiele rauszulassen. Du willst ja sicher keine Amoksau werden, Sondern was dagegen tun. Oder versuch doch Deine Wut in einem Bild zusammemzufassen.

Kommentar von InMyOwnWorld188 ,

Wow, dankeschön!

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Ja, Digga, werde kreativ! Drück Dich aus!

Antwort
von Kuhlmann26, 39

Du solltest zusehen, dass Du da so schnell wie möglich rauskommst. Schule lässt sich auch vermeiden. Das ist auf legalem Wege zwar nicht so einfach, aber es geht.

Das Wesen unserer Schulen ist nun mal gewalttätig. Die strukturelle Gewalt kommt zur Gewalt unter den Insassen bzw. zwischen Insassen und Aufsichtspersonal noch dazu.

Gruß Matti

Antwort
von Schnoofy, 66

Hab zum Glück eh bald Schule fertig.

Ob das so gut ist?

Du hast nämlich immer noch nicht gecheckt, dass man "tun" nicht mit "he" schreibt.

Kommentar von InMyOwnWorld188 ,

Dir ist klar, dass sich jeder mal verschreiben kann. Klugscheißer.

Kommentar von Schnoofy ,

Klugscheißer.

Mir scheint, Deine Aggressivität ist nicht unbedingt die Schuld der Schule.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Mir scheint, Deine Aggressivität ist nicht unbedingt die Schuld der Schule.

Na klar ist sie das. Hier war nicht nach Rechtschreibung gefragt. Deine Antwort ist typisch Schule. Und das macht aggressiv. Und sie (Deine Antwort) beweist nur, dass die Schule nicht das ist, was man von ihr behauptet; ein Lernort nämlich.

Es ist nicht das Ziel der Schule, dass man weiß, wie man "tun", oder welches Wort auch immer, schreibt. Es interessiert auch niemanden, dass 25 Prozent der Schulabgänger das öffentlich propagierte Ziel der Schule nicht erreicht; nämlich einen Abschluss.

Das eigentliche Ziel der Schule ist es, Dich auf ein Leben als Konsument und Produzent vorzubereiten und da ist es völlig egal, wie man "tun" schreibt.

Jedes Unternehmen, welches 25 Prozent Ausschuss produziert, geht unweigerlich Pleite. Nicht so unsere Belehrungs- und Erziehungsanstalten. Die werden mit Steuergeldern künstlich am Leben gehalten. Dürfte man sich aussuchen, ob man sie besuchen will, müssten sie sich entweder verändern oder es gäbe sie bald nicht mehr.

Kommentar von Schnoofy ,

Dann habe ich leider den Sinn von Schule bisher völlig missverstanden. Vielleicht ist das durch meine mangelnde Lebenserfahrung zu begründen.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Du bist - wie viele andere auch - einer Propaganda aufgesessen. Den ursprünglichen Sinn, den die Schule bei ihrer Erfindung durch die alten Griechen hatte, hat sie schon seit Jahrtausenden nicht mehr.

Zitat: “Schule leitet sich ab von scholé, griechisch für Muße. Es handelt sich um einen Ort der Muße, um den Dingen auf den Grund zu gehen, eine Tradition freier Forschung und Lehre, sowie eine Zunft unabhängiger Gelehrter, die ihre Wahrheitsliebe (philosophía) eint.“(...) Heutige Schulen sind meist staatliche Gebäude, in denen Gleichaltrige zusammengesperrt werden, um sie der Lehrplanwirtschaft auszusetzen." Zitat Ende. Die Beschreibung stammt von Österreichischen Pholosoph Rahim Taghizadegan. Wann haben Schüler zuletzt Muße in der Schule erlebt?

Welche Aufgabe Schulen seit mehreren Jahrhunderten haben, kannst Du schon bei Martin Luther und Gottlieb Fichte nachlesen. Der zweite ist ein auch heute noch geachteten Erzieher und Philosoph, nach dem Schulen benannt sind. In seinen "Reden an die deutsche Nation" von 1808 begründet er eine staatliche Monopolisierung der Bildung wie folgt:

Dagegen würde der Staat, der die von uns vorgeschlagene Nationalerziehung allgemein einführte, von dem Augenblicke an, da ein Geschlecht der nachgewachsenen Jugend durch sie hindurch gegangen wäre, gar keines besondern Heeres bedürfen,
sondern er hätte an ihnen ein Heer, wie es noch keine Zeit gesehen. Jeder Einzelne ist [...] zur Ertragung jeder Anstrengung und Mühseligkeit gewöhnt, [...] in seinem Gemüthe lebt die Liebe des Ganzen, dessen Mitglied er ist, des Staats und des Vaterlands, und vernichtet jede andere selbstische Regung. Der Staat kann sie rufen und unter die Waffen stellen, so bald er will, und kann sicher sein, dass kein Feind sie schlägt.

Noch nationalistischer und militaristischer hat es nur noch Hitler hinbekommen, dessen Reichsschulgesetz von 1938 wir übrigens den heute noch gültigen absoluten Schulzwang zu verdanken haben.

Ob Du das nun wahr haben willst oder nicht, es ging noch nie um individuellen Bildung in der Schule, sondern ausschließlich um Erziehung im staatlichen Sinne. Der Sinn heutiger Schulausbildung ist der, einem Wirtschaftssystem zur Verfügung zu stehen.

Wenn Du anders über die Aufgaben der Schule denkst, hast Du tatsächlich etwas falsch verstanden.

Kommentar von InMyOwnWorld188 ,

Dankeschön, Kuhlmann26 :-)

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